Wortmarke anmelden – umfassender Schutz für Namen & Slogans

Wortmarke anmelden – umfassender Schutz für Namen & Slogans

 von Sophie Suske (jur. Redaktion)
Wortmarke anmelden – umfassender Schutz für Namen & Slogans
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  1. Warum sollte man eine Wortmarke anmelden?
  2. Was kann man als Wortmarke anmelden?
  3. Wortmarke anmelden – Schritt für Schritt
  4. Verletzung meiner Wortmarke – wie kann ich dagegen vorgehen?
  5. Sollte ich einen Anwalt hinzuziehen?
  6. Kosten für die Anmeldung einer Wortmarke
  7. Alternativen zur Anmeldung einer Wortmarke
  8. Tipp: rechtssichere Anmeldung & umfassender Schutz einer Wortmarke durch anwaltliche Expertise

In diesem Artikel erfahren Sie u. a., welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, wenn Sie eine Wortmarke anmelden wollen, weshalb eine Markenrecherche wichtig ist und welchen Schutzumfang eine Wortmarke bietet.

 

RECHTSBERATUNG-TIPP:

► Sie möchten eine Wortmarke anmelden, um einen Namen oder Slogan umfassend zu schützen? Kontaktieren Sie uns für ein kostenfreies und unverbindliches Erstgespräch mit unserem Anwalt für Markenrecht.

► Im Rahmen dieses Erstgespräches beurteilen wir die Erfolgsaussichten einer Anmeldung und erläutern Ihnen alle wichtigen Voraussetzungen, um erfolgreich eine Wortmarke anmelden zu können. Alle damit verbundenen Risiken und Kosten werden Ihnen zudem transparent dargestellt. Sie entscheiden anschließend, ob Sie uns beauftragen, Ihre Wortmarke anzumelden.

Schildern Sie dafür bitte hier Ihr Anliegen.

 

1. Warum sollte man eine Wortmarke anmelden?

Namen oder Slogans verleihen Produkten oder Dienstleistungen einen einzigartigen Wiedererkennungswert und grenzen diese von Wettbewerbern ab. Damit sie nicht unerlaubt für fremde Zwecke genutzt, nachgeahmt oder kopiert werden und dem Inhaber Einnahmen verlorengehen, kann man eine Wortmarke anmelden. Kommt es doch zu einer Verletzung der Wortmarke, kann neben einem Unterlassungsanspruch auch ein Anspruch auf Schadensersatz geltend gemacht werden.

 

KOSTENTIPP:

Setzt man einen rechtmäßigen Anspruch auf Schadensersatz nach einer Verletzung einer Wortmarke erfolgreich durch, übernimmt die Gegenseite sämtliche Anwalts- und Gerichtskosten.

 

Welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, damit man erfolgreich eine Wortmarke anmelden kann, erfahren Sie im nächsten Kapitel.

 

2. Was kann man als Wortmarke anmelden?

Namen und Slogans kann man als Wortmarke anmelden, wenn sie aus

  • Wörtern,
  • Zahlen,
  • Buchstaben oder
  • weiteren Schriftzeichen bzw. ausgewählten Sonderzeichen

bestehen. Eine Wortmarke kann sich zudem aus einem oder mehreren Wörtern bzw. einzelnen Buchstaben zusammensetzen. Folgende Beispiele können daher als Wortmarke eingetragen werden:

  • Werbeslogans („Hier bin ich Mensch, hier kauf' ich ein.“),
  • Abkürzungen, Monogramme (LIDL, BMW, LG),
  • mehrstellige Zahlen (4711),
  • Personennamen (Dr. Oetker) oder
  • Domainnamen ohne grundsätzliche Bestandteile wie „www“, „de“ und „com“ (nicht www.friseurschnippschnapp.de, sondern friseurschnippschnapp).

Um erfolgreich eine Wortmarke anmelden zu können, ist sie bei der Beantragung in einer einheitlichen Druckschrift (Arial) wiederzugeben – auch wenn die Wortmarke auf einem anderen Schrifttyp basiert. Sie darf jedoch keine grafischen Elemente enthalten. Soll mit ihr ein optischer Eindruck vermittelt werden, sollte auf eine kombinierte Wort-Bild-Marke zurückgegriffen werden. So wird sich die Anmeldung als Wortmarke bei folgenden Beispielen als schwierig erweisen:

  • Kombination von Buchstabenfolge und Bildbestandteil,
  • mehrzeilige Anordnung der Worte,
  • gesperrt geschriebene Worte (L e e r z e i c h e n zwischen den Buchstaben),
  • kursiv oder fett geschriebene Worte.

Einige Bezeichnungen sind von der Anmeldung als Wortmarke generell ausgenommen. So darf eine Wortmarke keins der folgenden Schutzhindernisse erfüllen:

X    fehlende Unterscheidungskraft des Namens (z. B. eignet sich der Name „Wein“ nicht für ein Unternehmen, das alkoholische Getränke vertreibt),
X    Verwechslung der Wortmarke mit älteren, bereits bestehenden Marken (z. B. wenn eine Firma „Attitas“ heißen soll),
X    Gebrauch beschreibender Eigenschaften, die für die allgemeine Verwendung geschützt sind (würde z. B. eine Getränkemarke „kalorienarm“ heißen, könnten Wettbewerber ihre Produkte nicht mehr sinnvoll vermarkten und müssten gegen eine Monopolstellung ankämpfen),
X    Gefahr der ersichtlichen Irreführung (z. B. wenn eine Joghurtsorte „Frikadelle“ heißen soll),
X    Verstoß gegen gute Sitten und öffentliche Ordnung (z. B. sollte bei einer Wortmarke auf Schimpfworte verzichtet werden) sowie
X    Verwendung von Hoheitszeichen wie Flaggen, Wappen oder Bezeichnungen staatlicher Informationen.

Liegt keines dieser Schutzhindernisse vor, kann man eine Wortmarke anmelden. Was dabei zu beachten und welche Schrittfolge einzuhalten ist, erfahren Sie im folgenden Kapitel.

LINK-TIPP: Ausführliche Informationen zu den Voraussetzungen einer Markenanmeldung und möglichen Schutzhindernissen finden Sie in unserem Beitrag zum Thema Marke anmelden.

 

3. Wortmarke anmelden – Schritt für Schritt

Um erfolgreich eine Wortmarke anmelden zu können, ist zunächst eine umfassende Markenrecherche durchzuführen, um etwaige Schutzhindernisse auszuschließen. Anschließend kann die Wortmarke beim Deutschen Patent- und Markenamt (DPMA) angemeldet werden.

 

3.1 Wichtig vorab: Markenrecherche

Das größte Hindernis, wenn man eine Wortmarke anmelden möchte, ist eine gleichlautende oder ähnliche Marke, die bereits im Markenverzeichnis registriert ist und dadurch umfassenden Schutz genießt. Vor dem Anmeldeprozess ist daher eine umfassende Markenrecherche durchzuführen. Diese verhindert, dass die Anmeldung bereits bestehende Markenrechte verletzt und womöglich Unterlassungs- und Schadensersatzansprüche Dritter auslöst.

Eine Markenrecherche kann in den Recherchesälen des DPMA in München und Berlin, verschiedenen Patentinformationszentren oder auf der Webseite des DPMA durchgeführt werden.

 

WICHTIGER HINWEIS:

Patent- und Markenämter prüfen nicht, ob Ihre Wortmarke bereits so oder ähnlich angemeldet wurde. Eine umfassende Markenrecherche ist daher unerlässlich, bevor Sie Ihre Wortmarke anmelden. Ist eine Wortmarke nach § 3 MarkenG nicht schutzfähig, kann keine Registrierung vorgenommen werden und eine Anmeldung wäre wirkungslos – und bereits gezahlte Gebühren verloren.

 

LINK-TIPP: Ausführlichere Informationen zur nationalen Markenrecherche, in welchen Datenbanken Sie recherchieren und wie Sie dabei vorgehen sollten, finden Sie in unserem Beitrag zur Markenrecherche. Wollen Sie eine internationale Wortmarke anmelden, empfehlen wir Ihnen unseren Beitrag zur internationalen Markenrecherche.  

 

Verläuft die Markenrecherche positiv – können also Schutzhindernisse ausgeschlossen werden –, kann man die Wortmarke anmelden. Wie Sie dabei vorgehen sollten, erläutern wir Ihnen jetzt.

 

3.2 Nationale Wortmarke anmelden

Um erfolgreich eine Wortmarke anmelden zu können, ist folgende Schrittfolge einzuhalten.

  • Wortmarke anmelden beim DPMA: Eine Wortmarke anmelden kann man entweder per Post oder durch ein Online-Tool, das vom DPMA bereitgestellt wird. Folgende Angaben sollten dabei unbedingt gemacht werden:

    Informationen zum Antragsteller,
    Beschreibung und/oder bildhafte Darstellung der Wortmarke,
    zweifelsfreie Darstellung der Marke,
    Angaben zur Wortmarke sowie
    Festlegung der Waren und Dienstleistungen, für welche die Wortmarke angemeldet werden soll.

LINK-TIPP: Ausführlichere Informationen zum Antrag auf Anmeldung beim DPMA, für welche Waren und Dienstleistungen man Wortmarken anmelden kann und welche Vorteile damit verbunden sind, finden Sie in unserem Beitrag zur Markenanmeldung.

  • Eingangsbestätigung und Anmeldegebühren: Anschließend versendet das DPMA eine Empfangsbestätigung, in der alle Gebühren für die Anmeldung aufgeschlüsselt sind. Diese müssen innerhalb der nächsten drei Monate überwiesen werden, da die Anmeldung sonst als zurückgezogen gilt.
  • Offenlegung der Marke: Wurden die Gebühren beglichen, erfolgt die Offenlegung der Wortmarke. Sie wird im Informationssystem des DPMA veröffentlicht und kann eingesehen werden.
  • Prüfphase: Die Wortmarke durchläuft nun eine Prüfung von drei Monaten, innerhalb derer der Antrag auf ausreichende Unterscheidungskraft und etwaige formale Unstimmigkeiten geprüft wird. Dabei prüft das DPMA allerdings nicht, ob die Wortmarke so oder ähnlich bereits angemeldet wurde.
  • Eintragung ins Markenregister: Nach der Prüfungsphase wird die Wortmarke im Markenregister eingetragen und im Markenblatt des DPMA veröffentlicht.
  • Widerspruchsfrist: Innerhalb der nächsten drei Monate nach der Veröffentlichung im Markenblatt haben Dritte die Möglichkeit, Widerspruch gegen die Registrierung einzulegen, wenn die neue Wortmarke z. B. bestehende Markenrechte verletzt.
  • Umfassender Schutz: Wird kein Widerspruch eingelegt, ist die Wortmarke erfolgreich angemeldet. Sie ist dann deutschlandweit über einen Zeitraum von zehn Jahren vor Nachahmung und unerlaubter Nutzung geschützt. Dieser Zeitraum kann beliebig oft um weitere zehn Jahre verlängert werden.

 

Beschleunigte Prüfung durch das DPMA:

Die Anmeldung einer Wortmarke nimmt in der Regel bis zu acht Monate in Anspruch, da die genannten Fristen unbedingt eingehalten werden müssen. Durch die zügige Zusammenstellung aller relevanten Dokumente sowie die fristgerechte Überweisung der Gebühren können Verzögerungen verhindert werden. Mit einem Antrag auf beschleunigte Prüfung kann die Anmeldung sogar innerhalb weniger Wochen abgeschlossen werden. Damit sind allerdings zusätzliche Gebühren in Höhe von 200 Euro verbunden.

 

LINK-TIPP: Ausführlichere Informationen zum Anmeldeverfahren beim DPMA finden Sie in unserem Beitrag zum Markenschutz.

 

3.3 Internationale Wortmarke anmelden

Wenn der Schutz einer Wortmarke über Deutschland hinaus gewährleistet werden soll, bieten sich folgende Optionen an:

  • Unionsmarke bzw. Unionsgewährleistungsmarke für den EU-weiten Raum: Nach einer erfolgreichen Registrierung beim europäischen Markenamt EUIPO ist die Wortmarke für die nächsten zehn Jahre in allen 28 Mitgliedsstaaten der EU geschützt.

LINK-TIPP: Ausführlichere Informationen zur Unionsmarke und Unionsgewährleistungsmarke, den Vorteilen einer EU-weiten Markenanmeldung und dem Ablauf einer solchen, lesen Sie in unserem Beitrag zur EU-Markenanmeldung.

  • IR-Marke für den internationalen Markt: Möchte man eine Wortmarke anmelden und diese weltweit schützen, kommt eine internationale Markenanmeldung bei der WIPO in Betracht. Eine IR-Marke ist nach einer einmalig vorgenommenen Registrierung in bis zu 118 Ländern geschützt.

LINK-TIPP: Ausführlichere Informationen zur internationalen Markenanmeldung, möglichen Schutzhindernissen und den damit verbundenen Schutzumfang finden Sie in unserem Beitrag zum Thema IR-Marke.

 

KOSTENTIPP:

Die internationale Anmeldung einer Wortmarke lohnt sich erst, wenn die Internationalisierung einer Wortmarke angestrebt wird. Der Schutzumfang, den eine nationale Markenanmeldung bietet, ist oftmals ausreichend. Außerdem können so unnötige Kosten vermieden werden.

 

4. Verletzung meiner Wortmarke – wie kann ich dagegen vorgehen?

Konnte man seine Wortmarke anmelden und wurde sie damit erfolgreich ins Markenregister aufgenommen, ist sie umfassend gegen Markenverletzungen geschützt. Kommt es dennoch zu unerlaubter Fremdnutzung, Nachahmung oder Kopie, stehen dem Inhaber einer Wortmarke folgende juristischen Optionen zur Verfügung:

  • Widerspruch gegen erneute Anmeldung einer Wortmarke: Stößt der Inhaber einer Wortmarke im Zuge der Offenlegung im Informationssystem des DPMA darauf, dass ein Dritter erneut die bereits registrierte Wortmarke anmelden will, kann er innerhalb von drei Monaten Widerspruch einlegen. Der entsprechende Antrag ist mit Kosten von 120 Euro verbunden und wird vom DPMA geprüft. Wenn dem Antrag stattgegeben wird, wird die neu eingetragene Marke gelöscht.

LINK-TIPP: Ausführlichere Informationen zur Markenüberwachung, wie Sie durch diese einen dauerhaften Schutz Ihrer Marke gewährleisten können und was Sie bei einer Markenkollision tun können, erfahren Sie in unserem Beitrag zur Markenüberwachung.

  • Abmahnung: Wird eine Wortmarke, die man erfolgreich anmelden konnte, unerlaubt von Dritten genutzt, nachgeahmt oder kopiert, kann der Inhaber der Wortmarke den Verletzer abmahnen und ihn zur Abgabe einer Unterlassungs- bzw. Verpflichtungserklärung verpflichten.

LINK-TIPP: Welche Vorgaben bezüglich einer Abmahnung zu beachten sind und wie mit ihr Schadensersatz für beispielsweise eine unerlaubte Fremdnutzung eingefordert werden kann, erfahren Sie in unserem Beitrag zum Thema Abmahnen wegen einer Markenrechts- oder Urheberrechtsverletzung. Ausführlichere Informationen zu den juristischen Optionen bei der Kopie einer Wortmarke finden Sie in unserem Beitrag zur Markenfälschung.

  • Gerichtliche Schritte: Wird die unerlaubte Fremdnutzung nach der Abmahnung nicht abgestellt, kann der Inhaber der Wortmarke gerichtliche Schritte einleiten. So kann der Verletzer nicht nur rechtsverbindlich zur Unterlassung verpflichtet werden, sondern auch ein Schadensersatzanspruch durchgesetzt werden.

LINK-TIPP: Ausführlichere Informationen zur gerichtlichen Durchsetzung eines Unterlassungsanspruch bei der Verletzung einer Wortmarke finden Sie in unserem Beitrag zum Thema Klage einreichen. Wie auch Schadensersatz gerichtlich durchgesetzt werden kann, erläutern wir Ihnen in unserem Beitrag zum Thema Schadensersatz geltend machen.

  • Strafanzeige: Neben einer Klage bei der Verletzung einer Wortmarke kann auch eine Strafanzeige wegen Diebstahls und Betrugs eingereicht werden. In diesem Zusammenhang kann der Schädiger zu einer Geld- oder im schlimmsten Fall sogar zu einer Haftstrafe verurteilt werden.

LINK-TIPP: Ausführlichere Informationen zu den juristischen Optionen bei unerlaubter Fremdnutzung, Nachahmung oder Kopie finden Sie in unserem Beitrag zur Markenrechtsverletzung.

 

Wortmarke anmelden

► Sie möchten eine Wortmarke anmelden, um Namen oder Slogans umfassend schützen zu lassen? Dann kontaktieren Sie uns für ein kostenfreies und unverbindliches Erstgespräch mit einem unserer spezialisierten Anwälte. Schildern Sie dafür bitte hier Ihr Anliegen.

 

5. Sollte ich einen Anwalt hinzuziehen?

Um einen Namen oder Slogan vor unerlaubter Fremdnutzung, Nachahmung oder Kopie zu schützen und die alleinigen wirtschaftlichen Verwertungsmöglichkeiten zu haben, sollte man eine Wortmarke anmelden. Eine unzureichende Markenrecherche, etwaige Schutzhindernisse oder der Verstoß gegen formelle Vorgaben bezüglich der Anmeldung einer Wortmarke können einen effektiven und umfassenden Schutz der Wortmarke verhindern. Bei zu großer Ähnlichkeit zu bereits bestehenden Wortmarken drohen dann sogar Unterlassungs- und Schadensersatzansprüche durch Dritte.

Ein erfahrener und spezialisierter Anwalt kann hier Abhilfe schaffen und sicherstellen, dass Schutzhindernisse durch eine adäquate Markenrecherche und rechtsichere Interpretation der Rechercheergebnisse vermieden werden können. Neben der erfolgreichen Anmeldung der Wortmarke kann er außerdem die Markenüberwachung im Schutzzeitraum und die juristische Abwehr etwaiger Verletzungen der Wortmarke gewährleisten. Um erfolgreich Ihre Wortmarke anmelden zu können, übernimmt der Anwalt u. a. folgende Aufgaben:

  • Chancen- und Risikobewertung der Anmeldung einer Wortmarke,
  • umfassende Markenrecherche & rechtssichere Interpretation der Ergebnisse,
  • Vermeidung etwaiger Schutzhindernisse durch Anpassung von Wortmarke & Antrag,
  • Einhaltung aller relevanten Fristen und Formvorgaben,
  • Unterstützung beim Dialog mit Marken- und Patentämtern,
  • umfassende Markenüberwachung & effiziente Abwehr von Markenrechtsverletzung während des Schutzzeitraumes,
  • Geltendmachung des Unterlassungs- und Schadensersatzanspruchs gegenüber Dritten bei unerlaubter Nutzung der Marke.

 

RECHTSBERATUNG-TIPP:

Schon vor der Beauftragung eines erfahrenen und spezialisierten Anwalts kann in einem unverbindlichen und kostenfreien Erstgespräch geprüft werden, ob alle Voraussetzungen erfüllt sind, um eine Wortmarke anmelden zu können. Zudem wird Ihnen erläutert, worauf im Rahmen einer Markenrecherche zu achten ist und welche Chancen, Risiken und Kosten mit der Anmeldung einer Wortmarke verbunden sein können. Schildern Sie dafür bitte hier Ihr Anliegen.

 

6. Kosten für die Anmeldung einer Wortmarke

Möchten Sie eine Wortmarke anmelden, können damit verschiedene Gebühren und Kosten verbunden sein:

  • Wortmarke anmelden beim DPMA: Für eine Online-Neuanmeldung werden beim DPMA Kosten von 290 Euro fällig, die Antragseinreichung per Post kostet 300 Euro. Hier sind dann allerdings auch schon bis zu drei Waren- und Dienstleistungsklassen umfasst. Weitere Klassen schlagen mit zusätzlichen Gebühren in Höhe von jeweils 100 Euro zu Buche. Ein Antrag auf beschleunigte Bearbeitung kostet zudem einmalig 200 Euro, den zehnjährigen Schutzzeitraum kann man für 750 Euro verlängern.
  • Anwaltskosten: Will man eine Wortmarke anmelden, mögliche Schutzhindernisse vermeiden und umfassenden Schutz gegen Markenverletzungen haben, empfiehlt sich die Hinzuziehung eines erfahrenen und spezialisierten Anwalts. Dessen Tätigkeit löst Anwaltskosten aus, die abhängig vom Aufwand einer etwaigen Markenrecherche und der Anmeldung sind.

 

KOSTENTIPP:

Etwaige Anwaltskosten stellen eine Investition in den umfassenden Schutz einer Wortmarke dar. Außerdem können Sie mit Ihrem Anwalt eine individuelle Vergütungsvereinbarung zum Festpreis treffen, die Ihre wirtschaftlichen Rahmenbedingungen berücksichtigt.

 

7. Alternativen zur Anmeldung einer Wortmarke

Möchte man eine Wortmarke anmelden, aber sind Schutzhindernisse oder eine zu große Ähnlichkeit mit bereits existierenden Marken gegeben, kann auf folgende Alternativen ausgewichen werden:

  • Schutz von Firmennamen: Neben der Anmeldung als Wortmarke kann ein Firmenname auch durch eine Eintragung ins Handelsregister geschützt werden. Dadurch werden Name und Unternehmen eindeutig miteinander verknüpft. Diese offizielle Verknüpfung könnte potenzielle Nachahmer zwar abschrecken, effektive Abwehrmaßnahmen bestehen durch eine solche allerdings nicht.

LINK-TIPP: Ausführliche Informationen zum Schutz eines Firmennamens finden Sie in unserem Beitrag zum Thema Firmennamen schützen lassen.

  • Schutz von Künstlernamen: Möchte man einen Künstlernamen schützen lassen, bietet sich die Eintragung in den Personalausweis bzw. Reisepass als Alternative an, anstatt eine Wortmarke anzumelden. Des Weiteren kann auf eine sogenannte IPI-Nummer (Interested-Parties-Information-Nummer) zurückgegriffen werden.

LINK-TIPP: Ausführlichere Informationen zum Schutz von Künstlernamen finden Sie in unserem Beitrag zum Thema Künstlername eintragen lassen.

  • Schutz von Werknamen: Möchte man Titel künstlerischer Werke (z. B. Bücher, Filme oder Bühnenstücke) als Wortmarke anmelden, kann auch auf den sogenannten Titelschutz zurückgegriffen werden. Ab Veröffentlichung bzw. Uraufführung ist der Titel eines Werks vor Fremdnutzung geschützt – und zwar solange, wie das Werk auf dem Markt verfügbar ist. Der betreffende Titel muss dazu eine ausreichende Unterscheidungskraft zu anderen Werken aufweisen und erstmalig Verwendung finden.

LINK-TIPP: Ausführlichere Informationen zum Schutz eines Werknamens finden Sie in unserem Beitrag zum Thema Namen schützen lassen.

 

ACHTUNG:

Nur wenn Sie eine Wortmarke anmelden, entstehen vollumfängliche Schutz- und Abwehrrechte – die genannten Alternativen können einen solchen Schutzumfang nicht gewährleisten. Auch die Möglichkeit der gewerblichen Nutzung zur Erzielung wirtschaftlicher Gewinne mit dem Namen oder Slogan ist bei diesen Optionen häufig nicht gegeben.

 

8. Tipp: rechtssichere Anmeldung & umfassender Schutz einer Wortmarke durch anwaltliche Expertise

Slogans, Markennamen und eingängige Monogramme machen aus einer Ware oder Dienstleistung ein individuelles Produkt bzw. eine von Wettbewerbung gut abgrenzbare Marke. Wenn Sie eine Wortmarke anmelden, ist sie durch die Aufnahme ins Markenregister vor unerlaubter Fremdnutzung und Missbrauch geschützt. Werden aber Fehler im Rahmen der Anmeldung gemacht – z. B. bezüglich Formvorschriften oder der Recherche nach ähnlichen Wortmarken –, ist nicht nur eine erfolgreiche Anmeldung der Wortmarke gefährdet, sondern es entstehen auch Unterlassungs- und Schadensersatzansprüche vonseiten Dritter. Ein erfahrener und spezialisierter Anwalt kann hier Abhilfe schaffen und eine erfolgreiche und rechtssichere Anmeldung der Wortmarke gewährleisten.

► Im Rahmen eines unverbindlichen und kostenfreien Erstgesprächs prüfen wir bereits vor der Beauftragung eines Anwalts, ob alle Voraussetzungen für eine Anmeldung einer Wortmarke erfüllt sind, wie Schutzhindernisse umgangen und wie eine umfassende Markenrecherche zu gewährleisten ist. Alle damit verbunden Chancen, Risiken und Kosten werden Ihnen zudem transparent dargestellt.

► Für ein unverbindliches und kostenfreies Erstgespräch machen Sie uns bitte kurz Angaben zur Wortmarke, die Sie anmelden wollen, die gewünschte Verwendung sowie Ihre bisher eingeleiteten Maßnahmen. Alle in diesem Kontext relevanten Dokumente können Sie in unserem verschlüsselten System hochladen.

Schildern Sie dafür bitte hier Ihr Anliegen.

 

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