Unbefristete Aufenthaltsgenehmigung bekommen

 

 

Wer sich in Deutschland aufhalten möchte, muss einen gültigen Aufenthaltstitel besitzen. Doch wie kann man eine unbefristete Aufenthaltsgenehmigung bekommen? Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein? 

Unbefristete Aufenthaltsgenehmigung bekommen
unbefristete Aufenthaltsgenehmigung bekommen: Hier finden Sie erste Informationen

 

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Sie möchten sich umfassend über das Thema „Aufenthaltsgenehmigung“ informieren? Dieser Artikel gibt Ihnen erste Informationen an die Hand. Für eine umfassende Prüfung Ihrer Rechte und konkrete Empfehlungen zur weiteren Vorgehensweise empfehlen wir Ihnen die Rechtsberatung unserer geprüften Rechtsanwälte!

 

Welche Voraussetzungen müssen für einen Aufenthalt in Deutschland erfüllt sein?

Menschen, die sich für eine bestimmte Zeit oder dauerhaft in Deutschland niederlassen wollen, müssen einen Aufenthaltstitel haben. Wer irgendwann eine unbefristete Aufenthaltsgenehmigung bekommen will, muss zunächst mit einem zeitlich befristeten Aufenthaltstitel vorliebnehmen. Für diesen müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein. Neben der Beachtung der gültigen Einreisebestimmungen sind dies ein gültiger Pass und ein gesicherter Lebensunterhalt. Zudem darf kein Ausweisungsgrund vorliegen und die Interessen der Bundesrepublik Deutschland nicht beeinträchtigt werden. Es gibt allerdings Ausnahmen, in denen auf einzelne Voraussetzungen verzichtet werden kann – dies ist zum Beispiel bei humanitären, völkerrechtlichen oder politischen Gründen der Fall. Auch Familiennachzug und besondere Umstände des Einzelfalls fallen darunter. Nicht ganz unwesentlich für die Erteilung eines Aufenthaltstitels sind zudem ausreichender Wohnraum, ein absolvierter Integrationskurs oder bestimmte sprachliche Voraussetzungen

 

Wie kann man eine unbefristete Aufenthaltsgenehmigung bekommen?

Menschen, die sich seit mehreren Jahren durch einen befristeten Aufenthaltstitel in Deutschland aufhalten, können eine unbefristete Aufenthaltsgenehmigung bekommen. Folgende Voraussetzungen für diesen eigentlich als Niederlassungserlaubnis bezeichneten Titel müssen erfüllt sein:

 

  • die grundlegenden Erteilungsvoraussetzungen sind gegeben (siehe oben),
  • mindestens fünf Jahre im Besitz einer befristeten Aufenthaltsgenehmigung,
  • mindestens 60 Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung oder Aufwendungen vergleichbare Leistungen wurden geleistet,
  • die öffentliche Sicherheit und Ordnung werden nicht gefährdet,
  • eine mögliche Beschäftigung bzw. die Ausübung einer Erwerbstätigkeit ist erlaubt,
  • ausreichende Sprachkenntnisse und grundlegendes Wissen über die Rechts- und Gesellschaftsordnung sowie der Lebensverhältnisse der BRD sind vorhanden,
  • ausreichender Wohnraum (auch für die Familie) steht zur Verfügung.

 

Aufenthaltsgenehmigungen – ob befristet oder unbefristet – beantragt man bei der Ausländerbehörde bzw. dem Einwohnermeldeamt der Stadt bzw. des Landkreises. Wichtig ist, dass persönlich vorgesprochen wird – meist ist hierfür eine Terminvereinbarung vorab notwendig. Die Beantragung ist übrigens kostenpflichtig – eine befristete Aufenthaltserlaubnis schlägt mit 100,00 EUR (weniger als ein Jahr) bzw. 110,00 EUR (mehr als ein Jahr) zu Buche, deren Verlängerung mit 65,00 EUR (weniger als drei Monate) bis 80,00 EUR (mehr als drei Monate) und die Niederlassungserlaubnis mit 135,00–250,00 EUR. Minderjährige zahlen nur die Hälfte. Bei der Beantragung sind folgende Unterlagen einzureichen:

 

  • gültiger Pass sowie aktuelles Lichtbild,
  • Arbeitsgenehmigung, Berufsausübungserlaubnis oder Erlaubnis für Ausübung der Erwerbstätigkeit,
  • ggf. Schulbescheinigungen oder Ausbildungsnachweis,
  • Bescheinigung über den Rentenversicherungsverlauf,
  • Nachweis über die Sicherung des Lebensunterhaltes (Gehaltsabrechnung, Rentenbescheide, Unterhaltsleistungen u. a.),
  • Mietvertrag oder Nachweis über Wohneigentum,
  • Nachweis über erfolgreiche Absolvierung eines Integrationskurses sowie
  • ein Schwerbehindertenausweis, sofern dieser vorliegt.

 

Ein Anwalt kann helfen

Grundsätzlich lässt sich also sagen, dass eine befristete bzw. unbefristete Aufenthaltserlaubnis aller Voraussicht nach erteilt wird, wenn die genannten Voraussetzungen erfüllt sind und die dafür notwendigen Unterlagen vorliegen. Dennoch kann eine Erteilung einer Aufenthaltsgenehmigung aus verschiedenen, für den Betroffenen nicht immer nachvollziehbaren Gründen abgelehnt werden. Wer sich unsicher ist, ob er die Voraussetzungen erfüllt, um eine unbefristete Aufenthaltsgenehmigung zu bekommen, oder was zu tun ist, wenn ein Antrag auf eine solche abgelehnt worden ist, kann schnell und zuverlässig Hilfe von einem Rechtsanwalt bekommen. Dieser erklärt nicht nur die mit der Beantragung verbundenen Aspekte, sondern hilft auch bei der Antragstellung. Außerdem kann er einen etwaigen Widerspruch auf eine Ablehnung oder ggf. auch eine juristische Auseinandersetzung darüber begleiten – oftmals mit Erfolg!

 

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Bildquelle: (c) kozini - 123rf.com





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