Kostenlose Anfrage

Pflegegradrechner 2020: Pflegegrad berechnen & Leistungsanspruch ermitteln

Pflegegradrechner 2020: Pflegegrad berechnen & Leistungsanspruch ermitteln
Focus Money - Höchste Weiterempfehlung - Online-Rechtsberatung

Sie suchen
einen Anwalt?

So funktioniert advocado

Keine aufwendige Suche oder langes Warten auf Kanzleitermine. Sie schildern Ihr Anliegen einfach online und der passende advocado Partner-Anwalt meldet sich innerhalb von zwei Stunden bei Ihnen (Mo.-Fr. 9-18 Uhr).

In einer kostenlosen Ersteinschätzung bespricht der Anwalt Ihr Anliegen mit Ihnen und erläutert Handlungsoptionen und Erfolgsaussichten.

Sie können jederzeit und von überall auf Ihren Online-Kundenbereich zugreifen. Hier verwalten Sie mit wenigen Mausklicks alle Dokumente, kommunizieren per Nachricht oder Videochat mit Ihrem Anwalt und sehen den Status Ihres Falls.

  1. Einfach Rechtsfrage eingeben
  2. Rechtsanwalt finden lassen
  3. Ersteinschätzung per Telefon – kostenlos!
Pflegegrad erhalten

Zusammenfassung

Mit dem kostenlosen Pflegegradrechner für Kinder und Erwachsene überprüfen Sie, ob Pflegebedürftigkeit vorliegt, berechnen den voraussichtlichen Pflegegrad und ermitteln, ob eine Höherstufung angemessen ist. Der Rechner unterstützt Sie zudem in der Vorbereitung auf den Begutachtungstermin mit dem Medizinischen Dienst.

 

1. Der Pflegegrad­rechner für Kinder & Erwachsene

Mit dem kostenlosen Pflegegradrechner für Kinder und Erwachsene ermitteln Sie, ob Pflegebedürftigkeit vorliegt, berechnen den voraussichtlichen Pflegegrad und können überprüfen, ob eine Höherstufung und zusätzliche Pflegeleistungen wegen der Verschlechterung des Gesundheitszustandes angemessen ist:

 

 

Mit dem Pflegegeldrechner ermitteln Sie, wie viel Pflegegeld Ihnen je nach Pflegegrad zusteht:

 

 

Mit Pflegegeld- und Pflegegradrechner bereiten Sie sich oder Ihre Angehörigen bestmöglich auf den Besuchstermin mit einem Gutachter des MDK (= Medizinischer Dienst der Krankenversicherung) vor. Der Pflegegradrechner liefert schnell und unkompliziert Antworten auf alle relevanten Fragen zu Pflegebedarf und Pflegegrad:

  • Besteht ein Bedarf an Pflegeleistungen?
  • Welcher Pflegegrad entspricht meinem Bedarf?
  • Hat sich mein Pflegebedarf erhöht?
  • Sollte ich eine Anpassung bzw. Höherstufung beantragen?
  • Wie viel Pflegegeld steht mir zu?

 

2. Wie wird der Pflegegrad berechnet?

In Deutschland haben Pflegebedürftige unter folgenden Voraussetzungen einen staatlich gesicherten Leistungsanspruch gegenüber der Pflegeversicherung:

  • Es besteht für mindestens 6 Monate ein Bedarf an Pflegeleistungen, der durch einen MDK-Gutachter bestätigt wird.
  • Die Situation des Pflegebedürftigen bessert sich nicht durch Rehabilitationsleistungen.

Wenn Pflegebedürftige Leistungen der Pflegeversicherung beantragen, kommt ein Gutachter des Medizinischen Dienstes (MDK) zum Hausbesuch.

Der Gutachter berechnet den Pflegegrad des Antragstellers mithilfe von 6 Modulen:

 

Infografik: Pflegegradrechner: Wie wird der Pflegegrad berechnet?

 

Modul

Gewich- tung

Beispiele für Einzelkriterien

1. Mobilität

10 %

Körperhygiene, Treppensteigen, Halten einer Sitzposition & Positionswechsel

2 Kognitive & kommunikative Fähigkeiten

7,5 %

Orientierung, Erinnerungsvermögen, Entscheidungsfindung, Interaktion mit anderen Personen

3 Verhaltensweisen & psychische Problemlagen

7,5 %

Verhaltensauffälligkeiten: Unruhe, Aggressionen, Ängste, Wahnvorstellungen, Apathie, Depressionen

4 Selbstversorgung

40 %

Körperhygiene, Ernährung, An- & Ausziehen, Umgang mit Schonkost u. a.

5 Umgang mit Anforderungen & Belastungen

 

20 %

Medikation: Injektionen, Verbandswechsel;,

Arztbesuche, Frühförderung bei Kindern, Einhalten krankheitsbedingter Vorschriften

6 Alltagsleben & soziale Kontakte

15 %

Beschäftigung & Alltagsgestaltung, Interaktion mit anderen Personen, Ruhen & Schlafen

 

Die einzelnen Modulpunkte haben eine unterschiedliche Bedeutung für das alltägliche Leben (= Gewichtung).

Durch Addition der Modulpunkte ergibt sich der Pflegegrad:

  • Pflegegrad 1 (12,5–26,5 Punkte): geringe Beeinträchtigung der Selbständigkeit bzw. der Fähigkeiten
  • Pflegegrad 2 (27–47,5 Punkte): erhebliche Beeinträchtigung
  • Pflegegrad 3 (48–69,5 Punkte): schwere Beeinträchtigung
  • Pflegegrad 4 (70–89,5 Punkte): schwerste Beeinträchtigung
  • Pflegegrad 5 (90–100 Punkte): schwerste Beeinträchtigung & besondere Anforderungen an pflegerische Versorgung

 

3. Wie viel Pflegegeld steht mir zu?

Die Pflegekasse zahlt nur bei häuslicher Pflege durch Angehörige oder Bekannte 100 % des Pflegegelds. Übernimmt ein professioneller Dienstleister die Pflege, gewährt die Pflegekasse Sachleistungen und kürzt das Pflegegeld entsprechend.

Wie viel Pflegegeld die Pflegekasse zahlt hängt von folgenden Faktoren ab:

  • Berechneter Pflegegrad
  • Art der Versorgung des Pflegebedürftigen

 

 

Ambulant

Stationär

Pflege-
grad

Pflegegeld

Pflegesach- leistungen

Teilstationäre Pflege

Vollstationäre Pflege

1

0

0

0

125 €

2

316 €

689 €

689 €

770 €

3

545 €

1.298 €

1.298 €

1.262 €

4

728 €

1.612 €

1.612 €

1.775 €

5

901 €

1.995 €

1.995 €

2.005 €

 

Sonderfall Bayern: Unabhängig vom Pflegegeld der Pflegeversicherung können Pflegebedürftige in Bayern das sogenannte Landespflegegeld in Höhe von 1.000 € jährlich beantragen, wenn sie einen Pflegegrad von mindestens 2 und ihren Hauptwohnsitz in Bayern haben.

 

Welche Besonderheiten gelten für Kinder?

Durch das neue Begutachtungssystem sind Kinder Erwachsenen gleichgestellt. Da Kinder jedoch generell mehr Unterstützung brauchen als Erwachsene, stellt der Gesetzgeber hohe Anforderungen an die Begutachtung von Kindern:

  • Der MDK setzt erfahrene Gutachter mit spezifischen Qualifikationen ein.
  • Der Gutachter bewertet, inwiefern Selbstständigkeit und Fähigkeiten des Kindes von denen gleichaltriger Kinder abweichen.
  • Besteht Pflegebedarf, erhält das Kind die gleichen Leistungen wie ein erwachsener Pflegebedürftiger.
  • Bei Kindern unter 18 Monaten prüft der Gutachter nicht alle Lebensbereiche, weshalb Kleinkinder grundsätzlich einen höheren Pflegegrad erhalten.

Mit rund 75 % ist die Ablehnungsquote bei einem Pflegegrad für Kinder deutlich höher als bei Erwachsenen. Säuglinge & Kleinkinder erhalten oft keinen oder nur einen zu geringen Pflegegrad.

 

► Sie vermuten, dass die Begutachtung Ihres Kindes nicht korrekt erfolgt ist und möchten gegen den Bescheid der Pflegeversicherung vorgehen?

► Mit dem Pflegegradrechner lässt sich auch der Anspruch Ihres Kindes überprüfen.

► Mit der Online-Rechtsberatung über advocado erhalten Sie innerhalb von 2 Stunden nach Ihrer Anfrage Hilfe vom Anwalt für Pflegerecht. Er informiert wie Sie eine angemessene Pflegegrad-Einstufung für Ihr Kind erhalten.

Jetzt Anliegen schildern & Pflegegrad-Einstufung prüfen lassen.

 

4. So erhalten Sie den Pflegegrad, der Ihnen zusteht

Für die Einschätzung des Pflegegrades steht dem Gutachter nur begrenzt Zeit zur Verfügung – man spricht auch vom Problem der Momentaufnahme. Wenn der Pflegebedürftige am Tag der Begutachtung überdurchschnittlich fit war und aus Scham z. B. seine Inkontinenz verschwiegen hat, kommt es zur Fehleinschätzung.

Die Folge: Die Pflegeversicherung lehnt den Pflegegrad-Antrag ab oder Sie erhalten einen Pflegegrad, der nicht Ihrem Bedarf entspricht.

Wenn Sie vermuten, dass der Bescheid der Pflegekasse nicht dem tatsächlichen Pflegebedarf entspricht, müssen Sie zeitnah handeln und binnen 4 Wochen nach Zugang des Bescheid Widerspruch gegen den Pflegegrad einlegen.

 

Da nach Expertenschätzung jeder 3. Widerspruch wegen Form- & Fristverstößen, fehlenden Dokumenten oder am Fassadenverhalten des Antragstellers scheitert, empfiehlt es sich, das Schreiben von einem Anwalt für Pflegeversicherungen absichern zu lassen.

 

Zur Ermittlung und Durchsetzung eines angemessenen Pflegegrades geht der Anwalt wie folgt vor:

  • Anspruch prüfen: Der Jurist sichtet MDK-Gutachten, Krankenunterlagen, den Bescheid der Pflegekasse, Pflegetagebuch (falls vorhanden) und die Berechnung des Pflegegrades. Sollten die Dokumente nicht für einen rechtssicheren Beweis ausreichen, beantragt er ein unabhängiges Gutachten, holt Zweitmeinungen ein oder sucht Zeugen, um den richtigen Pflegegrad zu bestimmen.
  • Schreiben an die Pflegekasse: Der Anwalt gewährleistet, dass Sie fristgerecht Widerspruch einlegen, alle wichtigen Inhalte im Schreiben enthalten sind und Sie einen Zugangsnachweis erhalten. Mit seiner fachlichen Begründung beweist er der Pflegekasse ausführlich Ihren Leistungsanspruch, indem er beispielsweise die Fehler im Gutachten herausstellt.
  • Anwaltlich absichern: Sollte die Pflegekasse Ihren Fall an einen Ausschuss übergeben, holt dieser erneut Stellungnahmen ein. Ein Anwalt stellt sicher, dass Sie dem Ausschuss bestmöglich gegenübertreten und schützt Sie vor taktischen Manövern.
  • Optionen abwägen: Wollen Sie den Ablehnungsbescheid nicht akzeptieren, können Sie beim Sozialgericht Klage einreichen oder nach 6 Monaten erneut einen Pflegegrad beantragen. Um einen aussichtslosen Rechtsstreit zu vermeiden, wägt er Chancen, Risiken und Kosten Ihrer möglichen Handlungsoptionen sorgfältig ab.
  • Anspruch verteidigen: Sollte eine Klage notwendig sein, um einen rechtmäßigen Anspruch durchzusetzen, übernimmt der Anwalt die Vertretung vor Gericht und maximiert die Erfolgschancen.

Mit dem Pflegegradrechner für Kinder und Erwachsene lässt sich der Pflegebedarf überprüfen. Hat die Pflegekasse einen zu geringen Pflegegrad bewilligt, erhalten Sie über advocado innerhalb von 2 Stunden nach Anfrage die Unterstützung eines auf Ihren Fall spezialisierten Anwalts.

In einem kostenlosen Erstgespräch prüft er Ihren Anspruch auf Pflegeleistungen und erläutert Ihnen das weitere Vorgehen zur Durchsetzung eines angemessenen Pflegegrades.

Sie möchten einen angemessenen
Pflegegrad erwirken?

Ein Anwalt erläutert Ihnen im kostenlosen Erstgespräch das mögliche Vorgehen gegen die Pflegeversicherung.

Ratgeber Mockup
Hat Ihnen der Beitrag
weitergeholfen?
784 Leser finden diesen Beitrag hilfreich.
Jasmin Leßmöllmann
Jasmin Leßmöllmann
Beitrag von
Jasmin Leßmöllmann

Als Mitglied der juristischen Redaktion von advocado widmet sich Jasmin Leßmöllmann komplexen Fragestellungen aus dem Arbeits-, Medizin- und Erbrecht. Dabei ist sie bestrebt, dem Leser schwierige juristische Sachverhalte verständlich aufzubereiten und die beste Lösung anzubieten.

Bei diesem Artikel handelt es sich um einen Ratgeberartikel, den unsere juristische Redaktion mit größtmöglicher Sorgfalt verfasst hat. Der Artikel stellt keine Rechtsberatung dar und unsere Redakteure sind keine Rechtsanwälte. Selbstverständlich ersetzen die Informationen aus diesem Artikel keine Rechtsberatung im Einzelfall. Jeder individuelle Fall muss vorher durch einen Rechtsanwalt geprüft werden, um eine fundierte Handlungsempfehlung erteilen zu können.

Das könnte Sie auch interessieren

Ihre Krankenkasse zahlt nicht? Das sind jetzt Ihre Optionen
Ihre Krankenkasse zahlt nicht? Das sind jetzt Ihre Optionen
Ihre Krankenkasse zahlt nicht? Akzeptieren Sie das nicht einfach! Wir zeigen Ihnen, wie Sie die Krankenkasse zur Leistung verpflichten.
Weiterlesen
Reha abgelehnt – so können Sie sich wehren
Reha abgelehnt – so können Sie sich wehren
Unter diesen Voraussetzungen wehren Sie sich gegen eine ungerechtfertigte Ablehnung Ihres Reha-Antrags durch die Krankenversicherung.
Weiterlesen
Widerspruch Krankenkasse: So erhalten Sie die Ihnen zustehende Leistung
Widerspruch Krankenkasse: So erhalten Sie die Ihnen zustehende Leistung
Viele Anträge auf Kostenübernahme für medizinische Hilfsmittel oder Therapiemaßnahmen werden von Krankenkassen abgelehnt. Damit müssen sich Versicherte aber nicht zufriedengeben. Sie können Widerspruch bei der Krankenkasse einreichen und ihren Leistungsanspruch notfalls auch gerichtlich durchsetzen. Wie für einen Widerspruch bei der Krankenkasse vorzugehen ist, welche Anforderungen für eine Klage vor dem Sozialgericht erfüllt werden müssen und wie Sie die Chancen zur Durchsetzung Ihrer Forderung gegenüber der Krankenkasse erhöhen können, erfahren Sie in diesem Beitrag.
Weiterlesen
Widerspruch Rentenbescheid: So verpflichten Sie die Rentenversicherung zur Zahlung
Widerspruch Rentenbescheid: So verpflichten Sie die Rentenversicherung zur Zahlung
Wird ein Rentenantrag abgelehnt oder nicht die korrekte Rentenzahlung bewilligt, kann der Versicherte Widerspruch gegen den Rentenbescheid erheben – schließlich soll die Rentenversicherung den Lebensunterhalt im Alter oder im Falle der Erwerbsunfähigkeit sichern. Wie Sie Widerspruch erheben, welche Voraussetzungen dabei zu erfüllen sind und welche juristischen Optionen Sie haben, wenn Ihr Widerspruch abgelehnt wird, erfahren Sie in diesem Beitrag.
Weiterlesen
Vielen Dank für Ihr Feeback!
Jetzt Newsletter abonnieren und keine Rechtstipps mehr verpassen!
Das tut uns leid!
Bitte teilen Sie uns mit, warum Ihnen der Beitrag nicht geholfen hat.
Bitte addieren Sie 4 und 8.
 
Nein, danke.
Redaktionsrichtlinien
Die juristische Redaktion von advocado verfasst jeden Ratgeber-Beitrag nach strengen Qualitätsrichtlinien. In engem Austausch mit unseren Partner-Anwälten sorgen wir für die Richtigkeit der Inhalte. Der Ratgeber soll Ihnen erste Informationen zu Rechtsthemen bieten, kann jedoch keine anwaltliche Beratung leisten. Schildern Sie uns Ihr Anliegen für die kostenlose Ersteinschätzung von einem spezialisierten Anwalt.
Geprüfte Quelle
Zur Quelle