Wie schreibe ich ein Testament? Der ausführlichste Leitfaden im Netz

Wie schreibe ich ein Testament? Der ausführlichste Leitfaden im Netz

 von Marie Nitschmann (jur. Redaktion)
Wie schreibe ich ein Testament? Der ausführlichste Leitfaden im Netz
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  1. Wichtige Fragen rund um das Testament
  2. Wie schreibe ich ein Testament?
  3. Regelungen in Testamenten
  4. Aufbewahrung des Testaments
  5. Änderung & Widerruf eines Testaments
  6. Anfechtbarkeit eines Testaments vermeiden
  7. Alternativen zum Testament
  8. Erbschaftssteuer
  9. Zusammenfassung: die wichtigsten Informationen im Überblick
  10. Tipp: kostenlose Ersteinschätzung

In diesem Beitrag erhalten Sie alle wichtigen Antworten zu der Frage „Wie schreibe ich ein Testament?“. Sie erfahren u. a., welche verschiedenen Arten von Testamenten es gibt und welche Klauseln Sie zur Einschränkung der Erben einsetzen können.

 

 Darüber hinaus können Sie hier Ihr Rechtsproblem oder Ihre Fragen zur Verfassung eines Testaments kostenfrei mit unserem Anwalt für Erbrecht besprechen.

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1. Wichtige Fragen rund um das Testament

Das Verfassen eines Testaments ist mit einigen inhaltlichen und formalen Anforderungen verbunden. Wenn Sie ein Testament verfassen, um Ihren letzten Willen zu regeln, sollten Sie daher einige wichtige Aspekte beachten. Diese zeigen wir Ihnen im Folgenden.

 

1.1. Was ist ein Testament?

In einem Testament legt der Erblasser fest, welche Personen welchen Anteil an seinem Nachlass erhalten sollen. Darüber hinaus können in einem Testament weitere Bestimmungen wie u. a. Klauseln zur Enterbung naher Angehöriger oder zu Vor- und Nacherbschaft getroffen werden.

 

1.2. Wer darf ein Testament schreiben?

Die sogenannte Testierfähigkeit ist die wichtigste Voraussetzung für die Wirksamkeit eines Testaments. Personen, die nicht testierfähig sind, können auch kein Testament aufsetzen.

Ein Testament verfassen darf, wer …

  • … mindestens 16 Jahre alt ist – im Falle von Minderjährigkeit muss ein Notar das Testament beglaubigen –,
  • … keine körperlichen oder geistigen Störungen bzw. Einschränkungen hat,
  • … keine Bewusstseinsstörungen hat,
  • … zwar schreib- oder sprechunfähig ist, sich aber mithilfe einer Vermittlungsperson – zum Beispiel in Gebärdensprache – verständigen kann.

Ein Testament verfassen darf nicht, wer …

  • … nicht lesen, sprechen und schreiben kann,
  • … an einer Geistesstörung leidet,
  • … eine Geistesschwäche hat,
  • … eine Bewusstseinsstörung hat.

Liegt einer der eben genannten Umstände vor, ist die Person nicht testierfähig – kann also kein rechtsgültiges Testament schreiben. Trotzdem kann es zu Ausnahmesituationen kommen, in denen ein Gericht über die Testierfähigkeit entscheidet. So hat das Bundesverfassungsgericht z. B. am 19.01.1999 entschieden, dass stumme Personen nicht grundsätzlich von der Testierfähigkeit ausgeschlossen werden können. Sobald sie sich und ihren Willen mithilfe der Gebärdensprache ausdrücken können, dürfen sie ein Testament aufsetzen.

Bestehen Zweifel an der Testierfähigkeit des Erblassers, kann das Testament beim Nachlassgericht angefochten werden. Dieses prüft dann auf Grundlage von Beweisen, Zeugenaussagen und ggf. auch ärztlichen Untersuchungen, ob der Erblasser testierfähig ist oder nicht.

Noch ausführlichere Informationen zur Testierfähigkeit, in welchen Sonderfällen sie nicht besteht und wie sie geprüft wird, lesen Sie in unserem Beitrag zur Testierfähigkeit.

 

1.3. Wann sollte ich ein Testament schreiben?

Jederzeit können unvorhergesehene Ereignisse wie z. B. Unfälle oder Erkrankungen eintreten. Deshalb ist es nur schwer planbar, wann ein Testament notwendig sein wird. Außerdem können Erblasser mit einem Testament selbst bestimmen, wer welche Gegenstände aus dem Nachlass erhalten soll und welche Angehörigen enterbt werden. Daneben können unter Umständen durch eine frühzeitige Nachlassplanung Steuern eingespart oder Pflichtteilsergänzungsansprüche ungewollter Erben verhindert werden.

Aus diesen Gründen sollten Sie das Schreiben des Testaments nicht unnötig lang aufschieben und so sicherstellen, dass Ihr letzter Wille erfüllt wird.

 

1.4. Was passiert, wenn ich kein Testament schreibe?

Sobald ein Erbfall eintritt und der Erblasser kein Testament aufgesetzt hat, greift die gesetzliche Erbfolge, nach der ausschließlich nahestehende Verwandte wie

  • Ehepartner,
  • Kinder oder
  • die Eltern

erbberechtigt sind. Dadurch können auch ungeliebte Angehörige einen Teil des Erbes erhalten – soll das verhindert werden, sollte rechtzeitig über ein Testament nachgedacht werden.

 

Die gesetzliche Erbfolge

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Gibt es mehrere Erben einer Ordnung, erhalten diese jeweils denselben Anteil am Erbe. Beim Tod eines verwitweten Erblassers erben drei Kinder beispielsweise so jeweils 1/3 des Nachlasses.

Falls Sie keine gesetzlichen Erben haben und deshalb kein Testament schreiben, geht Ihr Nachlass an den Staat über. Wollen Sie dies verhindern, sollten Sie in jedem Fall ein Testament oder einen Erbvertrag verfassen. In diesem können Sie nämlich auch Freunde, Bekannte oder Vereine als Erben benennen.

Ausführliche Informationen zur gesetzlichen Erbfolge sowie zu Beispiel- und Sonderfällen erhalten Sie in unserem Beitrag Gesetzliche Erbfolge.  

 

1.5. Ist ein Notar notwendig?

Ob ein Notar für die Beglaubigung und Verwahrung des Testaments nötig ist, hängt von der gewählten Art des Testaments ab. Zum Beispiel müssen das notarielle sowie Berliner Testament von einem Notar beglaubigt und anschließend beim Amtsgericht oder Notariat aufbewahrt werden. Das handschriftliche Testament kann dagegen ohne einen Notar geschrieben werden.

 

1.6. Wann ist ein Testament gültig?

Damit Ihr Testament gültig ist, müssen einige formalen Anforderungen erfüllt sein, welche in § 2247 BGB geregelt sind. Werden diese nicht beachtet, ist das Testament ungültig und die gesetzliche Erbfolge greift.

Formale Voraussetzungen für die Gültigkeit eines Testaments sind:

  • ein rein handschriftliches Testament – ein am PC aufgesetztes Testament ist unwirksam –,
  • eine leserliche Schrift,
  • die Angabe von Ort und Datum,
  • die Unterschrift mit vollem Namen,
  • Seitennummerierung.

Ehepartner sowie Partner einer eingetragenen Lebenspartnerschaft müssen beachten, dass ein gemeinschaftliches Testament nur wirksam ist, wenn beide Partner dieses unterschrieben haben.

 

RECHTSBERATUNGS-TIPP: In vielen Fällen werden Testamente aufgrund von Formfehlern ungültig – und der letzte Wille des Erblassers verfällt. Damit Ihnen das nicht passiert, können Sie Ihr Testament zusammen mit einem unserer Anwälte für Erbrecht erstellen. Dieser überprüft es hinsichtlich Formfehlern, Verständlichkeit und inhaltlicher Korrektheit. Außerdem kann er Sie unmittelbar über mögliche Verpflichtungen beraten, die für Sie und Ihre Erben mit dem Testament einhergehenden (z. B. Erbschaftssteuer). Wünschen Sie anwaltliche Beratung, können Sie hier Ihr Anliegen schildern und ein kostenfreies Erstgespräch vereinbaren.

 

2. Wie schreibe ich ein Testament?

Wenn Sie sich dazu entschieden haben, ein Testament zu verfassen, können Sie zwischen drei Arten wählen: dem handschriftlichen, dem notariellen und dem gemeinschaftlichen Testament. Was diese drei Testamentsarten voneinander unterscheidet, auf welche Formulierungen Sie achten sollten und welche weiteren Anforderungen mit der Testamentserstellung verbunden sind, erklären wir Ihnen im Folgenden.

 

Inhaltsverzeichnis

2.1. Wie schreibe ich ein handschriftliches Testament?
2.1.1 Formale Anforderungen
2.1.2. Inhaltliche Anforderungen
2.1.3. Kosten
2.1.4. Vorlage handschriftliches Testament

 

2.1. Wie schreibe ich ein handschriftliches Testament?

Das wohl meist verwendete Testament ist das handschriftliche oder auch privatschriftliche Testament. Wie der Name schon vermuten lässt, sind für die Aufsetzung nur Stift und Papier notwendig.

 

RECHTSTIPP: Es ist ratsam, den Erben oder anderen vertrauenswürdigen Personen mitzuteilen, wo das Testament genau verwahrt wird. So kann sichergestellt werden, dass das Testament im Erbfall auch gefunden und befolgt wird. Andernfalls können Sie es auch beim Amtsgericht hinterlegen. Mehr dazu im Abschnitt „Aufbewahrung des Testaments“.

 

2.1.1. Formale Anforderungen

Das handschriftliche Testament muss eigenhändig vom Erblasser geschrieben werden. Eine Mischform aus Handschrift, PC oder Schreibmaschine ist ungültig.

Außerdem muss das Testament

  • den Ort,
  • das Datum sowie
  • die Unterschrift

enthalten. Sind keine Angaben zum Zeitpunkt der Testamentsverfassung ersichtlich, wird nach anderen Hinweisen gesucht, die auf den Zeitpunkt der Verfassung schließen lassen.

 

2.1.2. Inhaltliche Anforderungen

Welchen Personen Sie Ihren Nachlass zukommen lassen, ist Ihnen überlassen. Sie sollten darauf achten, dass Sie die Personen mit vollem Namen nennen, um Verwechslungen auszuschließen. Beachten Sie außerdem, dass eine sehr allgemeine Nennung der Erben – beispielsweise „meine Familie“ – ebenfalls zu ungenau ist.

Wichtig ist zudem, dass die Erbfolge und die Höhe des Erbanteils klar ersichtlich werden. Geben Sie deshalb genau an, welche Person wie viel Ihres Vermögens erben soll. Ferner sollten Sie falsche oder irrtümliche Begriffe vermeiden, da diese zur Anfechtung des Testaments führen können.

 

2.1.3. Kosten

Im Fall des handschriftlichen Testaments entstehen Kosten nur dann, wenn das Testament

  • bei einem Amtsgericht verwahrt oder
  • beim Testamentsregister hinterlegt wird.

Das ist zwar keine Pflicht, aber ratsam, wenn das Testament an einem sicheren Ort aufbewahrt werden soll. Im Todesfall informiert das jeweilige Amtsgericht die Erben über den Nachlass.

Für eine Verwahrung beim Amtsgericht wird eine Gebühr von 75 Euro fällig, welche pauschal zu entrichten ist. Das bedeutet, dass sie nicht vom Vermögen des Erblassers abhängt und jeder die gleiche Aufbewahrungsgebühr zahlen muss.

 

2.1.4. Vorlage handschriftliches Testament

Hiermit setzte ich, Anne Klein, meine beiden Kinder als meine Erben ein. Mein Sohn Hannes soll meine Eigentumswohnung in Berlin erben. Meine Tochter Luisa soll das Ferienhaus in Binz erhalten. Das restliche Vermögen soll zu gleichen Teilen unter meinen Kindern aufgeteilt werden. Außerdem vermache ich meiner Schwester Ingrid meinen gesamten Schmuck.

 

Kiel, 20.10.2016

Unterschrift der Erblasserin

 

Inhaltsverzeichnis

2.2. Wie schreibe ich ein notarielles Testament?
2.2.1 Formale Anforderungen
2.2.2. Inhaltliche Anforderungen
2.2.3. Kosten
2.2.4. Vorlage notarielles Testament

 

2.2. Wie schreibe ich ein notarielles Testament?

Das notarielle Testament wird auch als öffentliches Testament bezeichnet. Dabei wird das Testament entweder schriftlich oder mündlich dem Notar übergeben, der dieses beglaubigt und aufbewahrt. Der große Vorteil besteht darin, dass die Echtheit des Testaments nicht angezweifelt werden kann.

Sie können ein notarielles Testament als Schriftstück dem Notar überreichen oder mündlich mitteilen – so wird Ihr letzter Wille formgerecht festgehalten. Der Notar erstellt hiervon ein Protokoll. Er berät Sie außerdem zu Formulierungsfragen – so werden Fehler vermieden und das Testament gewinnt an Verständlichkeit.

 

2.2.1. Formale Anforderungen

Genau wie für andere Arten des Testaments müssen auch beim notariellen Testament formale Anforderungen erfüllt sein – diese gleichen den Anforderungen für ein handschriftliches Testament. So müssen unter anderem Ort, Datum und die Unterschrift des Erblassers enthalten sein. Darüber hinaus muss das notarielle Testament von einem Notar beglaubigt und vom Erblasser bestätigt werden.

 

2.2.2. Inhaltliche Anforderungen

Wie bei allen anderen Testamentsarten muss ersichtlich sein, welche Personen welchen Anteil oder Betrag des Vermögens erben. Der Vorteil eines notariellen Testaments besteht darin, dass der Notar prüft, ob die getroffenen Bestimmungen rechtskräftig sind.

 

2.2.3. Kosten

Wenn Sie Ihr Testament von einem Notar aufsetzen und beglaubigen lassen, verursacht dies Kosten. Diese richten sich grundsätzlich nach dem Vermögen des Erblassers. Dabei werden die Verbindlichkeiten bis zur Hälfte des Vermögenswertes abgezogen. Die Notarkosten berechnen sich nach §102 GNotKG. So beträgt beispielsweise die Beurkundung eines Einzeltestaments mindestens 60 Euro.

Was ein Testament genau kostet, richtet sich zudem danach, ob es sich um ein einzelnes oder gemeinschaftliches Testament (oder einen Erbvertrag) handelt – bei Ersterem wird eine 1-fache Gebühr fällig, bei Letzterem eine 2-fache.

Nachlasswert

Notargebühren
Einzeltestament

Notargebühren
gemeinschaftliches

Testament/Erbvertrag

20.000,00 €

107,00 €

214,00 €

100.000,00 €

273,00 €

546,00 €

500.000,00 €

935,00 €

1.870,00 €

1.000.000 €

1.735,00 €

3.470,00 €

Ein notarielles Testament muss beim Amtsgericht oder dem Notar aufbewahrt werden. Die Kosten für die Aufbewahrung belaufen sich pauschal auf 75 Euro.

 

2.2.4. Vorlage notarielles Testament

Frau Gerda Feld, geboren am 10. (zehnten) Mai 1960 (neunzehnhundertsechzig), verheiratet, wohnhaft in Musterstraße 1 in München, mir, dem Notar, persönlich bekannt, hat erklärt:

1. Ich setze meinen Ehemann Herrn Heinrich Feld, Musterstraße 1, 10101 Musterstadt, geboren am 10. (zehnten) Januar 1955 (neunzehnhundertfünfundfünzig), als meinen unbeschränkten Alleinerben ein.

2. Der instrumentierende Notar wird beauftragt, dieses Testament beim Erbschaftsamt Musterstadt zu hinterlegen.

 

München, 01.01.2018

Unterschrift Erblasserin

 

Inhaltsverzeichnis

2.3. Wie schreibe ich ein Berliner Testament?
2.3.1 Formale Anforderungen
2.3.2. Inhaltliche Anforderungen
2.3.3. Kosten
2.3.4. Vorlage Berliner Testament

 

2.3. Wie schreibe ich ein Berliner Testament?

Das Berliner Testament ist eine besondere Form des gemeinschaftlichen Testaments. Dabei setzen sich die Eheleute gegenseitig als Alleinerben ein. Das bedeutet, dass der länger lebende Ehepartner der Vorerbe des verstorbenen Ehepartners wird. Er erhält somit den gesamten Nachlass. Wenn auch der zweite Ehepartner verstirbt, geht das Erbe meist auf die Kinder oder andere Verwandte über – diese sind Schlusserben bzw. Nacherben des erstversterbenden Ehepartners.

Ausführlichere Informationen zum Berliner Testament finden Sie in unserem umfangreichen Beitrag „Berliner Testament“.

 

2.3.1. Formale Anforderungen

Das Berliner Testament muss ebenfalls handschriftlich verfasst und von beiden Eheleuten unterschrieben werden. Ort und Datum dürfen ebenfalls nicht fehlen. Außerdem muss das Berliner Testament von einem Notar beglaubigt werden, damit es rechtswirksam ist.

 

2.3.2. Inhaltliche Anforderungen

Es gibt keine Formulierungen, die Sie in einem Berliner Testament zwingend verwenden müssen. Allerdings ist es üblich, dass sich die Eheleute gegenseitig als Alleinerben benennen. Außerdem sollten Sie die Schlusserben bestimmen – beispielsweise Ihre Kinder, Eltern oder Freunde –, die das Erbe des Letztverstorbenen erhalten.

Durch Klauseln können Sie beispielsweise verhindern, dass die Schlusserben bereits nach dem Tod des ersten Ehepartners den Pflichtteil einfordern und den hinterbliebenen Ehepartner in finanzielle Schwierigkeiten bringen.

Mehr zu den Klauseln erfahren Sie im Kapitel „Klauseln für Berliner Testamente“.

 

2.3.3. Kosten

Die Kosten für die Aufsetzung eines Berliner Testaments hängen vom Vermögen zum Zeitpunkt der Testamentsaufsetzung ab. Dieses dient als Grundlage für die Berechnung der Notargebühren. Da sich bei einem gemeinschaftlichen Testament zwei Personen gegenseitig begünstigen, wird die doppelte Gebühr berechnet. Bei einem Vermögen von 250.000 Euro fallen z. B. 535 Euro Notargebühren an. Die Mindestgebühr für die Beurkundung eines gemeinschaftlichen Testaments beträgt 120 Euro.

 

2.3.4. Vorlage Berliner Testament

Wir, die Eheleute Julia und Marius Müller, setzen uns gegenseitig als Alleinerben ein. Unsere Tochter Maria soll Schlusserbin sein und den gesamten Nachlass des Letztverstorbenen erhalten.

 

Mannheim, 10.11.2017

Unterschrift beider Eheleute

 

3. Regelungen in Testamenten

Neben den eben genannten formalen und inhaltlichen Anforderungen muss beim Schreiben des Testaments auch darauf geachtet werden, dass der letzte Wille unmissverständlich und möglichst präzise formuliert wird. Nur so kann sichergestellt werden, dass das Testament so ausgelegt wird, wie es der Erblasser wollte. Dabei helfen vor allem bestimmte Klauseln, die in das Testament integriert werden können.

 

Inhaltsverzeichnis

3.1. Klauseln für Testamente
3.1.1. Salvatorische Klausel
3.1.2. Sozinische Klausel

 

3.1. Klauseln für Testamente

Wenn Sie beispielsweise Ihre Erben in deren Handlungsmöglichkeiten oder dem Erbumfang einschränken möchten, bieten sich dafür bestimmte Klauseln an. Die wichtigsten Formulierungen dafür und weitere Regelungen, die wichtig für Ihr Testament sein können, stellen wir Ihnen jetzt vor.

 

3.1.1. Salvatorische Klausel

Grundsätzlich legt eine salvatorische Klausel fest, dass im Fall einer Unwirksamkeit nur die betreffende Textstelle unwirksam ist, aber nicht der ganze Vertrag.

Mit dieser Formulierung können Sie eine salvatorische Klausel in Ihrem Testament einbringen:

„Sollte eine Anordnung in diesem Testament unwirksam sein, so behalten alle anderen Anordnungen weiterhin ihre Wirkung.“

 

3.1.2. Sozinische Klausel

Durch die Sozinische Klausel legt der Erblasser fest, dass eine pflichtteilsberechtigte Person einen Betrag erhält, der den Pflichtteil übersteigt, wenn das Erbe mit Schulden belastet ist. Der Mehrbetrag ist an die Bedingung geknüpft, dass die Person die Verbindlichkeiten übernimmt. Die pflichtteilsberechtigte Person kann zwischen dem mit Schulden belasteten Erbe und dem unbelasteten, aber geringeren Pflichtteil entscheiden.

Ausführlichere Informationen sowie Details zur Sittenwidrigkeit der sozinischen Klausel finden Sie in unserem Beitrag „Cautela Socini“.

 

Inhaltsverzeichnis

3.2. Klauseln für Berliner Testamente
3.2.1 Die Pflichtteilsstrafklausel
3.2.2. Die Jastrowsche Klausel
3.2.3. Die Freistellungsklausel
3.2.4. Die Wiederverheiratungsklausel

 

3.2. Klauseln für Berliner Testamente

Für das Berliner Testament gibt es einige spezielle Klauseln, die wir Ihnen jetzt erläutern.

 

3.2.1. Die Pflichtteilsstrafklausel

Die Pflichtteilsstrafklausel findet ausschließlich im Berliner Testament Anwendung. Die Ehepartner setzten sich gegenseitig als Alleinerben und die Kinder als Schlusserben ein. Somit erben die Kinder erst, wenn beide Elternteile verstorben sind.

Durch die Pflichtteilsstrafklausel soll verhindert werden, dass die Kinder bereits beim Tod des erstversterbenden Elternteils ihren gesetzlich geregelten Pflichtteilsanspruch beim länger lebenden Elternteil verlangen. Durch folgende Formulierung kann deshalb beispielsweise verhindert werden, dass der länger lebende Ehepartner aufgrund von Pflichtteilsforderungen in finanzielle Schwierigkeiten gerät.

Beispiel:

„Verlangt einer der pflichtteilsberechtigten Erben des erstversterbenden Ehepartners seinen Pflichtteil, so sind er und seine Abkömmlinge von der Erbfolge des länger lebenden Ehepartners ausgeschlossen.“

Viele weitere nützliche Informationen zum Thema finden Sie in unserem Beitrag zur Pflichtteilsstrafklausel.

 

3.2.2. Die Jastrowsche Klausel

Die Jastrowsche Klausel ist eine Sonderklausel, welche die Pflichtteilsstrafklausel verstärkt. Sie ist dann sinnvoll, wenn mehrere Kinder als Nacherben eingesetzt werden.

Fordert ein Kind trotz Pflichtteilsstrafklausel den Pflichtteil bereits mit dem Tod des erstverstorbenen Ehepartners, so erhält es zwar den Pflichtteil beim Tod des zweiten Ehepartners – aber nicht das Erbe. Verzichtet das andere Kind auf den Pflichtteil, bekommt es mit dem Tod des zweiten Elternteils eine Zusatzsumme – als eine Art Belohnung.

Damit eine Jastrowsche Klausel in Ihr Testament eingebracht werden kann, müssen Sie zunächst eine Pflichtteilsstrafklausel formulieren, in der sie die Jastrowsche Klausel dann einbringen können. 

Beispiel:

„Derjenige Erbe, der beim ersten Erbfall seinen Pflichtteil verlangt, bekommt auch im zweiten Erbfall nur seinen Pflichtteil am Erbe zugesprochen. Diejenigen Erben, die ihren Pflichtteil beim ersten Erbfall nicht geltend machen, erhalten aus dem Nachlass des erstversterbenden Ehepartners ein Geldvermächtnis in Höhe ihres gesetzlichen Erbteils. Das Vermächtnis wird erst mit dem Tod des zweiten Ehepartners fällig.“

Wollen Sie sich weiter über die Jastrowsche Klausel, ihre Auswirkungen auf den Pflichtteil oder Beispiele informieren, lesen Sie unseren Beitrag "Jastrowsche Klausel".

 

3.2.3. Die Freistellungsklausel

Das Berliner Testament kann nach dem Tod eines Ehepartners nicht mehr verändert werden – es sei denn, es wurde eine Freistellungsklausel vereinbart. Durch die Klausel ist der Hinterbliebene weitestgehend von den Bestimmungen des Testaments befreit und kann beispielsweise die Erbfolge der Schlusserben nach seinem Ermessen verändern.

Die Formulierung der Freistellungsklausel sollte klar darstellen, dass dem überlebenden Ehepartner die vollständige Testierfähigkeit zugesprochen wird.

 

3.2.4. Die Wiederverheiratungsklausel

Die Wiederverheiratungsklausel tritt ein, wenn der hinterbliebene Ehepartner erneut heiratet. Sie regelt, dass das bereits angefallene Erbe nicht an die neue Familie übergeht. Der hinterbliebene Ehepartner muss seinen Kindern ihren Anteil am Erbe des verstorbenen Ehepartners auszahlen. Erst wenn die Kinder ihren Erbteil erhalten haben, kann der überlebende Ehepartner frei über seinen Anteil verfügen.

Beispiel:

„Wenn der länger lebende Ehepartner wieder heiratet, werden unsere Kinder Anna, Lena und Ingo Erben des Erstverstorbenen. Der Nachlass ist vom länger lebenden Ehepartner an die Kinder herauszugeben“.

Ausführlichere Informationen zum Thema Wiederverheiratungsklausel, deren Ausgestaltung und Aufhebung finden Sie in unserem Beitrag zur Wiederverheiratungsklausel.

 

Inhaltsverzeichnis

3.3. Übertragungsmöglichkeiten
3.3.1 Vermächtnis
3.3.2. Vor- und Nacherbschaft
3.3.3. Übertragung durch einen Testamentsvollstrecker

 

3.3. Übertragungsmöglichkeiten

Klauseln schränken – wie oben aufgeführt – Erben in ihren Handlungsmöglichkeiten oder dem Erbumfang ein. Dagegen können Sie Personen auch über das Erbe hinaus begünstigen. Welche verschiedenen Übertragungsmöglichkeiten es in diesem Zusammenhang gibt, erfahren Sie in diesem Kapitel.

 

3.3.1. Vermächtnis

Ein Vermächtnis kann in einem Testament oder in einem Erbvertrag festgelegt werden. Dabei begünstigt der Erblasser eine Person, die nicht unbedingt zu den Erben gehören muss, mit lediglich einem bestimmten Nachlassgegenstand. Dabei wird zwischen einem Barvermächtnis (Geldsumme) und einem Stückvermächtnis (Gegenstände) unterschieden.

Weitere Informationen zum Thema, den Sonderfällen sowie der Ausschlagung eines Vermächtnisses erhalten Sie in unserem Beitrag zum Vermächtnis.

 

3.3.2. Vor- und Nacherbschaft

Neben der Begünstigung bestimmter Personen durch ein Vermächtnis können Sie Ihren Nachlass zeitlich nacheinander und in versetzter Reihenfolge vererben. Dies kann durch die Bestimmung von Vor- und Nacherben erfolgen. Das bedeutet, dass der Nachlass zunächst auf einen Vorerben – zum Beispiel den Ehemann – übergeht. Erst nach dessen Tod erbt der Nacherbe – beispielsweise die Kinder.

Der Vorerbe kann in der Verfügung über den Nachlass befreit oder beschränkt werden. Beschränkte Vorerben dürfen beispielsweise Nachlassgegenstände nicht verschenken oder veräußern. Befreite Vorerben hingegen sind frei in der Verfügung über den Nachlass.

Alle wichtigen Informationen zur Vor- und Nacherbschaft lesen Sie außerdem in unseren Beiträgen Vorerbe und Nacherbe.

 

3.3.3. Übertragung durch einen Testamentsvollstrecker

Um sicherzustellen, dass der letzte Wille eines Erblassers eingehalten wird, kann im Testament ein Testamentsvollstrecker eingesetzt werden. Er ist für die Verwaltung des Erbes und die Erfüllung von Vermächtnissen zuständig. Es ist sinnvoll, einen Testamentsvollstrecker einzusetzen, wenn

  • der letzte Wille des Erblassers abgesichert werden soll,
  • minderjährige oder behinderte Erben geschützt werden sollen oder
  • die Verwaltung des Nachlasses bei mehreren Erben vereinfacht werden soll.

Testamentsvollstrecker können eine oder mehrere Personen sein. Neben Angehörigen und einem der Erben kann auch eine neutrale Person das Amt ausüben. Der vorgesehene Testamentsvollstrecker kann dieses jedoch auch ablehnen. Deshalb ist es ratsam, im Testament einen Ersatz für den Testamentsvollstrecker zu benennen.

Beachten Sie, dass einem Testamentsvollstrecker nach § 2221 BGB eine angemessene Vergütung zusteht, die einkommenssteuerpflichtig ist. Der Erblasser kann im Testament aber auch regeln, dass die Vollstreckung nicht vergütet werden soll.

Weitere Informationen zu den Aufgaben, Pflichten und den Arten der Testamentsvollstreckung finden Sie in unserem Beitrag zum Testamentsvollstrecker.

 

Inhaltsverzeichnis

3.4. Verteilungsmöglichkeiten
3.4.1 Gesetzliche Erbfolge
3.4.2. Alleinerbe und Ersatzerbe
3.4.3. Erbengemeinschaft
3.4.4. Die Teilungsanordnung in einer Erbengemeinschaft
3.4.5. Mehrere Erben zu unterschiedlichen Teilen

 

3.4. Verteilungsmöglichkeiten

Als Erblasser können Sie Ihr Vermögen an ausschließlich eine Person, aber auch an mehrere Personen weitergeben. Es steht Ihnen ebenfalls offen, ob Sie die Erben mit demselben Anteil bedenken oder jeder Erbe einen unterschiedlich hohen Anteil am Nachlass erhält.

Die Wahl der Erben fällt meist auf Angehörige, Freunde oder Bekannte. Auch Vereine, Kirchen oder karitative Einrichtungen sowie Mitarbeiter von Pflegediensten können als Erben eingesetzt werden.

Allerdings gibt es auch Einschränkungen in den Verteilungsmöglichkeiten. So können die Mitarbeiter von Seniorenheimen nicht bedacht werden, da es ihnen das Heimgesetz verbietet, etwas von Patienten zu erben.

Beachten Sie auch, dass Tiere in Deutschland nicht erben können. Sie können jedoch eine Person bestimmen, die sich um das Tier kümmert, oder ein Tierheim oder eine Tierschutzorganisation als Erbe einsetzen, in der das Tier betreut wird.

Über die wichtigsten Möglichkeiten der Erbverteilung informieren wir Sie in diesem Kapitel.

 

3.4.1. Gesetzliche Erbfolge

Wenn Sie weder ein Testament noch einen Erbvertrag aufgesetzt haben, greift in Deutschland die gesetzliche Erbfolge. Nach der gesetzlichen Erbfolge erben nur Verwandte – Kinder, Eltern, Großeltern oder Enkel. Verschwägerte wie Stiefmutter oder Schwiegereltern sind von der Erbfolge ausgeschlossen.

Ist der Erblasser verheiratet, wird als Erstes der Ehepartner in der Reihenfolge des Erbes berücksichtigt. Gibt es keinen Ehepartner, erben die Kinder, dann die Eltern und die Enkelkinder.

Eine ausführliche Darstellung des Ordnungssystems finden Sie in unserem Beitrag „Erbfolge ohne Testament“.

 

3.4.2. Alleinerbe und Ersatzerbe

Im Testament kann eine Person als Alleinerbe benannt werden. Der Alleinerbe erhält den gesamten Nachlass – das Vermögen sowie die Verbindlichkeiten. Sofern durch die Bestimmung eines Alleinerben andere Erben von der Erbfolge ausgeschlossen wurden, ist zu berücksichtigen, dass diese möglicherweise einen Anspruch auf den Pflichtteil haben.

Weitere Informationen zum Pflichtteil, den pflichtteilsberechtigten Personen und zum Pflichtteil bei Alleinerbe finden Sie in unserem Beitrag zum Pflichtteilsanspruch.

Für den Fall, dass der zunächst bedachte Alleinerbe vor dem Erbeintritt verstirbt oder das Erbe ausschlägt, ist es ratsam, einen Ersatzerben zu bestimmen. Wurde kein Ersatzerbe benannt, tritt die gesetzliche Erbfolge in Kraft.

Wollen Sie sich ausführlicher mit dem Thema Alleinerbe beschäftigen, finden Sie alle nützlichen Informationen in unserem Beitrag "Alleinerbe".

 

3.4.3. Erbengemeinschaft

Eine Erbengemeinschaft entsteht, wenn mehrere Personen mit einem Teil des Erbes bedacht werden. Der Nachlass bleibt als Ganzes zunächst bestehen und die Miterben werden gemeinsam Eigentümer am Nachlass. Bis zur Auflösung wird das Erbe von allen Miterben verwaltet.

Eine Auflösung der Erbengemeinschaft – auch Auseinandersetzung genannt – kann jeder der Miterben verlangen. Im Idealfall kommt es zu einer einvernehmlichen Einigung und jeder der Miterben erhält seinen Anteil am Erbe. Außerdem kann eine Erbengemeinschaft durch den Verkauf eines Erbteils durch einen Miterben aufgelöst werden. Hierbei ist zu beachten, dass das Vorkaufsrecht bei den anderen Miterben liegt.

Sind sich die Miterben über die Auflösung uneinig, kann ein Notar oder ein Nachlassgericht eingeschaltet werden, die als Vermittler fungieren. Kann auch so keine Einigung erzielt werden, muss die Erbengemeinschaft durch eine Auseinandersetzungsklage aufgelöst werden.

Ausführliche Informationen zum Thema Erbengemeinschaft, den Rechten und Pflichten der Miterben und Informationen zur Auflösung der Erbengemeinschaft finden Sie in unserem Beitrag "Erbengemeinschaft".

 

3.4.4. Die Teilungsanordnung in einer Erbengemeinschaft

Im Fall einer Erbengemeinschaft kann der Erblasser durch eine Teilungsanordnung die Aufteilung des Erbes regeln. Hat der Erblasser mehrere Erben festgelegt, so kann er durch diese sicherstellen, dass der Nachlass auch tatsächlich nach seinem Wunsch aufgeteilt wird. Dadurch kann der Erblasser das Erbe beispielsweise auf bestimmte Nachlassgegenstände beschränken oder eine dritte Person benennen, die das Erbe nach ihrem Ermessen verteilt.

Wird die angeordnete Aufteilung des Erbes nach § 2048 BGB als ungerecht angesehen, muss ein Gericht über die gerechte Verteilung entscheiden. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn ein Miterbe der Erbengemeinschaft vom Erblasser nahezu alle Gegenstände aus dem Nachlass zugesprochen bekommt und die anderen Erben nur einen kleinen Teil erhalten – und das aus nicht ersichtlichen Gründen.

 

RECHTSTIPP: Eine Erbengemeinschaft bringt oft Streitigkeiten mit sich – so wird meistens über die gerechte Verteilung des Nachlasses diskutiert und oft keine gemeinsame Entscheidung gefunden. Ein Anwalt kann Ihnen dabei helfen, solche Streitigkeiten zu umgehen, oder Ihnen Tipps geben, wie Sie die Erbengemeinschaft am einfachsten verlassen können, ohne Ihren Teil am Erbe zu verlieren. Wünschen Sie hierzu eine anwaltliche Beratung, können Sie hier Ihr Anliegen schildern.

 

3.4.5. Mehrere Erben zu unterschiedlichen Teilen

Nachlass im Testament aufteilen

Wollen Sie mehrere Erben einsetzen, aber zu unterschiedlichen Teilen am Nachlass beteiligen, können Sie im Testament festlegen, welcher Erbe welchen Erbteil erhalten soll. 

Beispiel:

Meine Kinder Anna, Luis und Emma sollen zu unterschiedlichen Teilen erben. Anna erhält mein Haus mitsamt dem dazugehörigen Grundstück. Mein Sohn Luis erbt 50.000 € und meine Tochter Emma erhält meine Schmucksammlung.

 

Vorausvermächtnis – zu Lebzeiten vererben

Möchte der Erblasser einem Erben schon zu Lebzeiten einen Teil seines Vermögens zukommen lassen, kann er ein Vorausvermächtnis ausschreiben – zum Beispiel über einen Vermögenswert oder bestimmte Gegenstände. Der Vorausvermächtnisnehmer wird also gegenüber den anderen Miterben hervorgehoben, da sein eigentlicher Erbanteil durch das Vorausvermächtnis erhöht wird. Der Erbteil der anderen Erben bleibt weiterhin gleich hoch.

Bedingung für ein Vorausvermächtnis ist, dass es mehrere Erben gibt. Außerdem muss der begünstigte Erbe noch vor der Auflösung der Erbengemeinschaft das Vorausvermächtnis erhalten.

Wollen Sie sich ausführlicher über die Auswirkungen und Grenzen eines Vorausvermächtnisses informieren, lesen Sie unseren Beitrag "Vorausvermächtnis". 

 

Ausgleichszahlungen für Pflegeleistungen

Eine dritte Möglichkeit, das Erbe zu ungleichen Teilen zu vererben, stellt die sogenannte Ausgleichzahlung für Pflegeleistungen dar.

Eine Ausgleichszahlung für Pflegeleistungen steht nur Kindern zu, die ihre Eltern entweder

  • zu Lebzeiten pflegten oder
  • unentgeltlich im Haushalt oder dem eigenen Unternehmen tätig waren.

Die Ausgleichszahlung ist also eine Entschädigung für die erbrachte Leistung der Kinder. Die Höhe der Zahlung bestimmt ein Gericht nach der Gesamtschau der erbrachten Leistungen. Sie werden noch vor der Auseinandersetzung des Erbes ausgezahlt.

 

Inhaltsverzeichnis

3.5. Enterbung
3.5.1 Wen kann ich enterben?
3.5.2. Wie kann ich jemanden enterben?
3.5.3. Achtung: Pflichtteil beachten!
3.5.4. Pflichtteil minimieren
3.5.5. Pflichtteil umgehen

 

3.5. Enterbung

Wenn Sie Ihr Testament schreiben, können Sie Erben benennen, aber auch Erben von der Erbfolge ausschließen. Eine Enterbung ermöglicht Ihnen beispielsweise, ungeliebte Angehörige von Ihrem Erbe auszuschließen – und damit einen höheren Anteil am Nachlass für die benannten Erben. Wie genau das funktioniert, erfahren Sie im Folgenden. 

 

3.5.1. Wen kann ich enterben?

Grundsätzlich können Sie jede Person enterben, die sich in der gesetzlichen Erbfolge befindet – z. B. Ihre Kinder oder Enkel. In den meisten Fällen greifen Erblasser bei Streit mit dem jeweiligen Angehörigen auf Enterbungen zurück. Denkbar ist eine Enterbung auch, wenn sich ein potentieller Erbe als erbunwürdig erwiesen hat.

Wichtig: Eine Enterbung hat auch Auswirkungen auf die Nachfahren der enterbten Verwandten. Wenn Sie beispielsweise Ihre Tochter enterben, so enterben Sie damit auch indirekt Ihre Enkelkinder. Dies können Sie allerdings mit einer gesonderten Regelung im Testament umgehen.

Nähere Informationen darüber, wann eine Person erbunwürdig ist und welche Folgen dies hat, lesen Sie in unserem Beitrag zur Erbunwürdigkeit.

 

3.5.2. Wie kann ich jemanden enterben?

Eine Enterbung muss explizit im Testament benannt werden – beispielsweise indem Sie nur die Personen nennen, die etwas erben sollen. Sie können aber auch ein Negativtestament aufsetzen, in dem Sie alle Personen nennen, die nicht mit einem Teil am Nachlass bedacht werden.

Formulierungsbeispiele:

Durch die explizite Nennung der Enterbten:

  • Ich enterbe meinen Sohn Heinrich Krause.
  • Hiermit enterbe ich meine Schwester Klara Baum.

Durch die Nicht-Nennung der Enterbten, beispielsweise wenn alle Familienangehörigen bis auf die Tochter enterbt werden sollen:

  • Als meine Alleinerbin benenne ich meine Tochter Lydia Lichtenstein.

Formulierungen in einem Negativtestament:

  • Ich ordne an, dass meine Kinder Julia und Hannes sowie deren Abkömmlinge von der Erbschaft ausgeschlossen werden.
  • Hiermit verfüge ich, dass mein Sohn Lukas als Erbe ausgeschlossen wird. Seine Kinder Emelie und Paul bleiben weiterhin Erben.

Ausführliche Informationen zu Formulierungen für eine wirksame Enterbung sowie deren Folgen finden Sie in unserem Beitrag "Enterbung".

 

3.5.3. Achtung: Pflichtteil beachten!

Wenn Sie nahe Verwandte oder Angehörige enterben wollen, ist zu bedenken, dass diese dennoch einen Anspruch auf ihren Pflichtteil haben. Dieser gesetzlich festgelegte Mindestanteil am Erbe steht Angehörigen zu, die enterbt oder in zu geringem Maße bedacht wurden – das heißt, wenn der zugesprochene Erbteil unter der gesetzlich vorgeschriebenen Erbquote liegt.

Wenn Sie beispielsweise einen Alleinerben einsetzen, sollten Sie beachten, dass dieser gegenüber möglichen pflichtteilsberechtigten Personen eine Auszahlungspflicht hat. Die Pflichtteilsberechtigten können ihren Pflichtteil also beim Alleinerben einfordern und ihn damit finanziell belasten.

Welche Bedeutung der Pflichtteilsanspruch für betroffene Angehörige sowie den Erblasser hat und welche Personen zu welchen Anteilen berechtigt sind, erfahren Sie in unserem ausführlichen Beitrag zum Pflichtteil am Erbe.

 

3.5.4. Pflichtteil minimieren

Auch wenn ein Pflichtteil nicht vollkommen umgangen werden kann, ist es unter Umständen zumindest möglich, ihn zu reduzieren. So kann ein Erblasser z. B. durch Zuwendungen zu Lebzeiten oder durch einen anderen ehelichen Güterstand die Pflichtteilsquote der anderen Erben vermindern.

Außerdem kann es sich in manchen Fällen anbieten, durch eine Adoption die Anzahl der gesetzlichen Erben zu steigern und damit den Pflichtteil der anderen Erben zu reduzieren.

Wie genau der Pflichtteil durch Zuwendungen bzw. Ausstattungen und den ehelichen Güterstand minimiert werden kann, erfahren Sie in unserem Beitrag "Pflichtteil umgehen".

 

3.5.5. Pflichtteil umgehen

Wenn Sie als Erblasser pflichtteilsberechtigte Angehörige in einem Testament vollständig enterben und den Pflichtteil umgehen möchten, gibt es zwei Möglichkeiten: Sie können mit dem Pflichtteilsberechtigten einen Pflichtteilsverzicht aushandeln oder Sie entziehen der Person den Pflichtteil. Beides erläutern wir Ihnen im Folgenden.

Pflichtteilsverzicht

Eine vollständige Enterbung ist möglich, wenn der Erbe einem Pflichtteilsverzicht zustimmt. Dabei wird ein notariell beglaubigter Vertrag aufgesetzt, worin der Erbe versichert, im Erbfall auf den Pflichtteil zu verzichten. Oftmals wird dabei vereinbart, dass der Erblasser dem Pflichtteilsberechtigten eine Entschädigung für den Verzicht auszahlt.

Pflichtteilsentzug

Unter bestimmten Voraussetzungen kann der Erblasser in seinem Testament einen Pflichtteilsentzug anordnen. Dies ist nach § 2333 BGB möglich, wenn ein schuldhaftes Vergehen gegenüber dem Erblasser oder dessen Angehörigen vorliegt. Solche Vergehen sind beispielsweise ein Tötungsversuch, eine Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr oder der Aufenthalt in einer psychiatrischen Klinik.

Einfacher kann der Pflichtteil durch Schenkungen zu Lebzeiten reduziert werden. Diese senken den Nachlass und damit auch die Pflichtteile der Erben.

Weitere wichtige Informationen zum Thema Enterben und Pflichtteil sowie Möglichkeiten, wie Sie den Pflichtteil indirekt mindern können, erhalten Sie in unserem Beitrag Enterben ohne Pflichtteil.

 

4. Aufbewahrung des Testaments

Wenn Sie ein Testament verfasst haben, sollten Sie es so aufbewahren, dass es im Todesfall auf jeden Fall gefunden und eröffnet werden kann.

Folgende Punkte sollten Sie dabei beachten:

  • Es gibt keine gesetzlichen Vorgaben zur Aufbewahrung des Testaments,
  • der Aufbewahrungsort sollte schnell und einfach gefunden werden,
  • der Aufbewahrungsort kann einer vertrauenswürdigen Person mitgeteilt werden.

WICHTIGER RECHTSTIPP: Wenn das handschriftliche Testament zuhause verwahrt wird, besteht die Gefahr, dass es nicht gefunden oder von einer Person vernichtet oder sogar gefälscht wird. Daher kann das Testament gegen eine Gebühr bei einem Amts- oder Nachlassgericht hinterlegt werden.

 

Das notarielle Testament sowie das Berliner Testament müssen beim Amtsgericht oder dem Notariat aufbewahrt werden.

 

Änderung & Widerruf eines Testaments

► Sie haben Fragen zum Thema "Wie schreibe ich ein Testament"? Hier bieten wir Ihnen die Möglichkeit einer kostenlosen Ersteinschätzung durch unseren Anwalt für Erbrecht.

 

5. Änderung & Widerruf eines Testaments

Die Änderung oder der Widerruf eines Testaments sind möglich, aber nicht immer ganz einfach. Folgende Punkte sollten Sie beachten:

Handschriftliches Testament

Ein handschriftliches Testament kann …

  • … geändert werden, indem ein neues Testament verfasst wird. Das vorherige Testament ist dann automatisch ungültig.
  • … widerrufen werden, indem das Testament mit dem Wort ungültig versehen wird.
  • … wenn es beim Amtsgericht verwahrt wurde, zurückverlangt, geändert sowie widerrufen werden.

 

Notarielles Testament

Ein notarielles Testament kann …

  • … nicht durch handschriftliche Änderungen abgewandelt, sondern muss neu aufgesetzt werden.
  • … widerrufen werden, indem es persönlich beim Amtsgericht oder Notariat zurückgefordert wird.

 

Gemeinschaftliches Testament

Ein gemeinschaftliches Testament kann …

  • … geändert oder widerrufen werden, wenn beide Partner zustimmen.
  • … ausschließlich wegen triftiger Gründe und mit der Beglaubigung eines Notars einseitig geändert werden.
  • … nach dem Tod eines Ehepartners nur geändert werden, wenn das Testament eine Freistellungsklausel enthält.  

 

6. Anfechtbarkeit eines Testaments vermeiden

Die Anfechtung eines Testaments ist nur unter bestimmten Umständen möglich. So müssen zwingende Gründe vorliegen – z. B. Erklärungs-, Inhalts- oder Motivirrtümer, Formfehler, rechtswidrige oder sittenwidrige Handlungen wie Drohungen oder Täuschung.

Die beschriebenen Voraussetzungen können vermieden werden, indem folgende Punkte beachtet werden:

  • fehlerfreie Formulierungen,
  • Erklärungs-, Inhalts-, und Motivirrtum vermeiden und
  • im Testament nicht gegen geltendes Recht verstoßen.

Wenn Sie ganz sicher sein wollen, dass Ihr Testament fehlerfrei ist, dann sollten Sie eine rechtliche Beratung in Erwägung ziehen.

Eine ausführliche Erläuterung aller Anfechtungsgründe finden Sie in unserem Beitrag „Testament anfechten“.

 

Inhaltsverzeichnis

7. Alternativen zum Testament
7.1. Erbvertrag
7.2. Schenkung
7.3. Stiftung gründen

 

7. Alternativen zum Testament

Das Testament ist wohl die meist verwendete Art, den Nachlass zu regeln. Alternativen, wie Sie Ihr Vermögen vererben und auch schon zu Lebzeiten weitergeben können, erläutern wir Ihnen in diesem Kapitel.

 

7.1. Erbvertrag

In einem Erbvertrag legt der Erblasser gemeinsam mit den Erben fest, wie der Nachlass verteilt wird. Der Erblasser verpflichtet sich, den Nachlass zu vererben und erhält im Gegenzug eine Gegenleistung – beispielsweise ein lebenslanges Wohnrecht. Es handelt sich also um einen gegenseitig verpflichtenden Vertrag, der im Gegensatz zum Testament bindend und umfangreicher ist.

Ausführliche Informationen zu den Vor- und Nachteilen, der Aufhebung und der Anfechtung eines Erbvertrags erfahren Sie in unserem Beitrag Erbvertrag.

 

7.2. Schenkung

Mithilfe von Schenkungen kann das Vermögen bereits zu Lebzeiten an Familienmitglieder weitergegeben werden. Sie können u. a. Immobilien, Schmuck oder andere Wertgegenstände verschenken. Als Erblasser können Sie von den Beschenkten auch Gegenleistungen verlangen – beispielsweise ein Nießbrauch einer Immobilie. Dieses garantiert Ihnen ein lebenslanges Wohnrecht.

Schenkungen bringen weitere Vorteile mit sich. So kann beispielsweise die Erbschaftssteuer reduziert werden. Auch die Höhe des Pflichtteils mindert sich durch eine Schenkung – da sich dieser nach der Höhe des Nachlasses berechnet. Wenn die Schenkung beim Erbfall weniger als zehn Jahre zurückliegt, haben pflichtteilsberechtigte Personen einen Pflichtteilsergänzungsanspruch. Dieser soll verhindern, dass die pflichtteilsberechtigten Personen durch Schenkungen einen zu geringen Pflichtteil erhalten.

Weitere Informationen zum Thema Schenkung und vorweggenommenes Erbe erhalten Sie in unserem Beitrag zur vorweggenommenen Erbfolge.

 

7.3. Eine Stiftung von Todes wegen gründen

Besonders für Personen, die über hohe Vermögenswerte verfügen oder keine Erben haben, kann eine Stiftung von Todes wegen interessant sein. Diese kann dazu dienen, dass die Vermögenswerte auch über den Tod hinaus bestehen bleiben und einen guten Zweck erfüllen.

Grundsätzlich gibt es für die Gründung einer Stiftung keine Mindestsumme – es wird allerdings davon ausgegangen, dass das Startkapital nicht unter 50.000 € liegen sollte.

Eine Stiftung braucht einen Stiftungszweck, welcher nicht geändert werden kann. Bei einer Familienstiftung kann der Zweck beispielsweise die Finanzierung der Ausbildung von Familienangehörigen sein. Der Erblasser muss in einer Satzung die Stiftung regeln – dazu gehören u. a. Name, Sitz, Zweck, Vermögen und gesetzliches Vertretungsorgan. Es ist wichtig, einen Testamentsvollstrecker zu bestimmen, der die Satzung ggf. den Vorgaben der Genehmigungsbehörde entsprechend anpasst – denn nur dann kann die Stiftung gegründet werden.

Beachten Sie, dass die Gründung einer Stiftung mit sehr komplexen Anforderungen verbunden ist. Fehler können sich im Nachhinein sogar negativ auf die Absicht des Erblassers auswirken. Einer unserer Anwälte kann mit Ihnen im Rahmen einer kostenlosen Ersteinschätzung alle Fragen für eine rechtssichere Gründung klären – auch in Bezug auf anfallende Kosten.

 

Inhaltsverzeichnis

8. Erbschaftssteuer
8.1. Erbschaftssteuer berechnen
8.2. Erbschaftssteuer umgehen

 

8. Erbschaftssteuer

Als Erblasser sind Sie nicht von der Erbschaftssteuer betroffen – aber Ihre Erben. Oftmals fallen bei einer Erbschaft hohe Erbschaftssteuern an, was dazu führen kann, dass das Erbe ausgeschlagen wird oder die Erben ihren Anteil veräußern müssen.

 

8.1. Erbschaftssteuer berechnen

Die Höhe der Erbschaftssteuer berechnet sich nach der Steuerklasse und dem Verwandtschaftsgrad. Es werden drei Steuerklassen unterschieden:

  • Steuerklasse I: Ehepartner, Lebenspartner einer eingetragenen Lebensgemeinschaft, leibliche Kinder, Stiefkinder, adoptierte Kinder sowie Enkelkinder, Eltern, Großeltern und Urgroßeltern;
  • Steuerklasse II: Geschwister, Neffen und Nichten ersten Grades, Schwiegerkinder sowie Schwiegereltern, Steifeltern und geschiedene Ehepartner und Lebenspartner;
  • Steuerklasse III: Lebensgefährten und andere Erben wie Freunde.

Innerhalb der Steuerklassen werden Freibeträge sowie gestaffelte Steuersätze je nach Höhe des Vermögens berücksichtigt. Die Freibeträge richten sich laut §16 ErbStG nach dem Verwandtschaftsgrad.

Ausführlichere Informationen zur Erbschaftssteuer, wann diese zu entrichten ist und wie Sie die Steuer senken können, erfahren Sie in unserem Beitrag Erbschaftssteuer berechnen.

 

8.2. Erbschaftssteuer umgehen

Die Erbschaftssteuer kann umgangen – also reduziert oder vollständig vermieden –werden. Sie haben dabei folgende Möglichkeiten:

Freibetrag:

Der Freibetrag senkt die Steuerbemessungsgrundlage. Erst wenn diese überschritten wird, muss die Einkommenssteuer gezahlt werden.

Schenkungen zu Lebzeiten:

Schenkungen bieten den Vorteil, dass sie alle zehn Jahre getätigt werden können, ohne dass die beschenkte Person eine Steuer entrichten muss.

Auf Umwegen erben:

Eine Vor-bzw. Nacherbschaft ermöglicht es dem eigentlichen Erben, den Nachlass nur indirekt über die Bestimmung eines Vorerben zukommen zu lassen. Machen die Vorerben ihren Steuerfreibetrag geltend, wird der Steuerfreibetrag des Nacherben erhöht.

Änderung der Familienverhältnisse:

Durch eine Hochzeit, die Eintragung einer Lebenspartnerschaft oder eine Adoption fallen die Freibeträge der Partner oder Kinder im Erbfall höher aus.

Immobilien:

Werden Immobilien vererbt, müssen Sonderregelungen beachtet werden. Alle relevanten Informationen zur Steuereinsparung und der Gefahr einer Zerschlagung erklären wir Ihnen in unserem Beitrag „Grundstücke und Immobilien vererben“.

Ob Sie die Erbschaftssteuer komplett umgehen können und wie das funktioniert, erfahren Sie in unserem Beitrag "Erbschaftssteuer umgehen".

 

9. Zusammenfassung: Vor- und Nachteile im Überblick

Unser ausführlicher Beitrag hat Ihnen gezeigt, dass das Schreiben eines Testaments komplex sein kann. So müssen verschiedene Anforderungen an Form und Inhalt erfüllt werden, damit der letzte Wille auch tatsächlich umgesetzt wird.

Hier haben wir Ihnen nochmal zusammengefasst, welche Gründe für ein Testament sprechen und was es zu beachten gilt:

 

Vorteile eines Testaments – Sie können …

✓    … Ihr Erbe selbstbestimmt unter Ihren Verwandten und Freunden aufteilen – ohne Testament greift die gesetzliche Erbfolge –,

✓    … auch Personen, Organisationen und Vereine außerhalb Ihrer Familie mit einem Erbteil bedenken,

✓    … Erbstreitigkeiten unter Ihren Verwandten vermeiden,

✓    … entscheiden, wer Erbe wird und wer enterbt werden soll, und

✓    … besonders geliebte Personen mit einem größeren Erbteil bedenken.

 

Zu beachten – Sie sollten …

X    … alle inhaltlichen und formalen Anforderungen an ein Testament erfüllen,

X    … Kosten für Sie und Ihre Erben bedenken,

X    … Ihr Testament sicher aufbewahren und

X    … bei Fragen/Unsicherheiten unbedingt einen Anwalt hinzuziehen.

 

10. Tipp: kostenlose Ersteinschätzung im Erbrecht

Sie sehen, dass die Frage „Wie schreibe ich ein Testament?“ einiger ausführlicher Erklärungen bedarf. Einmal geregelte Bestimmungen in einem Testament können oft nur schwer oder gar nicht mehr geändert werden. Gerade deshalb sollte die Aufsetzung eines Testaments gut durchdacht werden. Einer unserer Anwälte für Erbrecht hilft Ihnen gern bei Ihren Fragen, erklärt Ihnen Handlungsmöglichkeiten zu Ihrem individuellen Fall und überprüft die Inhalte Ihres Testaments.

 

► Hier haben Sie die Möglichkeit, Ihre Frage „Wie schreibe ich ein Testament?“ kostenfrei mit unserem Anwalt für Erbrecht zu besprechen.

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Marie Nitschmann
Ein Artikel von Marie Nitschmann aus der juristischen Redaktion bei advocado

Als Teil der juristischen Redaktion bei advocado steht Marie Nitschmann stetig im Austausch mit Anwälten und anderen Juristen, um Ihnen bei schwierigen Rechtsfragen oder -problemen die besten Lösungsansätze aufzuzeigen. Dabei legt Marie großen Wert auf eine verständliche Sprache, damit auch Nicht-Juristen im deutschen Paragraphendschungel den Durchblick behalten und ihre rechtlichen Angelegenheiten schnell, einfach und sorgenfrei erledigen können.

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