Unternehmens­nach­folge - Alles zum Thema Unternehmens­nach­folge

Einzelunternehmen

Eine Vielzahl der 2,3 Millionen deutschen Einzelunternehmen hat die eigene Nachfolge im Todesfall bisher nicht geregelt. Im schlimmsten Fall droht dann die Zerschlagung des Unternehmens. Bei der Nachfolgeregelung ist zu beachten, ob das Unternehmen an einen einzelnen Erben oder an eine Erbengemeinschaft übertragen wird. Gerade Letzteres bringt hohes Konfliktpotential mit sich: Unterschiedliche Vorstellungen über die Fortführung des Unternehmens sowie unterschiedliche emotionale und wirtschaftliche Interessen treffen hier aufeinander. Im schlimmsten Falle bleibt nur noch der Verkauf des Einzelunternehmens. Um das zu vermeiden, empfiehlt sich eine frühzeitige Regelung der Unternehmensnachfolge in Form eines Testaments.

Weiterführende Informationen finden Sie unter:
Vererbung eines Einzelunternehmens

Familienunternehmen

Gut 92 Prozent aller Unternehmen in Deutschland sind Familienunternehmen. Im Falle der familieninternen Nachfolge sind damit verbundenen Sorgen von Generation zu Generation unterschiedlich: Die ältere ist vor allem über die schnelle Veränderung des Geschäftsumfeldes besorgt, während sich die jungen Nachfolger mit Erwartungen konfrontiert sehen, sobald sie ins Unternehmen eintreten. Die Erben müssen jedoch nicht automatisch die Position des Managers antreten, dafür kann auch ein externer Geschäftsführer herangezogen werden. Das entlastet die Familie. Damit die Übergabe des Unternehmens so problemlos wie möglich verläuft, sollten mehrere Jahre Vorlauf eingeplant werden. So können sich Mitarbeiter, Lieferanten und Kunden langsam an die Umstellung gewöhnen.

Weiterführende Informationen finden Sie unter:
Familienunternehmen & Nachfolge – Chancen und Risiken der Übergabe

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Übertragungsformen

Wenn der Tod eines Unternehmers eintritt, gilt es, die Unternehmensnachfolge zu regeln. Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten. Sofern sich kein Familienmitglied zur Unternehmensnachfolge findet, bietet sich meistens der Unternehmensverkauf an. Wurde jedoch bereits im Vorfeld ein Erbe bestimmt, so kann eine Schenkung vorgenommen werden. Dabei wird das Unternehmen noch zu Lebzeiten des Inhabers übertragen. Dieses Verfahren ist insbesondere bezüglich der Steuern ein attraktives Vorgehen, da bei einer Schenkung kein Veräußerungsgewinn entsteht. Ein möglicher Nachfolger kann jedoch auch schrittweise in das Unternehmen und die bestehende Gesellschaft integriert werden. Diese sogenannte schrittweise Übertragung bringt einen großen Vorteil mit sich: Es kann vorab geprüft werden, ob sich der potentielle Kandidat als Nachfolger eignet. Als weitere Möglichkeit lässt sich das Unternehmen auch an einen erfahrenen Mitarbeiter übertragen, was als Management-Buy-Out bezeichnet wird. Management-Buy-In beschreibt dagegen die Übertragung des Unternehmens an eine externe Führungskraft. Das Unternehmen kann jedoch auch gestiftet werden, wobei es dann gänzlich von der Familie abgekoppelt wird, was mit einer fast vollkommenen Steuerfreiheit einhergeht.

Weiterführende Informationen finden Sie unter:
Unternehmensübertragung: von Verkauf bis Stiftung

Unternehmensnachfolge

Um den richtigen Nachfolger für das eigene Unternehmen zu finden, bedarf es vieler relevanter Schritte. Zunächst gilt es, alle wichtigen Informationen für die Übergabe zu sammeln. Das geht über Dokumentenbeschaffung bis hin zur Kostenkalkulation. Im besten Falle wird der passende Kandidat vor oder während dieser Phase gefunden. Ein mehrstufiges Auswahlverfahren hilft bei der Erkennung möglicher Potentiale und Risiken – insbesondere dann, wenn das Unternehmen auf eine externe Person übertragen werden soll. Der ausgewählte Nachfolger muss anschließend intensiv eingearbeitet und in das Unternehmensleben integriert werden, um Kunden und Lieferanten beizubehalten. Alt-Unternehmen dienen an dieser Stelle meist als erfahrene Berater. Dies erleichtert den Übergang für alle Beteiligten.

Weiterführende Informationen finden Sie unter:
Unternehmensnachfolger finden: Planung, Vorbereitung, Umsetzung

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