Marke anmelden – umfassender Schutz vor unerlaubter Fremdnutzung & Kopie

Marke anmelden – umfassender Schutz vor unerlaubter Fremdnutzung & Kopie

 von Patricia Bauer (jur. Redaktion)
Marke anmelden – umfassender Schutz vor unerlaubter Fremdnutzung & Kopie
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  1. Wann sollte man eine Marke anmelden?
  2. Was kann man als Marke anmelden?
  3. Marke anmelden – Ablauf und Dauer
  4. Verletzung meiner Marke – was kann ich tun?
  5. Sollte ich einen Anwalt hinzuziehen?
  6. Welche Kosten fallen an?
  7. Marke anmelden – das sind Ihre Alternativen
  8. Tipp: Erfolgreich Marke anmelden mit anwaltlicher Expertise

In diesem Beitrag erfahren Sie u. a., wie Sie eine Marke anmelden, welche Voraussetzungen dafür erfüllt sein müssen und welche juristischen Optionen bei der Abwehr von Markenverletzungen infrage kommen.

 

RECHTSBERATUNG-TIPP:

► Sie wollen eine Marke anmelden, um sich umfassenden Schutz für Ihre Marke zu sichern? Kontaktieren Sie uns für ein kostenfreies und unverbindliches Erstgespräch mit unserem Anwalt für Markenrecht.

► Im Rahmen dieses Erstgesprächs beurteilen wir die Erfolgsaussichten einer Markenanmeldung und stellen Ihnen mögliche Chancen, Risiken und Kosten transparent dar. Sie entscheiden anschließend, ob Sie uns mit Ihrer Markenanmeldung beauftragen.

Schildern Sie uns dafür hier Ihr Anliegen.

 

1. Wann sollte man eine Marke anmelden?

Mithilfe einer Marke können Produkte oder Dienstleistungen von Wettbewerbern abgegrenzt und ein hoher Wiedererkennungswert geschaffen werden. Je bekannter eine Marke wird, desto wahrscheinlicher werden Fälschungen und Nachahmungen. Um hier umfassende juristische Schutzmöglichkeiten zu haben, sollte man eine Marke anmelden. So kann bei unerlaubter Nutzung durch Dritte nicht nur ein Unterlassungsanspruch geltend gemacht werden, sondern auch Schadensersatz.

 

WICHTIGER HINWEIS:

Besteht ein rechtmäßiger Anspruch auf Schadensersatz bei einer Markenverletzung und wird dieser erfolgreich durchgesetzt, übernimmt die Gegenseite sämtliche Anwalts- und Gerichtskosten.

 

Welche Namen und Logos man als Marke anmelden kann und welche nicht, erläutern wir Ihnen im nächsten Kapitel.

 

2. Was kann man als Marke anmelden?

Will man Namen oder Logos als Marke anmelden, müssen bestimmte Kriterien erfüllt sein. Diese werden vom Deutschen Patent- und Markenamt (DPMA) bzw. vom Amt der Europäischen Union für geistiges Eigentum (EUIPO) festgelegt und im Rahmen der Anmeldung einer Marke überprüft.

Grundsätzlich kann eine Marke

  • Wörter,
  • Zahlen,
  • Bilder,
  • Farben,
  • akustische Signale oder
  • eine Mischung aus genannten Bestandteilen

beinhalten. Je nachdem, welche Bestandteile in einem Markennamen integriert werden, können dann Wort-, Bild- oder Wort-und-Bild-Marken unterschieden werden.

Neben den zulässigen Inhalten einer Marke legen die Ämter auch sogenannte Schutzhindernisse fest. Sofern die anzumeldende Marke eines dieser Hindernisse aufweist, kann man keine Marke anmelden.

 

Um eine Marke anmelden zu können, sollten folgende Schutzhindernisse unbedingt vermieden werden:

X    fehlende Unterscheidungskraft (z. B. eignet sich der Name „Wein“ nicht für ein Unternehmen, das alkoholische Getränke vertreibt),
X    Nutzung beschreibender Wörter, die für die allgemeine Nutzung freigehalten werden müssen (würde z. B. eine Getränkemarke „kalorienarm“ heißen, könnten Wettbewerber ihre Produkte nicht mehr sinnvoll vermarkten und müssten gegen eine Monopolstellung ankämpfen),
X    Irreführungsgefahr (z. B. wenn eine Joghurtsorte „Frikadelle“ heißen soll),
X    Verwendung von Hoheitszeichen (z. B. sind Wappen, Flaggen, Siegel oder Namen staatlicher Institutionen tabu),
X    Verstoß gegen die guten Sitten und die öffentliche Ordnung (z. B. sollte ein Markenname keine Schimpfworte beinhalten),
X    Verwechslungsgefahr (z. B. aufgrund von Ähnlichkeit) mit vorhandenen Marken (z. B. wenn eine Firma „Bährenmark“ heißen soll).

 

Wenn keines dieser Schutzhindernisse vorliegt, kann man eine Marke anmelden. Welche Schritte für eine erfolgreiche Anmeldung einzuhalten sind, warum eine Markenrecherche unbedingt zu empfehlen ist und wie lange die Anmeldung einer Marke dauert, lesen Sie im nächsten Kapitel.

 

3. Marke anmelden – Ablauf & Dauer

Wer eine Marke anmelden will, sollte im Vorfeld eine umfassende Markenrecherche vornehmen. Verlief diese positiv, kann das Anmeldeverfahren vor dem DPMA beginnen.

 

3.1 Wichtig vorab: Markenrecherche durchführen

Will man eine Marke anmelden, sollte vorab eine gründliche Markenrecherche durchgeführt werden. Nur so ist gewährleistet, dass der Name oder das Logo eindeutig von bestehenden Marken abgrenzbar ist oder nicht bereits als Marke existiert.

Für die Markenrecherche können z. B. die Recherchesäle des Deutschen Patent- und Markenamtes (DPMA) in München und Berlin, Patentinformationszentren oder die Website des DPMA genutzt werden.  

 

ACHTUNG:

Können mangelnde Unterscheidungskraft oder Namensdopplungen nicht vollständig ausgeschlossen werden und lässt man dennoch eine Marke anmelden, können Dritte dagegen vorgehen. Die Folge wäre nicht nur, dass das DPMA die Eintragung der Marke ablehnt und etwaig bereits bezahlte Gebühren nicht erstattet werden würden, sondern dass auch Unterlassungs- und Schadensersatzansprüchen Dritter ausgelöst werden können. Ein erfahrener und spezialisierter Anwalt kann eine umfassende Recherche in allen relevanten Datenbanken sicherstellen und mögliche Schutzhindernisse identifizieren. Schildern Sie dafür bitte hier Ihr Anliegen.

 

LINK-TIPP: Ausführliche Informationen zur Markenrecherche, deren Ablauf und zu berücksichtigende Datenbanken und Publikationen finden Sie in unserem Beitrag zur Markenrecherche. Wie eine Recherche nach internationalen Marken abläuft, erläutern wir Ihnen in unserem Beitrag zur internationalen Markenrecherche.

Können im Rahmen einer Markenrecherche Schutzhindernisse ausgeschlossen werden, kann man eine Marke anmelden. Wie dabei vorzugehen ist, erklären wir Ihnen jetzt.

 

3.2 Verfahren vor dem DPMA

Will man eine deutschlandweit geschützte Marke anmelden und verlief die Markenrecherche positiv, kann man die Marke beim DPMA anmelden. Folgende Schrittfolge sollte hier eingehalten werden, damit die Eintragung der Marke nicht abgelehnt wird:

  • Marke anmelden: Eine Marke kann per Post oder über das entsprechende Online-Tool angemeldet werden, das vom DPMA bereitgestellt wird. Folgende Angaben sind bei der Anmeldung zu machen:

    Name & Kontaktdaten des Antragstellers,
    Beschreibung oder grafische Darstellung der Marke,
    Angaben zur Markenform (reine Wortmarke, Kombination aus Wort und Bild, reine Bildmarke, 3D-Formen, Farb- oder Hörmarke) und
    Festlegung der Waren und Dienstleistungen, für die man die Marke anmelden will.

LINK-TIPP: Ausführlichere Informationen zur Anmeldung einer Marke beim DPMA, welchen Einfluss die verschiedenen Klassen von Waren und Dienstleistungen auf den Schutzumfang einer Marke haben und wie Fallstricke bei der Anmeldung vermieden werden können, erläutern wir Ihnen in unserem Beitrag zur Markenanmeldung.

  • Eingangsbestätigung & Anmeldegebühren: Hat das DPMA den Antrag erhalten, versendet es eine Empfangsbestätigung. Die darin aufgeschlüsselten Gebühren müssen innerhalb von drei Monaten überwiesen werden – ansonsten wird die Anmeldung als zurückgenommen gewertet.
  • Offenlegung der Marke: Mit Eingang der Gebühren wird die Marke offengelegt – Name oder Logo werden im Informationssystem des DPMA veröffentlicht und können von Dritten eingesehen werden.
  • Prüfphase: Nach der Offenlegung durchlaufen Name oder Logo eine dreimonatige Prüfphase. Während dieser kontrolliert das DPMA die Markenanmeldung auf formelle Mängel und ausreichende Unterscheidungskraft. Nicht geprüft wird jedoch, ob bereits eine ähnliche oder dieselbe Marke existiert.
  • Eintragung ins Markenregister: Wurde die Prüfphase erfolgreich abgeschlossen und wurden hier keine Schutzhindernisse identifiziert, wird die Marke ins amtliche Register des DPMA eingetragen und im Markenblatt veröffentlicht.
  • Widerspruchsfrist: Nach erfolgreicher Eintragung setzt eine dreimonatige Widerspruchsfrist ein. Während dieser können Dritte rechtlich gegen die Marke vorgehen – z. B. wenn dieselbe Marke bereits von ihnen angemeldet wurde oder leicht mit ihrer verwechselt werden kann. Wurde keinerlei Widerspruch erhoben, konnte man erfolgreich eine Marke anmelden und sie umfassend z. B. gegen unerlaubte Fremdnutzung schützen.

 

MARKE RECHTSSICHER ANMELDEN DANK ANWALTLICHER EXPERTISE:

Wenn Sie eine Marke anmelden wollen, können Fehler während der Markenrecherche, eine mangelhafte Interpretation der Rechercheergebnisse oder ignorierte Schutzhindernisse zur Ablehnung des Antrags auf Anmeldung einer Marke führen. Finanzielle Einbußen und unzureichender Markenschutz wären die Folge. Damit das Antragsverfahren vor dem DPMA positiv verläuft, kann ein erfahrener und spezialisierter Anwalt die Chancen der Anmeldung beurteilen, diesen rechtssicher formulieren und Ihnen im Dialog mit dem DPMA unterstützend zur Seite stehen. Schildern Sie dafür bitte hier Ihr Anliegen.

 

LINK-TIPP: Ausführlichere Informationen zu den wesentlichen Schritten einer Markenanmeldung beim DPMA finden Sie in unserem Beitrag zum Thema Marke schützen lassen.

 

3.3 Internationale Markenanmeldung

Soll eine Marke nicht nur für Deutschland, sondern auch international geschützt werden, kann zwischen folgenden Optionen gewählt werden:

  • Unions- und Unionsgewährleistungsmarke: Die Unionsmarke wird vom EUIPO vergeben und schützt die Marke in allen 28 EU-Mitgliedsstaaten. Ebenso muss man sich für die Unionsgewährleistungsmarke an das EUIPO wenden. Diese bietet einen erhöhten Entscheidungsspielraum, kostet aber auch mehr.

LINK-TIPP: Ausführlichere Informationen zur Anmeldung einer Marke beim EUIPO, damit verbundenen Anforderungen und Kosten finden Sie in unserem Beitrag zur EU-Markenanmeldung.

  • IR-Marke: Wird eine IR-Marke gewünscht, muss man sich an die Weltorganisation für geistiges Eigentum (WIPO) wenden. Nach erfolgreicher Anmeldung ist die Marke auch über EU-Grenzen hinaus geschützt. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass bereits eine nationale oder eine EU-Marke existiert.

LINK-TIPP: Ausführlichere Informationen zur Anmeldung einer IR-Marke, welche Schrittfolge einzuhalten und mit welchen Kosten zu rechnen ist, finden Sie in unserem Beitrag zur IR-Marke. Detailliertere Informationen zu Ablauf und Dauer einer internationalen Markenanmeldung erhalten Sie in unserem Beitrag zum Thema Internationale Markenanmeldung.

 

KOSTENTIPP:

Eine internationale Markenanmeldung sollte erst vorgenommen werden, wenn die Internationalisierung einer Marke ansteht. Bis dahin ist eine Markenanmeldung beim DPMA ausreichend. Dies gewährleistet umfassenden Markenschutz und größtmögliche Rechtssicherheit – und vermeidet unnötige Kosten.

 

3.4 Verfahrens- & Schutzdauer

  • Dauer der Anmeldung: Die Anmeldung einer Marke kann drei bis acht Monate dauern. Dies ist etwaigen Rückfragen an den Antragssteller sowie der dreimonatigen Widerspruchsfrist geschuldet. Im Rahmen einer beschleunigten Prüfung kann diese Zeitspanne auf wenige Wochen bis – in Ausnahmefällen – maximal sechs Monate reduziert werden. Dafür fallen zusätzliche Gebühren in Höhe von 200 € an.
  • Schutzdauer der Marke: Konnte man die Marke anmelden und wurde kein Widerspruch eingelegt, ist sie zehn Jahre lang vor Diebstahl und Nachahmungen geschützt. Je nach Bedarf kann sie beliebig oft um weitere zehn Jahre verlängert werden.

LINK-TIPP: Ausführlichere Informationen zur Schutzdauer einer Marke, wie diese verlängert werden kann und welche Kosten damit verbunden sind, finden Sie in unserem Beitrag zum Markenschutz.

 

4. Verletzung meiner Marke – was kann ich tun?

Konnte man seine Marke anmelden, ist sie vor unerlaubter Fremdnutzung, Fälschung oder Nachahmung geschützt. Wird eine Marke ohne Zustimmung des Markeninhabers dennoch kopiert, nachgeahmt, unangemessen abgewandelt oder unerlaubt von Dritten für eigene Zwecke genutzt, bieten sich folgende juristische Optionen an:

  • Widerspruch gegen erneute Markenanmeldung eines Namens oder Logos: Sofern sich aus der Offenlegung einer neu eingetragenen Marke ergibt, dass jemand denselben bzw. einen ähnlichen Namen oder dasselbe bzw. ein ähnliches Logo als Marke anmelden will, kann Widerspruch eingelegt werden. Dafür muss innerhalb von drei Monaten ein Antrag beim DPMA gestellt und eine Gebühr von 120,00 € bezahlt werden. Anschließend wird das DPMA den Widerspruch auf Begründetheit prüfen und ggf. die Löschung der fraglichen Marke einleiten.

LINK-TIPP: Ausführlichere Informationen zur Überwachung von Markenanmeldungen und wie Sie die Anmeldung einer ähnlichen oder identischen Marke ausschließen können, finden Sie in unserem Beitrag zur Markenüberwachung.

  • Abmahnung: Konnte man eine Marke anmelden und verwendet ein Dritter diese ohne Genehmigung, nutzt sie unerlaubt gewerblich oder fertigt Kopien an, kann man ihn abmahnen und ihn zur Abgabe einer Unterlassungs- bzw. Verpflichtungserklärung auffordern.

LINK-TIPP: Ausführlichere Informationen zu den Inhalten und Formvorschriften einer Abmahnung und inwieweit in diesem Zusammenhang zudem Schadensersatz gefordert werden kann, finden Sie in unserem Beitrag zum Thema Abmahnen wegen einer Markenrechts- oder Urheberrechtsverletzung. Welche juristischen Optionen sich darüber hinaus bei der Kopie einer Marke bieten, erläutern wir Ihnen in unserem Beitrag zur Markenfälschung.

  • Gerichtliche Schritte: Wird auf die Abmahnung nicht reagiert und die unerlaubte Fremdnutzung der Marke nicht eingestellt, kann der Verletzer gerichtlich zur Unterlassung und zur Zahlung von Schadensersatz verpflichtet werden.

LINK-TIPP: Ausführlichere Informationen zur Erhebung einer solchen Klage, den Inhalten einer Klageschrift und damit verbundenen Kosten finden Sie in unserem Beitrag zum Thema Klage einreichen. Wie Schadensersatz nach einer Markenverletzung durchgesetzt werden kann, erläutern wir Ihnen in unserem Beitrag zum Thema Schadensersatz geltend machen.

  • Strafanzeige: Abgesehen von einer zivilrechtlichen Klage kann eine Strafanzeige wegen Diebstahls und Betrugs gestellt werden. Der Verletzende muss dann mit einer Geld- oder Haftstrafe rechnen.

LINK-TIPP: Einen Überblick über alle Schutzmöglichkeiten, nachdem Sie eine Marke anmelden konnten, finden Sie in unserem Beitrag zur Markenverletzung.

 

Marke anmelden

► Sie wollen eine Marke anmelden, um diese umfassend zu schützen? Kontaktieren Sie uns für ein kostenfreies und unverbindliches Erstgespräch mit einem unserer spezialisierten Anwälte. Schildern Sie dafür bitte hier Ihr Anliegen.

 

5. Sollte ich einen Anwalt hinzuziehen?

Ob die erfolgreiche Anmeldung einer Marke oder die effektive Abwehr von Markenverletzungen – Nachlässigkeiten bei Markenrecherche, Markenüberwachung oder formellen Vorgaben können einen umfassenden Markenschutz verhindern. Neben dem Verlust von Einnahmen im Rahmen der wirtschaftlichen Verwertung der Marke drohen so auch Unterlassungs- und Schadensersatzansprüche vonseiten Dritter, wenn z. B. zu große Ähnlichkeiten zu einer bereits angemeldeten Marke bestehen und man dennoch die eigene Marke anmelden will.

Ein erfahrener und spezialisierter Anwalt kann hier Abhilfe schaffen und sicherstellen, dass durch eine umfassende Markenrecherche und eine rechtssichere Interpretation der Rechercheergebnisse Schutzhindernisse ausgeschlossen werden können. Zudem kann er eine erfolgreiche Anmeldung der Marke, eine umfassende Markenüberwachung während des Schutzzeitraumes und die effektive Abwehr unerlaubter Nutzung der Marke durch Dritte gewährleisten. Wenn Sie eine Marke anmelden wollen, kann ein Anwalt u. a. folgende Aufgaben übernehmen:

  • juristische Chancen- & Risikobewertung einer Markenanmeldung,
  • umfassende Markenrecherche & rechtssichere Interpretation der Rechercheergebnisse,
  • Vermeidung etwaiger Schutzhindernisse durch Überarbeitung des Antrages auf Anmeldung einer Marke,
  • Einhaltung aller relevanten Fristen & Formvorgaben,
  • Unterstützung im Dialog mit Patent- & Markenämtern,
  • umfassende Markenüberwachung & effiziente Abwehr von Markenrechtsverletzung während des Schutzzeitraumes,
  • Geltendmachung des Unterlassungs- und Schadensersatzanspruchs gegenüber Dritten bei unerlaubter Nutzung der Marke.

 

RECHTSBERATUNG-TIPP:

Schon vor Beauftragung eines erfahrenen und spezialisierten Anwalts kann in einem unverbindlichen und kostenfreien Erstgespräch geklärt werden, ob alle Voraussetzungen erfüllt sind, damit Sie Ihre Marke anmelden können. Zudem erläutert er Ihnen, wie eine umfassende Markenrecherche durchzuführen ist und mit welchen Chancen, Risiken und Kosten Sie bei der Anmeldung der Marke rechnen können. Schildern Sie dafür bitte hier Ihr Anliegen.

 

Entscheiden Sie sich, eine Marke anmelden zu wollen, sind damit verschiedene Kosten verbunden. Welche das sind, lesen Sie im nächsten Kapitel.

 

6. Welche Kosten fallen an?

Mit folgenden Kosten können Sie rechnen, wenn Sie eine Marke anmelden:

  • Anmeldung der Marke beim DPMA: Für jede Neuanmeldung werden Kosten in Höhe von 300 € (bei Nutzung des Online-Tools 290 €) fällig. Darin enthalten sind bis zu drei Waren- und Dienstleistungsklassen. Sollen weitere Klassen berücksichtigt werden, fallen zusätzlich jeweils 100 € an. Um die Anmeldung der Marke zu beschleunigen, ist mit Kosten in Höhe von 200 € zu rechnen. Für jede Verlängerung des zehnjährigen Schutzzeitraums fallen 750 € an.
  • Anwaltskosten: Wer eine Marke anmelden und dafür auf anwaltliche Expertise zurückgreifen will, muss mit zusätzlichen Anwaltskosten rechnen. Deren Höhe ist abhängig vom Umfang der anwaltlichen Beratung, dem Aufwand einer möglichen Markenrecherche und eventuellen Schwierigkeiten im Anmeldeprozess.

 

KOSTENTIPP:

Um eine Marke erfolgreich und rechtssicher anzumelden und sich den vollen Schutzumfang für eine Marke zu sichern, ist anwaltliche Expertise hilfreich. Etwaige Anwaltskosten sind daher als Investition zu verstehen und können auch auf Grundlage einer individuellen Vergütungsvereinbarung zum Festpreis finanziert werden.

 

7. Marke anmelden – das sind Ihre Alternativen

Will man eine Marke anmelden, aber

  • stehen Schutzhindernisse des DPMA dem Vorhaben entgegen oder
  • besteht Namensgleichheit- oder Ähnlichkeit zu älteren Marken,

können folgende Alternativen in Betracht gezogen werden:

  • Schutz von Firmennamen: Eine Alternative zur Anmeldung einer Marke ist der Handelsregistereintrag. Darin müssen sich Kaufleute, offene Handelsgesellschaften (OHG) und Kapitalgesellschaften (u. a. GmbH, AG) eintragen lassen. Das Handelsregister ist öffentlich einsehbar und gibt Auskunft über die wirtschaftlichen Verhältnisse des Unternehmens. Positiver Nebeneffekt ist die eindeutige Verknüpfung des Firmennamens mit dem eingetragenen Unternehmen.

LINK-TIPP: Ausführliche Informationen dazu, wie ein Firmenname geschützt werden kann, erhalten Sie in unserem Beitrag zum Thema Firmennamen schützen lassen.

Effektive Abwehrmaßnahmen gegen Namensverletzungen entstehen allein mit dem Eintrag ins Handelsregister nicht. Jedoch kann die offizielle Nennung des Firmennamens abschreckende Wirkung gegenüber Nachahmern entfalten.

  • Schutz von Künstlernamen: Will man einen Künstlernamen verwenden, ihn aber nicht als Marke anmelden, kann er u. a. in den Personalausweis bzw. Reisepass eingetragen werden. Anschließend kann er für die Erstellung von Rechnungen, Ticketbuchung oder die Eröffnung von Bankkonten genutzt werden. Alternativ kann auf eine sogenannte Interested-Parties-Information-Nummer (IPI) zurückgegriffen werden. Diese ist bei einer Urheberrechts- und Verwertungsgesellschaft wie der GEMA erhältlich.

LINK-TIPP: Ausführlichere Informationen zum Schutz von Künstlernamen, der Eintragung eines solchen Namens in ein Ausweisdokument und etwaigen Fallstricken und Nachteilen finden Sie in unserem Beitrag zum Thema Künstlername eintragen lassen.

  • Schutz von Werknamen: Für künstlerische Werke wie Bücher, Filme oder Bühnenstücke gelten die markenrechtlichen Sonderregelungen des Titelschutzes – dieser entsteht automatisch, sodass man nicht zusätzlich eine Marke anmelden muss. Sofern sich ein Werk hinreichend von anderen unterscheidet, ist es ab der ersten Nutzung (z. B. Veröffentlichung bei Büchern oder Uraufführung bei Filmen) geschützt, solange es auf dem Markt erhältlich bzw. als lieferbar verzeichnet ist.

Ist das fragliche Werk nicht mehr verfügbar, setzt eine Schonfrist von etwa fünf Jahren ein. Innerhalb dieser muss das Werk wieder zu Verfügung gestellt werden – sonst verfällt der Titelschutz.

LINK-TIPP: Ausführlichere Informationen zu den Alternativen einer Markenanmeldung finden Sie in unserem Beitrag Namen schützen lassen.

 

ACHTUNG:

Vollumfängliche Schutz- und Abwehrrechte stehen Ihnen nur zur Verfügung, wenn Sie eine Marke anmelden. Wägen Sie daher genau ab, ob Sie sich auf eine der Alternativen verlassen oder lieber effektive Maßnahmen zum Markenschutz ergreifen wollen – auch wenn Sie dabei vielleicht ein Logo oder Firmennamen abändern müssen, um bei Schutzhindernissen dennoch Ihre Marke anmelden zu können.

 

8. Tipp: Erfolgreich Marke anmelden mit anwaltlicher Expertise

Eine Firmen- oder Produktname sowie ein passendes Logo schaffen Individualität und einen hohen Wiedererkennungswert – etablierte Produkte werden aber auch leichter kopiert oder nachgeahmt. Um dies zu vermeiden, sollte man eine Marke anmelden. Nur so können vollumfänglicher Schutz und effektive Abwehrmöglichkeiten von Markenverletzungen garantiert werden. Kommt es im Rahmen der Anmeldung zu Nachlässigkeiten bezüglich Markenrecherche oder formeller Vorgaben, ist die erfolgreiche Markenanmeldung in Gefahr – und das Risiko von Unterlassungs- und Schadensersatzansprüchen Dritter hoch. Ein erfahrener und spezialisierter Anwalt kann hier Abhilfe schaffen und eine schnelle und unkomplizierte Eintragung der Marke gewährleisten.

► Im Rahmen eines unverbindlichen und kostenfreien Erstgesprächs prüfen wir schon vor Beauftragung eines Anwaltes, ob Sie eine Marke anmelden können und welche Voraussetzungen in diesem Zusammenhang zu erfüllen sind. Auch die Anforderungen an eine umfassende Markenrecherche und die Möglichkeiten zur Vermeidung von Schutzhindernissen werden Ihnen erläutert. Zudem werden alle Chancen, Risiken und Kosten transparent dargestellt, mit denen zu rechnen ist, wenn Sie eine Marke anmelden wollen.

► Für ein Erstgespräch machen Sie uns bitte kurze Angaben zur Marke, die Sie schützen lassen wollen, der von Ihnen gewünschten Verwendung und bisher eingeleiteten Maßnahmen. Alle in diesem Zusammenhang relevanten Dokumente können Sie in unserem verschlüsselten System hochladen.

Schildern Sie dafür bitte hier Ihr Anliegen.

 

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