Amazon-Bewertung löschen lassen: So geht’s
Amazon-Bewertung löschen lassen: So geht’s
Jasmin Leßmöllmann
Beitrag von Jasmin Leßmöllmann
Redakteurin für Rechtsthemen
Aktualisiert am

... Bewertung Amazon-Bewertung löschen lassen

Kunden-Bewertungen gelten für viele Menschen als Aushängeschild eines Verkäufers. Während Amazon konstruktive Kritik toleriert, fragen sich betroffene Händler: Muss ich unfaire Bewertungen widerstandslos hinnehmen? Nicht unbedingt! Verstoßen Amazon-Bewertungen gegen Gesetze & sind nachweislich ruf- oder geschäftsschädigend, können Sie die Löschung beantragen. Weigern sich Urheber oder Amazon, können Sie einen Anwalt kontaktieren. Er kann Sie durch Klageerhebung vor Reputationsschäden bewahren.

Sollten Sie bei der Löschung von Amazon-Bewertungen Unterstützung benötigen, stehen Ihnen die Partner-Anwälte der deutschlandweit renommierten Anwaltsplattform advocado zur Seite – inklusive einer kostenlosen Ersteinschätzung durch einen spezialisierten Rechtsanwalt.

So funktioniert’s:

  • Fall schildern – Über unser Online-Formular können Sie Ihr Anliegen schnell und unkompliziert schildern.
  • Kostenlose Ersteinschätzung – Ein erfahrener Anwalt prüft Ihren Fall, erläutert Ihnen telefonisch Ihre rechtlichen Möglichkeiten und unterbreitet Ihnen ein transparentes Festpreisangebot.
  • In Ruhe entscheiden – Erst nach der kostenlosen Ersteinschätzung und dem Kostenangebot entscheiden Sie in Ruhe, ob Sie den Anwalt verbindlich beauftragen möchten.
Inhalt
  1. Schnell-Check: Was jetzt wichtig ist
  2. 1. Kann man eine Amazon-Bewertung löschen lassen?
  3. 2. Wie kann ich eine Amazon-Bewertung löschen lassen
  4. 3. Wenn Amazon nicht entfernt: Welche rechtlichen Optionen gibt es?
  5. 4. Kosten: Womit Sie realistisch rechnen sollten
  6. 5. Reputation durch öffentliche Stellungnahme schützen
  7. 6. Häufige Missverständnisse aufgeklärt
Bewertungen löschen lassen

Amazon-Bewertung löschen lassen: So geht’s

Amazon-Bewertung löschen lassen: So geht’s

Kunden-Bewertungen gelten für viele Menschen als Aushängeschild eines Verkäufers. Während Amazon konstruktive Kritik toleriert, fragen sich betroffene Händler: Muss ich unfaire Bewertungen widerstandslos hinnehmen? Nicht unbedingt! Verstoßen Amazon-Bewertungen gegen Gesetze & sind nachweislich ruf- oder geschäftsschädigend, können Sie die Löschung beantragen. Weigern sich Urheber oder Amazon, können Sie einen Anwalt kontaktieren. Er kann Sie durch Klageerhebung vor Reputationsschäden bewahren.

Sollten Sie bei der Löschung von Amazon-Bewertungen Unterstützung benötigen, stehen Ihnen die Partner-Anwälte der deutschlandweit renommierten Anwaltsplattform advocado zur Seite – inklusive einer kostenlosen Ersteinschätzung durch einen spezialisierten Rechtsanwalt.

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Schnell-Check: Was jetzt wichtig ist

„Amazon-Bewertung löschen lassen“ heißt, dass eine Produktrezension oder ein Verkäuferfeedback von Amazon entfernt wird – weil sie gegen Plattformregeln oder geltendes Recht verstößt.

Eine Entfernung kommt besonders in Betracht, wenn die Bewertung …

  • prüfbar falsche Tatsachen behauptet (z. B. „Ware nie geliefert“, obwohl Zustellung nachweisbar ist),

  • beleidigt oder herabwürdigt (Schmähung statt Kritik),

  • Richtlinienverstöße enthält (z. B. persönliche Daten, obszöne Inhalte, themenfremde Lieferprobleme bei Versand durch Amazon).

Nicht vorschnell reagieren, wenn
Stoppen Sie „Diskussion“ und handeln Sie zuerst strukturiert, wenn …

  • Drohungen/Erpressung mitschwingen („Lösch nur gegen Geld…“),

  • personenbezogene Daten genannt werden (Name, Adresse, Telefonnummer),

  • strafrechtlich relevante Vorwürfe erhoben werden („Betrug“, „gefälscht“) und Sie belegen müssen, dass es falsch ist.
    Dann gilt: Beweise sichern, ruhig bleiben, nicht öffentlich eskalieren – und das Vorgehen ggf. rechtlich einordnen lassen.

So ordnen Sie Ihren Fall schnell ein

  1. Welche Art von Bewertung ist es?

  • Produktrezension: steht auf der Produktseite, beeinflusst Sterne und Conversion.

  • Verkäuferfeedback: bezieht sich auf den Händler (z. B. Service/Versand), wird im Verkäuferkontext geführt.
    Je nach Typ unterscheiden sich Meldeweg und Argumentation.

  1. Worum geht es im Kern?

  • Meinung/Wertung: „schlecht“, „unbrauchbar“, „würde ich nicht wieder kaufen“ → meist zulässig.

  • Tatsachenbehauptung: „kam nie an“, „Artikel war gebraucht“, „Garantie verweigert“ → prüfbar, daher oft angreifbarer (wenn falsch).

  1. Gibt es einen klaren Richtlinien-Trigger?
    Persönliche Daten, Hass/Obszönität, themenfremder Inhalt, Spam/„Einwort-Bewertungen“, Lieferprobleme, die nicht beim Händler liegen – das sind typische Ansatzpunkte.

Die wichtigste Frist

Bei Amazon können Kund:innen Bewertungen in der Regel nur innerhalb eines begrenzten Zeitfensters nach Abgabe bearbeiten oder löschen; die genaue Dauer kann sich durch Amazon-Prozesse ändern. Für Sie heißt das: Sichern Sie sofort Belege und melden Sie zeitnah, damit der Fall im System noch sauber nachvollziehbar ist.

Fakt vs. Einzelfall: Was ist sicher – und wo kommt es wirklich darauf an?

Sicher:

  • Bewertung enthält personenbezogene Daten oder obszöne / beleidigende Beschimpfungen ohne Sachbezug.

  • Bewertung ist offensichtlich themenfremd (z. B. Lieferproblem bei Versand durch Amazon, obwohl es nicht Ihr Einflussbereich war).

  • Bewertung wirkt wie Spam (reiner Werbetext, völlig zusammenhangslos).

Kommt darauf an (hier entscheidet der Kontext):

  • „Produkt ist Schrott“ → meist Meinung, selten löschbar.

  • „Händler hat mich betrogen“ → kann Tatsache oder Wertung sein; entscheidend sind Wortlaut, Kontext und Belege.

  • „Nie angekommen“ → oft prüfbar, aber Sie brauchen Zustell-/Kommunikationsnachweise.

Benötigte Informationen/Unterlagen

  • Screenshot der Bewertung (inkl. Datum/Produkt/Profilname)

  • Bestell-/Transaktionsdaten (soweit vorhanden)

  • Versand- und Trackinginfos

  • Rechnungs-/Retourenbelege

  • Schriftverkehr (E-Mail, Tickets, Chat) und Notiz zu Telefonaten

Häufigster Fehler: Der häufigste Fehler ist, mit Vorteilen oder „Deals“ auf eine Bewertungsänderung hinzuwirken – das kann als Manipulation verstanden werden und verschlechtert Ihre Position.

Wenn Sie unsicher sind, ob ein Richtlinien- oder Rechtsverstoß vorliegt, können Sie über die Plattform advocado eine kostenlose Ersteinschätzung bei einer/m passenden Rechtsanwält:in anfragen; Sie entscheiden anschließend in Ruhe, ob Sie beauftragen möchten.

1. Kann man eine Amazon-Bewertung löschen lassen?

Ja – aber nicht „einfach so“. Amazon entfernt Bewertungen in der Regel nur, wenn Richtlinien verletzt werden oder ein Rechtsverstoß plausibel dargelegt ist.

Anführungszeichen

Sie haben Anspruch auf Löschung einer Bewertung, wenn diese gegen geltendes Recht oder die internen Regeln der Plattform verstößt.

Martin Jedwillat
Anwalt für Internetrecht

Wann ist es rechtlich relevant?

Kritik ist erlaubt. Problematisch wird es typischerweise bei:

  • Beleidigung / Schmähkritik: Es geht nicht mehr um das Produkt oder die Leistung, sondern um Herabsetzung.

  • Üble Nachrede / Verleumdung: Ehrverletzende Behauptungen, die als Tatsachen präsentiert werden – insbesondere, wenn sie unwahr sind.

  • Unwahre Tatsachenbehauptungen: Aussagen, die überprüfbar sind (Lieferung, Zustand, Echtheit, Leistungen), aber nachweislich nicht stimmen.

Wichtig: In der Praxis scheitern viele Versuche nicht am „guten Recht“, sondern an unscharfer Darstellung. Je klarer Sie zwischen Meinung und Tatsache trennen und je besser Sie belegen, desto höher ist die Chance, dass Amazon (oder später eine juristische Prüfung) den Fall nachvollziehen kann.

Wann ist es eher eine Richtlinienfrage?

Richtlinienverstöße sind oft der schnellere Hebel, z. B.:

  • Nennung von persönlichen Daten

  • obszöne oder hasserfüllte Inhalte

  • offensichtlich themenfremde Passagen

  • Inhalte, die wie Spam wirken

  • Beschwerde über Versand/Lieferung, die erkennbar nicht in Ihrem Verantwortungsbereich lag

Infografik: amazon-Bewertung löschen lassen: Wie beeinflussen Online-Bewertungen den Umsatz?

2. Wie kann ich eine Amazon-Bewertung löschen lassen

Statt reflexartig zu antworten, lohnt sich ein kurzer, aber strukturierter Ablauf.

Schritt 1: Beweise sichern (bevor etwas verschwindet oder sich verändert)

Machen Sie zuerst einen Screenshot und sichern Sie die Rahmendaten (Produktseite/Feedback-Kontext, Datum, Wortlaut). Wenn später Formulierungen angepasst werden, verlieren Sie sonst den Referenzpunkt.

Schritt 2: Einordnung – was genau ist der Angriffspunkt?

Stellen Sie sich drei Fragen:

  1. Ist das eine Produktrezension oder Verkäuferfeedback?

  2. Ist der kritische Kern Meinung oder Tatsachenbehauptung?

  3. Welche konkrete Richtlinie oder welches konkrete Recht könnte verletzt sein?

Ein Beispiel: „Lieferung kam zu spät“ kann je nach Setup unterschiedlich zu bewerten sein. Wenn Versand/Logistik klar bei Amazon lag, ist das häufig eher ein Richtlinien-/Zuständigkeitsargument als ein „klassischer Streit“ mit dem Händler.

Schritt 3: Meldung an Amazon – präzise statt emotional

In der Regel finden Sie unter Rezensionen eine Funktion wie „Missbrauch melden“ oder eine Meldemöglichkeit über das Verkäuferkonto/den Support. Entscheidend ist weniger der Button – sondern Ihre Begründung.

So formulieren Sie besser (Leselogik für Reviewer):

  • Worum geht es? (1 Satz: „Die Rezension enthält …“)

  • Warum ist es unzulässig? (Richtlinie/Rechtskategorie benennen)

  • Was belegt das? (kurz: „Tracking zeigt Zustellung am … / Screenshot / Ticketverlauf …“)

  • Was ist der konkrete Antrag? (Entfernung/Prüfung)

Was meist schlecht funktioniert: lange Rechtstexte, Empörung, Vermutungen („Fake!“) ohne Beleg.

Schritt 4: Kontakt zum Kunden – lösungsorientiert, aber ohne Gegenleistung für Bewertungen

Wenn ein Kunde erreichbar ist, kann eine sachliche Klärung helfen. Ziel ist nicht „Überreden“, sondern Problemlösung.

Was Sie tun können:

  • sich kurz entschuldigen, wenn etwas schief lief,

  • nach dem konkreten Problem fragen,

  • eine Lösung anbieten (Ersatz, Nachlieferung, Rücknahme, Erklärung).

Wichtig: Bieten Sie Lösungen unabhängig von der Bewertung an. Vermeiden Sie jede Formulierung, die nach „Vorteil gegen Änderung/Löschung“ klingt.

Wenn der/die Bewertende anonym ist

Pseudonyme erschweren die Kontaktaufnahme. In besonderen Konstellationen (z. B. strafrechtlich relevanter Inhalt) können Behörden im Rahmen von Ermittlungen Auskünfte anfordern – ob und wie das passiert, hängt aber vom Einzelfall ab. Für Ihr Vorgehen heißt das: Dokumentation wird noch wichtiger.

3. Wenn Amazon nicht entfernt: Welche rechtlichen Optionen gibt es?

Wenn eine Meldung erfolglos bleibt, heißt das nicht automatisch, dass „nichts zu machen“ ist. Häufig ist der nächste sinnvolle Schritt, den Fall juristisch sauber aufzubereiten – ohne sofort zu klagen.

Typische Eskalationsstufen können sein:

  1. Rechtliche Prüfung & strategische Einordnung (Meinung vs. Tatsache, Belege, Anspruchsgrundlagen)

  2. Anwaltliches Schreiben an die verantwortliche Stelle (je nach Konstellation)

  3. Unterlassung – im Eilfall ggf. auch einstweiliger Rechtsschutz

  4. Gerichtliche Klärung, wenn es nicht anders lösbar ist

Wichtig: Ob das sinnvoll ist, hängt nicht nur vom Wortlaut ab, sondern auch von Reichweite, Schaden, Beweisbarkeit und der Frage, ob ein Vorgehen das Thema erst recht verstärkt.

Wenn Sie nach einer Ablehnung durch Amazon nicht weiterkommen, kann eine anwaltliche Ersteinschätzung helfen, die Erfolgsaussichten und Risiken realistisch einzuordnen. Über advocado können Sie eine kostenlose Ersteinschätzung anfragen und anschließend entscheiden, ob Sie ein kostenpflichtiges Mandat möchten.

advocado findet für Sie den passenden Anwalt aus einem Netzwerk mit über 550 Partner-Anwälten. Dieser kontaktiert Sie innerhalb von 2 Stunden Information für eine kostenlose Ersteinschätzung zu Ihren Handlungsoptionen und Erfolgsaussichten. Nach der Ersteinschätzung erhalten Sie ein unverbindliches Festpreisangebot. Sie entscheiden anschließend, ob Sie den Anwalt beauftragen.

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3 Beispielfälle zur Orientierung

Fall 1: Lieferproblem, das nicht beim Händler lag

  • Ausgangslage: Rezension beschwert sich über verspätete Lieferung, Versand lief über Amazon.

  • Vorgehen: Screenshot + kurzer Hinweis in der Meldung, dass die Logistik nicht im Einflussbereich lag; zusätzlich sachliche öffentliche Antwort.

  • Ergebnis: Amazon prüft im Rahmen der Richtlinien; Entfernung ist möglich, aber nicht sicher.

  • Learning: Richtlinien-Argumente funktionieren besser, wenn Zuständigkeiten klar benannt sind.

Fall 2: „Ware nie angekommen“, Zustellung ist belegbar

  • Ausgangslage: Bewertung behauptet Nichtlieferung, Tracking zeigt Zustellung.

  • Vorgehen: Belege sichern, Meldung mit Zustellnachweis; parallel kundenfreundliche Lösung anbieten (ohne „Deal“ für die Bewertung).

  • Ergebnis: Häufig hängt die Entscheidung an der Plausibilität und Nachweisführung.

  • Learning: Bei Tatsachenbehauptungen entscheidet oft die Dokumentation – nicht die Lautstärke.

Fall 3: Schmähung statt Kritik

  • Ausgangslage: Rezension enthält persönliche Herabsetzungen („Betrüger“, „Scharlatan“) ohne konkreten Produktbezug.

  • Vorgehen: Meldung wegen unangemessenen Inhalts; keine öffentliche Eskalation; ggf. juristische Einordnung, ob Unterlassung/Strafanzeige sinnvoll ist.

  • Ergebnis: Plattformen reagieren teils schneller, wenn klar beleidigt wird – dennoch bleibt es eine Einzelfallprüfung.

  • Learning: Je weniger Sachbezug, desto eher wird aus „Meinung“ ein Problem.

4. Kosten: Womit Sie realistisch rechnen sollten

Kosten entstehen vor allem dann, wenn Sie über eine einfache Meldung hinausgehen – also anwaltlich prüfen, außergerichtlich schreiben oder gerichtlich vorgehen.

Welche Kostenarten kommen vor?

  • Anwaltskosten: je nach Modell nach RVG (gesetzliche Gebühren) oder als Honorar/Festpreis.

  • Gerichtskosten: fallen an, wenn Sie gerichtliche Schritte einleiten.

  • Zusatzkosten: z. B. für Zustellungen, Übersetzungen, ggf. sachverständige Einschätzungen (eher selten im reinen Bewertungsstreit).

Wovon hängen die Kosten ab?

  • Komplexität des Falls: klare Richtlinienverletzung vs. schwierige Abwägung Meinung/Tatsache

  • Beweisaufwand: haben Sie Zustellbelege, Kommunikation, Screenshots – oder nur Vermutungen?

  • Streitwert / wirtschaftliche Bedeutung: je höher die angenommene Bedeutung, desto höher können Gebühren ausfallen.

  • Vorgehensweise: außergerichtliche Klärung ist oft kalkulierbarer als ein Gerichtsverfahren.

Wer zahlt am Ende?

  • Wenn Sie sich einigen: häufig trägt jede Seite ihre Kosten selbst – das ist verhandelbar.

  • Bei gerichtlicher Entscheidung: grundsätzlich kann die unterlegene Partei kostenpflichtig werden; das ist aber nie „automatisch garantiert“ und hängt vom Ergebnis ab.

  • Rechtsschutzversicherung: kann Kosten übernehmen, wenn der Baustein passt; Umfang und Selbstbeteiligung hängen vom Vertrag ab. (Tipp: Vorab Deckungszusage prüfen.)

5. Reputation durch öffentliche Stellungnahme schützen

Wenn eine Entfernung nicht gelingt (oder Zeit braucht), können Sie den Schaden häufig über eine professionelle öffentliche Antwort begrenzen.

Gute Antworten sind:

  • kurz, freundlich, faktenorientiert

  • ohne Kundendaten (kein Name, keine Bestellnummer)

  • mit einem Lösungsangebot („Bitte melden Sie sich über …“)

  • ohne Gegenvorwürfe und ohne Diskussion über Details im öffentlichen Raum

Was Sie vermeiden sollten:

  • Drohungen („Wir zeigen Sie an“)

  • lange Rechtfertigungen

  • Spekulationen über Motive („Fake“, „Konkurrent“) ohne Beleg

  • Veröffentlichung interner Kommunikation oder personenbezogener Daten

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    Auf Grundlage der kostenlosen Ersteinschätzung und des Festpreisangebots entscheiden Sie ganz in Ruhe, ob Sie den Anwalt beauftragen möchten.

6. Häufige Missverständnisse aufgeklärt

Richtig ist: Schlechte Bewertungen sind oft von der Meinungsfreiheit gedeckt. Löschung setzt meist Richtlinien- oder Rechtsverstöße voraus.

Was ist zu prüfen: Meinung vs. Tatsache, Sachbezug, konkrete Richtlinie.

Richtig ist: Kundendaten öffentlich zu nennen, kann selbst problematisch sein.

Was ist zu prüfen: Datenschutz/Vertraulichkeit; Antwort ohne identifizierende Daten.

Richtig ist: Vorteile als Gegenleistung für Bewertungsänderungen können als Manipulation gewertet werden.

Was ist zu prüfen: Lösung anbieten ja – aber unabhängig von der Bewertung und ohne Bedingungen.

Richtig ist: Häufig sind bessere Dokumentation, präzisere Meldung oder ein außergerichtliches Vorgehen der nächste Schritt.

Was ist zu prüfen: Beweisbarkeit, Verhältnismäßigkeit, Eskalationsrisiko.

Transparenz-Hinweis

Dieser Beitrag informiert über die Rechtslage in Deutschland (Stand: 11.03.2026). Er ersetzt keine individuelle Rechtsberatung.

Quellen

  • Amazon: Richtlinien/Community-Regeln zu Rezensionen und unangemessenen Inhalten (Amazon-Hilfebereich)
  • Amazon Seller Central: Hilfe zur Entfernung/Meldung von Kundenrezensionen (Verkäufer-Hilfebereich)
  • Grundgesetz: Art. 5 (Meinungsfreiheit)
  • Strafgesetzbuch: §§ 185–187 (Beleidigung, üble Nachrede, Verleumdung)
  • Bürgerliches Gesetzbuch: § 823 (Schadensersatz bei Rechtsverletzung) und Unterlassungsansprüche (zivilrechtliche Praxis)
  • EU-Rahmen: Digital Services Act (Melde- und Abhilfeprinzip für Plattformen)
  • Deutschland: Digitale-Dienste-Gesetz (nationaler Rahmen/Umsetzung)

Letzte Aktualiserung

  • Einstieg gestrafft: schneller klar, wann eine Entfernung möglich ist und wann eher nicht.
  • Klarer getrennt: sicherer Regel-/Rechtsverstoß vs. Einzelfall (z. B. Meinung vs. überprüfbare Behauptung).
  • Ablauf ergänzt: Belege sichern → Bewertung einordnen → gezielt melden → ggf. nächste Schritte.
  • Hinweise ergänzt, wann öffentliche Diskussionen riskant sind (Drohungen, persönliche Daten, schwere Vorwürfe) und was dann sinnvoller ist.
  • Neues Kapitel Kosten: Kostenarten, Einflussfaktoren, grobe Orientierung inkl. Rechtsschutz.
  • Praxisbeispiele ergänzt und FAQ durch häufige Irrtümer ersetzt (jeweils mit „worauf achten?“).
  • Werbliche/zu absolute Formulierungen reduziert, neutralere Darstellung ohne Ergebnis- oder Zeitversprechen.
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Jasmin Leßmöllmann
Jasmin Leßmöllmann
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Unsere Sternebewertung basiert auf den Erfahrungen von Nutzerinnen und Nutzern, die über advocado erfolgreich Kontakt zu einer Anwältin oder einem Anwalt für Internetrecht aufgenommen haben.

Nach Abschluss einer kostenlosen Ersteinschätzung haben diese Nutzerinnen und Nutzer die Möglichkeit, ihren jeweiligen Anwalt oder ihre Anwältin individuell zu bewerten. Aus allen abgegebenen Einzelbewertungen wird ein durchschnittlicher Bewertungswert berechnet, der hier als Sternebewertung dargestellt wird.

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