AGB prüfen lassen: So schützen Sie sich vor Abmahnungen

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AGB prüfen lassen

Rechtssicherer Schutz vor Abmahnungen und unwirksamen Klauseln

Fehlerhafte und veraltete AGB zählen zu den häufigsten Gründen für eine Abmahnung. Ein advocado Partner-Anwalt überprüft Ihre AGB und passt diese unkompliziert und rechtssicher an Ihr Geschäftsmodell an.

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Warum sollte ich AGB von einem Anwalt prüfen lassen?

Fehlerhafte AGB zählen zu den Hauptgründen für Abmahnungen von Online-Händlern. Oft wird dabei mehrfach abgemahnt. Mit der Überprüfung Ihrer AGB durch einen advocado Partner-Anwalt sorgen Sie für die nötige Rechtssicherheit.

  • Rechtsgültigkeit

    Fehlerhafte Klauseln sind häufig nicht rechtsgültig und können zu Ihrem Nachtteil ausgelegt werden. Ein advocado Partner-Anwalt stellt sicher, dass die Klauseln Ihrer AGB korrekt formuliert und rechtswirksam sind.

  • Schutz vor Abmahnungen

    Ein Anwalt haftet für die korrekte Überprüfung und Korrektur Ihrer AGB. So sind Sie vor hohen Folgekosten geschützt.

  • Unkompliziert & schnell

    Nachdem Sie Ihr Anliegen geschildert haben, kontaktiert Sie unser Anwalt innerhalb von 2 Stunden für eine kostenlose Ersteinschätzung. Wenn gewünscht, beginnt er umgehend mit der Prüfung Ihrer AGB.

Warum advocado?

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Ein advocado Partner-Anwalt schützt Ihren Namen – ortsunabhängig & ohne Termin in der Kanzlei.

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Über 375.000 zufriedene Kunden bewerteten unsere Partner-Anwälte mit 4,82 Sternen.

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Ein Anwalt für AGB-Recht meldet sich innerhalb von zwei Stunden zurück (Mo.-Fr. 09:00 bis 18:00 Uhr).

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AGB Prüfung – So läuft die AGB Prüfung ab

  1. Anliegen schildern

    Sie schildern uns einfach online Ihr Anliegen. Relevante Dokumente können Sie in unserem verschlüsselten Kundenbereich sicher hochladen.

  2. Kostenlose Ersteinschätzung

    Ein advocado Partner-Anwalt kontaktiert Sie umgehend für eine kostenlose Ersteinschätzung. Er informiert Sie über Ablauf, Kosten & Dauer der Prüfung Ihrer AGB.

  3. Festpreisangebot

    Sie erhalten ein auf Ihre rechtlichen Anforderungen und Wünsche individuell abgestimmtes Angebot zum Festpreis. Es umfasst eine transparente Aufstellung aller Kosten und Leistungen. Sie entscheiden, ob Sie es annehmen möchten.

  4. AGB prüfen lassen

    Ein Anwalt für AGB-Recht prüft Ihre AGB auf fehlerhafte und nachteilige Klauseln. Der Anwalt haftet für die rechtsgültige Prüfung und Korrektur.

Ratgeberartikel: AGB prüfen lassen – das ist zu beachten

Schnell-Check: Was jetzt wichtig ist

So ordnen Sie Ihren Fall schnell ein

Eine AGB-Prüfung kann klären, ob Ihre AGB richtig in Verträge einbezogen werden und keine unwirksamen oder angreifbaren Klauseln enthalten.

Gilt, wenn …

  • Sie AGB im Onlineshop, auf Plattformen/Marktplätzen oder in Angeboten/Verträgen regelmäßig verwenden.
  • Sie Muster/Generator-AGB genutzt oder Textbausteine übernommen haben.
  • sich Zielgruppe (B2B/B2C), Leistungen/Produkte, Prozesse, Preise, Liefer- oder Kündigungsmodelle geändert haben.

Sonderfall (wann allgemeine Infos nicht reichen):

  • Sie haben bereits eine Abmahnung oder eine Aufforderung zur Unterlassung erhalten.
  • Sie verkaufen grenzüberschreitend (Auslandskundschaft, fremde Rechtsordnungen, Mehrsprachigkeit).
  • Ihre AGB sollen komplexe Modelle abbilden (SaaS/Subscriptions, digitale Inhalte, Marktplatz-Logik, variable Lieferzeiten, Branchenbesonderheiten).

Wichtigste Frist: Bei einer Abmahnung gilt die im Schreiben gesetzte Reaktionsfrist; sie läuft in der Praxis ab Zugang des Schreibens – nicht ab dem Datum auf dem Briefkopf.

Benötigte Informationen / Unterlagen für eine Prüfung

  • aktuelle AGB (Datei/Link) und die Seiten/Prozesse, in denen sie angezeigt werden
  • Checkout-/Buchungsprozess (Screenshots/Link), inkl. Checkboxen/Bestellbutton-Text
  • Zielgruppe: Verbraucher (B2C), Unternehmen (B2B) oder beides
  • Produkt-/Leistungsbeschreibung, Preis-/Zahlungsmodelle, Liefer-/Leistungsfristen
  • Widerruf/Retouren-Prozess (bei B2C), Kündigungs- und Laufzeitmodelle (z. B. Abo)
  • Länder/Sprachen, in denen Sie anbieten (DACH/EU/weltweit)

Häufigster Fehler: AGB werden aus Musterquellen übernommen und online gestellt, ohne Einbeziehung im Prozess (wo/wie wird zugestimmt?) und Zielgruppe (B2B vs. B2C) sauber abzugleichen.

Fakt vs. Einzelfall: Was ist sicher – und wo kommt es wirklich darauf an?

Sicher ist:

  • AGB unterliegen der Kontrolle der §§ 305–310 BGB; bestimmte Klauseln sind im B2C-Bereich regelmäßig unzulässig (insbesondere nach § 309 BGB).
  • Unwirksame Klauseln gelten im Streitfall nicht; an ihre Stelle treten häufig gesetzliche Regelungen.
  • Ob AGB überhaupt gelten, hängt entscheidend davon ab, ob sie wirksam einbezogen wurden.

Kommt auf den Einzelfall an:

  • ob eine Klausel nach § 308 BGB „zumutbar“ ist (Wertung nach Inhalt, Gestaltung, Branche, Risikoverteilung)
  • welche Klauseln im B2B-Verkehr zulässig sind (mehr Spielraum als bei Verbrauchern, aber nicht grenzenlos)
  • wie Ihre Prozesse tatsächlich aussehen (Bestellstrecke, Vertragsschluss, Kommunikation, Dokumentation)
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Ein advocado Partner-Anwalt informiert Sie in einer kostenlosen Ersteinschätzung über alle gesetzlichen Vorgaben, wichtige Klauseln und Kosten.
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1. Gibt es eine AGB-Pflicht?

Die Benutzung von AGB (Allgemeine Geschäftsbedingungen) ist keine gesetzliche Pflicht – nutzen Unternehmen keine AGB, gelten für Geschäfte mit Verbrauchern automatisch die gesetzlichen Bestimmungen z. B. des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) bzw. die Regelungen des Handelsgesetzbuches (HGB) für Geschäftsbeziehungen zwischen Unternehmen (B2B).

Aber: Für Unternehmen gelten laut § 312d BGB zahlreiche Belehrungs- und Informationspflichten. Zur Umsetzung dieser Verpflichtungen eignen sich AGB am besten.

So müssen Unternehmen ihre Kunden vor Vertragsabschluss über wichtige Vertragsinhalte – z. B. Preise, Lieferung und Rückgabemöglichkeiten – informieren. Mit AGB lassen sich diese Informationen übersichtlich für Kunden aufbereiten.

Darüber hinaus bringt die Verwendung von AGB folgende Vorteile:

  • Einheitliche Verträge: AGB dienen als einheitliche Vertragsgrundlage, sodass nicht für jedes Geschäft ein individueller Vertrag auszuhandeln ist. Unternehmer können im Voraus über wichtige Einzelfragen entscheiden und Zeit und Geld sparen.
  • Risiken im B2B-Geschäft minimieren: Nutzen Unternehmen im B2B-Geschäft keine eigenen AGB, gelten automatisch die AGB des Geschäftspartners, die zu dessen Vorteil verfasst sind. Nutzen beide Unternehmen AGB, lassen sich mögliche Benachteiligungen vermeiden, da bei sich widersprechenden Klauseln die gesetzlichen Regelungen gelten.
  • Günstige Vertragsgestaltung: Wenn Unternehmer AGB erstellen lassen, haben sie die Möglichkeit, gesetzliche Bestimmungen inhaltlich nach Ihren Vorstellungen zu gestalten. Ist im BGB z. B. nur von „angemessenen Fristen“ die Rede, können Unternehmer diese in ihren AGB individuell bestimmen.

Unternehmen profitieren jedoch nur von den Vorteilen individueller AGB, wenn sie korrekt eingebunden sind. Notwendig ist ein konkreter Hinweis auf die AGB, sodass Kunden sie vor Vertragsabschluss in klarer und verständlicher Form zur Kenntnis nehmen können – andernfalls gelten die gesetzlichen Bestimmungen.

2. Warum sollte ich AGB prüfen lassen?

Nutzen Unternehmen AGB, sind nach §§ 305 bis 310 BGB zahlreiche gesetzliche Vorschriften zu beachten. So dürfen AGB z. B. Kunden nicht unangemessen benachteiligen und müssen zum individuellen Geschäftsmodell sowie zur Branche passen. Der Grad zwischen Zulässigkeit und Unzulässigkeit von AGB-Klauseln ist oft schmal und für juristische Laien kaum erkennbar.

Um sicherzustellen, dass Ihre AGB allen Anforderungen rechtskonform entsprechen, empfiehlt es sich u. a. aus folgenden Gründen die AGB prüfen zu lassen:

Veränderungen in der Rechtsprechung

Da sich die Rechtsprechung im Verbraucherrecht schnell ändert, können einzelne AGB-Klauseln unbemerkt ihre Rechtsgültigkeit verlieren. Ungültige Klauseln gehen immer zu Lasten des Unternehmens und werden im Falle eines Rechtsstreits zu Gunsten der Kunden ausgelegt.

Schon kleinste Nuancen im Wortlaut können eine Klausel unzulässig machen, wie folgende Beispiele zeigen:

  • Teillieferungen: „Der Händler ist zur Teillieferung berechtigt“ wurde vom Landgericht Regensburg (1 HK O 2360/13) als unrechtmäßig eingestuft. Die Klausel impliziere, der Verkäufer hätte die Wahl, welchen Teil einer Bestellung er tatsächlich versendet.
  • Ungenaue Lieferzeit: Ungenaue Formulierungen wie „in der Regel“ oder Circa-Angaben zur Lieferzeit hat das KG Berlin (5 W 73/07) für unzulässig erklärt. Die Lieferung könne sonst nach Belieben des Händlers stattfinden.
  • Rücksendung nur in Originalverpackung: „Bitte senden Sie uns die Ware in der Originalverpackung zurück und legen Sie den beigefügten Rücksendeschein ausgefüllt dazu“ wurde vom OLG Hamm (11 U 102/04) als unzulässig gewertet. Die Verwendung der Originalverpackung darf keine zwingende Voraussetzung für die Rücksendung sein.

Auch neue gesetzliche Regelungen können nach einer AGB-Prüfung Ergänzungen notwendig machen: So verpflichtete z. B. die DSGVO viele Unternehmen dazu, ihre Datenschutzrichtlinien innerhalb der AGB zu überarbeiten.

Indem Sie Ihre AGB prüfen lassen, stellen sie u. a. sicher, dass alle Klauseln auf dem neuesten Stand sind und die gesetzlichen Vorgaben erfüllen.

AGB-Generator oder Muster verwendet

AGB-Generatoren und Muster sollen eine große Bandbreite möglicher Geschäftsmodelle abdecken – die individuellen Rahmenbedingungen eines Unternehmens können sie aber häufig nicht berücksichtigen. Bestimmte Klauseln können so fehlerhaft und ungültig bzw. unwirksam sein.

Wenn Sie Generatoren oder Muster nutzen, können Sie Ihre AGB prüfen lassen, um fehlerhafte oder unzureichende Klauseln zu korrigieren.

Fremde AGB zu kopieren kann nach einem Urteil des Amtsgerichts Köln (137 C 568/12) eine Verletzung des Urheberrechts darstellen. Häufig suchen deren Urheber oder Lizenzinhaber gezielt nach unbefugt genutzten AGB im Internet, um die Urheberrechtsverletzung abzumahnen und Unterlassung sowie Schadensersatz zu verlangen.

Veränderungen im Unternehmen

Da das Waren- bzw. Dienstleistungsangebot und das Geschäftsmodell die AGB-Inhalte bestimmen, sollten Sie Ihre AGB überprüfen lassen, wenn innerhalb dieser Bereiche Veränderungen anstehen. Ansonsten können wichtige Informationen fehlen oder einzelne Klauseln unpassend sein.

Wollen Sie Ihre Produkte oder Dienstleistungen auch im Ausland anbieten, müssen Ihre AGB zudem das Verbraucherrecht des jeweiligen Landes berücksichtigen.

Einige Begriffe des deutschen Rechts gelten im Ausland nicht, sodass eine bloße Übersetzung in die jeweilige Landessprache nicht ausreicht. Durch eine AGB-Prüfung können Sie die Geschäftsbedingungen rechtssicher an die ausländischen Rechtsbedingungen anpassen.

Nicht nur Unternehmen profitieren von rechtssicheren AGB, sondern auch Kunden. Korrekte AGB mit verständlichen, übersichtlichen und verbraucherfreundlichen Klauseln geben Kunden ein gutes & sicheres Gefühl beim Einkaufen.

Abmahnungen ausschließen

Passen die AGB nicht zum Geschäftsmodell, zum Waren- oder Dienstleistungsangebot oder sind einzelne AGB-Klauseln fehlerhaft, können Abmahnungen von Verbraucherverbänden, Abmahnvereinen oder Wettbewerbern drohen.

Laut den Trusted Shops Abmahnumfragen der letzten Jahre sind fehlerhafte AGB-Klauseln häufige Abmahngründe. Eine Abmahnung ist nicht nur teuer – zusätzlich fordern Abmahner meist noch eine strafbewehrte Unterlassungserklärung.

Eine Unterschrift verpflichtet dazu, weitere Rechtsverstöße in den AGB zu unterlassen. Kommt es versehentlich zu weiteren Verstößen – etwa weil sich weitere Klauseln als fehlerhaft herausstellen –, ist zusätzlich eine hohe Vertragsstrafe fällig.

Indem Sie Ihre AGB prüfen lassen, können Sie inhaltliche und formale Fehlerquellen umgehen. Zudem erhalten Sie durch eine anwaltliche AGB-Prüfung abmahnsichere Geschäftsbedingungen.

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3. Wie läuft eine AGB-Prüfung ab?

Eine AGB-Prüfung hat 2 Schritte: Inhaltskontrolle und Einzelfallprüfung.

1. Inhaltskontrolle

Die Geschäftsbedingungen werden bei einer AGB-Prüfung zunächst auf unzulässige Klauseln überprüft. Sind in § 309 BGB genannte Inhalte enthalten, sind die davon betroffenen Klauseln unwirksam und müssen gesetzeskonform angepasst werden.

Gibt es in den Bedingungen Klauseln mit in § 308 BGB aufgeführten Inhalte enthalten, müssen diese einer Einzelfallprüfung unterzogen werden.

2. Einzelfallprüfung

Bei der Einzelfallprüfung im Rahmen der AGB-Prüfung wird bei jeder von § 308 BGB ist betroffenen Klausel bewertet, ob sie zumutbar ist. Ist sie dies nicht, ist sie zu entfernen oder gesetzeskonform anzupassen.

4. Wer übernimmt die AGB-Prüfung?

Damit Ihre Geschäftsbedingungen auf dem neuesten Stand sind und nicht gegen gesetzliche Vorgaben verstoßen, kann es empfehlenswert sein, auf juristische Expertise zurückzugreifen und die AGB prüfen zu lassen.

Ein Anwalt für AGB-Recht kennt die aktuelle Rechtsprechung, identifiziert kritische Klauseln und passt diese im Rahmen der AGB-Prüfung rechtskonform an. So ist sicher, dass Ihre AGB alle gesetzlichen Vorgaben erfüllen – und Sie vor teuren Abmahnungen geschützt sind.

Wenn Sie Ihre AGB vom Anwalt prüfen lassen, stellt er Folgendes sicher:

  • Wirksamer Einbezug der AGB an allen relevanten Stellen
  • Erfüllung aller wichtigen Informationspflichten in den AGB
  • Vermeidung widerrechtlicher Klauseln
  • Rechtskonforme Anpassungen nach Ihren Vorstellungen
  • Schaffung einer fairen Vertragsgrundlage
  • Passende AGB für Ihr Geschäftsmodell und Ihr individuelles Angebot
  • Schutz vor Abmahnungen

Ein Anwalt prüft ebenso, ob Ihre AGB korrekt in den Kaufvertrag einbezogen sind – erst dann sind sie wirksam. Bei AGB für Dienstleistungen gelten hierzu beispielsweise andere Vorschriften als bei AGB für Onlineshops.

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Beispiel-Fälle zur Orientierung

Fall 1: Onlineshop nutzt Generator-AGB

Ausgangslage: Kleiner Shop, AGB aus Generator, unklare Lieferzeit („in der Regel“), Rücksendung nur „in Originalverpackung“.
Vorgehen: Einbeziehung im Checkout geprüft, Formulierungen zu Lieferzeit und Retouren bewertet, Klauseln angepasst.
Ergebnis: Risikoanfällige Formulierungen wurden ersetzt; AGB und Checkout-Logik sind konsistenter – das reduziert Angriffsflächen, ersetzt aber keine Einzelfallprüfung im Streitfall.

Fall 2: SaaS-Anbieter mit Abo und Auslandskunden

Ausgangslage: Abo mit automatischer Verlängerung, Kündigung nur per E-Mail, Kunden auch außerhalb Deutschlands.
Vorgehen: Laufzeit-/Kündigungslogik geprüft, Transparenz und Zumutbarkeit bewertet, Abgleich mit Ländern/Sprachen und Support-Prozess.
Ergebnis: Kündigungs- und Verlängerungsregeln wurden klarer gefasst; für Auslandskundschaft wurde ein Prüfbedarf nach Zielmärkten identifiziert.

Fall 3: Dienstleister mit neuen Leistungsbausteinen

Ausgangslage: Agentur bietet zusätzlich „Express-Leistungen“ an, AGB regeln Leistungsumfang und Haftung nur grob.
Vorgehen: Leistungsbeschreibung und Haftungsregelung an Prozesse angepasst, typische Konfliktpunkte (Abnahme, Mitwirkung, Verzug) strukturiert.
Ergebnis: AGB bilden das Leistungsmodell besser ab; die Risikoverteilung ist nachvollziehbarer dokumentiert.

Was kostet es, AGB prüfen zu lassen?

Wenn Sie Ihre AGB vom Anwalt prüfen lassen, entstehen Anwaltskosten. Diese sind abhängig vom Umfang der Prüfung und richten sich z. B. nach der Komplexität Ihres Geschäftsmodells oder Waren- bzw. Dienstleistungsangebots.

Die AGB prüfen zu lassen, ist in vielen Fällen günstiger als die Straf- oder Schadensersatzzahlung im Falle einer Abmahnung.


Die Online-Rechtsberatung über advocado bietet Ihnen hier Kostensicherheit: Ein advocado Partner-Anwalt prüft Ihre AGB zum Festpreis von 150 € netto (zzgl. MwSt.) und berät Sie anschließend zum weiteren Vorgehen.

Sind Anpassungen notwendig, erstellt er Ihnen ein weiteres unverbindliches Festpreisangebot – Sie entscheiden auf dieser Grundlage, ob Sie den Anwalt nach der AGB-Prüfung für die rechtssichere Umformulierung Ihrer AGB beauftragen möchten.

5. Häufige Missverständnisse aufgeklärt

Richtig ist: Verträge sind grundsätzlich auch ohne AGB wirksam. AGB regeln „nur“ zusätzliche Bedingungen – und müssen dafür korrekt einbezogen werden.
Was ist zu prüfen: Wo schließen Sie Verträge (Shop, Marktplatz, Angebot)? Welche Punkte müssen Sie zuverlässig regeln (Zahlung, Leistung, Laufzeit)?

Richtig ist: Eine Prüfung kann Risiken reduzieren, aber Abmahnungen hängen auch von Markt, Verhalten Dritter und Einzelfaktoren ab.
Was ist zu prüfen: B2B/B2C-Mix, Transparenz der Klauseln, Vertriebskanäle, Aktualität und Einbeziehung.

Richtig ist: Klauseln müssen zu Ihrem Geschäftsmodell passen und können je nach Kontext unzulässig sein; zudem können urheberrechtliche Fragen entstehen.
Was ist zu prüfen: Ursprung der Texte, Zielgruppe, Leistungsmodell, Liefer-/Kündigungslogik, Pflichtinformationen.

Richtig ist: Im B2C sind die Grenzen enger (z. B. § 309 BGB). Eine „B2B-Version“ kann im B2C angreifbar sein.
Was ist zu prüfen: Wer ist Ihr Kunde im konkreten Vertrag? Gibt es getrennte Prozesse/AGB-Versionen?

Richtig ist: Grundsätzlich verantwortet der Verwender seine AGB. Bei anwaltlicher Beratung kann es je nach Mandat Haftungsfragen geben – das ersetzt aber keine saubere Umsetzung im Prozess.
Was ist zu prüfen: Was genau ist beauftragt (Prüfung, Anpassung, Neufassung)? Welche Version wird live gestellt, und wie wird sie einbezogen?

Transparenz-Hinweis

Dieser Beitrag informiert über die Rechtslage in Deutschland (Stand: 05.05.2026). Er ersetzt keine individuelle Rechtsberatung.

Primärquellen (Gesetze)

  • §§ 305–310 BGB (AGB-Recht)
  • § 307 BGB (unangemessene Benachteiligung, Transparenz)
  • § 308 BGB (Klauselverbote mit Wertungsmöglichkeit)
  • § 309 BGB (Klauselverbote ohne Wertungsmöglichkeit)

Letzte Aktualisierung

05.05.2026

  • Oben steht jetzt sofort, worauf es ankommt und wann man genauer hinschauen sollte.
  • Es gibt jetzt Beispiele aus der Praxis, damit man schneller erkennt, wo typische Probleme liegen.
  • Die häufigsten Irrtümer wurden als kurze „Stimmt so nicht“-Abschnitte erklärt.
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Martin Jedwillat
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