Vererbung eines Einzelunternehmens

 

 

Im Jahr 2013 gab es in Deutschland ca. 2,3 Millionen Einzelunternehmen. An der Spitze dieser steht in der Regel ein Unternehmer, der seine Zeit, sein Vermögen und seine Ideale einbringt. Viele Unternehmen sind auf eine etwaige Nachfolgereglung nicht eingestellt – dabei könnte die Auseinandersetzung mit dem unternehmerischen Erbe zahlreichen Schwierigkeiten beim Übergang vorbeugen.

Vererbung eines Einzelunternehmens

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In diesem Artikel erfahren Sie unter anderem, wen Einzelunternehmer bevorzugt als Unternehmensnachfolger einsetzen, warum bei fehlender Unternehmensnachfolge die Zerschlagung droht und welche Risiken durch Erbengemeinschaften für Unternehmen bestehen.

Dazu haben Sie die Möglichkeit, die Unternehmensnachfolge kostenlos mit unserem Anwalt für Unternehmensrecht zu besprechen.

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Inhaltsverzeichnis

1. Gesucht: männlicher Unternehmensnachfolger?
2. Bei fehlender Unternehmensnachfolge droht die Zerschlagung
3. Risiken für Unternehmen durch Erbengemeinschaft
4. Unternehmensnachfolge frühzeitig regeln
5. PRAXISTIPP: kostenlose Ersteinschätzung im Erbrecht

 

1. Gesucht: männlicher Unternehmensnachfolger?

Bei der internen Unternehmensnachfolge bevorzugt über die Hälfte der Einzelunternehmen einen männlichen Nachkommen. Lediglich 17 % gaben an, die Unternehmensleitung in die Hände der Tochter geben zu wollen. Sofern die Firma im Familienbesitz verbleibt, können sich 9 % vorstellen, die Leitung auch an einen externen Dritten zu geben.

Vererbung eines Einzelunternehmens

2. Bei fehlender Unternehmensnachfolge droht die Zerschlagung

Wurden vor einem Todesfall nicht bereits Regelungen zur Nachfolge eines Einzelunternehmens getroffen, sind diese Unternehmen häufig von der Zerschlagung bedroht. Entscheidend ist dabei nicht zuletzt, ob das Unternehmen an einen einzelnen Erben oder eine Erbengemeinschaft nach § 2032 BGB übertragen wird. Auch die Tatsache, ob beim Erben ein gewisser Unternehmergeist und Interesse am Unternehmen vorhanden ist, darf nicht unbeachtet bleiben. Alle Erben werden automatisch Mitunternehmer, wenn zum Nachlass ein Einzelunternehmen gehört – und das, ob sie es wollen oder nicht. Zum Zeitpunkt des Erbfalls fällt das Einzelunternehmen bei gesetzlicher Erbfolge als Sachgesamtheit nach § 1922 BGB in den Nachlass. Die Erbengemeinschaft oder der einzelne Erbe haften nun persönlich für alle Verbindlichkeiten des Unternehmens.

 

3. Risiken für Unternehmen durch Erbengemeinschaft

Die denkbar ungünstigste und konfliktreichste Rechtsform zur Fortführung eines Unternehmens ist die Erbengemeinschaft. Ausnahmen bestätigen natürlich auch hier die Regel – zum Beispiel dann, wenn der Erblasser bewusst mehrere Familienmitglieder als Erben eingesetzt hat, die allesamt an der Fortführung des Unternehmens interessiert sind. Meist scheitert die Geschäftsführung an unterschiedlichen Vorstellungen über die Art der Fortführung des Unternehmens. Auch Interessenskonflikte zwischen Erben, die in einer emotionalen Verbindung mit dem Unternehmen stehen oder bereits dort beschäftigt sind, und denen, das keinerlei Interesse am Unternehmen haben, sind vorprogrammiert.

Die gesetzliche Grundentscheidung, dass die Erbengemeinschaft nach § 2042 BGB nur von vorübergehender Dauer ist – da sie auf Auseinandersetzung ausgerichtet ist – spricht für sich. Das Gesetz legt als Ziel der Erbengemeinschaft die endgültige Aufteilung der Erbmasse zwischen den Erben fest. Somit ist der Fortbestand des Unternehmens bereits von Gesetzeswegen her gefährdet, denn jeder Erbe kann zu jeder Zeit die Erbauseinandersetzung verlangen. Verfügt das Unternehmen dann nicht über ausreichend liquide Mittel, bleibt meist nur noch der Verkauf des Unternehmens.

 

4. Unternehmensnachfolge frühzeitig regeln

Um die Zerschlagung des Unternehmens zu vermeiden, sollte der Erblasser frühzeitig über die Unternehmensnachfolge nachdenken und diese testamentarisch festlegen - lesen Sie dazu unseren Beitrag "Testament erstellen lassen". Er kann beispielsweise einen einzigen Nachfolger für sein Unternehmen bestimmen oder die Gründung einer Personen- oder Kapitalgesellschaft nach seinem Tod anordnen. In Fall einer vorbestimmten Gesellschaftsgründung sollte der Gesellschaftsvertrag ebenfalls bereits testamentarisch erstellt werden. Die Gründung einer Personalgesellschaft kann dann bereits die zukünftige Rechtsform, eine Geschäftsführung sowie die Gewinn- und Verlustverteilung beinhalten. Auch Abfindungsregelungen können im Gesellschaftsvertrag bereits vorbestimmt werden.

Bei einer zukünftigen Kapitalgesellschaft sollten zudem die Beteiligungsverhältnisse und die Veräußerungsmöglichkeiten der Geschäftsanteile vorab geregelt werden.
Eine weitere Möglichkeit, die von Unternehmern in Betracht gezogen werden sollte, ist die Übertragung des Unternehmens zu Lebzeiten. Die Vorteile liegen vor allem in der Möglichkeit der Einarbeitung des Nachfolgers in die Unternehmensstrukturen und -ideale.

 

5. Tipp: kostenlose Ersteinschätzung zur Unternehmensnachfolge

Um die Zerschlagung des eigenen Unternehmens oder kostenintensive juristische Auseinandersetzungen zu vermeiden, ist eine frühzeitige Regelung der Unternehmensnachfolge notwendig. In unserer kostenlosen Ersteinschätzung beantwortet Ihnen ein erfahrener Rechtsanwalt alle Fragen zur Unternehmensnachfolge und zeigt Ihnen Ihre Handlungsoptionen auf.

Hier haben Sie die Möglichkeit, die Unternehmensnachfolge kostenlos mit unserem Anwalt für Unternehmensrecht zu besprechen.

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