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Rentenbescheid prüfen lassen & höhere Rente sichern

Sophie Suske

Juristische Redaktion

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Bescheid prüfen lassen

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Jährlich müssen zehntausende Rentenbescheide nachträglich geändert werden, da sie Fehler enthalten. Ist der Rentenbescheid fehlerhaft, kann Ihre Rente zu gering ausfallen. Ein spezialisierter Anwalt für Sozialversicherungsrecht kennt die komplexe Rechtslage und überprüft Ihren Rentenbescheid auf Fehler.

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Christian Wagner

Bereits einfache Fehler können dazu führen, dass Sie zu wenig Rente erhalten. Für Laien ist eine lückenlose Prüfung jedoch kaum machbar.

Christian Wagner
Fachanwalt für Sozialrecht
Christian Wagner
Fachanwalt für Sozialrecht

Bereits einfache Fehler können dazu führen, dass Sie zu wenig Rente erhalten. Für Laien ist eine lückenlose Prüfung jedoch kaum machbar.

Ratgeberartikel: Auf diese Fehler sollten Sie Ihren Rentenbescheid achten

Inhaltsverzeichnis [ausblenden]

  1. Warum den Rentenbescheid prüfen lassen?
  2. Typische Fehler im Rentenbescheid
  3. Wo kann man einen Rentenbescheid prüfen lassen?
  4. Kosten der Rentenbescheid-Prüfung
  5. Rentenbescheid prüfen lassen: So gehen Sie jetzt vor

Zusammenfassung

Sie haben den Verdacht, dass Ihr Rentenbescheid Fehler enthält? Dann sollten Sie Ihren Rentenbescheid unbedingt prüfen lassen. Im Jahr 2016 wurden rund 40.000 Rentenbescheide nachträglich geändert, da sie fehlerhaft waren. Fehler wie Zahlendreher können dazu führen, dass Sie zu wenig Rente erhalten. Die Berechnung ist so komplex, dass nur Anwälte und Rentenberater einen Rentenbescheid zuverlässig prüfen können.

 

Auf einen Blick

  • Jedes Jahr müssen zigtausende Rentenbescheide nachträglich geändert werden, da sie Fehler enthalten.
  • Man geht davon aus, dass 30–50 % aller Rentenbescheide fehlerhaft sind.
  • Fehler im Rentenbescheid können bedeuten, dass Sie finanzielle Einbußen bei der Rentenhöhe erleiden.
  • Das Sozialrecht gilt als höchst kompliziert, für Laien ist eine lückenlose Prüfung kaum zu bewerkstelligen.
  • Fachkundige Anwälte und Rentenberater sind die richtigen Ansprechpartner, um einen Rentenbescheid prüfen zu lassen.

 

► Sie möchten Ihren Rentenbescheid prüfen lassen? Kontaktieren Sie uns für ein kostenfreies und unverbindliches Erstgespräch mit unserem Anwalt für Sozialrecht.

► Nach der Ersteinschätzung erhalten Sie ein unverbindliches Festpreis-Angebot, um Ihren Rentenbescheid überprüfen zu lassen. Bis dahin besteht für Sie kein Kostenrisiko.

Schildern Sie hier bitte Ihren Fall.

 

1. Warum den Rentenbescheid prüfen lassen?

Das Sozialrecht gilt als hochkompliziert, die Rente berechnet sich anhand zahlreicher Faktoren. Man schätzt, dass zwischen 30 und 50 % aller Rentenbescheide Fehler enthalten. Laien erkennen fehlerhafte Bescheide oftmals nicht.

Es ist deshalb sinnvoll, Rentenbescheide einer professionellen Prüfung zu unterziehen. Im schlimmsten Fall fällt die Rente sonst geringer aus, als sie korrekterweise müsste.

 

Infografik: Aus diesen Gründen sollten Sie den Rentenbescheid prüfen lassen.

 

Die Berechnungsgrundlage für einen Rentenbescheid ist das Rentenkonto. Jeder eingezahlte Betrag in die Rentenversicherung wird dort automatisch gespeichert.

Damit die Rente korrekt berechnet werden kann, müssen alle sozialversicherten Tätigkeiten lückenlos nachgewiesen werden.

Diese Zeiträume sind im Versicherungsverlauf des Rentenbescheids aufgelistet, er ist das Herzstück eines jeden Rentenbescheids. Fehler passieren häufig bei der Zuordnung der rentenwirksamen Zeiträume. Den Versicherungsverlauf mit alten Lohnabrechnungen und Bescheiden der Sozialversicherung abzugleichen, reicht oftmals nicht aus, um Fehler aufzudecken.

Besonders die neuen Rentenbescheide, die seit März 2018 verschickt werden, erschweren eine selbstständige Überprüfung. Zur besseren Lesbarkeit und Verständlichkeit wurde der Umfang stark reduziert. Die fehlenden Erläuterungen zu den Berechnungen machen es jedoch schwieriger, falsche Angaben zu erkennen.

 

2. Typische Fehler im Rentenbescheid

Die meisten Daten zur Berechnung der Rente werden zwar automatisch erfasst – letztlich aber durch Menschen bearbeitet. Jeder Bescheid muss daher auf mögliche Zahlendreher überprüft werden.

Typische Fehler bei der Rentenberechnung:

  • Basisdaten wie Rentenart oder Krankenkasse sind nicht korrekt
  • Verdienstzeiträume wie Ausbildungszeiten, Studium und Arbeitslosigkeit fehlen
  • Kindererziehungszeiten oder Schwangerschaft wurden vergessen oder nur zum Teil aufgelistet
  • Abschläge wurden falsch berechnet
  • Freiwillige Zahlungen wurden nicht aufgeführt
  • Pflegezeiten für die Pflege naher Angehöriger fehlen
  • Beiträge zu DDR-Zeiten wurden nicht korrekt berechnet
  • Versorgungsausgleich nach Scheidung wurde nicht berücksichtigt
  • Einkommen wurde falsch auf die Hinterbliebenen-Rente bei Witwern und Witwen angerechnet
  • Auslandsaufenthalte wurden nicht korrekt angerechnet
  • Berechnungsfehler beim Zuverdienst während der Frührente
  • Erwerbsminderungsrente wurde falsch berechnet

 

Beispiel: Neue und alte Bundesländer

Gerade die unterschiedliche Rentenberechnung zwischen den neuen und alten Bundesländern ist für den Laien schwierig zu prüfen. Da das Einkommen in den neuen Bundesländern auch heute noch im Vergleich zu den alten Bundesländern geringer ist, wird der Verdienst durch einen Umrechnungsfaktor auf “West-Niveau” angehoben.

Dieser Faktor ändert sich von Jahr zu Jahr. Sind Sie zwischen Ost und West umgezogen? Dann ändert sich auch die Rentenberechnung.


Beispiel: Im Jahr 1973 hat Frau Schmidt in Sachsen gelebt und gearbeitet. Sie hat insgesamt 30.000 Mark verdient. Für die Rentenberechnung wird ihre Rente mit dem Umrechnungsfaktor multipliziert – dieser wurde für das Jahr 1973 auf 2,3637 festgesetzt.

Dadurch erhöht sich ihre Rente.

In dem Rentenbescheid steht dann:

Zeiten im Beitrittsgebiet:

01.01.1973–31.12.1973

Betrag aus 30.000 Mark*2,3637

Für die Rentenberechnung hat Frau Schmidt also den fiktiven Wert von 70.911 Mark verdient (30.000*2,3637).

Für jedes Jahr, das Frau Schmidt in den neuen Bundesländern gearbeitet hat, wird ihr Verdienst mit dem jeweiligen Umrechnungsfaktor multipliziert.

 

Tipp:

Einen Versicherungsverlauf erhalten Sie bereits mit 43 Jahren von Ihrer Rentenversicherung. Prüfen Sie ihn frühzeitig auf Lücken und reichen Sie fehlende Unterlagen nach, um Fehler in der Berechnung zu vermeiden.

Das heißt auch: Werfen Sie Lohnzettel, Immatrikulationsbescheinigungen und Krankmeldungen nicht weg! Behörden und ehemalige Arbeitgeber sind nicht dazu verpflichtet, Ihre Unterlagen unbegrenzt aufzubewahren.

 

3. Wo kann ich meinen Rentenbescheid prüfen lassen?

Damit Ihnen keine Rentenansprüche entgehen, sollten Sie den Rentenbescheid am besten von einem neutralen und objektiven Experten prüfen lassen. Natürlich ist auch eine Überprüfung durch die Deutsche Rentenversicherung möglich. Dort entstehen Ihnen keine Kosten. Sie müssen aber einen begründeten Verdacht vorweisen, weshalb Sie Fehler im Bescheid vermuten.

 

Vorsicht vor unerwünschten Ergebnissen:

Wenn Sie Ihren Rentenbescheid durch die Deutsche Rentenversicherung prüfen lassen, kann es sein, dass Ihre Rente gekürzt wird oder Sie sogar Leistungen zurückzahlen müssen, wenn das Ergebnis anders ausfällt, als erhofft.

Stellt sich bei der Neuberechnung heraus, dass Ihre Rente zu hoch berechnet wurde, entscheidet das Sozialgericht.

 

Es ist daher ratsam, den Rentenbescheid durch eine unabhängige Prüfstelle kontrollieren zu lassen.

 

Wer Ihren Rentenbescheid prüfen kann:

  • Rechtsanwalt
  • Rentenberater

Ein fachkundiger Anwalt übernimmt die Prüfung Ihres Rentenbescheids. Der Vorteil für Sie: Spezialisierte Rechtsanwälte finden typische Fehler aufgrund Ihrer Erfahrung und Expertise zuverlässig und schnell. Haben Sie den Verdacht, dass nicht alle Beitragszeiträume und -höhen berücksichtigt wurden, sollten Sie sich an einen Anwalt für Rentenrecht wenden.

Finden Sie einen Fehler im Rentenbescheid oder haben Sie bereits einen Anwalt kontaktiert, der Ihren Bescheid prüft, bestehen folgende Optionen:

  • Widerspruch gegen Rentenbescheid einlegen: innerhalb eines Monats bei der Rentenversicherung. Wenn diese Frist verstrichen ist, können Sie den Rentenbescheid mittels Nachprüfverfahren anfechten.
  • Klage einreichen beim Sozialgericht: Wenn der Widerspruch abgelehnt wurde oder die Rentenversicherung innerhalb von drei Monaten nicht auf den Widerspruch reagiert.

Sind Sie bei einem fehlerhaften Bescheid mit Ihrem Widerspruch erfolgreich, werden Leistungen für maximal vier Jahre rückwirkend gezahlt. Danach verjährt der Anspruch auf die geforderten Leistungen.

 

Rentenbescheid prüfen lassen

Sie möchten Ihren Rentenbescheid prüfen lassen? Kontaktieren Sie uns für ein unverbindliches und kostenfreies Erstgespräch mit einem unserer Anwälte. Schildern Sie bitte hier Ihr Anliegen.

 

4. Kosten der Rentenbescheid-Prüfung

Wenn Sie durch einen Experten Ihren Rentenbescheid prüfen lassen möchten, entstehen Kosten für den Anwalt oder Rentenberater. Diese berechnen sich nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) und sind abhängig vom konkreten Gegenstandswert Ihres Anliegens.

Wenn Sie gegen den fehlerhaften Bescheid Widerspruch einlegen oder mittels Klage beim Sozialgericht dagegen vorgehen möchten, entstehen Ihnen keine weiteren Kosten. Setzen Sie Ihre Ansprüche erfolgreich durch, muss die Rentenversicherung selbst die Kosten tragen.

 

Kostentipp:

Über advocado ist die Ersteinschätzung Ihres Falls unverbindlich und kostenfrei. Nach diesem Erstgespräch erhalten Sie ein transparentes Festpreis-Angebot.

Bis dahin besteht kein Kostenrisiko für Sie. Erstgespräch vereinbaren & Rentenbescheid prüfen lassen.

Sie besitzen eine Rechtsschutzversicherung? Wir stellen eine kostenfreie Deckungsanfrage für die Rentenbescheid-Prüfung bei Ihrer Versicherung für Sie. Jetzt kostenfrei prüfen lassen.

 

5. Rentenbescheid prüfen lassen: So gehen Sie jetzt vor

  1. Da die Rentenversicherung nicht alle Nachweise automatisch erhält, sollten Sie Abschlusszeugnisse, Immatrikulationsbescheinigungen, Lehrverträge sowie eine mögliche Beschäftigung in der DDR nachreichen, um die Lücken in Ihrem Rentenkonto zu schließen. Fehlen Unterlagen, können Sie sich an Ihre ehemaligen Schulen und Universitäten wenden. Existiert Ihre alte Firma nicht mehr, kann die Krankenkasse weiterhelfen.
  2. Scannen Sie den Rentenbescheid ein und laden ihn in unserem verschlüsselten System hoch. Sie können auch weitere relevante Dokumente hochladen.
  3. Informieren Sie uns, wenn Sie bereits eine Vermutung haben, wo der Fehler liegt. Ist der Bescheid nicht korrekt, kann ein auf Rentenversicherungen spezialisierter Anwalt Sie dabei unterstützen, Widerspruch einzulegen und ggf. gegen die Rentenversicherung zu klagen.
  4. In einem kostenfreien und unverbindlichen Erstgespräch berät Sie der Fachanwalt über mögliche Fehler im Bescheid und erläutert Ihnen juristische Optionen, wenn sich der Bescheid tatsächlich als fehlerhaft herausstellt.
  5. Anschließend erhalten Sie ein Festpreis-Angebot, zu dem der Anwalt Ihren Rentenbescheid ohne versteckte Kosten umfassend und rechtssicher prüft. Schildern Sie dazu hier Ihr Anliegen.

Fachkundige Anwälte oder Rentenberater sind die richtigen Ansprechpartner, um Unstimmigkeiten zu überprüfen, Sie rechtlich abzusichern und letztlich dafür zu sorgen, dass Sie Ihre verdiente Rente erhalten. Werden frühzeitig Fehler gefunden, lassen sich die entgangenen Leistungen von der Rentenversicherung zurückfordern.

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Unser Anwalt erläutert Ihnen im kostenfreien Erstgespräch das mögliche Vorgehen.

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Sophie Suske

Als Redakteurin bei advocado strebt Sophie Suske jeden Tag danach, komplexe Rechtsprobleme des Marken- und Versicherungsrechts für jeden Leser verständlich aufzubereiten. Grundlage ihrer lösungsorientierten Arbeit ist ihr Masterstudium der Sprach- und Kommunikationswissenschaft.

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