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Pflegegradrechner 2021: Pflegegrad berechnen & Leistungsanspruch ermitteln

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Pflegegrad erhalten

Zusammenfassung

Mit dem kostenlosen Pflegegradrechner für Kinder und Erwachsene können Sie überprüfen, ob Pflegebedürftigkeit vorliegt, den voraussichtlichen Pflegegrad berechnen und ermitteln, ob eine Höherstufung angemessen ist. Der Rechner kann Ihnen zudem bei der Vorbereitung auf den Begutachtungstermin mit dem Medizinischen Dienst helfen.

 

1. Der Pflegegrad­rechner für Kinder & Erwachsene

Mit dem kostenlosen Pflegegradrechner für Kinder und Erwachsene können Sie ermitteln, ob Pflegebedürftigkeit vorliegt, den voraussichtlichen Pflegegrad berechnen und überprüfen, ob eine Höherstufung und zusätzliche Pflegeleistungen wegen der Verschlechterung des Gesundheitszustandes möglich wäre:

 

 

Mit dem Pflegegeldrechner ermitteln Sie, wie viel Pflegegeld Ihnen je nach Pflegegrad zustehen würde:

 

 

Mit Pflegegeld- und Pflegegradrechner können Sie sich oder Ihre Angehörigen auf den Besuchstermin mit einem Gutachter des MDK (= Medizinischer Dienst der Krankenversicherung) vorbereiten. Der Pflegegradrechner kann schnell und unkompliziert eine erste Einschätzung zu Pflegebedarf und Pflegegrad liefern:

  • Besteht ein Bedarf an Pflegeleistungen?
  • Welcher Pflegegrad könnte meinem Bedarf entsprechen?
  • Hat sich mein Pflegebedarf erhöht?
  • Kann ich eine Anpassung bzw. Höherstufung beantragen?
  • Wie viel Pflegegeld würde mir zustehen?

 

2. Wie wird der Pflegegrad berechnet?

In Deutschland haben Pflegebedürftige unter folgenden Voraussetzungen einen staatlich gesicherten Leistungsanspruch gegenüber der Pflegeversicherung:

  • Es besteht für mindestens 6 Monate ein Bedarf an Pflegeleistungen, der durch einen MDK-Gutachter bestätigt wird.
  • Die Situation des Pflegebedürftigen bessert sich nicht durch Rehabilitationsleistungen.

Wenn Pflegebedürftige Leistungen der Pflegeversicherung beantragen, kommt ein Gutachter des Medizinischen Dienstes (MDK) zum Hausbesuch.

Der Gutachter berechnet den Pflegegrad des Antragstellers mithilfe von 6 Modulen:

 

Infografik: Pflegegradrechner: Wie wird der Pflegegrad berechnet?

 

Modul

Gewichtung

Beispiele für Einzelkriterien

1. Mobilität

10 %

Körperhygiene, Treppensteigen, Halten einer Sitzposition & Positionswechsel

2 Kognitive & kommunikative Fähigkeiten

7,5 %

Orientierung, Erinnerungsvermögen, Entscheidungsfindung, Interaktion mit anderen Personen

3 Verhaltensweisen & psychische Problemlagen

7,5 %

Verhaltensauffälligkeiten: Unruhe, Aggressionen, Ängste, Wahnvorstellungen, Apathie, Depressionen

4 Selbstversorgung

40 %

Körperhygiene, Ernährung, An- & Ausziehen, Umgang mit Schonkost u. a.

5 Umgang mit Anforderungen & Belastungen

 

20 %

Medikation: Injektionen, Verbandswechsel;,

Arztbesuche, Frühförderung bei Kindern, Einhalten krankheitsbedingter Vorschriften

6 Alltagsleben & soziale Kontakte

15 %

Beschäftigung & Alltagsgestaltung, Interaktion mit anderen Personen, Ruhen & Schlafen

 

Die einzelnen Modulpunkte haben eine unterschiedliche Bedeutung für das alltägliche Leben (= Gewichtung).

Durch Addition der Modulpunkte ergibt sich der Pflegegrad:

  • Pflegegrad 1 (12,5–26,5 Punkte): geringe Beeinträchtigung der Selbständigkeit bzw. der Fähigkeiten
  • Pflegegrad 2 (27–47,5 Punkte): erhebliche Beeinträchtigung
  • Pflegegrad 3 (48–69,5 Punkte): schwere Beeinträchtigung
  • Pflegegrad 4 (70–89,5 Punkte): schwerste Beeinträchtigung
  • Pflegegrad 5 (90–100 Punkte): schwerste Beeinträchtigung & besondere Anforderungen an pflegerische Versorgung

 

3. Wie viel Pflegegeld steht mir zu?

Die Pflegekasse zahlt nur bei häuslicher Pflege durch Angehörige oder Bekannte 100 % des Pflegegelds. Übernimmt ein professioneller Dienstleister die Pflege, gewährt die Pflegekasse Sachleistungen und kürzt das Pflegegeld entsprechend.

Wie viel Pflegegeld die Pflegekasse zahlt hängt von folgenden Faktoren ab:

  • Berechneter Pflegegrad
  • Art der Versorgung des Pflegebedürftigen

 

 

Ambulant

Stationär

Pflege-
grad

Pflegegeld

Pflegesachleistungen

Teilstationäre Pflege

Vollstationäre Pflege

1

0

0

0

125 €

2

316 €

689 €

689 €

770 €

3

545 €

1.298 €

1.298 €

1.262 €

4

728 €

1.612 €

1.612 €

1.775 €

5

901 €

1.995 €

1.995 €

2.005 €

 

Sonderfall Bayern: Unabhängig vom Pflegegeld der Pflegeversicherung können Pflegebedürftige in Bayern das sogenannte Landespflegegeld in Höhe von 1.000 € jährlich beantragen, wenn sie einen Pflegegrad von mindestens 2 und ihren Hauptwohnsitz in Bayern haben.

 

Welche Besonderheiten gelten für Kinder?

Durch das neue Begutachtungssystem sind Kinder Erwachsenen gleichgestellt. Da Kinder jedoch generell mehr Unterstützung brauchen als Erwachsene, stellt der Gesetzgeber hohe Anforderungen an die Begutachtung von Kindern:

  • Der MDK setzt erfahrene Gutachter mit spezifischen Qualifikationen ein.
  • Der Gutachter bewertet, inwiefern Selbstständigkeit und Fähigkeiten des Kindes von denen gleichaltriger Kinder abweichen.
  • Besteht Pflegebedarf, erhält das Kind die gleichen Leistungen wie ein erwachsener Pflegebedürftiger.
  • Bei Kindern unter 18 Monaten prüft der Gutachter nicht alle Lebensbereiche, weshalb Kleinkinder grundsätzlich einen höheren Pflegegrad erhalten.

 

Sie vermuten, dass die Begutachtung Ihres Kindes nicht korrekt erfolgt ist und möchten gegen den Bescheid der Pflegeversicherung vorgehen?

► Mit dem Pflegegradrechner lässt sich auch der mögliche Anspruch Ihres Kindes überprüfen.

► advocado findet für Sie den passenden Anwalt für Pflegerecht aus einem Netzwerk mit über 500 Partner-Anwälten.

► Dieser kontaktiert Sie innerhalb von 2 Stunden* für eine kostenlose Ersteinschätzung zu Ihrem Anliegen.

Jetzt Ersteinschätzung erhalten.

 

4. So können Sie den Pflegegrad erhalten, der Ihnen zusteht

Für die Einschätzung des Pflegegrades steht dem Gutachter nur begrenzt Zeit zur Verfügung – man spricht auch vom Problem der Momentaufnahme. Wenn der Pflegebedürftige am Tag der Begutachtung überdurchschnittlich fit war und aus Scham z. B. seine Inkontinenz verschwiegen hat, kann es zu Fehleinschätzungen kommen.

Die mögliche Folge: Die Pflegeversicherung lehnt den Pflegegrad-Antrag ab oder Sie erhalten einen Pflegegrad, der nicht Ihrem Bedarf entspricht.

Wenn Sie vermuten, dass der Bescheid der Pflegekasse nicht dem tatsächlichen Pflegebedarf entspricht, können Sie binnen 4 Wochen nach Zugang des Bescheid Widerspruch gegen den Pflegegrad einlegen. Damit das Widerspruchsschreiben nicht z. B. wegen fehlender Dokumente, Form- oder Fristverstößen abgelehnt wird, können Sie das Schreiben von einem Anwalt für Pflegeversicherungen absichern lassen.

 

Zur Ermittlung und Durchsetzung eines angemessenen Pflegegrades kann der Anwalt Folgendes tun:

  • Anspruch prüfen: Der Jurist kann MDK-Gutachten, Krankenunterlagen, den Bescheid der Pflegekasse, Pflegetagebuch (falls vorhanden) und die Berechnung des Pflegegrades prüfen. Sollten die Dokumente nicht für einen rechtssicheren Beweis ausreichen, kann er ein unabhängiges Gutachten beantragen, Zweitmeinungen einholen oder Zeugen suchen, um den richtigen Pflegegrad zu bestimmen.
  • Schreiben an die Pflegekasse: Der Anwalt kann gewährleisten, dass Sie fristgerecht Widerspruch einlegen, alle wichtigen Inhalte im Schreiben enthalten sind und Sie einen Zugangsnachweis erhalten. Mit seiner fachlichen Begründung kann er der Pflegekasse ausführlich Ihren Leistungsanspruch beweisen, indem er beispielsweise die Fehler im Gutachten herausstellt.
  • Anwaltlich absichern: Sollte die Pflegekasse Ihren Fall an einen Ausschuss übergeben, holt dieser erneut Stellungnahmen ein. Ein Anwalt kann Sie vor taktischen Manövern schützen.
  • Optionen abwägen: Wollen Sie den Ablehnungsbescheid nicht akzeptieren, können Sie beim Sozialgericht Klage einreichen oder nach 6 Monaten erneut einen Pflegegrad beantragen. Um einen aussichtslosen Rechtsstreit zu vermeiden, kann der Anwalt Chancen, Risiken und Kosten Ihrer möglichen Handlungsoptionen sorgfältig abwägen.
  • Anspruch verteidigen: Sollte eine Klage notwendig sein, um einen rechtmäßigen Anspruch durchzusetzen, kann der Anwalt die Vertretung vor Gericht übernehmen.

Mit dem Pflegegradrechner für Kinder und Erwachsene lässt sich der mögliche Pflegebedarf überprüfen. Hat die Pflegekasse einen zu geringen Pflegegrad bewilligt, können Sie mit Unterstützung eines Anwalts dagegen vorgehen. advocado findet für Sie den passenden Anwalt aus einem Netzwerk mit über 500 Partner-Anwälten. Dieser kontaktiert Sie innerhalb von 2 Stunden* für eine kostenlose Ersteinschätzung zu Ihren Handlungsoptionen und Erfolgsaussichten.

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Jasmin Leßmöllmann
Jasmin Leßmöllmann
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Jasmin Leßmöllmann

Als Mitglied der juristischen Redaktion von advocado widmet sich Jasmin Leßmöllmann komplexen Fragestellungen aus dem Arbeits-, Medizin- und Erbrecht. Dabei ist sie bestrebt, dem Leser schwierige juristische Sachverhalte verständlich aufzubereiten und die beste Lösung anzubieten.

Bei diesem Artikel handelt es sich um einen Ratgeberartikel, den unsere juristische Redaktion mit größtmöglicher Sorgfalt verfasst hat. Der Artikel stellt keine Rechtsberatung dar und unsere Redakteure sind keine Rechtsanwälte. Selbstverständlich ersetzen die Informationen aus diesem Artikel keine Rechtsberatung im Einzelfall. Jeder individuelle Fall muss vorher durch einen Rechtsanwalt geprüft werden, um eine fundierte Handlungsempfehlung erteilen zu können.

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