Sorgerecht

Eltern, die sich trennen, dürfen trotz der seelischen Belastung nicht das Wohl ihres Kindes aus den Augen verlieren. Heutzutage gibt es viele Familien, die es auch nach einer Trennung schaffen, die Erziehung des Nachwuchses gemeinsam zu regeln. Dabei muss in jedem individuellen Fall geprüft werden, welche Art von Sorgerecht am vorteilhaftesten wäre. Sowohl das alleinige Sorgerecht als auch das geteilte Sorgerecht haben ihre Daseins-Berechtigung, die im Folgenden erläutert werden. Außerdem erfahren Sie, wie Sie das Sorgerecht erhalten.




Alleiniges Sorgerecht

Das alleinige Sorgerecht erhält ein verheirateter Elternteil in den eher seltenen Fällen, meistens haben beide Elternteile ein gemeinsames Sorgerecht. Bei unverheirateten Paaren hat die Mutter automatisch das alleinige Sorgerecht. Das alleinige Sorgerecht kann aus zwei Gründen zugesprochen werden. Entweder aufgrund des Todes eines Ehepartners oder durch ein Gerichtsurteil. Um das alleiniges Sorgerecht zu erhalten, muss ein Familiengerichtsverfahren initiiert werden. Nach welchen Beweggründen entscheidet sich der Fall dort? Wie funktioniert die Antragsstellung? Ist es möglich, das Sorgerecht zurückzuerhalten? Wann ist eine ausführliche Rechtsberatung sinnvoll?

Standbild aus dem Video »So funktioniert advocado«

 

Alleiniges Sorgerecht

Wenn es für das Kind das Beste ist, entscheidet sich das Familiengericht für das alleinige Sorgerecht. Dafür müssen allerdings triftige Gründe vorliegen, denn grundsätzlich ist das geteilte Sorgerecht, das durch beide Elternteile ausgeübt wird, vorrangig. Bei Fragen zum Sorgerecht steht Ihnen neben unseren Fachanwälten das Jugendamt zur Seite.

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Geteiltes Sorgerecht

Wird ein Kind in einer Ehe geboren, erhalten die Eltern automatisch das gemeinsame Sorgerecht. Bei unverheirateten Eltern erhält die Mutter das alleinige Sorgerecht. Im Vordergrund steht immer das Wohl des Kindes, denn es sollte zwei Bezugspersonen haben. Unter bestimmten Voraussetzungen ist es dennoch möglich, einem Elternteil das Sorgerecht abzusprechen bzw. dem anderen Elternteil das alleinige Sorgerecht zuzuteilen. Wann kann dann das gemeinsame Sorgerecht erstritten werden? Was sind dabei die Auswirkungen auf Fragen zum Unterhalt?

Geteiltes Sorgerecht

In den meisten Trennungs- oder Scheidungsverfahren mit minderjährigen Kindern (2013: 96 %) legt das Familiengericht das geteilte Sorgerecht fest. Das bedeutet, dass beide Elternteile gleichberechtigt über Belange des Kindes entscheiden müssen. Bei unterschiedlichen Meinungen schreibt das BGB zunächst eine außergerichtliche Einigung vor (§ 1627 BGB), notfalls kann aber das Familiengericht mit einer Entscheidung im jeweiligen Streitfall beauftragt werden.

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Sorgerecht erhalten

Eltern haben gegenüber ihren Kindern viele Pflichten, aber auch einige Rechte. Zu Letzteren gehören beispielsweise die Personensorge, auch Sorgerecht genannt, sowie die Vermögenssorge. Wird das Kind im Rahmen einer Ehe geboren, ist es nicht nötig, das Sorgerecht zu beantragen, es liegt automatisch bei beiden Elternteilen. Im Falle einer Trennung besteht das gemeinsame Sorgerecht in der Regel weiter. Allerdings besteht die Möglichkeit, in Streitfällen oder bei Gefährdung des Kindeswohles durch den Ex-Partner das alleinige Sorgerecht zu erhalten. Hierfür muss ein offizieller Antrag abgegeben und einige Voraussetzungen erfüllt werden. Ohne triftigen Grund kann niemandem das Sorgerecht entzogen werden.

Sorgerecht beantragen

Eine außergerichtliche Möglichkeit, das gemeinsame Sorgerecht der Eltern festzulegen, bietet die Sorgeerklärung. Die Sorgeerklärung ist eine Urkunde, in welcher das gemeinsame Sorgerecht rechtskräftig vereinbart wird. Voraussetzung dafür ist, dass die Vaterschaft anerkannt wird. Die Erklärung kann gegenüber dem Jugendamt oder gegenüber einem Notar abgegeben werden. Wenn der Antrag von beiden Elternteilen im Einverständnis eingereicht wird, das Sorgerecht dem Kindeswohl nicht entgegensteht und Sie beim Familiengericht das Sorgerecht beantragen, wird diesem Antrag in aller Regel schnell stattgegeben.

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Sorgerecht erhalten: 5 Kriterien für den Antrag

Subjektive Ungeeignetheit eines Sorgerechtsinhabers: Zunächst müssen Sie geltend machen, dass das geteilte Sorgerecht nicht das Beste für Ihr Kind ist. Wichtig ist dabei, sachlich vorzutragen, warum eine Kindesgefährdung bzw. Ungeeignetheit des Sorgeberechtigten zur Ausübung des Sorgerechts vorliegt (Stichwort Kindeswohl). Beispiele sind schwere Erziehungsfehler, Misshandlung oder Missbrauch des Sorgerechts (z. B. Kinder „Klauen schicken“).

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