Trustpilot gehört zu den einflussreichsten Bewertungsportalen im Internet. Monatlich werden weltweit über vier Millionen Bewertungen abgegeben – viele davon erscheinen zusätzlich prominent in Google-Ergebnissen. Eine einzige negative Bewertung kann daher den Ruf eines Unternehmens je nach Sichtbarkeit und Inhalt erheblich beeinträchtigen. Doch nicht jede Rezension ist zulässig. In diesem Ratgeber erfahren Sie, wann Sie eine Trustpilot-Bewertung löschen lassen können, wie das Prüfverfahren funktioniert und welche rechtlichen Schritte möglich sind.
Sollten Sie bei der Löschung von negativen Bewertungen Unterstützung benötigen, stehen Ihnen die Partner-Anwälte der bundesweit tätigen Anwaltsplattform advocado zur Seite – auf Trustpilot ebenso wie auf jeder anderen Bewertungsplattform. Eine Löschung ist bereits ab 49 € zzgl. MwSt. pro Bewertung möglich und richtet sich nach Aufwand und der Anzahl der zu prüfenden Bewertungen. Vorab erhalten Sie in jedem Fall eine kostenlose Ersteinschätzung.
So funktioniert's:
Fall schildern Über das advocado Online-Formular können Sie Ihr Anliegen schnell und unkompliziert schildern.
Kostenlose Ersteinschätzung Ein erfahrener Anwalt prüft Ihren Fall, erläutert Ihnen telefonisch Ihre rechtlichen Möglichkeiten und unterbreitet Ihnen ein transparentes Festpreisangebot. Bereits ab 49 € zzgl. MwSt. pro Bewertung ist eine Löschung möglich, abhängig von der Anzahl der betroffenen Bewertungen.
In Ruhe entscheiden Erst nach der kostenlosen Ersteinschätzung und dem Kostenangebot entscheiden Sie in Ruhe, ob Sie den Anwalt mit Maßnahmen zur Löschung beauftragen möchten.
Inhalt
Schnell-Check: Was jetzt wichtig ist
1. Wann kann ich eine Trustpilot-Bewertung löschen lassen?
2. Wie kann ich eine Bewertung bei Trustpilot löschen lassen?
3. Was tun, wenn Trustpilot nicht löscht – und wann man Trustpilot besser gar nicht erst einschaltet?
4. Kann ich mein gesamtes Trustpilot-Profil löschen lassen?
Trustpilot gehört zu den einflussreichsten Bewertungsportalen im Internet. Monatlich werden weltweit über vier Millionen Bewertungen abgegeben – viele davon erscheinen zusätzlich prominent in Google-Ergebnissen. Eine einzige negative Bewertung kann daher den Ruf eines Unternehmens je nach Sichtbarkeit und Inhalt erheblich beeinträchtigen. Doch nicht jede Rezension ist zulässig. In diesem Ratgeber erfahren Sie, wann Sie eine Trustpilot-Bewertung löschen lassen können, wie das Prüfverfahren funktioniert und welche rechtlichen Schritte möglich sind.
Sollten Sie bei der Löschung von negativen Bewertungen Unterstützung benötigen, stehen Ihnen die Partner-Anwälte der bundesweit tätigen Anwaltsplattform advocado zur Seite – auf Trustpilot ebenso wie auf jeder anderen Bewertungsplattform. Eine Löschung ist bereits ab 49 € zzgl. MwSt. pro Bewertung möglich und richtet sich nach Aufwand und der Anzahl der zu prüfenden Bewertungen. Vorab erhalten Sie in jedem Fall eine kostenlose Ersteinschätzung.
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In Ruhe entscheiden Erst nach der kostenlosen Ersteinschätzung und dem Kostenangebot entscheiden Sie in Ruhe, ob Sie den Anwalt mit Maßnahmen zur Löschung beauftragen möchten.
Unter dem Löschen einer Trustpilot-Bewertung versteht man die Entfernung einer veröffentlichten Rezension, weil sie gegen Trustpilot-Richtlinien oder gegen gesetzliche Vorgaben (z. B. Persönlichkeitsrecht) verstößt.
Das gilt typischerweise, wenn …
keine echte Nutzererfahrung erkennbar ist (Bewertung „aus zweiter Hand“, ohne Kontakt/Interaktion),
unwahre Tatsachen behauptet werden (z. B. konkrete Vorwürfe, die so nicht stattgefunden haben),
reine Herabsetzung ohne Sachbezug vorliegt (Beleidigung/Schmähkritik) oder
personenbezogene Daten (z. B. Mitarbeitenden-Namen + Kontaktdaten) veröffentlicht werden.
Achtung, wenn die Bewertung erkennbar auf einer echten Erfahrung beruht und überwiegend Werturteile enthält („unfreundlich“, „zu teuer“, „chaotisch“). Dann ist eine Löschung oft schwierig – sinnvoller ist häufig: sachlich antworten, Missverständnisse klären, internen Prozess verbessern.
Die wichtigste Frist Wenn Sie erwägen, gerichtlich im Eilverfahren gegen eine Bewertung vorzugehen, sollten Sie ab Kenntnis der Bewertung zeitnah entscheiden und handeln. Gerichte prüfen die „Dringlichkeit“ streng – wer zu lange wartet, verliert diese Option häufig.
Welche Informationen/Unterlagen Sie bereitlegen sollten
Link/ID der Bewertung, Datum, Screenshot (Beweissicherung)
strittige Textstellen (wörtlich markiert)
interner Abgleich: gab es Kontakt/Bestellung/Ticket/Termin?
bei „Personendaten“: welche Daten sind betroffen, warum schutzwürdig?
Häufigster Fehler: Viele Meldungen bleiben zu allgemein („unfair“, „stimmt nicht“) – statt konkret zu erklären, welcher Satz gegen welche Regel oder welches Recht verstößt.
Wenn Sie unsicher sind, ob eine Löschung Aussicht hat oder wie man sauber begründet, können Sie den Fall über die Anwaltsplattform advocado schildern und eine kostenlose Ersteinschätzung erhalten – erst danach entscheiden Sie in Ruhe über eine Beauftragung.
So ordnen Sie Ihren Fall schnell ein
Bevor Sie melden oder eskalieren, hilft eine einfache Einordnung:
Geht es um Tatsachen oder Meinung? „Ich fand den Service unfreundlich“ ist typischerweise Meinung. „Es wurde nie geliefert“ ist eine Tatsachenbehauptung. Unwahre Tatsachen sind deutlich leichter angreifbar als negative Meinungen.
Gibt es eine echte Nutzererfahrung – oder ist sie zweifelhaft? Bei Trustpilot sind Erfahrungen nicht nur „Kauf“: Auch Interaktionen (E-Mail, Telefon, Chat, Online-Shop-Besuch) können ausreichen. Entscheidend ist, ob ein realer Bezug zum Unternehmen plausibel ist.
Enthält die Bewertung Inhalte, die klar unzulässig sind? Dazu zählen insbesondere: Beleidigungen ohne Sachbezug, Hassrede/Drohungen oder personenbezogene Daten Dritter. Das sind die „klarsten“ Löschkonstellationen.
Fakt vs. Einzelfall: Was ist sicher – und wo kommt es wirklich darauf an?
Sicher (hohe Lösch-Wahrscheinlichkeit, wenn sauber belegt/markiert):
personenbezogene Daten Dritter (z. B. private Kontaktdaten von Mitarbeitenden)
harte Vorwürfe („Abzocke“, „Betrug“) – je nach Ausgestaltung kann es Meinung, Tatsachenbehauptung oder Grenzfall sein
Streit um „was wirklich passiert ist“ (Trustpilot ist in solchen Sachkonflikten oft zurückhaltend)
Wann Sie anders vorgehen sollten
Wenn der Rezensent identifizierbar ist und schwere, nachweislich falsche Tatsachen verbreitet: Dann kann es sinnvoll sein, zuerst direkt gegen den Verfasser vorzugehen (anstatt ihn durch ein Portal-Prüfverfahren „aufzuwecken“).
Wenn die Bewertung frisch ist und Sie befürchten, dass der Rezensent nachlegt: Erst die Strategie festlegen (Antwort, Meldung, Direktkontakt, anwaltliche Prüfung).
Wenn mehrere Bewertungen betroffen sind (Serien-Reviews, koordinierte Angriffe): Dann sollten Sie vor dem Melden eine strukturierte Liste pro Bewertung erstellen (Zitatstelle → Verstoßgrund → Beleg), damit nichts verwässert.
Rechtsanwältin Carolyn Diepold
Negative Bewertungen rechtssicher löschen lassen - ab 49 € pro Bewertung
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1. Wann kann ich eine Trustpilot-Bewertung löschen lassen?
Das Grundrecht auf Meinungsfreiheit gilt auch im Internet. Negative Bewertungen sind daher nicht automatisch unzulässig – selbst wenn sie geschäftsschädigend wirken.
Eine Löschung ist aber regelmäßig möglich, wenn eine Bewertung gegen geltendes Recht oder die offiziellen Trustpilot-Richtlinien verstößt.
Bewertung teilt keine echte Erfahrung
Bewertungsportale dürfen ausschließlich authentische Erfahrungen veröffentlichen. Eine zulässige Bewertung setzt daher eine tatsächliche Interaktion mit Ihrem Unternehmen voraus.
Eine echte Erfahrung kann zum Beispiel entstehen durch:
ein Telefongespräch
einen E-Mail-Austausch
den Besuch eines Online-Shops
Dies entspricht sowohl den Trustpilot-Richtlinien als auch Teilen der Rechtsprechung (vgl. etwa OLG Köln, Beschluss v. 26.06.2019 – I-15 U 91/19).
Nicht zulässig:
Bewertungen „vom Hörensagen“ oder aus zweiter Hand. Eine Ausnahme besteht lediglich dann, wenn jemand berechtigt im Namen eines Dritten bewertet – etwa als Pflegekraft, gesetzlicher Vertreter oder Vormund.
Wichtig: Trustpilot prüft die Identität der Nutzer nicht
Weil Trustpilot keine verpflichtende Identitätsprüfung vornimmt, sollte jede Bewertung hinsichtlich des Bestehens einer echten Nutzererfahrung überprüft werden – selbst wenn der Rezensent scheinbar unter Klarnamen schreibt.
Im Prüfverfahren muss der Rezensent seinen Kontakt nachvollziehbar belegen, etwa durch Angaben zu:
Datum der Interaktion bzw. Kundenerfahrung
Art des Kontakts
konkreten Inhalten des Austauschs
Reagiert der Rezensent nicht oder bleibt der Nachweis im Prüfverfahren aus, ist Trustpilot im Rahmen seiner Prüfpflichten nach der Rechtsprechung regelmäßig verpflichtet, die Bewertung zu entfernen.
Verleumdung und üble Nachrede
Unzulässig sind insbesondere:
Unwahre Tatsachenbehauptungen (zivilrechtlich rechtswidrig, strafrechtlich ggf. als Verleumdung oder üble Nachrede einzuordnen)
Beispiel: „Der Geschäftsführer hat mich bedroht – nie wieder!“ (wenn dies nicht stattgefunden hat)
Solche Aussagen sind nach deutschem Recht rechtswidrig und müssen entfernt werden.
Beleidigungen
Reine Herabsetzungen ohne Sachbezug fallen nicht unter die Meinungsfreiheit:
Beispiel: „Dieses Unternehmen ist einfach nur erbärmlich.“
Solche Inhalte sind stets löschbar.
Rechtswidrige oder schädliche Inhalte
Trustpilot entfernt außerdem Bewertungen mit:
Hassrede oder Diskriminierung
Drohungen oder Gewaltaufrufen
obszönen, pornografischen oder sonst gesetzeswidrigen Inhalten
Während der Prüfung blendet Trustpilot die Bewertung regelmäßig aus.
Personenbezogene Daten
Bewertungen dürfen außerdem keine personenbezogenen Informationen Dritter enthalten, z. B.:
Namen und Kontaktdaten von Mitarbeitenden
private Adressen
Fotos oder Videos anderer Personen
Solche Inhalte müssen entfernt werden. Öffentlich zugängliche Unternehmensdaten dürfen hingegen erwähnt werden.
2. Wie kann ich eine Bewertung bei Trustpilot löschen lassen?
Schritt 1: Bewertung sichern (bevor Sie etwas tun)
Das hilft später – egal ob im Portal-Prozess oder bei rechtlichen Schritten.
Schritt 2: Über Trustpilot korrekt melden – mit konkreter Begründung
Beim Melden zählt nicht, dass Sie die Bewertung unfair finden, sondern warum sie gegen Regeln oder Recht verstößt. Gute Meldungen sind präzise:
Zitatstelle („Satz X“)
Verstoßgrund (z. B. keine echte Erfahrung / persönliche Daten / Beleidigung / unwahre Tatsachen)
kurze Begründung (warum)
Beleg/Einordnung (was Sie geprüft haben, welche Unterlagen existieren)
Gerade bei „keine echte Erfahrung“ hilft eine klare, sachliche Formulierung: Was haben Sie im System geprüft? Warum passt der Name nicht? Welche Daten fehlen? (Ohne unnötige personenbezogene Details offenzulegen.)
Schritt 3: Verstehen, was nach dem Melden passiert
Trustpilot beschreibt in seinen Richtlinien, dass nach einer Meldung das Content-Integrity-Team prüft und ggf. den Rezensenten kontaktiert. Für Unternehmen relevant:
Komplexe Fälle können dauern.
Für bestimmte Inhalte bleibt die Bewertung online, während geprüft wird.
Trustpilot kann Rezensenten auffordern, die Bewertung zu ändern oder Unterlagen nachzureichen; als typische Reaktionsfrist werden dabei drei Tage genannt.
Warum ein Anwalt die Erfolgschancen erhöht
In der Praxis zeigen sich bei anwaltlich begründeten Beanstandungen regelmäßig höhere Erfolgsaussichten, da die rechtlichen Voraussetzungen präzise dargelegt werden.
Trustpilot ist nur verpflichtet zu handeln, wenn klar erkennbar ist, warum eine Bewertung rechtswidrig ist. Fehlt diese Begründung, lehnt Trustpilot die Löschung häufig ab – und die Bewertung bleibt online.
Nach einer Anfrage über advocado erhalten Sie eine kostenlose Ersteinschätzung durch einen spezialisierten Rechtsanwalt, der
Ihre Erfolgsaussichten realistisch bewertet und
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3. Was tun, wenn Trustpilot nicht löscht – und wann man Trustpilot besser gar nicht erst einschaltet?
Lehnt Trustpilot die Löschung einer Bewertung ab, bedeutet dies nicht, dass Sie die Bewertung hinnehmen müssen. Je nach Fallkonstellation kommen weitere rechtliche Schritte in Betracht.
Wichtig vorab (taktische Entscheidung):
Nicht in jedem Fall ist es sinnvoll, eine Bewertung zuerst bei Trustpilot zu beanstanden. Bei sehr frischen Bewertungen kann ein Prüfverfahren den Rezensenten dazu veranlassen, weitere Vorwürfe nachzuschieben, was die Bewertung zusätzlich verschärfen kann. Wenn der Rezensent bereits bekannt ist, kann es daher in bestimmten Fällen sogar sinnvoll sein, zunächst direkt gegen den Rezensenten vorzugehen. Welche Reihenfolge im Einzelfall die bessere ist, hängt von Inhalt, Tonfall, Zeitpunkt und Beweisbarkeit ab.
Option 1: Vorgehen gegen den Rezensenten (Abmahnung)
Eine wirksame Möglichkeit besteht darin, direkt gegen den Verfasser der Bewertung vorzugehen – vorausgesetzt, die Person ist eindeutig identifizierbar, also Name und vollständige Anschrift sind bekannt. In solchen Fällen kann eine anwaltliche Abmahnung ausgesprochen werden. Dieses Vorgehen bietet sich insbesondere dann an, wenn die Bewertung
nachweislich falsche Tatsachen behauptet und/oder
eine massive Rufschädigung darstellt.
Die Abmahnung fordert den Rezensenten in der Regel auf,
die Bewertung unverzüglich zu löschen und
eine strafbewehrte Unterlassungserklärung abzugeben, um Wiederholungen zu verhindern und
die Anwaltskosten für die Abmahnung zu erstatten.
Je nach Konstellation können darüber hinaus auch Schadensersatzansprüche in Betracht kommen.
Option 2: Gerichtliches Vorgehen
Sollte Trustpilot eine rechtswidrige Bewertung nicht löschen, bleibt als weiteres Mittel der gerichtliche Weg, insbesondere im Wege der einstweiligen Verfügung (gerichtliches Eilverfahren) oder des ordentlichen Klageverfahrens.
Einstweilige Verfügung
Das Eilverfahren ist in vielen Fällen das schnellste Mittel. Voraussetzung ist jedoch, dass Sie zügig reagieren. Die Gerichte nehmen Dringlichkeit häufig nur an, wenn ab Kenntnis der Bewertung innerhalb kurzer Zeit gehandelt wird (in der Praxis oft etwa innerhalb eines Monats, abhängig vom Gericht und Einzelfall).
In vielen Fällen ist es außerdem sinnvoll (und teils faktisch erforderlich), vor gerichtlichen Schritten zunächst abzumahnen (Trustpilot und/oder den Rezensenten). Ohne vorherige Abmahnung kann ein Eilantrag scheitern, weil Gerichte ein fehlendes Rechtsschutzbedürfnis annehmen, weil der Konflikt möglicherweise außergerichtlich schneller und kostengünstiger hätte gelöst werden können (z.B. auch über einen Vergleich).
Klage (Hauptsacheverfahren)
Ist ein Eilverfahren nicht möglich oder nicht erfolgversprechend, bleibt die Klage. Sie kann ebenfalls zur Löschung/Unterlassung (und ggf. Erstattung der Anwaltskosten für die Abmahnung) führen, dauert aber regelmäßig deutlich länger (oft mehrere Monate, teils länger). Währenddessen bleibt die Bewertung in der Regel sichtbar, sofern keine anderweitige Entfernung erreicht wird.
4. Kann ich mein gesamtes Trustpilot-Profil löschen lassen?
Viele Unternehmen stellen überrascht fest, dass Trustpilot bereits ein Profil über sie angelegt hat – häufig ganz ohne eigenes Zutun. Sobald erste Kunden eine Bewertung abgeben, erstellt Trustpilot automatisch eine öffentliche Unternehmensseite. Diese kann anschließend über einen Validierungsprozess „beansprucht“ und verwaltet („geclaimt“) oder sogar durch ein kostenpflichtiges Profil mit zusätzlichen Funktionen erweitert werden.
Die entscheidende Frage lautet jedoch: Kann man dieses Profil vollständig löschen lassen?
Die Antwort lautet: In der Regel nein. Trustpilot löscht keine Unternehmensprofile – selbst dann nicht, wenn Sie Ihren Business-Account deaktivieren oder löschen. Wird der Account beendet, wird das Profil lediglich wieder in den Status „nicht beansprucht“ versetzt. Das bedeutet:
Verbraucher können Ihr Unternehmen weiterhin auf Trustpilot finden,
bestehende Bewertungen bleiben einsehbar,
neue Bewertungen können jederzeit abgegeben werden,
Sie selbst haben jedoch keine Möglichkeit mehr, auf Bewertungen zu reagieren oder Ihr Profil zu verwalten.
Auch wenn das vollständige Entfernen eines Unternehmensprofils also nicht möglich ist, können Sie selbstverständlich – wie oben dargestellt - gegen einzelne rechtswidrige oder unzutreffende Bewertungen vorgehen und deren Löschung beantragen.
Rechtsanwältin Carolyn Diepold
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Fall 1: 1-Stern-Bewertung ohne erkennbaren Bezug („Nie wieder!“)
Ausgangslage: Kurzer Text, keine Details, kein Treffer im System. Vorgehen: Beweissicherung, interne Prüfung, Meldung „keine echte Erfahrung“ mit kurzer, nachvollziehbarer Darstellung. Ergebnis: Je nach Reaktion des Rezensenten (und Bewertung durch Trustpilot) kann die Rezension bestehen bleiben oder entfernt werden – häufig hängt es daran, ob ein plausibler Kontakt belegt wird.
Fall 2: Bewertung nennt Mitarbeitenden-Namen und private Kontaktdaten
Ausgangslage: Kritik + personenbezogene Daten. Vorgehen: Meldung wegen personenbezogener Daten; klare Markierung der Daten im Text; Hinweis, warum das schutzwürdig ist. Ergebnis: Häufig werden solche Inhalte schneller geprüft; möglich ist eine Entfernung oder eine Bearbeitung (z. B. Schwärzung) – abhängig vom Einzelfall.
Fall 3: Ehemaliger Kunde erhebt konkrete Vorwürfe („Nicht geliefert“, „Geld einbehalten“)
Ausgangslage: Teilweise nachprüfbar, hoher Reputationsschaden. Vorgehen: Trennung von Meinung und Tatsachen; Sammlung von Belegen; je nach Lage zuerst sachliche Antwort oder Direktkontakt – bei klar falschen Tatsachen ggf. rechtliche Schritte gegen den Verfasser prüfen. Ergebnis: Oft enden solche Fälle außergerichtlich (Korrektur, Einigung) oder mit einer teilweisen Anpassung; eine „Automatik-Löschung“ gibt es typischerweise nicht.
5. Kosten: Womit Sie rechnen sollten
Kosten sind bei Bewertungsstreitigkeiten oft der Punkt, der die Strategie bestimmt. Eine realistische Einordnung hilft, unnötige Eskalationen zu vermeiden.
Kosten bei Eigenmeldung
Die Meldung einer Bewertung bei Trustpilot ist grundsätzlich kostenfrei. Kosten entstehen vor allem durch internen Aufwand (Beweissicherung, Dokumentation, Kommunikation).
Kosten für anwaltliche Prüfung und außergerichtliches Vorgehen
Bei anwaltlicher Unterstützung sind typische Kostentreiber:
Anzahl der Bewertungen (jede Bewertung braucht eine eigene, konkrete Begründung),
Komplexität (Mischung aus Meinung/Tatsachen, umfangreiche Vorwürfe, Nachweise),
Zielrichtung (nur Portal-Löschung vs. zusätzlich Vorgehen gegen den Rezensenten).
Kosten bei Abmahnung und Gericht
Bei einer Abmahnung kann – je nach Ausgangslage – eine Kostenerstattung in Betracht kommen, sie ist aber nicht automatisch garantiert.
Bei Gericht kommen Gerichts- und Anwaltskosten hinzu; die Kosten hängen u. a. vom Streitwert und vom Ausgang des Verfahrens ab.
6. Häufige Irrtümer aufgeklärt
Irrtum 1: „Anonyme Bewertungen sind automatisch unzulässig.“
Richtig ist: Nutzernamen sind zulässig; entscheidend ist der Regel-/Rechtsverstoß.
Was ist zu prüfen: Gibt es echte Erfahrung? Enthält der Text unzulässige Inhalte oder Daten?
Kunden bewerten unsere Partneranwälte für Internetrecht mit 4,91 von 5 Sternen.
So entsteht unsere Sternebewertung
Unsere Sternebewertung basiert auf den Erfahrungen von Nutzerinnen und Nutzern, die über advocado erfolgreich Kontakt zu einer Anwältin oder einem Anwalt für Internetrecht aufgenommen haben.
Nach Abschluss einer kostenlosen Ersteinschätzung haben diese Nutzerinnen und Nutzer die Möglichkeit, ihren jeweiligen Anwalt oder ihre Anwältin individuell zu bewerten. Aus allen abgegebenen Einzelbewertungen wird ein durchschnittlicher Bewertungswert berechnet, der hier als Sternebewertung dargestellt wird.