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Zusammenfassung

2019 wurden laut Deutschen Marken- und Patentamt 67.437 Patente angemeldet, um damit eine Idee zu schützen. Eine Patentanmeldung ist ein aufwendiger Prozess – doch unter den richtigen Voraussetzungen lassen sich Erfindungen durch ein Patent am besten schützen.

 

Auf einen Blick

  • Patente schützen Ihre Erfindung vor unerlaubter Verwendung und Nachahmung.
  • Das Patent sichert Ihnen das alleinige Recht, zu bestimmen, wer Ihre Geschäftsidee vermarkten darf.
  • Voraussetzungen für die Patentanmeldung: Erfindung muss eine Neuheit und gewerblich anwendbar sein.
  • Bevor Sie ein Patent anmelden, müssen Sie sicherstellen, dass die Erfindung noch nicht patentiert ist.
  • Die Patentanmeldung erfolgt beim Deutschen Patent- und Markenamt.
  • Das Anmeldeverfahren dauert bis zu 3 Jahre – einwandfreie Unterlagen beschleunigen den Prozess.
  • Förderprogramme erleichtern Ihnen die Finanzierung.

 

Infografik: Patentanmeldungen beim DPMA 2019 – Zahlen in der Übersicht.

1. Was ist Patentschutz & wie funktioniert er?

Patentschutz ist das bekannteste gewerbliche Schutzrecht für eine neue Technologie wie z. B. Produkte oder Verfahren. Er schützt Erfindungen vor Kopie, Fälschung und Nachahmung durch unbefugte Dritte. Sie erhalten den Patentschutz, indem Sie beim Deutschen Patent- und Markenamt ein Patent anmelden.

 

Was bringt mir ein Patent?

Können Sie Ihre Erfindung erfolgreich patentieren lassen, ist sie bis zu 20 Jahre vor Missbrauch geschützt. Als Erfinder erhalten Sie neben dem Patentschutz außerdem das Exklusivrecht für den Verkauf und die Verwertung Ihrer Technologie – und gewinnen damit eine Monopolstellung auf dem Markt.

Patente haben eine lange Tradition und nehmen eine wichtige Stellung in der Wirtschaft ein: Investoren und Unternehmen sind oft beeindruckt, wenn ein Produkt oder Verfahren patentiert ist – so haben Sie gute Chancen für die Vermarktung.

Nutzt jemand ohne Lizenz Ihre Geschäftsidee, können Sie dank des Patentschutzes dagegen vorgehen – denn wenn Sie ein Patent anmelden, sind Sie Inhaber jeglicher Schutzrechte.

Wurde das Patent durch Dritte verletzt, können verschiedene Ansprüche geltend gemacht werden. Dies beinhaltet in erster Linie eine Unterlassungserklärung und eine Schadensersatzforderung, aber auch den Anspruch auf Auskunft über das Ausmaß des Schadens.
Wolfgang Völger
Wolfgang Völger
Patentanwalt

 

Wann über eine Patentanmeldung nachdenken?

Glauben Sie, dass Sie ein technisches Verfahren oder ein Produkt entwickelt haben, dass es so noch nicht gibt und das gute Chancen hat, sich erfolgreich vermarkten zu lassen, können Sie diese Idee schützen lassen – z. B. durch eine Patentierung.

Wenn Sie ein Patent anmelden, erhalten Sie das alleinige Recht zur Verwertung der Geschäftsidee. Sie müssen das Produkt oder Verfahren nicht einmal selbst herstellen oder verkaufen – denn der Patentschutz gewährt Ihnen auch das Recht, durch die Vergabe von Lizenzen Geld mit der Erfindung zu verdienen.

 

2. Wann kann ich ein Patent anmelden?

Sie können ein Patent anmelden, wenn Ihre Erfindung 3 Kriterien erfüllt:

  • Sie ist neu.
  • Sie beruht auf einer erfinderischen Tätigkeit.
  • Sie ist gewerblich anwendbar.

 

Neuheit

Wollen Sie ein Patent anmelden, darf die Erfindung nicht zum aktuellen Stand der Technik gehören – das ist der Fall, wenn es dazu bereits schriftliche oder mündliche Beschreibungen z. B. in Büchern, Vorträgen oder Artikeln gibt. Ihre Geschäftsidee muss in der Öffentlichkeit unbekannt sein – d. h. noch nicht auf Messen oder Ausstellungen veröffentlicht.

 

Erfinderische Tätigkeit

Eine erfinderische Tätigkeit liegt vor, wenn der Fachmann die Erfindung nicht aus dem bisherigen Stand der Technik ableiten kann. Handelt es sich nur um eine kleinere, naheliegende Neuerung, lässt sich kein Patent anmelden.

 

Gewerbliche Anwendbarkeit

Um gewerblich anwendbar zu sein, muss sich Ihre Geschäftsidee auf einem beliebigen Gebiet benutzen lassen – d. h. sie muss praktisch verwertbar sein. Ausgeschlossen vom Patentschutz sind Ideen, die nicht funktionieren, sich nicht umsetzen lassen oder deren Umsetzung keine neuen Erzeugnisse auf den Markt bringen.

 

3. In 5 Schritten zur Patentanmeldung

Um erfolgreich eine neue Technologie durch ein Patent schützen zu können, ist eine umfassende Schutzrechtsrecherche noch vor der Anmeldung wichtig.

 

I. Nach bestehenden Patenten suchen

Bevor Sie ein Patent anmelden können, müssen Sie sicherstellen, dass Ihre Erfindung noch nicht patentiert ist und die Schutzvoraussetzungen Neuheit, erfinderische Tätigkeit und gewerbliche Anwendbarkeit erfüllt. Dies erreichen Sie durch eine umfassende Patentrecherche.

Um nach bereits angemeldeten Patenten zu recherchieren, können Sie die Datenbanken des DPMA nutzen, z. B. DEPATISnet und DPMAregister.

Die Datenbanken sind komplex und für den juristischen Laien oftmals schwer zu überblicken. Möchten Sie die Schutzrechtsrecherche nicht selbst durchführen, haben Sie 2 Möglichkeiten:

  • Anwalt mit Recherche beantragen.
  • Rechercheantrag beim DPMA stellen.

Beide Möglichkeiten sind mit zusätzlichen Kosten verbunden. Lassen Sie die Recherche durch das DPMA durchführen, erhalten Sie nur einen Bericht über wichtige Quellen, die Sie dann selbst auswerten müssen – dies ist in der Recherche durch einen Anwalt inbegriffen.

 

PDF-Checkliste als Download: Was für eine Patentanmeldung notwendig ist!

II. Patentanmeldung einreichen

Um ein Patent anzumelden, müssen Sie zunächst das Anmeldeformular Antrag auf Erteilung eines Patents ausfüllen. Dies allein reicht für das sogenannte Textwerk (also die Patentanmeldung) jedoch nicht aus – denn die Erfindung muss in den Anmeldeunterlagen so deutlich offenbart sein, dass sie ein Fachmann ohne Weiteres ausführen kann.

Daher benötigen Sie für das Textwerk zusätzlich folgende Unterlagen:

  • Patentansprüche: Beschreiben Sie alle Merkmale des Produktes oder Verfahrens, die das Patent schützen soll.
  • Technische Beschreibung: Heben Sie die Vorteile hervor, die Ihre Geschäftsidee gegenüber dem aktuellen Stand der Technik hat.
  • Zeichnungen: Falls notwendig können Sie Zeichnungen einreichen, die die Kombination und Funktionalität der einzelnen Bestandteile verdeutlichen.
  • Zusammenfassung: Beschreiben Sie Ihre Geschäftsidee in 1.500 Zeichen – wichtig sind Bezeichnung der Erfindung, des gelösten Problems und des technischen Gebiets.
  • Erfinderbenennung: Geben Sie Ihre Daten an und erklären Sie, dass keine anderen Personen an der Entwicklung beteiligt waren.

Eine nachträgliche Erweiterung der technischen Informationen ist nach der Patentanmeldung nicht mehr zulässig – achten Sie daher auf Genauigkeit und Vollständigkeit. Die Zusammenfassung und die Erfinderbenennung können Sie innerhalb von 15 Monaten nach der Anmeldung nachreichen.

Diese Patentanmeldung können Sie auf 3 Wegen beim DPMA einreichen:

  • Per Post an das Deutsche Marken- und Patentamt in München
  • Persönliche Abgabe des Antrags bei den Dienststellen des DPMA in München, Jena oder Berlin
  • Elektronische Anmeldung mit Signaturkarte, Kartenleser und der Anmelde-Software DPMAdirektPro

Nachdem Sie das Patent angemeldet haben, erhalten Sie eine Empfangsbestätigung über den Eingang Ihrer Unterlagen und den Anmeldetag Ihrer Erfindung. Die Anmeldegebühren müssen Sie unaufgefordert innerhalb von 3 Monaten nach der Anmeldung bezahlen – sonst gilt diese als zurückgenommen.

 

III. Der Prüfungsantrag

Um ein Patent zu erhalten, müssen Sie nach der Anmeldung einen kostenpflichtigen Prüfungsantrag beim DPMA stellen – erst dann prüft das DPMA Ihre Erfindung vollständig auf deren Patentfähigkeit.

Ein Patentprüfer untersucht, ob

  • Ihre Erfindung die Schutzvoraussetzungen Neuheit, erfinderische Tätigkeit und gewerbliche Anwendbarkeit erfüllt.
  • Ihr Antrag keine formalen Fehler oder Unstimmigkeiten enthält.
  • es nicht bereits ein Patent für Ihre Erfindung gibt.

Genügt Ihre Geschäftsidee den Anforderungen des Patentprüfers nicht, teilt er Ihnen dies in einem Prüfungsbescheid mit. Innerhalb einer Frist können Sie die Fehler beheben.

Ergibt die Prüfung, dass Ihre Erfindung die Schutzvoraussetzungen nicht erfüllt, weist das DPMA den Antrag zurück – eine Erstattung bereits gezahlter Gebühren ist nicht möglich. Prüfen Sie daher vorab genau, ob Schutzhindernisse eine Patentfähigkeit verhindern würden.

Für den Prüfungsantrag haben Sie 7 Jahre ab Anmeldetag Zeit.

 

IV. Die Offenlegung

Nachdem Sie das Patent angemeldet haben, bleibt die Anmeldung zunächst für 18 Monate geheim. Innerhalb dieser Zeit können Sie Ihre Anmeldung weiterverfolgen und ggf. nachbessern oder zurücknehmen.

Danach veröffentlicht das DPMA die Erfindung online in der sogenannten Offenlegungsschrift in der Datenbank DPMAregister. Andere Erfinder können sich nun darüber informieren und gegen die Anmeldung vorgehen, wenn sie überzeugt sind, dass nicht alle Schutzvoraussetzungen erfüllt sind.

Die Offenlegung erfolgt unabhängig davon, ob Sie einen Prüfungsantrag gestellt haben oder nicht.

 

V. Die Erteilung

Nach erfolgreicher Prüfung der Anmeldung erteilt das DPMA schließlich die Patentierung. Neben der bereits erfolgten Offenlegung macht das Amt Ihre Idee im Patentblatt öffentlich. Interessierte können nun nach ihr in den Datenbanken des Amtes recherchieren.

Mit der Veröffentlichung im Patentblatt erhalten Sie als Erfinder endgültig vollen Patentschutz. Dieser ist nun nur noch schwer anfechtbar. Um den Schutz aufrecht zu erhalten, müssen Sie ab dem 3. Jahr nach der Anmeldung Jahresgebühren bezahlen.

 

Da die Prüfung der Erfindung und der Unterlagen viel Zeit in Anspruch nimmt, vergehen bis zur endgültigen Patenterteilung meist 1,5 bis 3 Jahre. Um die Anmeldung nicht unnötig in die Länge zu ziehen, ist eine einwandfreie Patentanmeldung unverzichtbar.

 

4. Kann ich ein Patent auch international anmelden?

Ja, Sie können ein Patent auch international anmelden, wenn Ihnen der Schutzumfang eines nationalen Patents nicht ausreicht. Da Patente (wie andere Schutzrechte auch) dem sogenannten Territorialprinzip unterliegen, geltend sie nur in dem Land, in dem sie angemeldet wurden.

Wollen Sie z. B. ein europäisches Patent anmelden oder in den USA schützen lassen, müssen Sie die ausländischen Vorschriften beachten. Das macht den Ablauf komplizierter, weshalb es bei internationalen Patentanmeldungen ratsam ist, die Leistungen eines Anwalts in Anspruch zu nehmen.

Je nachdem, wo Sie Ihre Geschäftsidee vermarkten wollen, haben Sie die Auswahl zwischen 3 Varianten:

  • Nationales Patent für bestimmte Staaten
  • Europäisches Patent (EP)
  • PCT-Patent für über 150 Länder

Mit der Anmeldung eines internationalen Patents sichern Sie sich ein größeres Monopol, um die Erfindung zu vermarkten. Allerdings entstehen mit 6.000 Euro für ein europäisches Patent und ca. 1.200 Euro für ein PCT-Patent (pro Land) auch erheblich höhere Kosten, als wenn Sie nur in Deutschland ein Patent anmelden.

Hinzu kommen die Kosten für die Arbeit des Anwalts, die häufig Voraussetzung ist, wenn Sie ein internationales Patent anmelden.

 

5. Wie kann ich die Anmeldung finanzieren?

Möchten Sie ein Patent anmelden, müssen Sie mit Gebühren für Anmeldung, Recherche und Prüfungsantrag rechnen. Nach der Anmeldung entstehen Folgekosten, wenn Sie den Schutz aufrechterhalten wollen. Möchten Sie Ihre Erfindung tatsächlich für 20 Jahre in Deutschland schützen, müssen Sie mit etwa 13.000 Euro an Gebühren rechnen.

Eine detaillierte Übersicht finden Sie in unserem Beitrag “Patent anmelden: Diese Kosten fallen an.

Falls Sie die hohen Gebühren nun abschrecken – keine Sorge. Der Bund unterstützt Erfinder bei der Entwicklung ihrer Ideen mit Fördermitteln. Besteht kein Anspruch, kann sich ein “kleines Patent” lohnen.

 

Was ist die WIPANO-Förderung?

Seit 2015 fördert der Bund mit WIPANO kleine und mittlere Unternehmen, die Patentrechte beantragen wollen, sich aber den Anmeldeprozess beim DPMA nicht leisten können.

  • Der Staat übernimmt 50 % der Anmeldekosten.
  • Die maximale Förderung liegt bei 16.600 Euro.
  • In der Förderung sind Recherche- und Beratungskosten durch einen Patentanwalt eingeschlossen.

Um die Fördermittel zu erhalten, müssen Sie einen entsprechenden Antrag beim Bundesministerium für Wirtschaft und Energie stellen.

 

Gibt es günstigere Alternativen zum Patent?

Wer keinen Anspruch auf Förderung hat oder wem die Kosten für eine Patentanmeldung dennoch zu hoch sind, kann alternativ ein Gebrauchsmuster anmelden. Dieses Schutzrecht ist eine Art Light-Version des Patents und wird daher auch als “kleines Patent” bezeichnet.

Im Unterschied zum Patent hat es 3 Vorteile:

  • Gebühren: Die Kosten für die Anmeldung sind wesentlich geringer, als wenn Sie ein Patent anmelden.
  • Dauer: Während bis zur Erteilung eines Patents mehrere Jahre vergehen können, lässt sich ein Gebrauchsmuster in 3 bis 4 Monaten anmelden.
  • Lockere Voraussetzungen: Dank Neuheitsschonungsfrist können Sie ein kleines Patent noch bis zu 6 Monate nach Veröffentlichung anmelden – für Patente gilt diese Schonfrist nicht.

Im Gegensatz zum Patent ist ein Gebrauchsmuster jedoch schneller angreifbar und bietet nicht den gleichen Schutzumfang. Auch die Schutzdauer ist mit maximal 10 Jahren kürzer – dies muss jedoch nicht unbedingt ein Nachteil sein.

 

6. Benötige ich einen Anwalt, um ein Patent anzumelden?

Grundsätzlich lassen sich Schutzrechte – egal ob es sich um Patent- oder Markenschutz handelt – von jedem selbst anmelden. Es bleibt Ihnen überlassen, ob Sie die Unterstützung eines Anwalts in Anspruch nehmen oder nicht. Nur Erfinder ohne Wohnsitz oder Niederlassung in Deutschland müssen für eine Patentanmeldung einen Anwalt beauftragen.

Ohne Anwalt können Sie die Ablehnung Ihres Patents, unnötige Wartezeiten und zusätzliche Kosten riskieren. Ihre Erfindung ist dann nicht geschützt und Dritte können diese zur eigenen Bereicherung nutzen. Mit der Beauftragung eines Anwalts für Patentrecht haben Sie folgende Vorteile:

  • Er kennt alle Tücken des Patentrechts und kann Fehler verhindern.
  • Er stellt eine erschöpfende Recherche nach bestehenden Patenten sicher.
  • Er formuliert die Beschreibung der Erfindung gemeinsam mit Ihnen so, dass sie alle Anforderungen des Patentamts erfüllt.
  • Er unterstützt Sie bei der Stellung des Prüfungsantrags.

advocado findet für Sie den passenden Anwalt aus einem Netzwerk mit über 500 Partner-Anwälten. Dieser kontaktiert Sie innerhalb von 2 Stunden für eine kostenlose Ersteinschätzung zu Ihren Handlungsoptionen und Erfolgsaussichten.

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Ratgeber Mockup
7. FAQ: Das Wichtigste zur Patentanmeldung

Ein Patent benötigen Sie, wenn Sie eine technische Erfindung – z. B. ein Produkt oder ein Verfahren – vor Nachahmung und Kopie durch andere schützen wollen. Durch das Patent haben Sie das Monopolrecht für Ihre Erfindung: Nur Sie allein dürfen bestimmen, wer sie gegen eine Lizenz vermarkten und herstellen darf.

Mit den Patentansprüchen legen Sie den Schutzumfang Ihres Patents bei der Patentanmeldung fest. Damit sich alle relevanten Bestandteile Ihrer Erfindung patentieren lassen, müssen Sie die Ansprüche sehr präzise formulieren und exakt angeben.

Typische Fehler sind eine fehlende Geheimhaltung durch z. B. der Ausstellung der Erfindung auf Messen, wodurch diese nicht mehr neu ist. Eine zu lange Wartezeit kann dazu führen, dass ein anderer Entwickler das gleiche Produkt oder Verfahren als Patent anmeldet. Wer die Patentanmeldung unpräzise formuliert, riskiert die Ablehnung und den Verlust des Patentschutzes.

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Sophie Suske
Sophie Suske
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Sophie Suske

Als Teil der juristischen Redaktion von advocado strebt Sophie Suske jeden Tag danach, komplexe Rechtsprobleme des Marken- und Versicherungsrechts für jeden Leser verständlich aufzubereiten. Grundlage ihrer lösungsorientierten Arbeit ist ihr Masterstudium der Sprach- und Kommunikationswissenschaft.

Bei diesem Artikel handelt es sich um einen Ratgeberartikel, den unsere juristische Redaktion mit größtmöglicher Sorgfalt verfasst hat. Der Artikel stellt keine Rechtsberatung dar und unsere Redakteure sind keine Rechtsanwälte. Selbstverständlich ersetzen die Informationen aus diesem Artikel keine Rechtsberatung im Einzelfall. Jeder individuelle Fall muss vorher durch einen Rechtsanwalt geprüft werden, um eine fundierte Handlungsempfehlung erteilen zu können.

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