Schmerzensgeld bei Hundebiss erfolgreich durchsetzen

Schmerzensgeld bei Hundebiss erfolgreich durchsetzen

 von Rebecca Gohla (jur. Redaktion)
Schmerzensgeld bei Hundebiss erfolgreich durchsetzen

Inhaltsverzeichnis [ausblenden]

  1. Schmerzensgeld bei Hundebiss
  2. Schmerzensgeld bei Hundebiss beantragen
  3. Mögliche Kosten & Kostenübernahme
  4. Tipp: juristische Hilfe zur Durchsetzung Ihres Schmerzensgeldes bei Hundebiss

In diesem Beitrag erfahren Sie u. a., worauf Sie achten sollten, wenn Sie bei einem Hundebiss Schmerzensgeld einfordern wollen, wie viel Schmerzensgeld Ihnen zusteht und wie ein Anwalt Sie bei der Durchsetzung Ihres Anspruches unterstützen kann.

 

RECHTSBERATUNG-TIPP:

► Sofern Sie mit anwaltlicher Unterstützung Ihr Schmerzensgeld nach einem Hundebiss geltend machen wollen, kontaktieren Sie uns für ein kostenfreies und unverbindliches Erstgespräch mit unserem Anwalt für Schmerzensgeld.

► Im Rahmen dieses Erstgesprächs prüfen wir, ob und in welcher Höhe in Ihrem konkreten Fall ein Anspruch auf Schmerzensgeld besteht. Zudem erläutern wir Ihnen ausführlich, welche juristischen Schritte zur Durchsetzung Ihres Anspruches zu unternehmen sind und zeigen Ihnen die damit verbundenen Chancen und Risiken sowie zu erwartende Kosten auf.

Schildern Sie dafür bitte hier Ihr Anliegen.

 

1. Schmerzensgeld bei Hundebiss

Jährlich kommt es zu ca. 50.000 Tierbissen, die vielgestaltige Verletzungen nach sich ziehen können. Bei mehr als der Hälfte handelt es sich um Hundebisse. Ist einwandfrei nachweisbar, dass Schäden wie stärkere Blutergüsse, Bisswunden oder sogar Blutvergiftungen Folge eines Hundebisses sind, kann ein Anspruch auf Schmerzensgeld bestehen. Dieser Anspruch muss aktiv eingefordert und durch eine umfassende Dokumentation belegt werden.

 

WICHTIGER HINWEIS:

Haben Sie einen rechtmäßigen Anspruch auf Schmerzensgeld und setzen diesen erfolgreich durch, übernimmt die Gegenseite grundsätzlich sämtliche Anwalts- und Gerichtskosten.

 

Im Rahmen der Dokumentation sollten sämtliche Verletzungen aufgezeigt und Beweise dafür vorgelegt werden, dass diese auf den Hundebiss zurückzuführen sind. Deshalb ist es ratsam, nach einem Hundebiss die Polizei zu verständigen, die etwaige Verletzungen protokollieren kann. Sollte es Zeugen für den Vorfall geben, können diese ebenfalls notiert werden – zumal Zeugen aus dem persönlichen oder beruflichen Umfeld auch Auskunft über Auswirkungen der Verletzungen geben können.

Nach dem Hundebiss sollte außerdem schnellstmöglich ein Arzt aufgesucht werden. Dieser versorgt nicht nur fachmännisch die Verletzungen und kann so beispielsweise Infektionen vorbeugen – zudem dokumentiert er diese sowie mögliche Folgeschäden. Eine ärztliche Dokumentation ist für die Durchsetzung Ihres Schmerzensgeldes nach einem Hundebiss von besonders großer Bedeutung.

 

1.1 Wann steht mir Schmerzensgeld bei Hundebiss zu?

 

Verletzungen nach einem Hundebiss sind laut § 253 BGB als immaterielle Schäden zu werten. Ein solcher liegt bei

  • Verletzungen des Körpers oder
  • Beeinträchtigungen der Gesundheit

vor. Ist eindeutig nachweisbar, dass solche Schäden auf einen Hundebiss zurückzuführen sind, so ist der Schädiger – in diesem Fall der Hundehalter – gegenüber dem Verletzten zu finanziellem Ausgleich verpflichtet.

 

Wann Ihnen nach einem Hundebiss Schmerzensgeld zusteht.

 

In diesem Zusammenhang ist auch entscheidend, ob der Hundehalter fahrlässig oder gar vorsätzlich gehandelt hat. Ignorierte er beispielsweise die Aggression seines Hundes, leinte ihn nicht an oder verletzte seine Aufsichtspflicht, erhöht diese Fahrlässigkeit den Schmerzensgeldanspruch. Wurde der Hund gar vorsätzlich als Waffe eingesetzt, so kann gegen den Hundehalter auch strafrechtlich wegen Körperverletzung vorgegangen werden.

 

1.2 Wie viel Schmerzensgeld bei Hundebiss?

Grundsätzlich hängt die Höhe des Schmerzensgeldes von den Folgen der Hundeattacke ab – dabei gilt: Je stärker die Beeinträchtigung, desto mehr Schmerzensgeld kann der Verletzte erwarten. Folgende Faktoren werden bei der Berechnung berücksichtigt:

  • Dauer der Verletzung,
  • Schweregrad der Verletzung,
  • Notwendigkeit und Dauer eines Krankenhausaufenthalts,
  • Folgeschäden (z. B. Narben),
  • Beeinträchtigung des alltäglichen Lebens,
  • Mitverschulden des Geschädigten,
  • Fahrlässigkeit oder Vorsatz des Hundehalters und
  • Einkommenslage von Hundehalter und Opfer.

Bei der Bestimmung des Schmerzensgeldes nach einem Hundebiss ist es unerheblich, welche Körperteile verletzt wurden. Vielmehr kann eine Rolle spielen, wie stark sich die Verletzungen auf Alltag und Berufsleben des Geschädigten auswirken. Auch psychische Schäden bzw. Folgeschäden wie Angstzustände können das Schmerzensgeld erhöhen.

 

ACHTUNG: Eine zu hohe Schmerzensgeldforderung gefährdet Ihren Anspruch!

Fordern Sie nach einem Hundebiss ein zu hohes Schmerzensgeld, kann Ihnen das u. a. vor Gericht als versuchte Bereicherung vorgeworfen werden. Im schlimmsten Fall haben Sie dann keinen Schmerzensgeldanspruch mehr.

 

Zur ersten Orientierung bzgl. der Höhe des Schmerzensgeldes nach einem Hundebiss dienen sogenannte Schmerzensgeldtabellen, in denen verschiedene Gerichtsentscheidungen aufgelistet sind. Diese Tabellen sind für die Entscheidung der Gerichte nicht verbindlich.

Im Folgenden haben wir Ihnen relevante Beispiele für Schmerzensgelder nach einem Hundebiss zusammengestellt:

Verletzung

Schmerzens­geld

Urteil

Hundebiss mit Bluterguss

300 Euro

LG Krefeld, 2011

Hundehalterin erleidet mehrere Bisswunden und Quetschungen an beiden Händen durch eigenen Hund aufgrund Stromschlags

500 Euro

LG Bücke­burg, 1997

Hundebiss in den linken Unterschenkel und die linke Hand

1.000 Euro

AG Würz­burg, 2011

Hundebiss mit anschließender Blutvergiftung

2.000 Euro

AG München, 2011

14-jähriger erleidet bei Festnahme mehrere Bisse an beiden Unterarmen, am rechten Oberarm, am Rücken und an den Beinen durch Polizeihund

2.500 Euro

OLG Karls­ruhe, 2015

Um durch eine zu hohe Schmerzensgeldforderung Ihren Anspruch nicht zu gefährden, sollte ein erfahrener und spezialisierter Anwalt Ihren individuellen Einzelfall prüfen, um ein angemessenes Schmerzensgeld zu bestimmen und durchzusetzen. Haben Sie übrigens einen rechtmäßigen Anspruch auf Schmerzensgeld nach einem Hundebiss und setzen diesen erfolgreich durch, übernimmt die Gegenseite sämtliche Anwalts- und Gerichtskosten. Hier Fall schildern & Anspruch prüfen lassen.

Blutende Gesichtsverletzung, Narbenbildung

3.000 Euro

OLG Hamm, 2015

Hundebiss in den Unterarm

4.000 Euro

AG Cloppen­burg, 2013

Hundebiss im Gesicht mit Nasenverletzung

5.000 Euro

LG Hamburg, 2012

Hundehalterin greift in Beißerei zweier Hunde ein und erleidet Bissverletzungen an linker Hand

5.000 Euro

OLG Hamm, 2011

Hundebiss mit Brustverletzung sowie Verletzungen an Unterarm, Schulter und Hand

39.994,78 Euro

LG Duis­burg, 2006

 

Schmerzensgeld nach Hundebiss – Höhe des Anspruchs.

 

LINK-TIPP: Wie die angemessene Schmerzensgeldhöhe bestimmt werden kann, welche Einflussfaktoren es hierfür gibt und welche Nachweise dazu notwendig sind, erfahren Sie in unserem Beitrag zum Schmerzensgeld.

 

1.3 Wer zahlt das Schmerzensgeld?

Ein Hundehalter haftet für Schäden, die durch typische Verhaltensweisen eines Hundes entstehen. Dazu zählen selbstverständlich auch Hundebisse. Sofern der Hundehalter eine Hundehaftpflichtversicherung hat, ist diese für die Zahlung des Schmerzensgeldes nach einem Hundebiss zuständig. Hat der Halter diese Versicherung nicht abgeschlossen, so hat er das Schmerzensgeld selbst zu zahlen.

Zudem muss geprüft werden, ob der Geschädigte unverschuldet gebissen wurde oder nicht. Trägt der Geschädigte keine Mitschuld, so wird das Schmerzensgeld in voller Höhe vom Halter oder seiner Versicherung übernommen.

Eine Mitschuld wird in der Regel angenommen, wenn der Hund durch den Geschädigten provoziert wurde oder dieser während eines Kampfes zweier Hunde dazwischen gegangen ist. In diesen und ähnlichen Fällen ist ein Schmerzensgeld nicht ausgeschlossen, eine Reduzierung dessen aber wahrscheinlich. Entscheidend ist hierbei stets die konkrete Fallkonstellation.

Beispiel:

Greift der Besitzer in einen Kampf zwischen seinem und einem viel stärkeren Hund ein, ist eine grob vermeidbare Selbstgefährdung auszuschließen, weil dem Geschädigten der Schutz seines Hundes anders nicht möglich gewesen wäre – eine Reduzierung der Schmerzensgeldsumme ist hier unwahrscheinlich.

 

HINWEIS:

Die Gefährdungshaftung gilt für den Hundehalter auch dann, wenn der Hund sich zum Zeitpunkt des Vorfalls in der Obhut einer anderen Person befindet. Beispielsweise kann ein behandelnder Tierarzt nicht dazu verpflichtet werden, Schmerzensgeld nach einem Hundebiss zu zahlen, da er im Auftrag des Halters handelt.

 

1.4 Wann verjährt mein Anspruch auf Schmerzensgeld?

Generell verjährt der Anspruch auf Schmerzensgeld drei Jahre nach dem Hundebiss. Dabei setzt die Verjährung am Ende des Jahres ein, in dem es zu dem Biss kam und der Geschädigte Kenntnis über die Identität des Hundehalters erlangt hat. Liegen der Biss und die Kenntniserlangung nicht im selben Jahr, so beginnt die Frist erst zum Ende des Jahres, in welchem Kenntnis über den Hundehalter erlangt wurde.

Beispiel:

Ein Spaziergänger ist im November 2017 von einem freilaufenden Hund in die Wade gebissen worden. Er hat dadurch eine Infektion erlitten, aufgrund derer er mehrere Wochen stationär im Krankenhaus behandelt werden musste. Die Polizei konnte den Hundehalter jedoch erst im Januar 2018 ausfindig machen. Somit beginnt die entsprechende Verjährungsfrist nicht am 31.12.2017, sondern erst am 31.12.2018 – und endet am 31.12.2021.

Da Folgeschäden nach einer Bissverletzung nicht immer absehbar sind, ist es möglich, vor Gericht einen sogenannten Feststellungsantrag einzureichen. Die Verjährung lässt sich hiermit aufschieben und der Anspruch auf Folgeschäden wird für 30 Jahre gesichert – danach kann kein Schmerzensgeldanspruch mehr geltend gemacht werden.

 

Schmerzensgeld Hundebiss

► Sie möchten Ihr Schmerzensgeld bei Hundebiss mit anwaltlicher Unterstützung durchsetzen? Dann kontaktieren Sie uns für ein kostenfreies und unverbindliches Erstgespräch mit unserem Anwalt für Schmerzensgeld. Schildern Sie dafür bitte hier Ihr Anliegen.

 

2. Schmerzensgeld bei Hundebiss beantragen

Um Schmerzensgeld nach einem Hundebiss durchzusetzen, können Sie Ihren Anspruch entweder außergerichtlich über eine Einigung mit der Gegenseite oder durch eine Klage vor Gericht geltend machen. Wie Sie in beiden Fällen vorgehen und was dabei zu beachten ist, erläutern wir Ihnen im Folgenden.

 

2.1 Schmerzensgeld außergerichtlich durchsetzen

Um sich außergerichtlich über die Zahlung eines Schmerzensgeldes nach einem Hundebiss zu einigen, ist zunächst eine schriftliche Schmerzensgeldforderung direkt an den Hundehalter oder dessen Hundehaftpflichtversicherung zu richten. Dieses Schreiben sollte alle relevanten Dokumente zum Vorfall und Beweise der Verletzungen beinhalten. Dies können beispielsweise sein:

  • ärztliche Dokumentation der Verletzungen,
  • Nachweise über mögliche Krankenhausaufenthalte,
  • Krankschreibungen,
  • Nachweise über die Ursache der Verletzungen und
  • psychologische Gutachten – sowie darüber hinaus
  • die konkrete Höhe des geforderten Schmerzensgeldes und
  • eine Fristsetzung für dessen Auszahlung.

Welche Dokumente letztlich bei der Durchsetzung Ihres Schmerzensgeldes relevant sein werden, ist nicht immer eindeutig zu sagen. Hier müssen immer der Einzelfall und dessen Begleitumstände betrachtet werden. Ein erfahrener und spezialisierter Anwalt kann durch eine individuelle Prüfung Ihres Falls die Auswahl der notwendigen Dokumente und Unterlagen sicherstellen.

LINK-TIPP: Für detailliertere Informationen zur Beantragung von Schmerzensgeld lesen Sie unseren Ratgeber-Beitrag zum Thema Schmerzensgeld beantragen.

 

2.2 Schmerzensgeld vor Gericht einklagen

In vielen Fällen können sich Geschädigte nicht mit der gegnerischen Versicherung über ein angemessenes Schmerzensgeld einigen oder die Versicherung weigert sich aufgrund anders aufgefasster Anspruchslage, Schmerzensgeld auszuzahlen. In diesen Fällen ist eine Klage vor Gericht die letzte Option zur Durchsetzung des Anspruchs. Eine Schmerzensgeldklage läuft dabei wie folgt ab:

  • Klageschrift einreichen: Um Schmerzensgeld nach einem Hundebiss vor Gericht einzuklagen, wird zunächst eine Klageschrift beim zuständigen Zivilgericht eingereicht. Bei einem Streitwert unter 5.000 Euro ist dies das Amtsgericht vor Ort, bei einem Streitwert über 5.000 Euro das entsprechende Landesgericht – bei diesem besteht Anwaltszwang.

 

Inhalte der Klageschrift:

  • Datum der Klageerhebung,
  • Name, Anschrift und Telefonnummer des Klägers,
  • Bezeichnung und Anschrift des Gerichts,
  • Name, Anschrift und Telefonnummer des Beklagten,
  • konkrete Forderung an die Gegenseite,
  • Begründung der Forderung durch Schilderung des Vorfalls und
  • Unterschrift des Klägers.

 

Detailliertere Informationen dazu, wo und wie eine Klage einzureichen ist und welchen Inhalt die Klageschrift haben muss, finden Sie in unserem Beitrag zum Thema Klage einreichen.

  • Zahlung des Gerichtskostenvorschusses: Bei Einreichung der Schmerzensgeldklage wird ein Gerichtskostenvorschuss fällig. Dieser richtet sich nach der Höhe des geforderten Schmerzensgeldes. Ausführlichere Informationen hierzu und weiteren möglichen Kosten haben wir in Kapitel 3 – Mögliche Kosten & Kostenübernahme zusammengetragen.
  • Beginn des Klageprozesses: Wurde die Klage vor Gericht eingereicht und der Gerichtskostenvorschuss gezahlt, wird die Klage an die gegnerische Partei (Hundehalter oder dessen Versicherung) zugestellt.
  • Klageverfahren: Im Laufe des Klageverfahrens werden alle Aussagen und Beweise bezüglich des Vorfalls zusammengetragen. Anschließend wird die Schuldfrage geklärt und der Schaden genau beziffert.
  • Entscheidung des Gerichts: Am Ende des Verfahrens steht das Urteil des Gerichts, ob und in welcher Höhe Schmerzensgeld nach dem Hundebiss gezahlt werden muss.
  • Auszahlung des Schmerzensgeldes: Das zugesprochene Schmerzensgeld muss innerhalb einer durch das Gericht festgelegten Frist an den Geschädigten gezahlt werden.

LINK-TIPP: Ausführliche Informationen zu Ablauf, Kosten und Dauer einer Schmerzensgeldklage erhalten Sie in unserem Beitrag Schmerzensgeld einklagen.

 

2.3 Sollte ich einen Anwalt hinzuziehen?

Wenn Sie nach einem Hundebiss Schmerzensgeld beantragen möchten, ist dies oft mit Hürden verbunden. So wird die Gegenseite i. d. R. nicht ohne Weiteres auf Ihre Forderung eingehen. Oftmals wird dann z. B. versucht, die Dokumentation der Schäden oder die Schmerzensgeldforderung in Zweifel zu ziehen.

Für den Geschädigten bedeutet dies eine Belastung, die zusätzlich zum Genesungsprozess an seinen Kräften zehrt. Hier kann ein erfahrener und spezialisierter Anwalt schnell und unkompliziert Abhilfe schaffen und die korrekte Einforderung des Schmerzensgeldes sicherstellen. Er kann durch die richtige juristische Strategie zur Durchsetzung Ihres Anspruchs die zeitnahe Auszahlung des Schmerzensgeldes nach einem Hundebiss erreichen.

Nach der Beauftragung eines Anwalts für Schmerzensgeld kann dieser u. a. folgende Aufgaben übernehmen:

  • Prüfung des Schmerzensgeld- und ggf. Schadensersatzanspruches,
  • Prüfung aller Beweise und Dokumente,
  • Ermittlung der angemessenen Schmerzensgeldhöhe,
  • Vermittlung der Dringlichkeit der Schmerzensgeldforderung bei Hundebiss durch einen anwaltlich verfassten Schmerzensgeldantrag,
  • form- und fristgerechte Einreichung der Klageschrift,
  • Ausarbeitung einer juristischen Strategie, mit der das Schmerzensgeld bei Hundebiss schnell erfolgreich durchgesetzt werden kann.

 

Mit Anwalt Schmerzensgeld nach Hundebiss einfordern.

 

RECHTSBERATUNG-TIPP:

Bereits vor der Beauftragung eines spezialisierten Anwalts kann im Rahmen eines unverbindlichen und kostenfreien Erstgesprächs geprüft werden, ob Sie Anspruch auf Schmerzensgeld bei Hundebiss haben, wie hoch dieses ausfallen kann und welche juristischen Möglichkeiten zur Durchsetzung des Anspruchs bestehen. Zudem werden mögliche Chancen, Risiken und die zu erwartenden Kosten transparent dargelegt. Sie entscheiden anschließend, ob Sie uns mit der Durchsetzung Ihres Anspruchs beauftragen. Schildern Sie bitte hier Ihr Anliegen.

 

3. Mögliche Kosten & Kostenübernahme

Die Kosten für Anwalt und Gericht sind eine anerkannte Schadensposition, die von der Gegenseite zu tragen ist. Bei der Durchsetzung von Schmerzensgeld bei Hundebiss können jedoch u. U. zunächst Anwalts- sowie Gerichtskosten auf Sie zukommen. Die konkrete Höhe dieser richtet sich nach dem sogenannten Streitwert – also dem geforderten Schmerzensgeld. Welche Kosten in Ihrem indviduellen Fall möglich sind, können Sie mittels eines Prozesskostenrechners ermitteln.


Anwaltskosten

Die Kosten für einen Anwalt werden durch das sogenannte Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) geregelt. Nach diesem kann ein Anwalt für seine Leistung folgende Gebühren berechnen:

  • 1,3-fache Verfahrensgebühr für die Erhebung der Klage,
  • 1,2-fache Termingebühr für die Wahrnehmung der Güteverhandlung und des Kammertermins,
  • 1,0-fache Einigungsgebühr für den Abschluss eines Vergleichs.

Alternativ besteht die Möglichkeit einer individuellen Vergütungsvereinbarung zum Festpreis – z. B. in Form einer Abrechnung auf Stundenbasis.


Gerichtskosten

Gerichtskosten beinhalten alle gerichtlichen Gebühren sowie Auslagen des Gerichts. Hierzu gehören z. B. Kosten für die Zeugenbefragung, Sachverständige oder auch für Telekommunikation bzw. Post.

Im Folgenden haben wir Ihnen mögliche Anwalts- sowie Gerichtskosten beispielhaft zusammengefasst:

 

Streitwert

Anwalts- & Gerichtskosten

Bis 500 Euro

192,50 Euro

Bis 2.000 Euro

614,00 Euro

Bis 4.000 Euro

1.009,00 Euro

 

Kostenübernahme

Die Kosten, die durch die Einforderung von Schmerzensgeld nach einem Hundebiss entstehen, lassen sich durch folgende Möglichkeiten reduzieren oder sogar vollständig finanzieren:

  • Gegenseite trägt die Kosten: Bei einem rechtmäßigen Anspruch auf Schmerzensgeld bei Hundebiss und dessen erfolgreicher Durchsetzung übernimmt die Gegenseite grundsätzlich sämtliche Kosten.
  • Prozesskostenhilfe: Bei einer Schmerzensgeldklage ist eine Übernahme der anfallenden Kosten grundsätzlich – bei nachgewiesener Bedürftigkeit – durch Prozesskostenhilfe möglich. Hierzu muss nachgewiesen werden, dass die Kosten für das Gericht sowie den Anwalt nicht aufgebracht werden können. Um Prozesskostenhilfe zu beantragen, kann ein formloser Antrag sowie eine Erklärung über die persönlichen wirtschaftlichen Verhältnisse beim zuständigen Amtsgericht eingereicht werden.
  • Kostenübernahme durch Rechtsschutzversicherung: Oft übernehmen Rechtsschutzversicherungen die Kosten für die Durchsetzung eines Schmerzensgeldanspruchs. Hierzu gehören Anwalts- und Gerichtskosten sowie im Falle einer verlorenen Klage auch die erstattungsfähigen Kosten der Gegenseite. In welchem Umfang die Rechtsschutzversicherung die Kosten übernimmt, hängt von der jeweiligen Police ab.

 

KOSTENFREIE DECKUNGSANFRAGE:

Sollten Sie sich unsicher sein, ob Ihre Rechtsschutzversicherung die Anwalts- und Gerichtskosten übernimmt, stellen wir gerne eine kostenfreie Deckungsanfrage für Sie. Schildern Sie hierzu Ihr Anliegen und geben die relevanten Daten ein.

 

4. Tipp: juristische Hilfe zur Durchsetzung Ihres Schmerzensgeldes bei Hundebiss

Wurden Sie von einem Hund gebissen und haben dadurch körperliche oder psychische Beeinträchtigungen erlitten, steht Ihnen unter Umständen ein Schmerzensgeld zu. Da die eigenmächtige Verhandlung mit dem Hundehalter bzw. dessen Versicherung häufig langwierig und belastend ist, kann ein erfahrener und spezialisierter Anwalt Sie bei der schnellen und konsequenten Durchsetzung Ihrer Ansprüche unterstützen. Dabei stellt er u. a. die Berechnung eines angemessenen Schmerzensgeldes, die umfassende und zweifelsfreie Dokumentation des Vorfalls sowie die zielführenden Verhandlungen mit Gegenseite oder dem Gericht sicher.

 

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Unser Anwalt erläutert Ihnen im kostenfreien Erstgespräch das mögliche Vorgehen.

Ratgeber Mockup
Rebecca Gohla
Ein Artikel von Rebecca Gohla aus der juristischen Redaktion bei advocado

Als Teil der juristischen Redaktion bei advocado steht Rebecca Gohla stetig im Austausch mit Anwälten und anderen Juristen, um Ihnen bei schwierigen Rechtsfragen oder -problemen die besten Lösungsansätze aufzuzeigen. Dabei legt Rebecca großen Wert auf eine verständliche Sprache, damit auch Nicht-Juristen im deutschen Paragraphendschungel den Durchblick behalten und ihre rechtlichen Angelegenheiten schnell, einfach und sorgenfrei erledigen können.

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