Kostenlose Anfrage

Verzugsanzeige: Ihre Rechte bei Verzug durch den Auftragnehmer

Verzugsanzeige: Ihre Rechte bei Verzug durch den Auftragnehmer
Focus Money - Höchste Weiterempfehlung - Online-Rechtsberatung

Sie suchen
einen Anwalt?

So funktioniert advocado

Keine aufwendige Suche oder langes Warten auf Kanzleitermine. Sie schildern Ihr Anliegen einfach online und der passende advocado Partner-Anwalt meldet sich innerhalb von zwei Stunden bei Ihnen (Mo.-Fr. 9-18 Uhr).

In einer kostenlosen Ersteinschätzung bespricht der Anwalt Ihr Anliegen mit Ihnen und erläutert Handlungsoptionen und Erfolgsaussichten.

Sie können jederzeit und von überall auf Ihren Online-Kundenbereich zugreifen. Hier verwalten Sie mit wenigen Mausklicks alle Dokumente, kommunizieren per Nachricht oder Videochat mit Ihrem Anwalt und sehen den Status Ihres Falls.

  1. Einfach Rechtsfrage eingeben
  2. Rechtsanwalt finden lassen
  3. Ersteinschätzung per Telefon – kostenlos!
Rechtsfrage eingeben

In diesem Beitrag erfahren Sie unter anderem, ab wann ein Verzug vorliegt und welche Rechte Auftragnehmer und Auftraggeber in diesem Fall haben.

 Hier haben Sie außerdem die Möglichkeit, Ihre Fragen zum Verzug und der Verzugsanzeige kostenlos mit einem Anwalt zu besprechen.

advocado findet für Sie den passenden Anwalt für Baurecht[ aus einem Netzwerk mit über 500 Partner-Anwälten.

Dieser kontaktiert Sie innerhalb von 2 Stunden* für eine kostenlose Ersteinschätzung zu Ihren Handlungsoptionen.

 

1. Was tun bei einer Fristüberschreitung?

Fälligkeiten von Leistungen ergeben sich aus den zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer getroffenen und vertraglich geregelten Absprachen.

Ist dies nicht weiter geregelt, ist eine Leistung nach § 271 Abs. 1 BGB sofort fällig.

Werden für einen Auftrag festgelegte Fristen überschritten, kann der Auftraggeber eine Mahnung an den Auftragnehmer verschicken. Diese erinnert den Auftragnehmer zunächst an seine vertraglich geregelten Leistungspflichten und an die Überschreitung der abgesprochenen Fristen.

In der Mahnung können zudem neue Fristen festgelegt werden, an die sich der Auftragnehmer halten muss. Auftraggeber muss – je nach Fall – eine angemessene Frist setzen. Die Mahnung soll dem Auftragnehmer eine letzte, aber faire Möglichkeit bieten, den Vertrag zu erfüllen.

 

2. Wann liegt ein Verzug vor?

Eine Fristüberschreitung des Auftragnehmers führt nicht automatisch zum Verzug. Der Auftraggeber muss zunächst eine Mahnung schreiben – wie oben bereits erklärt. Sind alle in der Mahnung vereinbarten Zwischen- und Fertigstellungstermine verstrichen und der Auftragnehmer hat den Leistungsgegenstand noch immer selbstverschuldet nicht nachgewiesen, gerät er in Verzug.

Der Auftragnehmer kommt allerdings nicht in Verzug, wenn die Leistung infolge eines Umstandes ausbleibt, den der Schuldner nicht zu vertreten hat – beispielsweise durch höhere Gewalt, Streik oder Krankheit. Selbstverschuldet wären hingegen Umstände, die etwa wegen falscher Kalkulierung oder ungenügender Zeitplanung entstehen.

 

3. Rechte der Auftraggeber bei Verzug

Bei einem Verzug kann der Auftraggeber den entstandenen Schaden vom Auftragnehmer mittels Schadensersatz ausgleichen lassen. Generell muss der Auftragnehmer dann Mehraufwendungen – die infolge der verspäteten Erfüllung entstanden sind – ausgleichen. Bei verspäteter Fertigstellung eines Eigenheimes können dies beispielsweise die Mietzahlungen für eine Wohnung sein. Der Anspruch auf Schadensersatz besteht übrigens neben dem Erfüllungsanspruch – die Leistung muss weiterhin erbracht werden.

Soll dem Auftragnehmer die Leistungspflicht und damit der Auftrag entzogen werden – zum Beispiel, weil gravierende Baumängel vorliegen –, kann der Auftraggeber aber auch Schadensersatz anstelle der Leistung einfordern. Damit verzichtet er auf seinen Anspruch der Leistungserfüllung durch den Auftragnehmer – hat dafür aber Anspruch auf Ersatz der Vermögensnachteile, die durch den Verzug entstanden sind.

In manchen Fällen kann schon früh ersichtlich sein, dass der Auftraggeber seine Leistungspflichten nicht bis zum festgelegten Termin erfüllen kann. Der Auftraggeber kann dann jederzeit den Rücktritt vom Vertrag veranlassen und damit frühzeitig verhindern, dass Verzugskosten entstehen. Ein Rücktritt kann auch vollzogen werden, wenn der Auftragnehmer den Verzug nicht selbst zu verschulden hat.

Neben Schadensersatz und Rücktritt vom Vertrag kann der Auftraggeber auch eine Haftungsverschärfung im Verzug veranlassen. Der Auftragnehmer müsste dann während des Verzugs für jede Fahrlässigkeit und auch für Zufall haften.

 

4. Rechte der Auftragnehmer bei Verzugsstrafen

Wird Schadensersatz anstelle von Leistung gefordert, kann der Auftragnehmer das von ihm bisher Geleistete zurückfordern. Bei Immobilienkaufverträgen wird so der Einkauf einfach zurückgegeben. Die Rückforderung bei Bauverträgen kann allerdings problematisch sein: Sind Bauten schon weit vorangeschritten, kann der Auftraggeber keine materielle Rückerstattung leisten. In solchen Fällen wird eine Wertbestimmung der bisherigen Leistungen vorgenommen und der Auftraggeber muss dem Auftragnehmer diesen Betrag begleichen.

 

5. Tipp: kostenlose Ersteinschätzung im Vertragsrecht

Mit einem Verzug können hohe Kosten verbunden sein, die der Auftraggeber geltend machen kann. Wenn Sie sich nicht sicher sind, welche Rechte Sie bei Fristüberschreitungen haben und was nun am besten zu tun ist, können Sie einen Anwalt kontaktieren. Dieser kann Ihren Fall prüfen und Ihnen Ihre Handlungsoptionen erläutern.

► advocado findet für Sie den passenden Anwalt für Baurecht aus einem Netzwerk mit über 500 Partner-Anwälten.

► Dieser kontaktiert Sie innerhalb von 2 Stunden* für eine kostenlose Ersteinschätzung zu Ihren Handlungsoptionen und Erfolgsaussichten.

Hat Ihnen der Beitrag
weitergeholfen?
3.000 Leser finden diesen Beitrag hilfreich.
Beitrag von
Marie Nitschmann
Als Teil der juristischen Redaktion bei advocado steht Marie Nitschmann stetig im Austausch mit Anwälten und anderen Juristen, um Ihnen bei schwierigen Rechtsfragen oder -problemen die besten Lösungsansätze aufzuzeigen.
Bei diesem Artikel handelt es sich um einen Ratgeberartikel, den unsere juristische Redaktion mit größtmöglicher Sorgfalt verfasst hat. Der Artikel stellt keine Rechtsberatung dar und unsere Redakteure sind keine Rechtsanwälte. Selbstverständlich ersetzen die Informationen aus diesem Artikel keine Rechtsberatung im Einzelfall. Jeder individuelle Fall muss vorher durch einen Rechtsanwalt geprüft werden, um eine fundierte Handlungsempfehlung erteilen zu können.
Vielen Dank für Ihr Feeback!
Jetzt Newsletter abonnieren und keine Rechtstipps mehr verpassen!
Das tut uns leid!
Bitte teilen Sie uns mit, warum Ihnen der Beitrag nicht geholfen hat.
Was ist die Summe aus 6 und 6?
 
Nein, danke.
Redaktionsrichtlinien
Die juristische Redaktion von advocado verfasst jeden Ratgeber-Beitrag nach strengen Qualitätsrichtlinien. In engem Austausch mit unseren Partner-Anwälten sorgen wir für die Richtigkeit der Inhalte. Der Ratgeber soll Ihnen erste Informationen zu Rechtsthemen bieten, kann jedoch keine anwaltliche Beratung leisten. Schildern Sie uns Ihr Anliegen für die kostenlose Ersteinschätzung von einem spezialisierten Anwalt.