Kostenlose Anfrage

Baumangel erkennen, melden & reklamieren

Baumangel erkennen, melden & reklamieren
Focus Money - Höchste Weiterempfehlung - Online-Rechtsberatung

Sie suchen
einen Anwalt?

So funktioniert advocado

Keine aufwendige Suche oder langes Warten auf Kanzleitermine. Sie schildern Ihr Anliegen einfach online und der passende advocado Partner-Anwalt meldet sich innerhalb von zwei Stunden bei Ihnen (Mo.-Fr. 9-18 Uhr).

In einer kostenlosen Ersteinschätzung bespricht der Anwalt Ihr Anliegen mit Ihnen und erläutert Handlungsoptionen und Erfolgsaussichten.

Sie können jederzeit und von überall auf Ihren Online-Kundenbereich zugreifen. Hier verwalten Sie mit wenigen Mausklicks alle Dokumente, kommunizieren per Nachricht oder Videochat mit Ihrem Anwalt und sehen den Status Ihres Falls.

  1. Einfach Rechtsfrage eingeben
  2. Rechtsanwalt finden lassen
  3. Ersteinschätzung per Telefon – kostenlos!
BAUMÄNGEL PRÜFEN LASSEN

Zusammenfassung

Ist ein Haus nicht so gebaut, wie vertraglich vereinbart, liegt ein Baumangel vor. Im Durchschnitt weisen Neubauten mindestens 20 Baumängel auf. Das Problem: Sie sind selten offensichtlich und zeigen sich meistens erst nach Jahren. Nur ein Experte kann Baumängel frühzeitig erkennen und vor hohen Kosten schützen. Während der Gewährleistungsfrist haben Bauherren Anspruch auf Mängelbeseitigung, Schadensersatz oder Minderung.

 

Alles auf einen Blick

  • Ein Baumangel liegt vor, wenn ein Bauwerk nicht so gebaut ist, wie vertraglich vereinbart.
  • Im Durchschnitt hat jeder Neubau 20 Baumängel. 40 % entstehen in der Planungsphase, 60 % während des Baus.
  • Wird ein Baumangel nicht behoben, kann sich daraus ein Bauschaden entwickeln, der hohe Ausbesserungskosten verursacht.
  • Baumängel sind nicht immer offensichtlich und lassen sich häufig nur von einem Bausachverständigen aufdecken.
  • Binnen der Gewährleistungsfrist muss der Baudienstleister Baumängel auf eigene Kosten nachbessern. Anschließend haftet der Bauherr.
  • Die Gewährleistungsfrist beginnt mit der Bauabnahme und beträgt je nach Vertragsart 2 bis 5 Jahre.
  • Ein Anwalt für Baurecht prüft den Bauvertrag, begleitet die Bauabnahme und stellt vor Ablauf der Gewährleistung fest, ob Baumängel vorliegen.
  • Mit einer Mängelrüge können Bauherren Mängel am Bau reklamieren, Nachbesserung einfordern und sich Entschädigungen sichern.

 

Der beste Schutz vor Baumängeln, hohen Kosten und Ärger ist die Investition in einen Bausachverständigen.

Ein Anwalt für Baurecht begleitet Ihr Bau-Projekt und sichert es von der Planungsphase bis zur Bauabnahme ab: Er erkennt auch verdeckte Baumängel frühzeitig und verpflichtet den Bauträger zur Nachbesserung.

Schildern Sie Ihr Anliegen über advocado – innerhalb von 2 Stunden meldet sich ein spezialisierter Anwalt für ein kostenloses Erstgespräch. Der Anwalt erläutert Ihnen unverbindlich das mögliche weitere Vorgehen. Hier Anliegen schildern & Erstgespräch vereinbaren.

 

1. Was ist ein Baumangel?

Ein Baumangel bezeichnet alle vertraglich geregelten Baumaßnahmen, die nicht korrekt, vollständig oder funktionsfähig ausgeführt wurden.

Dazu zählen z. B.

  • die Verwendung nicht vereinbarter Materialien
  • Risse in den Böden oder Wänden
  • Undichtigkeiten oder Fehlmontagen

Bauherren sollten Mängel am Bau schnellstmöglich reklamieren und beseitigen lassen. Einerseits, weil der Baudienstleister nur binnen der Gewährleistungsfrist haftet. Andererseits, weil in der Regel mit zunehmender Zeit die Kosten für die Beseitigung steigen.

 

Baumangel oder Bauschaden: Was ist der Unterschied?

Werden Baumängel nicht rechtzeitig behoben, entwickeln sich daraus häufig Bauschäden: Eine nicht korrekt abgedichtete Fassade ist beispielsweise ein Baumangel. Wenn anschließend Wasser eindringt und sich Schimmel bildet, spricht man von einem Bauschaden.

 

Die Beseitigung von Bauschäden ist wesentlich aufwendiger als die Ausbesserung von Baumängeln. Im Schnitt kostet die Ausbesserung nicht rechtzeitig erkannter Baumängel mehr als 30.000 €.

 

Das sind die häufigsten Baumängel.

 

2. So erkennen Sie Baupfusch frühzeitig

Baupfusch ist die Regel und nicht die Ausnahme: Statistisch betrachtet weist jedes Bauvorhaben rund 20 Baumängel auf. Rund 90 % aller Baumängel sind mit einem Sachverständigen allerdings vermeidbar.

Es gibt drei besonders kritische Meilensteine eines Hausbauprojekts, bei denen es für Bauherren sinnvoll ist, einen Experten zu kontaktieren und in eine Bauherrenberatung zu investieren:

  • die Unterzeichnung des Bauvertrags,
  • die Bauabnahme,
  • der Ablauf der Gewährleistungsfrist.

 

Lassen Sie den Bauvertrag prüfen

Der Bauvertrag regelt die Rechte und Pflichten von Bauherr und Bauunternehmer. Fehlen Angaben oder sind sie nicht eindeutig beschrieben, kann es zu erheblichen Mehrkosten und Rechtsstreitigkeiten kommen.

Rund 90 % aller Bauverträge sind lückenhaft:

  • Der Vertragsgegenstand ist nicht eindeutig festgelegt.
  • Es fehlen Sicherheitsleistungen der Firma.
  • Baubeginn, -zeit und Fertigstellung sind nicht konkret definiert.
  • Es ist keine Vertragsstrafe bei Bauverzug, Bauzeitverlängerung oder Baustopp angegeben.
  • Es ist keine förmliche Abnahme vereinbart.

Wenn Sie Ihren Bauvertrag prüfen lassen, sind Sie im Schadensfall abgesichert – Baumängel lassen sich dann schnell beseitigen.

 

Beauftragen Sie einen Experten mit der Bauabnahme

Die Bauabnahme ist ein entscheidender Moment und ein folgenreicher Rechtsakt jedes Hausbau-Projekts.

Die Realität ist: Es gibt keinen Bau ohne Mängel. Man muss leider immer mit Mängeln rechnen.
Manuela Reibold-Rolinger
Manuela Reibold-Rolinger
Fachanwältin für Baurecht und Architektenrecht


Nach der Abnahme kehrt sich die Beweislast um: Treten nach Unterzeichnung Baumängel auf, muss der Bauherr ab diesem Zeitpunkt nachweisen, dass das Verschulden beim Bauträger liegt.

Nach der Bauabnahme darf der Bauunternehmer seine Abschlussrechnung stellen.

Lassen Sie die Abnahme von einem Bausachverständigen oder Anwalt für Baurecht begleiten, sparen Sie sich Ärger und ein mögliches Gerichtsverfahren, um die Rechtmäßigkeit Ihrer Ansprüche nachzuweisen.

Ein Anwalt für Baurecht stellt sicher, dass vor der Unterzeichnung der Bauabnahme

  • alle Mängel festgestellt und protokolliert werden,
  • der Bauunternehmer alle Baumängel ordnungsgemäß beseitigt und
  • das Bauwerk der vertraglich vereinbarten Leistungsbeschreibung entspricht.

 

Lassen Sie das Bauwerk vor dem Ende der Gewährleistung begutachten

Entdecken Sie einen Baumangel erst nach Ablauf der Gewährleistungsfrist, können Sie Ihren Baudienstleister dafür nicht mehr zur Verantwortung ziehen. Vor Eintritt der Verjährung sollten Sie daher einen finalen Experten-Check durchführen lassen.

Findet der Sachverständige Baumängel innerhalb der Gewährleistung, können Sie diese per Mängelanzeige reklamieren und den Bauträger zur Nachbesserung verpflichten.

 

Nicht alle Baumängel sind offensichtlich. Es ist schwierig, einen Baumangel frühzeitig zu erkennen, denn nicht jeder Bauherr bringt die notwendige Erfahrung und Expertise mit: Für die meisten ist der Hausbau ein Lebensprojekt und keine Routine.

Mit einer professionellen Beratung stellen Sie sicher, dass Sie nicht von Baumängeln überrascht werden. Nutzen Sie ein kostenloses Erstgespräch mit einem spezialisierten Anwalt für Bau- und Architektenrecht: Hier Anliegen schildern & Erstgespräch vereinbaren.

 

3. Gewährleistung & Fristen

Die Gewährleistungsfrist wird im Bauvertrag festgelegt. Sie definiert, wie lange der Bauträger nach der Bauabnahme für Baumängel haftet.

Welche Frist gilt, ist vom Bauvertrag abhängig: Unterschieden wird zwischen einem VOB-Bauvertrag und einem BGB-Werkvertrag:

  • BGB-Werkvertrag: Es gilt eine 5-jährige Gewährleistungsfrist.
  • VOB-Bauvertrag: Für Privatleute gelten 4 Jahre, für Unternehmen 2 Jahre Gewährleistung.

 

Ausnahme: Arglistig verschwiegene Baumängel

Ein arglistig verschwiegener Baumangel liegt vor, wenn der Baudienstleister von einem Mangel weiß, den Bauherren aber nicht darüber informiert.

Arglistig verschwiegene Baumängel verjähren erst nach 30 Jahren. Jedoch liegt die Beweislast für einen solchen Baumangel beim Bauherren: Er muss beweisen, dass der Verkäufer oder Baudienstleister den Mangel verschwiegen hat.

 

Baumangel erkennen, melden & reklamieren

Lassen Sie Ihren Bau- oder Kaufvertrag von einem erfahrenen Baurechtler prüfen und sichern Sie sich die Gewährleistung Ihrer Ansprüche: Hier Anliegen schildern & Erstgespräch vereinbaren.

 

4. So reklamieren Sie Baumängel in 5 Schritten

In fünf Schritten setzen Bauherren bei Baumängeln ihre Rechte durch:

 

1. Dokumentieren Sie den Baumangel

Erstellen Sie ein schriftliches Abnahmeprotokoll mit Fotodokumentation: Zur besseren Einordnung des Baumangels am besten eine Kombination aus Nahaufnahmen mit einem Zollstock und Überblicksfotos. Es ist empfehlenswert, einen bausachverständigen Experten in die Bauabnahme einzubinden.

 

2. Erstellen Sie eine schriftliche Mängelrüge

Eine Mängelrüge enthält drei wesentliche Punkte:

  • Eine Auflistung aller Baumängel.
  • Die Aufforderung an den Baudienstleister, diese Mängel zu beseitigen.
  • Die Fristsetzung – üblich sind 14 Tage.

Sichern Sie sich ab, indem Sie die Mängelrüge per Einschreiben versenden, sodass Sie stets einen Beweis in der Hand haben.

 

3. Behalten Sie einen Teil der Rechnungssumme zurück

Sie haben das Recht, einen Teil der Rechnungssumme als Druckmittel bis zur Mängelbeseitigung einzubehalten. Im Regelfall beträgt die Summe die doppelten Kosten der Beseitigung.

 

4. Setzen Sie eine Nachfrist

Erfolgt innerhalb der ersten Frist keine oder eine unzureichende Mängelbeseitigung, sollten Sie dem Baudienstleister als zweite und letzte Chance schriftlich eine Nachfrist von 14 Tagen einräumen. Versenden Sie das Dokument ebenfalls als Einschreiben, um sich abzusichern.

 

5. Nehmen Sie Ihre Rechte wahr

Hat der Baudienstleister auch nach Ablauf der Nachfrist die Mängel nicht beseitigt, stehen Ihnen zahlreiche Rechte zu. Sie sollten sich vor Inanspruchnahme in jedem Fall rechtlich beraten lassen.

  • Selbstvornahme: Sie beauftragen ein anderes Bauunternehmen mit der Mängelbeseitigung und stellen dem Baudienstleister die Kosten in Rechnung.
  • Minderung: Mit einer Minderung können Sie den vereinbarten Bau- oder Kaufpreis herabsetzen. Und zwar in der Höhe, in der die Baumängel den Wert des Bauwerks mindern.
  • Vertragsrücktritt: Stellt der Mangel eine erhebliche Pflichtverletzung des Baudienstleisters dar, können Sie vom Bau- oder Kaufvertrag zurücktreten – dies gilt sowohl für VOB- als auch BGB-Verträge.
  • Schadensersatz: Mussten Sie infolge eines Baumangels einen Experten zur Gutachtenerstellung beauftragen oder gar in eine Übergangswohnung ziehen, können Sie dafür in Höhe Ihrer Aufwendungen Schadensersatz verlangen.

 

Sie haben mit Baumängeln zu kämpfen und möchten sich wehren? Dann lassen Sie sich von einem unserer spezialisierten Anwälte bei Baumängeln beraten:

Im Rahmen eines kostenlosen Erstgesprächs prüft ein Anwalt für Baurecht Ihren Fall und stellt Ihre Ansprüche fest – schildern Sie hier Ihr Anliegen & setzen Sie Ihre Rechte durch.

 

5. Die häufigsten Baumängel

Es gibt unzählige mögliche Baumängel. Bestimmte Mängel treten allerdings besonders häufig auf.

Wer die typischen Baumängel kennt, kann sie leichter identifizieren:

 

Risse

Putz und Mauerwerk, Mörtel, Estrich und auch Holz: Baustoffe können bei falscher Verarbeitung oder fehlerhaftem Verbau reißen. Risse lassen Wind und Regen eindringen und beeinträchtigen die Standfestigkeit und Stabilität eines ganzen Hauses.

 

Undichtigkeiten

Einer der häufigsten aller Baumängel ist gleichzeitig auch einer der teuersten: Undichtigkeiten. Sind beispielsweise Lüftungsanlagen nicht dicht, gelangt die Feuchtigkeit auch in weitere Bauteile. Das beeinträchtigt letztlich die Energieeffizienz und kann zu Schimmel führen.

Wer jedoch mit einem undichten Keller zu kämpfen hat, muss den Baupfusch erst einmal ausfindig machen: Fehlerhafte Ausführung, Planungsfehler oder auch falsches Material können Ursachen für diesen Baumangel sein. Bis zu fünfstellige Beträge müssen aufgebracht werden, um diesen Baumangel wieder zu beheben.

 

Fehlerhafte Montage und Verbau

Arbeitet der Handwerker nicht sorgsam und führt etwa eine falsche Montage eines Bauteils durch, kann ein erhöhtes Sicherheitsrisiko die Folge sein. Häufig kommt es zu Schimmelbildung oder der Wärmeschutz kann nicht mehr gewährleistet werden – beispielsweise infolge von mangelhafter Fensterlaibung. Schließen Putz und Fenster durch die Laibung nicht bündig ab, können Regen und Wind eindringen.

 

6. Lohnt sich eine Klage wegen Baupfusch?

Möchten Sie Ihren Bauträger verklagen, da er der Mängelbeseitigung nicht nachkommt, sollten Sie nicht vorschnell handeln: Ein Baurecht-Prozess dauert zwischen 3,5 und 10 Jahre und kostet Sie viel Geld und Nerven. Mit einer außergerichtlichen Lösung kommen Sie meist schneller und kostengünstiger an Ihr Ziel.

Die meisten Baurechtler sind deshalb ebenfalls auf das Schlichtungs- und Mediationsrecht spezialisiert und können Ihre Ansprüche so auch ohne Gerichtsverfahren durchsetzen.

In den seltensten Fällen ist keine Einigung möglich. Dann bleibt Betroffenen nur noch der Rechtsweg. Es wird zwischen zwei möglichen Klagearten unterschieden:

 

Mängelbeseitigungsklage

Mit einer Mängelbeseitigungsklage verpflichten Sie Ihren Baudienstleister gerichtlich zur Beseitigung eines Baumangels.

Die Mängelbeseitigungsklage lohnt sich nur, wenn Sie erwarten können, dass Ihr Baudienstleister der Mängelbeseitigung tatsächlich nachkommt. Tut er das nicht, müssen Sie das Urteil vollstrecken lassen und das kostet Sie Zeit und Geld.

 

Gewährleistungsklage

Mit einer Gewährleistungsklage lassen sich Gewährleistungsansprüche wie Schadenersatz, Minderung oder Vertragsrücktritt einklagen. 

Bei der Gewährleistungsklage muss der Kläger sich allerdings für einen Gewährleistungsanspruch entscheiden: Möchten Sie z. B. eine Minderung einklagen, können Sie keinen Schadensersatz mehr durchsetzen.

 

Bevor Sie Ihren Baudienstleister verklagen, sollten Sie sich von einem Experten beraten lassen: Im Rahmen eines kostenlosen Erstgesprächs kann dieser einschätzen, ob sich eine Klage lohnt, welche Alternativen sich anbieten und welche Klageart für Sie die beste ist. Hier Anliegen schildern & Erstgespräch vereinbaren.

 

Ablauf & Kosten einer Baurecht-Klage

Eine Mängelbeseitigungs- oder Gewährleistungsklage beginnt mit der Klageeinreichung und dem schriftlichen Vorverfahren und endet mit einem Urteil:

  1. Schriftliches Vorverfahren: Nach der Klageeinreichung erhält die Gegenseite Ihre Klageschrift und kann mit einer Klageerwiderung antworten. Dieser Schriftwechsel ermöglicht es dem Richter, die Standpunkte beider Parteien nachzuvollziehen.
  2. Güteverhandlung: Mit der Güteverhandlung räumt das Gericht den Streitparteien die Möglichkeit ein, sich vor der mündlichen Verhandlung zu einigen – das Gericht will so Zeit und Ressourcen sparen. Einigen sich die Parteien, ist das Verfahren beendet. Gelingt keine Einigung, kommt es zur mündlichen Verhandlung.
  3. Mündliche Verhandlung: Während der mündlichen oder auch Hauptverhandlung diskutieren die beteiligten Parteien, ob die Klage begründet oder unbegründet. Das Gericht nimmt Beweise auf und hört Zeugen an. Die Hauptverhandlung ist beendet, sobald das Gericht sich seine Meinung gebildet hat.
  4. Urteilssprechung: Der Richter verkündet das Urteil. Gewinnen Sie den Prozess, erhalten Sie ein vollstreckbares Urteil: Sie dürfen Zwangsvollstreckung einleiten, wenn die Gegenseite nicht freiwillig zahlt.

 

Die Kosten für einen Bau-Rechtsstreit setzen sich aus drei Positionen zusammen:

  • Gerichtskosten: Die Gerichtskosten richten sich nach dem Gerichtskostengesetz, das sich am jeweiligen Streitwert orientiert.
  • Anwaltskosten: Die Rechtsanwaltsgebühren berechnen sich nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz und orientieren sich ebenfalls am Streitwert.
  • Gerichtliche Auslagen: Zu den gerichtlichen Auslagen zählen vor allem die Kosten für Sachverständige und Gutachten. Aber auch Entschädigungen für Zeugen und Dritte oder Portokosten.

 

7. Hilfe beim Baupfusch: Anwalt für Baurecht

Sind Sie von Baumängeln betroffen, können Sie sich wehren: Zahlreiche Verbraucher-Baurechte garantieren Ihnen im Schadensfall Schutz und Mängelbeseitigungsansprüche.

Ein Anwalt für Bau- und Architektenrecht hilft Ihnen, diese Rechte effektiv durchzusetzen.

 

„Letztendlich haftet derjenige für den Schaden, der den Mangel verursacht hat – wer genau das ist, kann in den meisten Fällen nur ein Sachverständiger feststellen.“

– TV-Fachanwältin für Baurecht Manuela Reibold-Rolinger

 

Um Ihren Baudienstleister zur Mängelbeseitigung zu verpflichten und Entschädigungen wie Schadensersatz oder Minderung zu erhalten, müssen Sie die Baumängel protokollieren und nachweisen – diese entscheidenden Aufgaben übernimmt Ihr Anwalt für Sie.

Durch ein Experten-Gutachten und eine ausführliche Mängelrüge sichert Ihr Anwalt Ihre Ansprüche ab, indem er

  1. Alle Baumängel nachweist und dokumentiert.
  2. Den verantwortlichen Baudienstleister zur Mängelbeseitigung verpflichtet.
  3. Die Mängelbeseitigung überwacht und anschließend abnimmt.
  4. Reklamationsansprüche wie Schadensersatz oder Minderung prüft und durchsetzt.

Da Baurecht-Prozesse für alle beteiligten Parteien lang und teuer sind, ist eine außergerichtliche Lösung die beste Möglichkeit, Rechtsstreitigkeiten beizulegen.

Die meisten Baurechtler sind deshalb ebenfalls auf das Schlichtungs- und Mediationsrecht spezialisiert und können Ihre Ansprüche so auch ohne Gerichtsverfahren sicherstellen.

 

Suchen Sie einen erfahrenen Baurechtler, der Ihre Ansprüche außergerichtlich absichert und Ihnen einen langen Gerichtsprozess erspart?

Dann nutzen Sie die Online-Rechtsberatung über advocado und profitieren Sie von einem kostenlosen Erstgespräch mit einem unserer geprüften Anwälte für Bau- und Architektenrecht.

Erfahren Sie im unverbindlichen Gespräch, welche Handlungsoptionen Sie haben und wie Sie vorgehen können. Entscheiden Sie sich für anwaltliche Unterstützung, bietet Ihnen advocado ein transparentes Festpreisangebot mit individuellen Zahlungsmöglichkeiten.

Sie haben Baumängel festgestellt & möchten Schadensausgleich erhalten?

Ein Anwalt erläutert Ihnen im kostenlosen Erstgespräch das mögliche Vorgehen.

Ratgeber Mockup
Hat Ihnen der Beitrag
weitergeholfen?
2.620 Leser finden diesen Beitrag hilfreich.
Franz Gerstenberger
Franz Gerstenberger
Beitrag von
Franz Gerstenberger

Als Teil der juristischen Redaktion von advocado arbeitet Franz Gerstenberger täglich dafür, dass jeder Leser auf seine individuelle Rechtsfrage eine verständliche Antwort erhält. Für Ratsuchende findet er dank linguistischer Fachkompetenz nachhaltige Lösungen im Zivil- und Internetrecht.

Bei diesem Artikel handelt es sich um einen Ratgeberartikel, den unsere juristische Redaktion mit größtmöglicher Sorgfalt verfasst hat. Der Artikel stellt keine Rechtsberatung dar und unsere Redakteure sind keine Rechtsanwälte. Selbstverständlich ersetzen die Informationen aus diesem Artikel keine Rechtsberatung im Einzelfall. Jeder individuelle Fall muss vorher durch einen Rechtsanwalt geprüft werden, um eine fundierte Handlungsempfehlung erteilen zu können.

Das könnte Sie auch interessieren

Bestandsschutz im Baurecht: Auf was Sie bei Ihrer eigenen Immobilie achten sollten
Bestandsschutz im Baurecht: Auf was Sie bei Ihrer eigenen Immobilie achten sollten
Beim Bau einer eigenen Immobilie ist nicht nur das errichtete Bauwerk an sich von Bedeutung, sondern auch die Sicherung des erworbenen Eigentums in der Zukunft. Vor dem Hintergrund des Art. 14 Abs. 1 GG schützt Bestandsschutz vor dem Entzug des rechtmäßig erworbenen Eigentums sowie der Nutzungsmöglichkeiten. Immer wieder kommt es jedoch vor, dass Gebäude in der Vergangenheit ohne Baugenehmigung errichtet worden sind und daraus negative Folgen für den jetzigen Eigentümer entstehen. Wann Bestandsschutz erlischt und wie Sie davon profitieren können, erfahren Sie in diesem Artikel.
Weiterlesen
Der Bauvertrag - welcher Inhalt wichtig ist
Der Bauvertrag - welcher Inhalt wichtig ist
Ein Bauvertrag regelt die Beziehung zwischen Bauherrn und Bauunternehmer. Er beinhaltet beispielsweise Vorgaben, wie ein Haus errichtet werden soll. Bevor Sie einen Bauvertrag unterschreiben, sollten Sie sich die Vereinbarung genau durchlesen. Verschiedene Formulierungen können nachteilige Bestimmungen für den Häuslebauer beinhalten und so zu Fallstricken werden. Welche Inhalte vorgeschrieben sind und was Sie sonst über Bauverträge wissen müssen, erfahren Sie hier.
Weiterlesen
Die Baugenehmigung: das wichtigste Element bei Bauprojekten
Die Baugenehmigung: das wichtigste Element bei Bauprojekten
In Deutschland kann ein Bauvorhaben nur selten ohne Baugenehmigung in Angriff genommen werden. Lediglich kleinere Projekte dürfen verfahrens- oder genehmigungsfrei verwirklicht werden. Ob mit Baugenehmigung oder ohne, Vorschriften beispielsweise bezüglich Abstand oder Naturschutz müssen immer eingehalten werden. Wer vorschriftswidrig ohne gültige Baugenehmigung baut, muss mit Bußgeldern und sogar Abriss der Baustelle rechnen.
Weiterlesen
Widerruf Immobiliendarlehen: Darlehensvertrag widerrufen & Zinsvorteile sichern
Widerruf Immobiliendarlehen: Darlehensvertrag widerrufen & Zinsvorteile sichern
Juristisch geprüft von Rechtsanwältin Handan Kes
Enthält Ihr Kreditvertrag eine fehlerhafte oder keine Widerrufsbelehrung, lohnt sich ein Widerruf des Immobiliendarlehens. Wir zeigen Ihnen, wann und wie das geht.
Weiterlesen
Vielen Dank für Ihr Feeback!
Jetzt Newsletter abonnieren und keine Rechtstipps mehr verpassen!
Das tut uns leid!
Bitte teilen Sie uns mit, warum Ihnen der Beitrag nicht geholfen hat.
Bitte rechnen Sie 5 plus 9.
 
Nein, danke.
Redaktionsrichtlinien
Die juristische Redaktion von advocado verfasst jeden Ratgeber-Beitrag nach strengen Qualitätsrichtlinien. In engem Austausch mit unseren Partner-Anwälten sorgen wir für die Richtigkeit der Inhalte. Der Ratgeber soll Ihnen erste Informationen zu Rechtsthemen bieten, kann jedoch keine anwaltliche Beratung leisten. Schildern Sie uns Ihr Anliegen für die kostenlose Ersteinschätzung von einem spezialisierten Anwalt.
Geprüfte Quelle
Zur Quelle