AGB-Vorlage: Wie erhalte ich rechtssichere Vertragstexte?
AGB-Vorlage: Wie erhalte ich rechtssichere Vertragstexte?
Martin Jedwillat
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Rechtsanwalt für Unternehmensrecht und Betriebsnachfolge
Aktualisiert am

... AGB AGB-Vorlage

AGB-Vorlagen sind ein schneller und kostengünstiger Weg, vorgefertigte Vertragsbedingungen zu erstellen. Mit wenigen Klicks entstehen allgemeingültige Vertragstexte, die insbesondere in der Anfangsphase von Unternehmen zum Einsatz kommen.

Aber: Wirklich rechts- und damit abmahnsicher sind Vorlagen für allgemeine Geschäftsbedingungen nicht – dies können nur rechtlich geprüfte und auf das Unternehmen zugeschnittene Vertragstexte leisten.

Inhalt
  1. Schnell-Check: Was jetzt wichtig ist
  2. 1. AGB-Vorlage: Wann brauche ich allgemeine Geschäftsbedingungen?
  3. 2. AGB-Vorlage: Wie erhalte ich allgemeine Geschäftsbedingungen?
  4. 3. Vorlage für allgemeine Geschäftsbedingungen: Was gehört rein?
  5. 4. AGB-Vorlage: Was darf nicht drinstehen?
  6. 5. Was passiert bei Fehlern in der AGB-Vorlage?
  7. 6. Wie erhalte ich rechtssichere AGB?
  8. 7. Häufige Missverständnisse aufgeklärt
Ersteinschätzung erhalten

AGB-Vorlage: Wie erhalte ich rechtssichere Vertragstexte?

AGB-Vorlage: Wie erhalte ich rechtssichere Vertragstexte?

AGB-Vorlagen sind ein schneller und kostengünstiger Weg, vorgefertigte Vertragsbedingungen zu erstellen. Mit wenigen Klicks entstehen allgemeingültige Vertragstexte, die insbesondere in der Anfangsphase von Unternehmen zum Einsatz kommen.

Aber: Wirklich rechts- und damit abmahnsicher sind Vorlagen für allgemeine Geschäftsbedingungen nicht – dies können nur rechtlich geprüfte und auf das Unternehmen zugeschnittene Vertragstexte leisten.

Schnell-Check: Was jetzt wichtig ist

So ordnen Sie Ihren Fall schnell ein

Eine AGB-Vorlage ist ein vorformulierter Textbaustein für Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB), den Sie für viele gleichartige Verträge verwenden können.

AGB sind relevant, wenn …

  • Sie wiederholt ähnliche Verträge schließen (z. B. Onlineshop-Bestellungen, standardisierte Dienstleistungen, Abos/SaaS).
  • Ihre Kunden ohne Einzelverhandlung zu denselben Bedingungen bestellen oder beauftragen sollen.
  • Sie Prozesssicherheit wollen (Zahlung, Lieferung/Leistung, Haftung, Gewährleistung, Kündigung) – ohne jeden Vertrag neu zu verhandeln.

Sonderfall (hier reicht eine Vorlage aus dem Internet meist nicht):

  • Sie betreiben eine Plattform/Marktplatz, SaaS oder ein Abo-Modell mit Nutzerkonto, digitalen Inhalten oder automatisierten Leistungen.
  • Sie verkaufen ins Ausland, in mehreren Sprachen oder mit länderspezifischen Verbraucherregeln.
  • Ihr Angebot ist stark individuell (Einzelverhandlungen, Projektverträge, komplexe Leistungsbeschreibungen) – dann sind Bedingungen oft keine „AGB“ im Sinne des Gesetzes oder brauchen zumindest eine sehr genaue Einordnung.

Wichtigste Frist: Es gibt keine starre gesetzliche Abgabefrist – entscheidend ist: Spätestens bevor Ihre Kunden den Vertrag schließen, müssen die passenden AGB bereitstehen und wirksam einbezogen werden (online wie offline).

Diese Informationen brauchen Sie, um AGB sinnvoll zu erstellen oder prüfen zu lassen

  • Was verkaufen/leisten Sie genau? (Produkt, Dienstleistung, digitaler Inhalt, Abo/SaaS)
  • B2C oder B2B – oder beides? (Zielgruppe, Vertriebskanäle)
  • Bestell- und Leistungsprozess (Shop-Checkout, Angebot/Annahme, Laufzeiten)
  • Preise, Zahlungsarten, Versand/Lieferung oder Leistungstermine
  • Widerruf/Retouren (bei Verbrauchern), Gewährleistung, Haftung, Reklamationsablauf
  • Länder/Sprachen, in die Sie liefern/verkaufen
  • Besonderheiten (Nutzerkonto, Nutzungsrechte, Sperrungen, Kündigungslogik, Updates)

Häufigster Fehler

  • Eine Vorlage wird ungeprüft übernommen (oder sogar kopiert) und danach nicht an Geschäftsmodell und Rechtsprechung angepasst – das führt häufig zu unwirksamen Klauseln und vermeidbaren Konflikten.

Fakt vs. Einzelfall: Was ist sicher – und wo kommt es wirklich darauf an?

Sicher ist:

  • AGB sind nicht verpflichtend, können Abläufe aber vereinfachen.
  • AGB unterliegen Regeln der Einbeziehung und Inhaltskontrolle (insbesondere §§ 305 ff. BGB).
  • Überraschende, unklare oder unangemessen benachteiligende Klauseln sind häufig unwirksam.
  • Bei unwirksamen Klauseln gilt oft: Der Vertrag bleibt, aber das Gesetz ersetzt die Klausel.

Kommt auf den Einzelfall an:

  • Welche Klauseln Sie konkret brauchen (und wie sie formuliert sein müssen), hängt stark von Produkt/Dienstleistung, Zielgruppe (B2C/B2B), Vertriebskanal und Ländern ab.
  • Ob eine Klausel „überraschend“ oder „unangemessen“ ist, wird im Streitfall oft durch Auslegung und ggf. Gerichte entschieden.

Wenn Sie klären möchten, ob eine Vorlage für Ihren konkreten Shop/Service reicht: Über advocado können Sie eine kostenlose Ersteinschätzung bei einer Partner-Anwältin oder einem Partner-Anwalt anfragen.

1. AGB-Vorlage: Wann brauche ich allgemeine Geschäftsbedingungen?

AGB (Allgemeine Geschäftsbedingungen) sind keine gesetzliche Pflicht. Unternehmen dürfen frei entscheiden, ob sie vorformulierte Vertragsbedingungen einsetzen oder nicht.

Allerdings sind mit AGB Vorteile verbunden: Durch sie lassen sich aber die gesetzlichen Belehrungs- und Informationspflichten erfüllen, die Unternehmen bei außerhalb der Geschäftsräume geschlossenen Verträgen laut § 312d BGB gegenüber Verbrauchern haben.

Hinweis
Was, wenn es keine vorgefertigten Vertragsbedingungen gibt?

Wer seinen Kunden keine vorgefertigten Vertragsbedingungen zu Verfügung stellt, muss jeden Kaufvertrag individuell aushandeln. Die Vorgaben zu allen wichtigen Vertragsinhalten regeln u. a. das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) und das Handelsgesetzbuch (HGB).

2. AGB-Vorlage: Wie erhalte ich allgemeine Geschäftsbedingungen?

Entscheiden Sie sich für vorgefertigte Vertragsbedingungen, können Sie mit unserem AGB-Generator in wenigen Klicks eine AGB-Vorlage erstellen.

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Um sicherzugehen, dass die Formulierungen auch wirklich zu Ihrem Unternehmen passen, können Sie die Vorlage für Ihre allgemeinen Geschäftsbedingungen von einem Anwalt prüfen lassen. Er kann die standardisierten Texte an Ihren Bedarf anpassen und für rechtssichere Klauseln sorgen.

3. Vorlage für allgemeine Geschäftsbedingungen: Was gehört rein?

Um Kunden transparent über alle Vertragsbedingungen aufzuklären und die gesetzlichen Belehrungs- und Informationspflichten zu erfüllen, sollte eine Vorlage für allgemeine Geschäftsbedingungen u. a. folgende Klauseln enthalten:

  • Geltungsbereich
  • Art des Vertragsabschlusses
  • Vertragssprache
  • Preise & Versandkosten
  • Zahlungsarten
  • Lieferung
  • Eigentumsvorbehalt

Diese Beispiele sind nur Anregungen – übernehmen Sie auf keinen Fall ungeprüft AGB-Vorlagen aus dem Internet. Diese enthalten allgemeingültige Klauseln, die nicht auf Ihr individuelles Geschäftsmodell zugeschnitten sind und veraltet oder ungültig sein können. Sie können von einem Anwalt Ihre AGB prüfen lassen, um solche Fehler zu vermeiden.

Achtung
Was ist, wenn ich fremde AGB kopiere?

Die Kopie fremder AGB stellt eine Urheberrechtsverletzung dar. Deswegen darf deren Urheber abmahnen und Schadensersatz fordern. Dies bestätigte u. a. das Oberlandesgericht München am 03.03.2023 mit einem Urteil zur Werkqualität von Rechtstexten (OLG München, 6 W 1491/22).

Geltungsbereich

Der Geltungsbereich bestimmt, für wen die vorgefertigten Vertragsbedingungen überhaupt gelten. In dieser Klausel einer AGB-Vorlage ist also anzugeben, wem Ihr Unternehmen Produkte oder Dienstleistungen anbietet: Unternehmen, juristische Personen oder natürliche Personen bzw. private Verbraucher.

Beispiel-Formulierung für die AGB:

„Für alle Lieferungen von (Name Ihres Unternehmens) an Verbraucherinnen und Verbraucher gelten die folgenden Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB). Die Bedingungen gelten ausschließlich für natürliche Personen. Alle von unseren Verkaufsbedingungen abweichende Bedingungen werden anerkannt, sofern wir diesen vorher schriftlich zugestimmt haben.“

Art des Vertragsabschlusses

In dieser Klausel der Vorlage für die allgemeinen Geschäftsbedingungen ist festzulegen, wann genau der Vertrag zwischen Ihnen und Ihren Kunden zustande kommt. Hier können Sie im Grunde frei wählen: Soll der Vertrag beispielsweise durch einen Bestätigungsklick auf der Webseite geschlossen werden? Eventuell ist der Vertrag auch erst dann gültig, wenn Sie die Bestellung per E-Mail bestätigen.

Beispiel-Formulierung für die AGB:

„Durch einen Klick auf den Bestätigungs-Button (Button-Text) kommt der Vertrag zustande. Mit Anklicken des Buttons geben Sie eine verbindliche Bestellung auf.“

Vertragssprache

Legen Sie in den AGB fest, in welcher Sprache Kaufverträge abgeschlossen werden können. Wenn Sie in Deutschland tätig sind, müssen Sie die AGB in deutscher Sprache zur Verfügung stellen (Urteil des Kammergerichts Berlin (AZ 5 U 156/14). Wenn Sie Deutsch als Vertragssprache festlegen, sind Sie bei ausländischen Vertragspartnern nicht verpflichtet, eine Übersetzung bereitzustellen.

Beispiel-Formulierung für die AGB:

„Die Vertragssprache ist Deutsch. Alle sonstigen Informationen werden in deutscher Sprache angeboten.“

Preise & Versandkosten

An dieser Stelle der AGB-Vorlage werden Kunden darüber informiert, ob die angegebenen Preise bereits die Mehrwertsteuer enthalten und welche Versandkosten entstehen.

Beispiel-Formulierung für die AGB:

„Die auf der Seite angegebenen Preise enthalten die gesetzliche Mehrwertsteuer, sämtliche Preisbestandteile sind in dem angegebenen Preis inbegriffen. Die Versandkosten werden im Warenkorb gesondert angegeben und dem Kunden dort mitgeteilt. Weitere Steuern oder Versandkosten fallen nicht an.“

Zahlungsart

Hier sollten Sie festlegen, welche Zahlungsarten Sie akzeptieren: Soll die Zahlung per Vorkasse oder per Nachname erfolgen? Erlauben Sie Zahlungen per PayPal oder anderen Zahlungsanbietern?

Beispiel-Formulierung für die AGB:

„Wir akzeptieren folgende Zahlungsarten:

  • Zahlungsart A
  • Zahlungsart B
  • Zahlungsart C“

Lieferung

In dieser Klausel der AGB-Vorlage wird Kunden mitgeteilt, mit welchem Anbieter Sie liefern lassen und mit welchen Lieferzeiten zu rechnen ist. Falls Lieferzeiten von der Norm abweichen sollten, dann können Sie an dieser Stelle auch darauf hinweisen.

Beispiel-Formulierung für die AGB:

„Alle Lieferungen erfolgen mit (Anbieter). Die Lieferzeit beträgt zwischen xx und xx Tagen.“

Eigentumsvorbehalt

In dieser Klausel der Vorlage für allgemeine Geschäftsbedingungen sollten Sie deutlich kommunizieren, dass die Ware Ihr Eigentum bleibt, bis die Zahlung vollständig abgeschlossen ist.

Beispiel-Formulierung für die AGB:

„Bis die Zahlung vollständig abgeschlossen ist, bleibt die Ware unser Eigentum.“

4. AGB-Vorlage: Was darf nicht drinstehen?

Eine AGB-Vorlage darf laut §§ 307 ff. BGB keine Klauseln enthalten, die gegen geltendes Recht verstoßen oder eine Vertragspartei benachteiligen.

Beispiele für solche unzulässigen Klauseln in Vorlagen von allgemeinen Geschäftsbedingungen sind:

  • Einschränkung des Widerrufsrechts
  • Gewährleistungsausschluss bei Mängeln oder Schäden
  • Haftungsausschluss für Mängel, Schäden & Pflichtverletzungen
  • Ausschluss mündlicher Nebenabsprachen
  • Unverbindliche Lieferfristen
  • Pauschale Mahngebühren

Welche weiteren Vorgaben müssen AGB-Vorlagen erfüllen?

Infografik: Vorgaben für AGB-Vorlagen auf einen Blick.

Laut §§ 305–310 BGB müssen AGB-Vorlagen weitere Vorgaben erfüllen:

  • Sie sind auf das Geschäftsmodell zugeschnitten.
  • Sie enthalten keine ungewöhnlichen oder überraschenden Klauseln.
  • Sie sind eindeutig, verständlich & übersichtlich.
  • Sie liegen in der Landessprache des Vertragspartners vor.
  • Sie müssen wirksam in den Vertrag einbezogen werden.

Wie wird eine AGB-Vorlage in Verträge einbezogen?

Um eine AGB-Vorlage wirksam in Verträge einzubeziehen, ist ausdrücklich auf die vorgefertigten Vertragsbedingungen hinzuweisen. Außerdem müssen Kunden diese leicht zur Kenntnis nehmen können.

Bei AGB für Onlineshops bieten sich z. B. ein Kontrollkästchen („Ich bestätige, dass ich die AGB gelesen habe und akzeptiere.“) und die nachträgliche Zusendung per E-Mail an.

Kommt der Vertrag nicht online zustande, können Sie die Vorlage für die allgemeinen Geschäftsbedingungen so wirksam in Verträge einbeziehen:

  • Am Ort des Vertragsschlusses aushängen.
  • Im Anschreiben erwähnen & gedruckte Fassung beilegen.
  • Zustimmung des Kunden durch seine Unterschrift bestätigen lassen.
Hinweis
Andere Vorgaben bei B2B-AGB:

Die Vorgaben für B2B-AGB unterscheiden sich in 2 wesentlichen Punkten von B2C-AGB:

  • Sie dürfen stillschweigend einbezogen werden – hierfür ist z. B. ein Hinweis auf diese in einem Angebot ausreichend.
  • Die sogenannten Klauselverbote bei B2C gelten für sie nicht – Gerichte entscheiden, was eine zulässige Klausel ist und was nicht.

5. Was passiert bei Fehlern in der AGB-Vorlage?

Fehler in AGB-Vorlagen wie unzulässige und unverständliche Klauseln können dazu führen, dass die vorgefertigten Vertragsbedingungen oder einige Klauseln unwirksam sind. Dies ist auch der Fall, wenn sich Klauseln widersprechen. Für unwirksame Klauseln greifen die gesetzlichen Bestimmungen aus u. a. BGB und HGB.

Daneben drohen Abmahnungen von Verbraucherschützern oder Wettbewerbern. Erstere dürfen wegen eines Rechtsverstoßes, Letztere wegen eines Wettbewerbsnachteils in Ihrer Vorlage für allgemeine Geschäftsbedingungen kostenpflichtig abmahnen. Meist fordern diese dann auch gleich die Unterzeichnung einer Unterlassungserklärung, mit der eine Strafzahlung für die Wiederholung des Verstoßes verbunden ist.

Anführungszeichen

Oftmals wissen viele Unternehmer gar nicht, welche Regelungen sie wirklich brauchen und wie diese in einer AGB-Vorlage umzusetzen sind. Hier eignet sich eine Rechtsberatung. Ein Anwalt weiß, was der Mandant tatsächlich braucht, welche Regelungen sich anbieten und wie die Klauseln rechtssicher zu gestalten sind.

Martin Jedwillat
Anwalt für IT-Recht

6. Wie erhalte ich rechtssichere AGB?

Wenn Sie AGB erstellen lassen möchten, können Sie sich anstelle von AGB-Vorlagen auch von einem Anwalt für AGB-Recht unterstützen lassen. Er kann auf Grundlage Ihrer bestehenden Verträge überprüfen, welche Regelungen die vorgefertigten Vertragsbedingungen enthalten sollten.

Ein Anwalt sorgt zudem dafür, dass alle gesetzlichen Vorgaben erfüllt, keine unzulässigen Klauseln enthalten und die AGB wirksam in Verträge einbezogen sind. So können Sie Ihre Kunden transparent informieren, alle gesetzlichen Belehrungs- und Informationspflichten erfüllen und Abmahnungen für Fehler verhindern.

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Beispiel-Fälle zur Orientierung

Fall 1: Kleiner B2C-Onlineshop für physische Produkte
Ausgangslage: Standardprodukte, Versand nur innerhalb Deutschlands, klarer Checkout.
Vorgehen: Generator-Entwurf erstellt, anschließend Abgleich mit Shop-Abläufen (Zahlung, Versand, Retouren) und Einbindung im Checkout.
Ergebnis: Entwurf nutzbar als Grundlage; individuelle Prüfung sinnvoll, wenn weitere Länder, neue Zahlungsarten oder Sonderaktionen geplant sind.

Fall 2: B2B-Agentur mit Projektleistungen
Ausgangslage: Angebote werden häufig angepasst, Leistungen werden teils verhandelt.
Vorgehen: Trennung zwischen wirklich „standardisierten“ Bedingungen (z. B. Zahlungsmodalitäten) und individuell auszuhandelnden Projektpunkten; AGB nur dort, wo Wiederholung besteht.
Ergebnis: AGB-Umfang bewusst schlank gehalten; Fokus auf klare Angebots-/Leistungsbeschreibung pro Projekt.

Fall 3: SaaS-Tool mit Abo, Nutzerkonto und Kündigungslogik
Ausgangslage: Digitale Leistung, Laufzeit/Verlängerung, Nutzungsregeln, Sperrungen, Updates.
Vorgehen: AGB/TOS als Kerntext, ergänzt um klare Regelungen zu Laufzeiten, Kündigung, Nutzungsrechten und Account-Themen; besondere Prüfung der Transparenz.
Ergebnis: Vorlage allein in der Regel nicht ausreichend; individuelle Anpassung an Produktfunktionen und Nutzerflüsse entscheidend.

AGB zum advocado Preis

Unser Partner-Anwalt für AGB-Recht Martin Jedwillat hat jahrelange Erfahrung in der Erstellung und Prüfung von AGB für die verschiedenen Unternehmensformen.

Das kosten AGB beim advocado Partner-Anwalt:

  • Shop-AGB für Produkte: 300 €
  • AGB für Startups & Kleinunternehmer: 600–800 €
  • AGB für Plattformen: 1200–1600 €
  • AGB prüfen lassen: 150 €
  • Spezielle AGB für die Solar-Branche: 1000–1200 €

Alle Preise sind Orientierungswerte und gelten für die Erstellung deutscher AGB. Im Einzelfall können die Preise abweichen. Die Preise sind Nettopreise und verstehen sich zuzüglich Mehrwertsteuer. Kein Abo-Modell.

7. Häufige Missverständnisse aufgeklärt

Richtig ist: Sicherheit entsteht erst durch Passgenauigkeit, zulässige Formulierungen und korrekte Einbeziehung – und durch Updates bei Änderungen.

Was ist zu prüfen: Ob der Entwurf Ihr Modell wirklich abbildet (B2C/B2B, Abo, digital, Plattform, Länder) und ob kritische Klauseln (Haftung, Gewährleistung, Laufzeit/Kündigung) sauber sind.

Richtig ist: Neben fehlender Passgenauigkeit kann auch Urheberrecht berührt sein; zudem sind fremde Texte oft veraltet oder enthalten unzulässige Klauseln.

Was ist zu prüfen: Statt Kopieren: eigener Entwurf, der zu Ihren Abläufen passt, und ggf. juristische Prüfung.

Richtig ist: Unzulässige oder unklare Klauseln können gerade Abmahnanlässe sein; auch sonstige Informationspflichten spielen eine Rolle.

Was ist zu prüfen: Ob AGB, Widerrufs-/Informationspflichten, Preisangaben und Checkout-Einbindung zusammenpassen – und ob die Texte aktuell sind.

Transparenz-Hinweis

Dieser Beitrag informiert über die Rechtslage in Deutschland (Stand: 07.05.2026). Er ersetzt keine individuelle Rechtsberatung.

Quellen

  • Bürgerliches Gesetzbuch (BGB), insbesondere §§ 305–307, § 305c, § 306
  • Unterlassungsklagengesetz (UKlaG), insbesondere § 1
  • Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG), insbesondere § 8, § 13
  • Urheberrechtsgesetz (UrhG), insbesondere § 2

Letzte Aktualisierung

07.05.2025

  • Am Anfang steht jetzt ein kurzer „Schnell-Check“, damit man sofort erkennt, ob eine Vorlage für den eigenen Fall reicht.
  • Es ist klar getrennt, was allgemein gilt – und wo es wirklich auf Details des Geschäftsmodells ankommt.
  • Es gibt jetzt konkrete Beispiele aus typischen Unternehmensfällen (Shop, Agentur, SaaS).
  • Die häufigsten Irrtümer sind als kurze Klarstellungen formuliert, statt als FAQ.
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Unsere Sternebewertung basiert auf den Erfahrungen von Nutzerinnen und Nutzern, die über advocado erfolgreich Kontakt zu einer Anwältin oder einem Anwalt für Vertragsrecht aufgenommen haben.

Nach Abschluss einer kostenlosen Ersteinschätzung haben diese Nutzerinnen und Nutzer die Möglichkeit, ihren jeweiligen Anwalt oder ihre Anwältin individuell zu bewerten. Aus allen abgegebenen Einzelbewertungen wird ein durchschnittlicher Bewertungswert berechnet, der hier als Sternebewertung dargestellt wird.

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