Lieferando-Bewertung löschen lassen: So funktioniert's
Lieferando-Bewertung löschen lassen: So funktioniert's
Martin Wiesel
Beitrag von Martin Wiesel
Redakteur für Rechtsthemen
Aktualisiert am

... Bewertung Lieferando Bewertung löschen

Inzwischen kennt fast jeder Lieferando: Bei dem Lieferdienst können Sie bei den meisten Restaurants Essen bestellen und nach Hause liefern lassen. Und natürlich können Sie auch eine Bewertung schreiben und Ihre Erfahrung teilen. Hierbei gilt: Unrechtmäßige Bewertungen können Sie entfernen lassen, ebenso Bewertungen, die keine echten Erfahrungen teilen. Wir erklären, wie Sie eine Löschung ganz einfach beantragen können.

Sollten Sie bei der Löschung von Lieferando-Bewertungen Unterstützung benötigen, stehen Ihnen die Partner-Anwälte der deutschlandweit renommierten Anwaltsplattform advocado zur Seite – inklusive einer kostenlosen Ersteinschätzung durch einen spezialisierten Rechtsanwalt.

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  • In Ruhe entscheiden – Erst nach der kostenlosen Ersteinschätzung und dem Kostenangebot entscheiden Sie in Ruhe, ob Sie den Anwalt verbindlich beauftragen möchten.
Inhalt
  1. Schnell-Check: Was jetzt wichtig ist
  2. 1. Wann kann ich eine Lieferando-Bewertung löschen lassen?
  3. 2. Wie kann ich eine Lieferando-Bewertung löschen lassen?
  4. 3. Kann ich 1-Stern-Bewertungen ohne Text löschen lassen?
  5. 4. Wie funktioniert das Bewertungssystem bei Lieferando?
  6. 5. Lieferando-Bewertung entfernen lassen: Kann ein Anwalt helfen?
  7. 6. Kosten und Aufwand: Womit Sie rechnen sollten
  8. 7. Häufige Missverständnisse aufgeklärt
Bewertungen löschen lassen

Lieferando-Bewertung löschen lassen: So funktioniert's

Lieferando-Bewertung löschen lassen: So funktioniert's

Inzwischen kennt fast jeder Lieferando: Bei dem Lieferdienst können Sie bei den meisten Restaurants Essen bestellen und nach Hause liefern lassen. Und natürlich können Sie auch eine Bewertung schreiben und Ihre Erfahrung teilen. Hierbei gilt: Unrechtmäßige Bewertungen können Sie entfernen lassen, ebenso Bewertungen, die keine echten Erfahrungen teilen. Wir erklären, wie Sie eine Löschung ganz einfach beantragen können.

Sollten Sie bei der Löschung von Lieferando-Bewertungen Unterstützung benötigen, stehen Ihnen die Partner-Anwälte der deutschlandweit renommierten Anwaltsplattform advocado zur Seite – inklusive einer kostenlosen Ersteinschätzung durch einen spezialisierten Rechtsanwalt.

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Schnell-Check: Was jetzt wichtig ist

Unter einer unzulässigen Lieferando-Bewertung versteht man eine Bewertung, die gegen Gesetze (z. B. Beleidigung, falsche Tatsachen, Datenschutzverstöße) oder gegen die Bewertungsregeln von Lieferando verstößt – und deshalb entfernt werden kann.

Eine Bewertung ist unzulässig, wenn …:

  • … die Bewertung beleidigt, bedroht, diskriminiert oder zu Gewalt/Hetze aufruft.

  • … konkrete Tatsachen behauptet, die nachweislich falsch sind (z. B. „Lebensmittelvergiftung“ ohne Grundlage) und Ihren Betrieb erkennbar trifft.

  • … Privates offenlegt (Adresse, Telefonnummer, Namen von Mitarbeitenden) oder Identitäten missbraucht.

Achtung, wenn private Daten veröffentlicht werden oder ernsthafte Drohungen im Raum stehen: Inhalte sofort melden, Beweise sichern und je nach Schwere zusätzlich externe Stellen (z. B. Polizei) in Betracht ziehen.

Wichtigste Frist: Lieferando weist darauf hin, dass Bewertungen bis zwei Wochen ab Bestelldatum veröffentlicht werden können. Sichern Sie deshalb sofort nach Sichtung der Bewertung Beweise (Screenshot/Datum/Link) und melden Sie den Inhalt zeitnah.

Benötigte Infos/Unterlagen (damit Ihre Meldung „prüfbar“ wird):

  • Screenshot(s) der Bewertung inkl. Datum/Uhrzeit, Sterne, ggf. Text

  • genaue Zuordnung (Restaurantprofil, betroffener Vorgang, ggf. Bestellbezug)

  • kurze Begründung, was genau rechtswidrig/falsch ist (mit Belegen, wenn vorhanden)

Häufigster Fehler:Viele Anfragen scheitern, weil sie nur „unfair“ sagen – statt konkret zu erklären, welcher Satz warum unzulässig ist und welche Belege das stützen.

Tipp: Wenn Sie unsicher sind, ob es sich um eine zulässige Meinung oder eine angreifbare Tatsachenbehauptung handelt, kann eine juristische Prüfung helfen, den Fall sauber einzuordnen – ohne dass damit ein bestimmtes Ergebnis versprochen ist.

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Jetzt Bewertung löschen lassen

1. Wann kann ich eine Lieferando-Bewertung löschen lassen?

Als Restaurant können Sie eine Bewertung in der Regel nicht selbst entfernen. Der übliche Weg ist: Melden/Beantragen, damit Lieferando prüft.

Wichtig ist die Grundlinie:

  • Zulässige Kritik (auch scharf formuliert) müssen Sie oft hinnehmen – sie fällt typischerweise unter Meinungsäußerung.

  • Unzulässige Inhalte (Gesetzesverstöße oder klare Richtlinienverstöße) sind angreifbar.

Damit Sie in der Praxis schneller entscheiden können, hilft ein „Wahrheits-Split“:

Fakt vs. Einzelfall: Was ist sicher – und wo kommt es wirklich darauf an?

Sicher (häufig gute Chancen auf Entfernung):

  • Beleidigungen, Verleumdung/Herabsetzung, Drohungen

  • Diskriminierende oder gewaltverherrlichende Inhalte

  • Verletzung der Privatsphäre (z. B. private Kontaktdaten)

  • Falschinformationen oder Identitätsmissbrauch (z. B. „im Namen einer anderen Person“) – sofern nachvollziehbar begründet
    Lieferando nennt solche Kategorien ausdrücklich als Gründe, Bewertungen zu löschen.

Kommt darauf an (Prüfung ist entscheidend):

  • reine Sternebewertungen ohne Text

  • „Essen war schlecht“, „zu teuer“, „nie wieder“ – typische Wertungen

  • strittige Abläufe („zu spät geliefert“, „kalt angekommen“) ohne Belege oder eindeutige Zuordnung
    Hier hängt viel davon ab, wie konkret die Bewertung ist, ob sie tatsächliche Vorgänge behauptet und ob Sie belegen können, dass die Darstellung falsch oder unzulässig ist.

Merksatz:
Je mehr eine Bewertung prüfbare Tatsachen behauptet („hatte Glasscherben im Essen“, „Betrug“, „nie geliefert“), desto wichtiger sind Belege. Je mehr sie „nur“ wertet („hat mir nicht geschmeckt“), desto eher ist sie zulässig.

2. Wie kann ich eine Lieferando-Bewertung löschen lassen?

Die Löschung läuft in der Praxis fast immer über eine Meldung an Lieferando. Damit Ihre Anfrage nicht als „zu allgemein“ liegen bleibt, lohnt sich eine saubere Struktur – ähnlich wie es Plattformen im Rahmen von „Notice-and-Action“ erwarten: genauer Fundort + Begründung + Kontaktdaten + Erklärung nach bestem Wissen.

Schritt-für-Schritt: So formulieren Sie eine prüffähige Meldung

Schritt 1: Beweise sichern (bevor Sie melden)
Machen Sie Screenshots, die alles zeigen, was später relevant sein kann:

  • Sterne + Text (falls vorhanden)

  • Datum/Uhrzeit der Anzeige

  • Profil/Restaurantzuordnung

  • ggf. Nutzername/Initialen (so, wie es sichtbar ist)

Schritt 2: Den Kern der Beanstandung in 2–4 Sätzen klären
Stellen Sie sich dabei nur eine Frage: Was genau ist an dieser Bewertung unzulässig – und kann ein Dritter das nachvollziehen?
Typische „saubere“ Kerne:

  • „Die Bewertung enthält eine Beleidigung („…“).“

  • „Die Bewertung behauptet als Tatsache („…“), was nachweislich falsch ist. Beleg: …“

  • „Die Bewertung veröffentlicht personenbezogene Daten („…“).“

Schritt 3: Konkrete Stellen zitieren, nicht „den Ton“ kritisieren
Wenn die Bewertung mehrere Sätze enthält: Markieren Sie den Satz, der unzulässig sein soll. Pauschal „Rufschädigung“ reicht selten.

Schritt 4: Kurz belegen (nur das Nötigste)
Nicht mit Dokumenten „erschlagen“, aber genug liefern, damit eine Prüfung möglich ist:

  • Bestell-/Lieferbezug (soweit vorhanden)

  • interne Notizen zum Vorgang (z. B. Reklamation, Uhrzeiten)

  • Fotos/Kommunikation, falls es um behauptete Mängel geht

Mustertext (anpassbar)

„Guten Tag,
auf unserem Restaurantprofil ist folgende Bewertung sichtbar: [Restaurant/Profil], [Datum], [Sterne], [Text/Aussage].
Wir beanstanden die Passage ‚…‘, weil sie [Beleidigung/Drohung/Datenschutzverstoß/falsche Tatsachenbehauptung] enthält.
Kurzbegründung: [1–2 Sätze, warum unzulässig]. Beleg/Anhaltspunkt: [z. B. Screenshot, Vorgangsnotiz, Nachweis].
Bitte prüfen Sie die Bewertung nach Ihren Richtlinien und geltendem Recht und informieren Sie uns über das Ergebnis.
Mit freundlichen Grüßen …“

Wichtig: Bewertende nicht kontaktieren

Lieferando weist darauf hin, dass es gegen die Richtlinien verstößt, wenn Unternehmen Kund:innen kontaktieren, die Bewertungen hinterlassen haben. Nutzen Sie stattdessen den offiziellen Meldeweg.

3. Kann ich 1-Stern-Bewertungen ohne Text löschen lassen?

Eine 1-Stern-Bewertung ohne Text wirkt oft besonders ärgerlich, weil sie keine Angriffspunkte liefert. Entscheidend ist: Allein „kein Text“ macht die Bewertung nicht automatisch unzulässig. Sterne können auch eine (wenn auch knappe) Wertung ausdrücken.

Trotzdem gibt es Konstellationen, in denen eine Meldung sinnvoll sein kann:

  • Auffällige Häufung (z. B. mehrere 1-Stern-Ratings in kurzer Zeit)

  • Indizien für Missbrauch (z. B. zeitgleiche Bewertungen, die offensichtlich nicht zu Ihrem Bestellaufkommen passen)

  • Fehlender oder unklarer Bezug (wenn sich aus den Umständen ergibt, dass keine echte Erfahrung zugrunde liegt)

Wenn Sie melden, setzen Sie nicht auf „kein Text“, sondern auf prüffähige Punkte:

  • Warum ist der Bezug zweifelhaft? (konkrete Indizien)

  • Welche Umstände sprechen gegen eine echte Bestellung/Erfahrung?

  • Gibt es interne Anhaltspunkte (z. B. kein passender Vorgang in einem plausiblen Zeitraum)?

Praktisch sinnvoll: Bei reinen Sternenbewertungen ist Ihre Meldung am stärksten, wenn Sie einen konkreten Prüfauftrag formulieren („Bitte prüfen Sie, ob eine echte Bestellung zugrunde liegt bzw. ob die Bewertung nach Ihren Regeln ausreichend begründet/nützlich ist“), statt juristisch „Unzulässigkeit“ zu behaupten.

4. Wie funktioniert das Bewertungssystem bei Lieferando?

Lieferando fordert Nutzer:innen nach einer Bestellung zur Bewertung des Restaurants/Geschäfts auf und beschreibt, dass das Bewerten typischerweise über den Link in der E-Mail bzw. über das Nutzerkonto möglich ist. Nach Veröffentlichung kann die Bewertung laut Lieferando nicht mehr bearbeitet oder gelöscht werden.

Das System reduziert Missbrauch, verhindert ihn aber nicht vollständig. In der Praxis entstehen Konflikte häufig in drei Situationen:

  1. echte Unzufriedenheit (zulässige Kritik)

  2. Streit über Tatsachen (z. B. „nicht geliefert“, „falsches Essen“)

  3. Grenzüberschreitungen (Beleidigung, Daten, Diskriminierung)

Für Sie als Restaurant zählt weniger das „System an sich“ – sondern ob Sie den Fall so aufbereiten, dass Lieferando schnell prüfen kann.

5. Lieferando-Bewertung entfernen lassen: Kann ein Anwalt helfen?

Viele Restaurants können eine Meldung selbst gut erledigen – besonders bei klaren Fällen wie Beleidigungen oder Privacy-Verstößen. Anwaltliche Unterstützung kann sinnvoll werden, wenn …

  • schwere Vorwürfe im Raum stehen (z. B. Hygiene-/Betrugsvorwürfe), die geschäftlich besonders schaden können

  • die Bewertung Tatsachenbehauptungen enthält und Sie Belege sauber aufbereiten müssen

  • Sie keine Reaktion erhalten oder die Ablehnung inhaltlich nicht nachvollziehbar ist

  • es wiederholt zu rechtswidrigen Bewertungen kommt und Sie ein konsistentes Vorgehen brauchen

Was anwaltliche Unterstützung in solchen Fällen leisten kann:

  • rechtsverbindlich einordnen und argumentieren, warum der negative Kommentar unzulässig ist.
  • die Löschung direkt durchsetzen.
  • gerichtliche Schritte einleiten, falls Lieferando nicht reagiert, obwohl sie es müssten.
  • zusätzlich Ihre Schadensersatzansprüche prüfen und geltend machen.

Wenn Sie möchten, können Sie Ihren Fall über advocado zur Einschätzung weitergeben. Partneranwält:innen können dann prüfen, ob und wie sich die Bewertung angreifen lässt und welche Nachweise dafür sinnvoll sind.

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3 Beispiel-Fälle zur Orientierung

Fall 1: Beleidigung im Klartext

  • Ausgangslage: „Ihr seid Betrüger und Idioten“ (1 Stern)

  • Vorgehen: Screenshot, genaue Textstelle benannt, Meldung mit Hinweis auf Beleidigung/Herabsetzung

  • Ergebnis: In klaren Beleidigungsfällen ist eine Entfernung nach Richtlinien häufig gut begründbar.

  • Learning: Je konkreter Sie zitieren, desto schneller kann geprüft werden.

Fall 2: Schwere Tatsachenbehauptung („Lebensmittelvergiftung“)

  • Ausgangslage: Bewertung behauptet als Tatsache, das Essen habe krank gemacht

  • Vorgehen: Beweise sichern, interne Vorgänge prüfen, konkrete Gegenindizien beilegen (z. B. keine weitere Reklamation, dokumentierte Ausgabezeiten)

  • Ergebnis: Kommt darauf an – entscheidend ist, ob die Aussage als Tatsachenbehauptung einzuordnen ist und ob die Unwahrheit belegbar wird.

  • Learning: Ohne belastbare Belege ist die Durchsetzung schwer; mit sauberer Dokumentation steigt die Prüffähigkeit.

Fall 3: Bewertung zieht Lieferando-Service „in Haftung“

  • Ausgangslage: Kritik richtet sich erkennbar gegen Plattform/Delivery-Prozess, nicht gegen das Restaurant (oder ist zu vage)

  • Vorgehen: Meldung mit Hinweis auf fehlenden Restaurantbezug/Unklarheit, genaue Passage zitiert

  • Ergebnis: Lieferando nennt Fälle, in denen Bewertungen den Eindruck erwecken, sie resultierten aus den eigenen Dienstleistungen bzw. seien zu ungenau, als Löschgrund.

  • Learning: Nicht „Rufschädigung“ argumentieren, sondern den fehlenden Bezug konkret erklären.

6. Kosten und Aufwand: Womit Sie rechnen sollten

Ein Kostenkapitel ist bei Bewertungsstreitigkeiten wichtig – weil „Löschen lassen“ von außen simpel wirkt, in der Praxis aber sehr unterschiedlich aufwendig sein kann.

1. Eigene Meldung: meist kostenlos, aber nicht ohne Aufwand

Für das Melden selbst entstehen in der Regel keine direkten Gebühren. Der Aufwand liegt vor allem in:

  • Beweissicherung und Dokumentation

  • interner Prüfung, ob ein Vorgang zuordenbar ist

  • sauberer, konkreter Begründung (damit die Meldung prüfbar ist)

2. Anwaltliche Unterstützung: stark vom Einzelfall abhängig

Die Kosten hängen typischerweise ab von:

  • Komplexität der Bewertung (kurze Beleidigung vs. langer Tatsachenvortrag)

  • Beweislage (klar nachweisbar vs. Aussage-gegen-Aussage)

  • Ziel (nur Entfernung anstoßen vs. weitergehende Schritte prüfen)

  • Abrechnung: je nach Fall nach RVG oder Honorarvereinbarung/Festpreis

Wichtig: Nicht jeder Fall eignet sich wirtschaftlich für einen größeren juristischen Aufwand. Gerade bei reinen Wertungen („schmeckte nicht“) kann der Nutzen begrenzt sein – selbst wenn die Bewertung subjektiv unfair wirkt.

3. Gerichtliche Schritte: weitere Kosten

Wenn ein Streit eskaliert, können Gerichts- und Anwaltskosten entstehen. Ob das sinnvoll ist, hängt stark davon ab, wie gravierend die Aussage ist und wie belastbar Ihre Belege sind. Außerdem gilt: Wer rechtlich vorgeht, muss die anfallenden Kosten realistisch mitdenken – es gibt hier keine „Standardlösung“.

7. Häufige Missverständnisse aufgeklärt

Richtig ist: Sterne können eine (knappe) Meinungsäußerung sein; entscheidend sind Kontext und Prüfmaßstab.

Was ist zu prüfen: Gibt es Indizien für Missbrauch, fehlenden Bezug oder andere Richtlinienverstöße?

Richtig ist: Üblicherweise brauchen Sie den Meldeweg, damit Lieferando prüft und ggf. entfernt.

Was ist zu prüfen: Haben Sie den genauen Fundort, Textstellen und Belege so aufbereitet, dass eine Prüfung möglich ist?

Richtig ist: Lieferando weist darauf hin, dass das Kontaktieren von Bewerter:innen gegen Richtlinien verstoßen kann.

Was ist zu prüfen: Nutzen Sie ausschließlich die offiziellen Kontakt-/Meldekanäle?

Richtig ist: Schaden allein reicht nicht – zulässige Kritik ist möglich, auch wenn sie unangenehm ist.

Was ist zu prüfen: Handelt es sich um Meinung oder eine (falsche) Tatsachenbehauptung bzw. einen klaren Rechts-/Richtlinienverstoß?

Transparenz-Hinweis

Dieser Beitrag informiert über die Rechtslage in Deutschland (Stand: 13.03.2026). Er ersetzt keine individuelle Rechtsberatung.

Letze Aktualisierung

  • Der Einstieg wurde überarbeitet, damit man direkt erkennt, wann eine Bewertung entfernt werden kann – und wann eher nicht.

  • Es wurde eine klare, leicht umsetzbare Anleitung ergänzt, wie man eine Bewertung bei Lieferando meldet, damit die Anfrage besser geprüft werden kann (inklusive Textvorlage).

  • Der Text erklärt jetzt verständlicher den Unterschied zwischen zulässiger Kritik und unzulässigen Inhalten (z. B. Beleidigungen, falsche Tatsachen, Datenschutz).

  • Es wurden mehrere kurze Beispiele ergänzt, damit man typische Situationen aus dem Alltag besser einordnen kann.

  • Häufige Irrtümer wurden aufgenommen und richtiggestellt, damit man typische Fehler bei der Meldung vermeidet.

  • Ein neuer Abschnitt erklärt, welcher Aufwand und welche Kosten je nach Vorgehen entstehen können (selbst melden vs. rechtliche Unterstützung).

  • Die wichtigsten offiziellen Informationsquellen wurden ergänzt und übersichtlich zusammengefasst.

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Martin Wiesel
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