Unterlassungsanspruch geltend machen mittels Unterlassungsklage
Unterlassungsanspruch geltend machen mittels Unterlassungsklage
Julia Pillokat
Beitrag von Julia Pillokat
Redakteurin für Rechtsthemen
Aktualisiert am

... Unterlassungsanspruch Unterlassungsanspruch

Wer durch das Verhalten einer anderen Person in seinen Rechten verletzt wird, muss dies nicht hinnehmen. Der Unterlassungsanspruch bietet jedem die Möglichkeit, sich gegen einen widerrechtlichen Eingriff in den Besitz oder die persönlichen Rechte zu wehren. Dieser kann mittels einer Unterlassungserklärung und wenn nötig auch mit einer Klage durchgesetzt werden. Wann Sie Unterlassungsanspruch haben, was Sie bei einer Unterlassungsklage beachten müssen und welche Kosten hierbei entstehen, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Inhalt
  1. Schnell-Check: Was jetzt wichtig ist
  2. 1. Was ist ein Unterlassungsanspruch?
  3. 2. Wann besteht Unterlassungsanspruch?
  4. 3. Unterlassungsanspruch außergerichtlich durchsetzen: So geht es
  5. 4. Unterlassungsanspruch gerichtlich durchsetzen: So geht es
  6. 5. Unterlassungsanspruch erfolgreich geltend machen: Wie kann ein Anwalt helfen?
  7. 6. Mögliche Kosten
  8. 7. Häufige Irrtümer aufgeklärt
Ersteinschätzung erhalten

Unterlassungsanspruch geltend machen mittels Unterlassungsklage

Unterlassungsanspruch geltend machen mittels Unterlassungsklage

Wer durch das Verhalten einer anderen Person in seinen Rechten verletzt wird, muss dies nicht hinnehmen. Der Unterlassungsanspruch bietet jedem die Möglichkeit, sich gegen einen widerrechtlichen Eingriff in den Besitz oder die persönlichen Rechte zu wehren. Dieser kann mittels einer Unterlassungserklärung und wenn nötig auch mit einer Klage durchgesetzt werden. Wann Sie Unterlassungsanspruch haben, was Sie bei einer Unterlassungsklage beachten müssen und welche Kosten hierbei entstehen, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Schnell-Check: Was jetzt wichtig ist

Ein Unterlassungsanspruch ist das Recht, von einer anderen Person zu verlangen, eine rechtsverletzende Störung künftig zu unterlassen.

Gilt, wenn …

  • ein Recht verletzt wird (z. B. Eigentum/Besitz, Persönlichkeitsrecht, Kennzeichen-/Urheberrechte),
  • keine Duldungspflicht besteht (also keine gesetzliche/vertragliche Erlaubnis),
  • Wiederholungsgefahr besteht – oder bei drohender Erstverletzung eine konkrete Erstbegehungsgefahr.

Sonderfall – wann Sie schnell reagieren sollten:

  • Wenn Sie eine Unterlassungserklärung erhalten haben: nicht vorschnell unterschreiben – eine Unterschrift kann weitreichende, langfristige Pflichten und Vertragsstrafen auslösen.
  • Bei Gewalt, Bedrohung oder Nachstellungen: zivilrechtliche Schutzanordnungen (z. B. nach Gewaltschutzgesetz) und ggf. sofortige Schutzmaßnahmen kommen in Betracht.

Wichtigste Frist: Häufig gilt die regelmäßige Verjährung von 3 Jahren. Sie beginnt grundsätzlich mit dem Schluss des Jahres, in dem der Anspruch entstanden ist und Sie von Verletzung und Störer Kenntnis hatten (oder hätten haben müssen). In Spezialmaterien können abweichende, teils kürzere Fristen gelten.

Das sollten Sie bereithalten

  • kurze Chronologie (wann was passiert ist),
  • Beweise (z. B. Screenshots/Links, Fotos, Lärmprotokoll, Zeugen, Schriftverkehr),
  • Daten zur Person/Organisation des Störers,
  • ggf. Eigentums-/Nutzungsnachweise (z. B. Mietvertrag, Grundbuchauszug) und bereits versandte Schreiben.

Häufigster Fehler: Beweise werden zu spät gesichert – oder der Unterlassungsantrag/die Unterlassungserklärung wird zu weit gefasst und schafft neue Risiken.

So ordnen Sie Ihren Fall schnell ein

  1. Worum geht es?
    • Eigentum/Besitz/Nachbarschaft (z. B. unerlaubte Nutzung, Immissionen wie Lärm/Rauch)
    • Äußerung/Online (z. B. Bewertung, Post, Beleidigung/üble Nachrede)
    • Arbeitsumfeld (z. B. Mobbing)
    • Urheber/Marke/Wettbewerb (z. B. Foto-, Marken- oder Produktkopien)
    • Gewalt/Nachstellungen (Kontaktverbote/Annäherung)
  2. Was ist das Ziel?
    Reines „Aufhören“ reicht oft nicht: Je nach Fall kann auch ein aktives Handeln nötig sein (z. B. Löschung, Rückruf, Einwirkung auf Dritte, Deaktivierung von Inhalten).
  3. Was ist der nächste sinnvolle Schritt?
    In vielen Konstellationen: Beweise sichern → schriftlich zur Unterlassung auffordern (häufig als Abmahnung) → bei weiterer Störung gerichtliche Schritte prüfen.

Fakt vs. Einzelfall: Was ist sicher – und wo kommt es wirklich darauf an?

Sicher ist:

  • Unterlassung zielt auf Zukunft: Sie sollen vor weiteren Rechtsverletzungen geschützt werden.
  • Entscheidend sind Rechtsverletzung + Gefahr weiterer Verletzungen (Wiederholungs-/Erstbegehungsgefahr).
  • Vor dem Landgericht müssen sich Parteien grundsätzlich anwaltlich vertreten lassen.

Auf den Einzelfall kommt es besonders an bei:

  • der richtigen Anspruchsgrundlage (BGB vs. Spezialgesetze wie UrhG/MarkenG/UWG),
  • der Frage, wer „Störer“ ist (Täter, Mitverantwortliche, Betreiber),
  • der Formulierung von Unterlassungserklärung und Klageantrag (zu weit/zu eng = Risiko),
  • Dringlichkeit (Eilverfahren ja/nein),
  • Streitwert, Zuständigkeit und Kostenrisiko.

1. Was ist ein Unterlassungsanspruch?

Der Unterlassungsanspruch steht jedem gesetzlich zu. Er befähigt dazu, rechtsverletzende Handlungen eines anderen zu untersagen.

Unterlassungsanspruch besteht, wenn

  • jemand in Ihre persönlichen Rechte eingreift, weil er
  • Ihr Eigentum widerrechtlich verwendet oder
  • Ihre Persönlichkeitsrechte verletzt.

Dieser wird mit einer Unterlassungserklärung durchgesetzt. Bleibt das erfolglos, kann Unterlassungsklage erhoben werden. Ob der Beschuldigte in böser Absicht handelt oder nicht, ist irrelevant.

Wann Sie Unterlassungsanspruch haben und diesen geltend machen können – und in welchen Fällen nicht –, erfahren Sie im folgenden Kapitel.

2. Wann besteht Unterlassungsanspruch?

Ein Unterlassungsanspruch besteht, wenn

  • das Verhalten einer Person Sie in Ihren Rechten verletzt,
  • keine Duldungspflicht, aber
  • Wiederholungsgefahr für das widerrechtliche Handeln besteht.

Zur Duldung einer Störung ist der Eigentümer dann verpflichtet, wenn

  • die Handlung gesetzlich oder vertraglich erlaubt ist,
  • der Person Nießbrauch am Eigentum zusteht oder
  • der Störende zur Wahrung seiner eigenen Rechte entsprechend handelt.

Der Unterlassungsanspruch gilt auch, wenn Sie z. B. Mobbing am Arbeitsplatz durch Kollegen oder Mobbing durch Ihren Chef ausgesetzt sind. Wann eine Anzeige wegen Mobbings sinnvoll sein kann, erfahren Sie in unserem Beitrag „Mobbing-Anzeige sinnvoll? Möglichkeiten zur nachhaltigen Problemlösung“.

Weitere widerrechtliche Handlungen, bei denen Sie Ihren Unterlassungsanspruch geltend machen können, sind zudem:

  • unerlaubte Mitbenutzung Ihres Eigentums,
  • Urheberrechtsverletzungen,
  • Markenrechtsverletzungen,
  • Verleumdung, Beleidigung und üble Nachrede,
  • Ruhestörung,
  • Stalking.
Rechtsberatung
Rechtsgrundlage:

Der Unterlassungsanspruch beruht auf § 1004 BGB. Darin heißt es sinngemäß: Wird das Eigentum anders als durch Entziehung oder Einbehaltung beeinträchtigt, kann der Eigentümer vom widerrechtlich Handelnden die Unterlassung dieser Störung verlangen. Unterlässt die Person die störende Handlung dann nicht, kann Klage auf Unterlassung erhoben werden. Ist der Eigentümer zur Duldung des störenden Verhaltens verpflichtet, besteht hingegen kein Unterlassungsanspruch.

Wie Sie den Unterlassungsanspruch mittels einer Klage geltend machen können, erfahren Sie im folgenden Kapitel.

3. Unterlassungsanspruch außergerichtlich durchsetzen: So geht es

Schriftlich zur Unterlassung auffordern: Abmahnung schreiben

Bevor man klagt, wird der Störer in der Praxis häufig außergerichtlich aufgefordert, das Verhalten zu unterlassen. Das kann – je nach Rechtsgebiet – als formale Abmahnung erfolgen oder als „normale“ schriftliche Aufforderung.

Ziel ist, die Wiederholung zu verhindern und – wenn möglich – eine Lösung ohne Gerichtsverfahren zu erreichen.

Unterlassungserklärung: Chance und Risiko

Eine Unterlassungserklärung ist (vereinfacht) eine verbindliche Zusage, ein bestimmtes Verhalten künftig zu unterlassen – oft mit Vertragsstrafe für den Fall eines Verstoßes. Das ist wirkungsvoll, aber riskant:

  • Formulierungen können zu weit reichen (mehr Pflichten als nötig).
  • Verstöße können teuer werden (Vertragsstrafe oder später Ordnungsmittel).
  • Häufig genügt nicht nur „nichts mehr tun“: Es kann aktives Handeln erforderlich sein (z. B. Löschung, Rückruf, Einwirkung auf Dritte).

Gerade wenn Sie eine Unterlassungserklärung erhalten haben, lohnt sich besondere Vorsicht: Unterschrift nur, wenn Inhalt, Reichweite und Risiko verstanden sind.

4. Unterlassungsanspruch gerichtlich durchsetzen: So geht es

Klagearten: „normal“ und vorbeugend

  • Die reguläre Unterlassungsklage richtet sich gegen eine bereits eingetretene Rechtsverletzung mit Wiederholungsgefahr.
  • Eine vorbeugende Unterlassungsklage kommt nur in Betracht, wenn eine Rechtsverletzung konkret droht (bloßer Verdacht reicht typischerweise nicht).

Zuständiges Gericht und Anwaltszwang

Für zivilrechtliche Streitigkeiten ist die Zuständigkeit häufig vom Streitwert abhängig:

  • bis 10.000 €: in vielen Fällen Amtsgericht,
  • darüber: regelmäßig Landgericht; dort gilt grundsätzlich Anwaltszwang.

Je nach Rechtsgebiet gibt es außerdem Spezialzuständigkeiten (z. B. bei bestimmten IP-/Wettbewerbssachen), die von der reinen Streitwertlogik abweichen können.

Was muss in die Klageschrift?

Eine Klage wird durch eine Klageschrift erhoben. Mindestanforderungen sind insbesondere: Parteien und Gericht, Anspruchsgrund sowie ein bestimmter Antrag. Beweismittel werden typischerweise benannt und beigefügt, soweit möglich.
Eine eidesstattliche Versicherung ist nicht in jedem Fall zwingender „Pflichtinhalt“, kann aber je nach Verfahren/Beweislage eine Rolle spielen.

Was passiert bei Verstößen gegen ein gerichtliches Unterlassungsgebot?

Wird ein Unterlassungstitel verletzt, kann das Gericht auf Antrag Ordnungsmittel festsetzen (Ordnungsgeld/Ordnungshaft).
Ein rechtskräftiger Titel kann zudem zu einer langen Durchsetzbarkeit führen (häufig wird in diesem Zusammenhang eine 30-jährige Verjährungsfrist für titulierte Ansprüche genannt).

Achtung
Achtung:

Die vorbeugende Unterlassungsklage ist nur in Ausnahmefällen zulässig. Besteht lediglich der Verdacht, dass der Beschuldigte sich bald rechtswidrig verhalten wird – ihm ein solches Verhalten bisher aber nicht nachgewiesen werden kann –, muss genau geprüft werden, ob die Festlegung einer Strafzahlung rechtens ist.

5. Unterlassungsanspruch erfolgreich geltend machen: Wie kann ein Anwalt helfen?

Greift jemand gegen Ihren Willen in Ihre Rechte ein, können Sie sich dagegen wehren. Die Würde und Rechte jedes Menschen sind unantastbar und müssen durch Gerichte wirksam geschützt werden. Ein Anwalt kann Sie bereits vor einem zivilrechtlichen Prozess dabei unterstützen, Ihren Unterlassungsanspruch durchzusetzen.

Eine individuelle Prüfung ist besonders relevant, wenn …

  • Inhalte/Äußerungen sich rasch verbreiten oder gelöscht werden könnten (Beweise sind „flüchtig“),
  • unklar ist, wer Störer ist (z. B. Plattform/Account/Unternehmen/Mehrpersonenlage),
  • es um Äußerungsrecht geht (Abgrenzung Meinung/Tatsache, Kontext, Wahrheit),
  • Sie selbst bereits eine Abmahnung/Unterlassungserklärung erhalten haben,
  • Eilverfahren (einstweilige Verfügung) realistisch ist,
  • mehrere Rechtsgebiete ineinandergreifen (z. B. IP + Wettbewerbsrecht + Vertragsrecht),
  • erhebliche Kosten-/Streitwertfragen im Raum stehen.

Der Anwalt kann eine objektive Einschätzung zur Sachlage geben und eine rechtlich korrekte Unterlassungserklärung gewährleisten. Bei Verstoß gegen diese kann er eine Unterlassungsklage vorbereiten, einen angemessenen Schadensersatz bestimmen und Ihre Interessen mithilfe einer geeigneten Strategie vor Gericht durchsetzen.

Wenn Sie möchten, können Sie über advocado eine kostenlose Ersteinschätzung anfragen, um die passende Vorgehensweise (außergerichtlich/gerichtlich/Eilverfahren) und typische Risiken für Ihren Fall einordnen zu lassen.

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Beispiel-Fälle zur Orientierung

Fall 1: Nachbarschaft – wiederkehrende Ruhestörung

  • Ausgangslage: Wiederholter nächtlicher Lärm, Protokoll und Zeugen vorhanden.
  • Vorgehen: Beweise sichern (Protokoll/Zeugen), schriftliche Aufforderung zur Unterlassung, bei Fortsetzung gerichtliche Klärung prüfen.
  • Ergebnis: Häufig lässt sich das Verhalten schon außergerichtlich eindämmen; bei anhaltender Störung kann ein gerichtlicher Titel nötig werden.
  • Learning: Ohne saubere Dokumentation wird die Durchsetzung schnell schwierig.

Fall 2: Online – ehrverletzende Behauptung in Social Media

  • Ausgangslage: Post enthält eine konkrete Tatsachenbehauptung, die rufschädigend ist; Screenshots liegen vor.
  • Vorgehen: Beweise sichern (Screenshots/URLs/Datum), Einordnung „Tatsache vs. Meinung“, außergerichtliche Aufforderung/Löschung verlangen, bei Eile Eilrechtsschutz prüfen.
  • Ergebnis: Ob Unterlassung durchsetzbar ist, hängt stark von Wahrheit/Beweisbarkeit, Kontext und Wiederholungsgefahr ab.
  • Learning: Der Antrag muss sehr präzise formuliert sein – „zu weit“ kann nach hinten losgehen.

Fall 3: Urheberrecht – Foto ohne Erlaubnis auf Website genutzt

  • Ausgangslage: Eigenes Foto erscheint auf fremder Seite; Nutzung ist dokumentiert.
  • Vorgehen: Beweise sichern (Screenshot/Quellcode/Archiv), Abmahnung/Unterlassungserklärung prüfen, ggf. Unterlassung + Nebenansprüche (z. B. Auskunft/Schadensersatz) einordnen.
  • Ergebnis: Unterlassung ist häufig der zentrale Hebel; Streitwert und Kosten können jedoch deutlich höher liegen als erwartet.
  • Learning: IP-Fälle sind oft kostenintensiver – frühe Risikoabschätzung lohnt sich.

6. Mögliche Kosten

Die Kosten hängen vor allem ab von:

  • Streitwert/Gegenstandswert (Hebel für Gerichts- und Anwaltsgebühren),
  • Aufwand und Umfang (außergerichtlich, Klage, Vergleich, Eilverfahren),
  • Zahl der Beteiligten, Beweisaufnahme, Sachverständige.

Typische Kostenpositionen:

  • Anwaltskosten (gesetzlich nach RVG oder per Vergütungsvereinbarung),
  • Gerichtskosten,
  • ggf. Kosten für Zustellungen, Reisen, Gutachten.

Im Zivilprozess gilt häufig der Grundsatz „wer verliert, zahlt“ (mit Ausnahmen, z. B. bei teilweisem Obsiegen oder besonderen Verfahrenskonstellationen).
Wichtig: Ob und in welchem Umfang Kosten am Ende erstattet werden, ist einzelfallabhängig – insbesondere bei Vergleichen, Teilerfolgen oder besonderen Rechtsgebieten.

7. Häufige Irrtümer aufgeklärt

Richtig ist: In vielen Fällen wird außergerichtlich aufgefordert, aber ob das zwingend ist, hängt vom Rechtsgebiet und der konkreten Lage ab.
Was ist zu prüfen: Rechtsgebiet, Dringlichkeit, Risiko einer Kostenfolge bei „vorschnellem“ Klagen.

Richtig ist: Eine Unterlassungserklärung kann weitreichende Pflichten und Vertragsstrafen auslösen – oft langfristig.
Was ist zu prüfen: Reichweite („zu weit“?), konkrete verbotene Handlung, Vertragsstrafe, aktive Handlungspflichten (Löschung/Einwirkung auf Dritte).

Richtig ist: Je nach Fall kann ein aktives Tun nötig sein, um die Störung wirklich zu beenden (z. B. Inhalte entfernen, Links deaktivieren).
Was ist zu prüfen: Welche Störung wirkt fort? Welche Maßnahmen sind zumutbar/erforderlich?

Richtig ist: Oft trägt die unterliegende Partei die Kosten, aber es gibt Ausnahmen (Teilerfolg, Vergleich, besondere Konstellationen).
Was ist zu prüfen: Prozessrisiko, Vergleichsszenarien, Streitwert, Erfolgsaussichten.

Richtig ist: 30 Jahre betrifft typischerweise die Verjährung titulierte Ansprüche (also nach Urteil/Vergleich als Titel). Der Anspruch an sich und seine Verjährung können anders zu beurteilen sein – je nach Rechtsgebiet und Störungsgeschehen.
Was ist zu prüfen: Gibt es bereits einen Titel? Liegt eine fortdauernde Störung vor? Gelten Spezialfristen?

Transparenz-Hinweis

Dieser Beitrag informiert über die Rechtslage in Deutschland (Stand: 28.05.2026). Er ersetzt keine individuelle Rechtsberatung.

Quellen

  • § 1004 BGB (Beseitigungs- und Unterlassungsanspruch)
  • § 23 GVG (Zuständigkeit Amtsgericht bis 10.000 €)
  • § 78 ZPO (Anwaltszwang vor Landgerichten)
  • § 253 ZPO (Mindestinhalt der Klageschrift)
  • § 890 ZPO (Ordnungsmittel bei Verstoß gegen Unterlassungstitel)
  • §§ 195, 199 BGB (Regelverjährung und Beginn)
  • § 91 ZPO (Kosten des Rechtsstreits)
  • § 1 GewSchG (Schutzanordnungen bei Gewalt/Nachstellungen)

Letzte Aktualisierung

28.05.2026

  • Direkt am Anfang steht jetzt eine kurze Orientierung, damit man schneller weiß, ob Unterlassung hier überhaupt passt.
  • Es ist klarer getrennt, welche Regeln meistens gelten – und wo es wirklich auf Details im Einzelfall ankommt.
  • Die Infos zu zuständigem Gericht und Anwaltspflicht sind auf den aktuellen Stand gebracht.
  • Kosten und Risiken sind verständlicher erklärt, ohne „Das bekommen Sie sicher zurück“-Aussagen.
  • Es gibt Beispiele aus der Praxis und typische Irrtümer mit klaren Prüfpunkten.
  • Am Ende stehen die wichtigsten Gesetzesquellen in kompakter Form.
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