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Bau- und Architektenrecht
Bauplanung
Die Bauherrenberatung – umfassende Unterstützung beim Bau

 

Die Bauherrenberatung – umfassende Unterstützung beim Bau

 

 

Der Traum vom Eigenheim kann sich schnell in einen Alptraum verwandeln, denn solch ein Vorhaben erfordert Fachkenntnisse, um Risiken einschätzen und die richtigen Entscheidungen treffen zu können. Eine Bauherrenberatung sorgt daher für die notwendige Unterstützung. Was jedoch umfasst eine Bauherrenberatung? Kann diese sowohl beim Bau einer neuen Immobilie als auch bei der Modernisierung einer Wohnung oder eines Hauses angefordert werden? Lohnt sich die Investition in eine Bauherrenberatung? In diesem Ratgeberbeitrag sind alle relevanten Informationen bezüglich einer Bauherrenberatung für Sie zusammengetragen.

Die Bauherrenberatung – umfassende Unterstützung beim Bau
Eine Bauherrenberatung macht sowohl beim Neubau als auch beim Umbau eines Gebäudes Sinn

 

Lesezeit: ca. 3 Min.

 

In diesem Artikel erfahren Sie unter anderem, was eine Bauherrenberatung ist, was sie beinhaltet und kostet und in welchen Situationen sie sinnvoll ist.

 Hier haben Sie zudem die Möglichkeit, Ihr Rechtsproblem oder Ihre Fragen zur Bauherrenberatung kostenlos mit unserem Anwalt für Baurecht zu besprechen.

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Inhaltsverzeichnis

1. Was ist eine Bauherrenberatung?
2. Mit welchen Kosten muss gerechnet werden?
3. Die baubegleitende Bauherrenberatung
4. Die Beratung für Erwerber von Immobilien
5. Wann ist eine Bauherrenberatung sinnvoll?
6. Tipp: Bauherrenberatung - kostenlose Ersteinschätzung

 

1. Was ist eine Bauherrenberatung?

Mit einer Bauherrenberatung werden Bauherren – also die Personen, die eine Immobilie erschaffen lassen und finanzieren – umfassend beraten und unterstützt. Bauarbeiten werden oftmals getätigt, ohne dass jedoch das nötige Fachwissen und die erforderliche Kompetenz beim Bauherren gegeben sind. Dafür gibt es unabhängige beratende Instanzen, die mit einem erfolgreichen Bau verbundene Anforderungen gewährleisten und dem Bauherren somit zur Seite stehen.

Das Projekt des Immobilienbaus oder -umbaus wird gemeinsam mit dem Bauherrenberater geplant und organisiert, in der Regel kümmern sich Bauherrenberater auch um die Zusammenstellung der wesentlichen Mitwirkenden an einem Bauvorhaben. Es gilt, gesetzliche Verordnungen bezüglich einer Bauplanung zu berücksichtigen und die Anforderungen an Baukonstruktionen und -materialien zu erfüllen. Dabei stehen stets die Interessen des Bauherrn im Vordergrund.
Solch eine umfassende Beratung und Unterstützung schützt vor gravierenden Fehlentscheidungen in der Bauplanung und anschließenden Baumängeln.

Ein Berater als unabhängiger Gutachter gibt in der Regel jedem, der auf der Baustelle tätig ist, ein Gefühl der Sicherheit – nicht nur dem Bauherrn. Dieser wird zwar in erster Linie so vor den Einzelinteressen der Handwerker und anderen Dienstleistern am Bau geschützt, doch auch Baufirmen selbst können von dem kontrollierenden Blick des Sachverständigen profitieren: Erkennt der Berater Bauschäden und Baumängel rechtzeitig, so kann dies auch eine finanzielle und zeitliche Ersparnis für die Baufirma selbst bedeuten.

Das Ziel einer Bauherrenberatung ist die Qualitätssicherung für den Bauherrn und eine einwandfrei bezugsfertige Immobilie.

 

2. Mit welchen Kosten muss gerechnet werden?

Die Kosten für eine Bauherrenberatung hängen von mehreren Faktoren ab wie etwa von der finanziellen Höhe des Hausbaus sowie vom Anbieter selbst. Doch auch die Wünsche des Bauherrn beeinflussen den Kostenfaktor einer solchen Bau-Unterstützung.

Wird ein Berater beauftragt, einen Neubau zu begleiten, wird in der Regel eine Gebühr von einem Prozent der Bausumme erhoben. Fällt für den reinen Hausbau ohne Grundstückskosten also eine Summe von 150.000 Euro an, so kostet ein Berater den Bauherren rund 1.500 Euro.

Generell werden Berater nach Stundensatz bezahlt, der durchschnittlich bei etwa 80 Euro liegt. Hinzu kommen variierende Erstberatungs- und Vertragsprüfungsgebühren sowie Mitgliedsbeiträge, wenn die Bauherrenberatung über einen Verein oder einen Verband angefragt wird. Solche Vereine sind meist günstiger als freie Ingenieurbüros.

Die Sorgen um eine hohe finanzielle Ausgabe für einen Bauherrenberater sind in der Regel unbegründet. Im Gegenteil: Falsche Materialien, Schäden und Mängel – die aufgrund von fehlendem Fachwissen nicht erkannt, falsch eingeschätzt oder übersehen wurden – können im Nachhinein nicht nur zu einem immensen zeitlichen Aufwand werden, sondern auch zu extremen Kosten führen. Die Gebühren für eine professionelle Bauherrenberatung mit einer kombinierten juristischen Prüfung der gegebenen Verträge sind dagegen äußerst gering.

 

3. Die baubegleitende Bauherrenberatung

Die Möglichkeiten eines baubegleitenden Beraters sind besonders vielfältig, gemein haben sie jedoch eines: Dem Bauherrn wird eine große Last abgenommen.

Die baubegleitende Bauherrenberatung beginnt bereits beim ersten Schritt – der Planungsüberlegung. Der Berater bespricht die ersten Gedanken zum Bauprojekt mit dem Bauherrn und prüft die Qualität der bisherigen Planungsunterlagen. Auch die baubegleitenden Qualitätskontrollen unterliegen dem Berater, wozu auch die laufenden Baukontrollen und eine Protokollierung auftretender Mängel zählen.

Werden die Mängel rechtzeitig erfasst, so kümmert sich der Berater um eine entsprechende Gewährleistung. Um die Qualität am Bau sicherzustellen, werden der Rohbau und sämtliche Teilleistungen vom Berater abgenommen. Jedoch beinhaltet die baubegleitende Bauherrenberatung noch weitaus mehr als die Umsetzung des Bauprojekts und die Kontrolle der Baustelle: Kommt es zu Streitigkeiten und Konflikten – beispielsweise bei der Behebung von Bauschäden –, dient der Bauherrenberater als Vermittler zwischen beiden Parteien. Das spart dem Bauherren viel Zeit und Ärger. Außerdem prüft der Berater sämtliche Verträge auf die technische Umsetzbarkeit und Qualität. Die juristische Prüfung der Verträge kann allerdings nicht von einem Bauherrenberater übernommen werden, dafür bedarf es einen Fachanwalt für Baurecht.

 

Bauherrenberatung - Hausbau - Umbau - Bauplan

 

4. Die Beratung für Erwerber von Immobilien

Auch bei bereits fertiggestellten oder bereits zuvor bewohnten Immobilien kann eine Bauherrenberatung hilfreich sein. Gemeinsam mit einem Berater sollte in erster Linie die Objektbegehung erfolgen, um mögliche Mängel oder Bauschäden erfassen zu können. Darauf aufbauend lässt sich auch überprüfen, ob der gewünschte Kaufpreis für die Immobilie angemessen ist und dem eigentlichen Wert entspricht. Das kann große Vorteile für den Bauherrn mit sich bringen: Ist der Kaufpreis über dem eigentlichen Immobilienwert angesetzt, so kann hier der Preis merklich gesenkt werden. Die dafür wesentlichen Faktoren entgehen oftmals dem ungeübten Auge, einem fachkundigen Berater jedoch nicht.

Auch bei möglichen Modernisierungsmaßnahmen stehen Bauherrenberater unterstützend zur Seite. Vorab wird dafür zusammen mit dem Berater eine Bestandsaufnahme des Gebäudes gemacht: In welchem Zustand befindet sich die Immobilie? Welche Bereiche haben Modernisierungsbedarf? Bauherrenberater erkennen jedoch nicht nur, ob und wo modernisiert werden muss, sondern können auch mit ihrer Expertise einschätzen, wie sich gewünschte Verbesserungen umsetzen lassen. Das können umweltfreundlichere Energiemaßnahmen sein oder der Abbau von Barrieren. Modernisierungsziele aller Art lassen sich gemeinsam mit einem Bauherrenberater festlegen.

Sofern auch für die sich anschließende Phase der Planung und Durchführung eine Bauherrenberatung gewünscht ist, werden auch bei Modernisierungen sämtliche Verträge aus technischer Perspektive geprüft und so Schutz vor Qualitätsmängeln geboten.

 

5. Wann ist eine Bauherrenberatung sinnvoll?

Ob Neubau oder bereits fertig gestellte Immobilien – mit einer Bauherrenberatung erhält der Bauherr fachmännischen Rat und wertvolles Wissen, um so Qualitätsmängeln vorzubeugen und Zeit einzusparen. Eine Bauherrenberatung kann sowohl für einzelne Bereiche gefordert werden als auch für den gesamten Prozess –begonnen beim Erwerb oder bei der Bauplanung einer Immobilie über die Vertragsprüfung bis hin zur regelmäßigen Kontrolle der Bau- oder Modernisierungsphase. Daher ist eine Beratung für Bauherren in vielerlei Hinsicht möglich und sinnvoll.

Bauherrenberater können unter anderem für folgende Tätigkeiten beauftragt werden: 

  • Prüfung von Planungsunterlagen,
  • Ermittlung und Dokumentation des Gebäudezustands,
  • Definition von Zielen für Modernisierungsmaßnahmen,
  • Kostenplanung und Budgetierung,
  • Prüfung von Verträgen für Bau- und Modernisierungsmaßnahmen auf inhaltliche und technische Aspekte,
  • Koordinierung der Mitwirkenden am Bau,
  • Kontrolle von Bau- und Modernisierungsarbeiten,
  • Sicherstellung der Qualität bei Neu- und Altbaumaßnahmen,
  • Abnahme fertiggestellter Bau- und Modernisierungsarbeiten,
  • Beratung im Schadensfall,
  • Erstellung von Gutachten,
  • Schlichtung von Streit und Konflikten.

Bauherrenberater können somit beim Bau oder Erwerb von Immobilien in sämtlichen Bereichen unterstützend zur Seite stehen. Sie ermöglichen am Ende nicht nur problemlose Bau- und Modernisierungsmaßnahmen, sondern zeigen auch Einsparungspotentiale auf und sorgen schließlich für eine hohe Wohnqualität in der eigenen Immobilie.

 

6. Tipp: Bauherrenberatung – kostenlose Ersteinschätzung

Sie sind Bauherr und wünschen eine juristische Prüfung der Verträge im Rahmen einer Bauherrenberatung? Dann steht Ihnen einer unserer spezialisierten Anwälte gern beratend zur Seite. In unserer kostenlosen Ersteinschätzung beantwortet Ihnen unser Anwalt für Baurecht alle relevanten Fragen und zeigt Ihnen sämtliche Handlungsoptionen auf.

 

Hier haben Sie die Möglichkeit, Ihre Fragen kostenfrei mit unserem Anwalt für Baurecht zu besprechen.

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