Behandlungsfehler? Anwalt einschalten!

 

 

Kaum einem Menschen schenkt man mehr Vertrauen, als dem Arzt. Doch auch dieser kann sich täuschen. Wie verhalte ich mich nach einem Behandlungsfehler?

Behandlungsfehler? Anwalt einschalten!
Behandlungsfehler: Rechte erkennen und durchsetzen

Lesezeit: ca. 2 Min.

 

In diesem Artikel erfahren Sie unter anderem, was einen Behandlungsfehler darstellt, welche Möglichkeiten zur Vorgehensweise ein Anwalt hat und wie es um die Beweislast und die Verjährung steht. Außerdem zeigen wir Möglichkeiten auf, wie Sie Schmerzensgeld und Schadensersatz erhalten.

Hier haben Sie die Möglichkeit, Ihre Fragen zum Behandlungsfehler mit unserem Anwalt für Arzthaftungsrecht zu besprechen.

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1. Was sind Behandlungsfehler? Anwalt einschalten oder nicht?

Überarbeitete Ärzte durch Personalkürzungen sind wohl einer der Hauptgründe für ärztliche Behandlungsfehler. Auch die Fehlerkultur im medizinischen Bereich ist unausgereift. Behandlungsfehler werden meist verschwiegen und somit besteht nicht die Möglichkeit, diese zu analysieren und möglicherweise zukünftig zu vermeiden.

Häufiger als vermutet kommt es schlicht und ergreifend zu Verwechslungen, z.B. zwischen Patienten und deren Erkrankungen und Medikamenten, oder Kommunikationsfehlern zwischen den Behandelnden.

Und nicht zuletzt sind Ärzte auch nur Menschen, die zwar nach bestem Wissen und Gewissen handeln, denen aber dennoch Fehler passieren können. Bedauerlicherweise sind die Fehler im medizinischen Bereich nicht selten mit schwerwiegenden Folgen, bis hin zum Tod verbunden.

Deswegen sollten sie nicht zögern bei einem Behandlungsfehler: Anwalt zu Rate ziehen!

Ein Behandlungsfehler umschließt alle Bereiche ärztlicher Tätigkeit. Der Fehler kann also aus einem rein medizinischen Aspekt entstehen, aber auch Verwaltungsabläufe können betroffen sein. Aus einer fehlenden, falschen oder unvollständigen Aufklärung des Patienten über einen medizinischen Eingriff und dessen möglichen Risiken und Folgen, können ebenfalls Schadenersatzansprüche hervorgehen.

Ein Fehler des Behandelnden wird vermutet, wenn sich ein allgemeines Behandlungsrisiko verwirklicht hat, das für den Behandelnden voll beherrschbar war und das zur Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit des Patienten geführt hat (§ 630h BGB).

Eine Behandlung muss nach aktuellen medizinischen Standards durchgeführt werden, außer es ist anders vereinbart. Trotzdem ist nicht jeder therapeutische Misserfolg ein Behandlungsfehler. Häufig handelt es sich um bekannte Nebenwirkungen oder Komplikationen, dies prüfen zuständige Gutachter.

Ist es in Ihrem Fall eine gewöhnliche Komplikation oder ein Behandlungsfehler? Ein Rechtsanwalt kann diese Fragen mit Ihnen klären.

 

2. Häufigkeit von Behandlungsfehlern

Die Bundesärztekammer veröffentlicht jährlich eine Statistik in der Anträge wegen Behandlungsfehlern, die Gründe und ihre Häufigkeit aufgeschlüsselt werden. Jährlich werden etwa 12.000 Arzthaftungsfälle vermutet (Anzahl der gestellten Anträge). Diese werden durch Gutachterkommissionen und Schlichtungsstellen bei den Ärztekammern bewertet. Bei dem Verdacht auf einen Behandlungsfehler: Anwalt einschalten und sich diesbezüglich beraten lassen.

Die Häufigsten Vorwürfe von Patienten beziehen sich auf

  • die Durchführung operativer Therapien,
  • die Diagnostik durch bildgebende Verfahren,
  • postoperative Therapiemaßnahmen,
  • Diagnostik und Untersuchung
  • Aufklärung
  • Therapie, Pharmaka.

Bei den fehlerbedingten Schäden ist zwischen den verschiedenen Schweregraden bis hin zum Tod zu unterscheiden. Wobei leichte bis mittlere Schäden und Dauerschäden den größten Teil ausmachen. Vor allem Behandlungsfehler die mit Arthrose und Frakturen verbunden sind, führten zur Antragsstellung von Patienten.

 

3. Vorgehensweise bei Behandlungsfehler: Anwalt zur Klärung zu Rate ziehen

Vermuten Sie einen Behandlungsfehler, gibt es verschiedene Wege der Klärung. Bei einer außergerichtlichen Klärung kommt es zu einer direkten Verhandlung zwischen dem Patienten bzw. seinem Vertreter und der Haftpflichtversicherung des Arztes. Weiterhin kann sich Ihr Anwalt an die Schlichtungsstellen und Gutachterkommissionen der Ärztekammern wenden– und auch der Medizinische Dienst der Krankenversicherung (MDK) steht als Ansprechpartner bereit.

Ist ein Schlichtungsverfahren angestrebt, kommt dies jedoch nur zustande, wenn die beschuldigte Institution oder der beschuldigte Arzt diesem zustimmt. Die Kosten des Gutachters und die Verfahrenspauschale übernimmt dann die Versicherung des Beschuldigten.

Kommt es zu einer gerichtlichen Klärung, ist das Zivilgericht dafür zuständig und es kann eine Strafanzeige bei der Polizei oder Staatsanwaltschaft gestellt werden. Planen Sie vor Gericht zu ziehen wegen einem Behandlungsfehler, Anwalt als Vertreter hinzuziehen!

 

4. Schadensersatz und Schmerzensgeld

Nach deutschem Zivilrecht ist ein Behandlungsfehler eine Verletzung der Pflichten aus dem Behandlungsvertrag (§ 630a BGB). Hat der Arzt eine solche Pflichtverletzung begangen, die einen Schaden verursacht hat, ist er dazu verpflichtet Schadensersatz zu leisten. Liegt eine Körperverletzung vor, ist zusätzlich der Anspruch auf Schmerzensgeld zu prüfen.

Der Schadensersatz umfasst materielle Schäden, die dem Patienten durch den Behandlungsfehler entstanden sind. Das kann zum Beispiel der Verdienstausfall sein, der Haushaltsführungsschaden, Fahrtkosten oder Folgekosten für Medikamente und Therapie.

Auch wenn die Höhe des in Deutschland gezahlten Schmerzensgeldes im internationalen Vergleich gering ist, kann es sich lohnen, auf Schmerzensgeld zu klagen. Unbedingt beachten bei einem Behandlungsfehler: Anwalt zum Schmerzensgeld befragen!

Sollte es zu einem Schmerzensgeldverfahren kommen, werden alle Umstände Ihres Falles berücksichtigt. Das umschließt die Dauer der Beeinträchtigung, der Grad des Verschuldens des Schädigers, wirtschaftliche Verhältnisse und einige weitere. Die Höhe des Schmerzensgeldes liegt dann im Ermessen des Gerichts. 

Beiträge zum Schmerzensgeld: Schmerzensgeld & Schmerzensgeldtabelle

Beiträge zum Schadensersatz:  Schadensersatz (allgemein), Schadensersatz geltend machenVerjährung Schadensersatz

 

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Sie möchten gegen einen Behandlungsfehler anwaltlich vorgehen? Schildern Sie uns hier kurz was passiert ist. Sie haben die Möglichkeit, Ihr Rechtsproblem oder Ihre Frage kostenlos im Rahmen einer Ersteinschätzung mit unserem Anwalt für Arzthaftungsrecht zu besprechen.

 

5. Beweislast und Verjährung bei Behandlungsfehler: Anwalt kann Auskunft geben

Prinzipiell trägt der Kläger bei einem Behandlungsfehler die Beweislast– das kann der Patient selbst, oder dessen Erbe sein. Sowohl der Schaden der entstanden ist, als auch der Fehler, durch den er entstanden ist, müssen bewiesen werden. Kann vom Kläger jedoch ein grober Behandlungsfehler nachgewiesen werden, erreicht er möglicherweise eine Umkehrung der Beweislast. Ein grober Behandlungsfehler liegt vor, wenn

 „[…] der Arzt eindeutig gegen bewährte ärztliche Behandlungsregel oder gesicherte medizinische Erkenntnisse verstoßen und einen Fehler begangen hat, der aus objektiver Sicht nicht mehr verständlich erscheint, weil er einem Arzt schlechterdings nicht unterlaufen darf.“ (BGH Urteil vom 11. Juni 1996, Az. VI ZR 172/95)

Für grobe Behandlungsfehler gibt es viele weitere Gründe, die vor Gericht geprüft und zugelassen werden. Ist es in Ihrem Fall tatsächlich ein grober Behandlungsfehler? Anwalt konsultieren und beraten lassen!

Ein Schadenersatzanspruch wegen Behandlungsfehlern, läuft nach einer regelmäßigen dreijährigen Verjährungsfrist aus. Diese Frist beginnt am Ende des Jahres, in dem der Behandlungsfehler unterlaufen ist.

 

6. Tipp: kostenlose Ersteinschätzung von einem Rechtsanwalt

Sie gehen davon aus, dass ein Behandlungsfehler vorliegt und möchten sich dagegen wehren? Sie benötigen Hilfe bei der Durchsetzung Ihrer Ansprüche?

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Bildquellen: (c) nyul, Ion Chiosea  - 123rf.com





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