Rote Ampel überfahren? So umgehen Sie Bußgeld & Fahrverbot

Rote Ampel überfahren? So umgehen Sie Bußgeld & Fahrverbot

Sophie Suske

Juristische Redaktion

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Sophie Suske (jur. Redaktion)  |   Stand:

Rote Ampel überfahren? So umgehen Sie Bußgeld & Fahrverbot

Inhaltsverzeichnis [ausblenden]

  1. Wann liegt ein Rotlichtverstoß vor & wann nicht?
  2. Rote Ampel überfahren: Welche Strafen & Sanktionen drohen?
  3. Wie lassen sich Bußgeld & Fahrverbot verhindern?
  4. Wann lohnt sich ein Einspruch gegen den Rotlichtverstoß?
  5. Bei Rot über die Ampel gefahren? So lässt sich der Vorwurf anfechten
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Zusammenfassung

Wer bei Rot über die Ampel in einen Blitzer fährt, riskiert ein Bußgeld, Punkte in Flensburg und ein Fahrverbot. Weisen die Messgeräte Fehler auf oder kann die Behörde nicht nachweisen, dass Sie der Fahrer sind, lässt sich der Rotlichtverstoß erfolgreich anfechten.

 

Auf einen Blick

  • Wer bei Rot über die Ampel fährt, begeht einen Rotlichtverstoß.
  • Ein Rotlichtverstoß ist eine Ordnungswidrigkeit und kann mit einem Bußgeld, Punkten in Flensburg und einem Fahrverbot geahndet werden.
  • Die Höhe des Strafmaßes ist davon abhängig, wie lange die Ampel bereits auf Rot geschaltet war.
  • Neben Autofahrern machen sich auch Radfahrer und Fußgänger strafbar, wenn sie eine rote Ampel überqueren – die Strafen fallen jedoch geringer aus.
  • Sind die Messgeräte nicht korrekt geeicht oder die Zeitmessung fehlerhaft, lässt sich der Vorwurf eines Rotlichtverstoßes anfechten.
  • Beschuldigte können mithilfe eines Anwalts für Verkehrsrecht Einsicht in die Bußgeldakte beantragen, um Fehler bei der Messung des Rotlichtverstoßes aufzudecken.

 

1. Wann liegt ein Rotlichtverstoß vor & wann nicht?

Wer bei Rot über die Ampel fährt, begeht einen Rotlichtverstoß. Ab wann eine rote Ampel als überfahren gilt, hängt nicht von der Haltelinie ab, sondern vom Einfahren in den geschützten Bereich der Ampel.

Welche verkehrsrechtliche Konsequenzen für einen Rotlichtverstoß drohen, ist davon abhängig, wie lange die Ampel bereits auf Rot geschaltet war.

Grundsätzlich ist zu unterscheiden zwischen:

  • einfacher Rotlichtverstoß: Die Ampel war kürzer als 1 Sekunde rot.
  • qualifizierter Rotlichtverstoß: Die Ampel war länger als 1 Sekunde rot.

Einen qualifizierten Rotlichtverstoß ahndet das Verkehrsrecht deutlich härter als einen einfachen.

 

Wann darf man eine rote Ampel überfahren?

Nicht immer liegt beim Überfahren einer roten Ampel ein Verkehrsdelikt vor. Es gibt Ausnahmen, bei denen das Fahren über Rot zulässig ist.

  • Defekte Ampel: Wer bei Rot über die Ampel fährt, weil die Lichtanlage defekt ist, macht sich nicht strafbar. Um den Vorwurf des Rotlichtverstoßes zu umgehen, sollten Sie jedoch mindestens 5 Minuten oder 2 Ampelschaltungen abwarten, bevor Sie die Straße oder Kreuzung überqueren. Schließen Sie dabei die Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer aus.
  • Grüner Pfeil: Sie dürfen bei einer roten Ampel rechts abbiegen, wenn neben dem Rotlicht ein grüner Pfeil angebracht ist. Sie müssen jedoch zuvor an der Haltelinie anhalten und ausschließen, dass Sie durch das Abbiegen andere Verkehrsteilnehmer gefährden – bleiben Sie nicht stehen, droht eine Geldstrafe von bis zu 150 Euro und 1 Punkt in Flensburg.
  • Einsatzfahrzeuge vorbeilassen: Sehen Sie hinter sich ein Polizei-, Feuerwehr- oder Rettungsfahrzeug im Einsatz, dürfen Sie eine rote Ampel überfahren, um den Weg freizumachen – wenn der Verkehr es zulässt. Ansonsten sollten Sie möglichst weit rechts ranfahren, damit das Einsatzfahrzeug vorbeifahren kann.

 

Wer nur die Haltelinie bei Rot überquert, aber vor dem geschützten Bereich stoppt, begeht keinen Rotlicht- sondern einen Haltelinienverstoß. Sofern niemand gefährdet wurde, wird ein Haltelinienverstoß weniger hart bestraft als das Überfahren einer roten Ampel: Es droht ein Bußgeld von 10 Euro.

 

2. Rote Ampel überfahren: Welche Strafen & Sanktionen drohen?

Welche Strafe beim Überfahren einer roten Ampel droht, ist davon abhängig ob

  • ein einfacher oder qualifizierter Rotlichtverstoß vorliegt,
  • man als Autofahrer, Radfahrer oder Fußgänger bei Rot über die Ampel fuhr,
  • einen Unfall verursacht oder andere Verkehrsteilnehmer gefährdet hat.

Die Strafverfolgungsbehörde kann abhängig von der Schwere des Verstoßes ein empfindliches Bußgeld verhängen. Auto- und Radfahrern droht ein Eintrag ins Fahreignungsregister in Flensburg. Wer mit dem Pkw unterwegs ist und einen qualifizierten Rotlichtverstoß begeht oder andere Sachen und Verkehrsteilnehmer gefährdet, muss zudem mit einem Fahrverbot rechnen.

Stellt die Polizei zudem ein besonders rücksichtsloses Verhalten des Autofahrers und die konkrete Gefährdung von Menschen fest, kann es sich bei einem Rotlichtverstoß sogar um eine Straftat handeln. Diese kann mit einer Freiheitsstrafe von bis zu 5 Jahren bestraft werden.

Bußgeldtabellen geben Aufschluss darüber, was passiert, wenn man bei Rot über die Ampel fährt.

 

Rote Ampel überfahren als Autofahrer

 

Vergehen

Punkte in Flensburg

Höhe des Bußgeldes

Fahrverbot

Einfacher Rotlichtverstoß

1

90 Euro

nein

mit Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer

2

200 Euro

1 Monat

mit Sachbeschädigung

2

240 Euro

1 Monat

Qualifizierter Rotlichtverstoß

2

200 Euro

1 Monat

mit Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer

2

320 Euro

1 Monat

mit Sachbeschädigung

2

360 Euro

1 Monat

 

Wer in der Probezeit eine rote Ampel überfährt, muss mit einer Verlängerung der Probezeit von 2 auf 4 Jahre rechnen. Zudem muss der Täter an einem Aufbauseminar teilnehmen. Dies gilt unabhängig davon, wie lange die Ampel bereits auf Rot stand.

 

Als Fahrradfahrer bei Rot über die Ampel gefahren

Auch Radfahrern droht ein Bußgeld und ein Fahrverbot, wenn sie eine rote Ampel und den Blitzer übersehen. Die Höhe des Strafmaßes hängt ebenfalls davon ab, ob ein einfacher oder ein qualifizierter Rotlichtverstoß vorliegt.

Zwar können auch Fahrradfahrer von einem Rotlichtblitzer geblitzt werden, die Strafverfolgung gestaltet sich allerdings schwierig, da Kennzeichnen fehlen, um den Täter zu ermitteln. Einen Bußgeldbescheid erhalten Radfahrer nur dann, wenn ein Polizeibeamter den Verstoß selbst beobachtet hat.

 

Vergehen

Punkte in Flensburg

Höhe des Bußgeldes

Rotlicht für Fußgänger missachtet

1

60 Euro

mit Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer

1

100 Euro

Unfall verursacht

1

120 Euro

Qualifizierter Rotlichtverstoß

1

100 Euro

mit Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer

1

160 Euro

Unfall verursacht

1

180 Euro

 

Als Fußgänger bei Rot über die Ampel gegangen

Überqueren Fußgänger unerlaubt eine rote Ampel, machen auch sie sich strafbar. Allerdings wird bei einem solchen Rotlichtverstoß nicht zwischen einfachem und qualifiziertem Verstoß unterschieden.

 

Vergehen

Höhe des Bußgeldes

Rotlicht missachtet

5 Euro

Unfall verursacht

10 Euro

 

3. Wie lassen sich Bußgeld & Fahrverbot verhindern?

Drohen Ihnen nach Überfahren einer roten Ampel Bußgeld und Fahrverbot, ist folgendes Vorgehen ratsam:

  • Beweise prüfen
  • Verjährung prüfen
  • Einspruch erheben

In vielen Fällen sind Bußgeldbescheide fehlerhaft oder Beweise für den Rotlichtverstoß nicht eindeutig. Ein zu spät zugestellter Bescheid führt zur Verjährung des Verstoßes.

 

Beweise prüfen

Zum Beweis des Rotlichtverstoßes dienen die Zeitmessung mittels Rotlichtblitzer sowie die Zeugenaussage eines Polizisten oder Mitarbeiters des Ordnungsamtes.

Zeitmessung und Zeugenaussagen können ungenau sein – und der Rotlichtverstoß damit anfechtbar.

 

Mancherorts gibt es Ampeln, bei denen der Blitzer bei Rot nur einmal blitzt. Das beweist nur, dass jemand bei Rot die Haltelinie überfahren hat – nicht aber, dass er auch den geschützten Kreuzungsbereich überquert hat. Ein Rotlichtverstoß ist dann nur schwer nachzuweisen.

Entfernungsangaben, die auf subjektiven Beobachtungen beruhen, weisen eine hohe Fehlerquote auf. Geschätzte Entfernungen sind keine eindeutigen Beweise für einen Rotlichtverstoß.

Das sah auch das Oberlandesgericht Köln so und sprach einen Fahrer aufgrund der mangelhaft nachgekommenen Beweispflicht vom Vorwurf des qualifizierten Rotlichtverstoßes frei. Der Fahrer musste nur das Bußgeld für einen einfachen Rotlichtverstoß zahlen (OLG Köln, Az. III-1 RBs 65/12).

Ob der Nachweis korrekt und ordnungsgemäß erfolgt ist, lässt sich durch eine Einsicht in die Verfahrensakte der Bußgeldbehörde feststellen. Ein Anwalt kann Akteneinsicht beantragen und z. B. nachweisen, dass die Behörde ihrer Beweispflicht nicht nachgekommen ist oder Messfehler gemacht hat.

 

Rote Ampel überfahren: Wann verjährt der Verstoß?

Erhalten Sie keinen Bußgeldbescheid, verjährt ein Rotlichtverstoß nach 3 Monaten. Haben Sie z. B. am 14. August eine rote Ampel überfahren und wurden geblitzt, verjährt die Ordnungswidrigkeit, wenn sich die Bußgeldbehörde nicht bis zum 13. November bei Ihnen meldet.

Wann der Bußgeldbescheid wegen des Überfahrens einer roten Ampel kommt, hängt von der verantwortlichen Behörde, dem Zusteller sowie der Art der Rotlichtmessung ab. Bis der Bescheid im Briefkasten landet, können mehr als 3 Monate vergehen – erst danach ist der Rotlichtverstoß verjährt und Sie können nicht mehr zur Verantwortung gezogen werden.

 

Einspruch erheben

Wenn Sie innerhalb von 14 Tagen Einspruch gegen den Bußgeldbescheid erheben, können Sie Bußgeld und Fahrverbot verhindern.

Der Einspruch ist mit einem formlosen Schreiben oder zu Protokoll bei der Behörde möglich.

 

Rote Ampel überfahren: Wann sich ein Einspruch lohnt

Sie haben eine rote Ampel überfahren? Kontaktieren Sie uns für ein unverbindliches Erstgespräch mit einem unserer Anwälte. Schildern Sie dafür bitte hier Ihr Anliegen.

 

4. Wann lohnt sich ein Einspruch gegen den Rotlichtverstoß?

Wird Ihnen vorgeworfen, eine rote Ampel überfahren zu haben, sollten Sie den Bußgeldbescheid genau prüfen: Mehr als die Hälfte aller Bußgeldbescheide sind fehlerhaft und damit anfechtbar.

Bei der Messung eines Rotlichtverstoßes gibt es Fehlerquellen, die einen guten Ansatzpunkt bieten, um den Vorwurf abzuwehren.

 

Fehlerhafte Messgeräte

Nicht nur die korrekte Benutzung, sondern auch eine regelmäßige Eichung ist der Messgeräte ist für die Feststellung eines Rotlichtverstoßes ausschlaggebend. Lässt sich nachweisen, dass das Messgerät nicht korrekt geeicht wurde, ist die Messung fehlerhaft und die Bußgeldbehörde muss das Verfahren einstellen.

Ob ein Messgerät korrekt geeicht wurde, lässt sich anhand der Bußgeldakte überprüfen. Mithilfe eines Anwalts können Sie Akteneinsicht beantragen.

 

Keine Schulungsnachweise der Beamten

Wurde der Rotlichtverstoß nicht mittels eines fest installierten Rotlichtblitzers, sondern durch die Beobachtung eines Polizeibeamten festgestellt, lohnt es sich, die Schulungsnachweise der Beamten zu prüfen. Diese müssen nämlich nachweislich geschult sein, um den Rotlichtverstoß korrekt festzustellen.

 

Zweifelsfreie Identifikation des Fahrers nicht möglich

Eine weitere Möglichkeit der Verteidigung bieten die beim Rotlichtverstoß angefertigten Beweisfotos, die sich im Zuge der Akteneinsicht durch einen Anwalt einfordern lassen. Die Bußgeldbehörde muss Ihnen zweifelsfrei nachweisen, dass Sie der Fahrer des Wagens zum Tatzeitpunkt waren.

Lässt sich nicht zweifelsfrei erkennen, dass Sie der Fahrer waren, muss die Strafverfolgungsbehörde das Verfahren wegen nicht hinreichenden Tatverdacht einstellen.

Das Beweisfoto ist fehlerhaft, wenn

  • die Qualität des Fotos zu schlecht ist.
  • das Gesicht des Fahrers z. B. durch dessen Hand oder eine Sonnenblende verdeckt ist.
  • das Lichtbild die erforderlichen biometrischen Kriterien nicht erfüllt.

 

Fehlerhafte Zeitmessung

Auch bei der Zeitmessung treten beim Überfahren einer roten Ampel häufig Fehler auf – insbesondere wenn der Verstoß nicht durch einen Rotlichtblitzer, sondern durch die Beobachtung eines Polizeibeamten festgestellt wurde. Die bloße gefühlsmäßige Zeitschätzung genügt nicht.

Versucht die Behörde, Ihnen einen qualifizierten Rotlichtverstoß nachzuweisen, muss sie zweifelsfrei belegen, dass die Ampel bereit länger als eine Sekunde auf Rot geschaltet war. Lässt sich nachweisen, dass ein einfacher, statt ein qualifizierter Rotlichtverstoß vorliegt, lässt sich zumindest ein drohendes Fahrverbot umgehen.

 

Zu kurze Gelbphase

Innerorts muss eine Gelbphase je nach erlaubter Geschwindigkeit mindestens zwischen 3 und 5 Sekunden andauern, bevor die Ampel auf Rot umschaltet. Können Sie nachweisen, dass die Gelbphase kürzer andauerte, entlastet Sie das: Sie können anführen, dass Sie nicht mehr rechtzeitig bremsen konnten und Sie daher unvermeidlich die rote Ampel überfahren mussten.

 

Fahrverbot unzumutbar

Sind Sie auf Ihren Führerschein angewiesen, lohnt es, den Vorwurf des qualifizierten Rotlichtverstoßes anzufechten.

Gute Chancen für einen Einspruch bestehen in folgenden Fällen:

  • Sie sind Berufsfahrer oder Mitarbeiter im Außendienst.
  • Durch ein Fahrverbot gerät Ihr Job in Gefahr.
  • Ihr Job ist nicht durch öffentliche Verkehrsmittel erreichbar.
  • Sie pflegen Angehörige und müssen diese entsprechend oft besuchen.
  • Sie sind selbst auf regelmäßige Arztbesuche angewiesen, die sich nur mit einem eigenen Auto erreichen lassen.

Ein Anwalt für Verkehrsrecht bringt vor Gericht plausible Gründe vor, um das drohende Fahrverbot abzuwenden.

Ist der Bußgeldbescheid fehlerhaft, lohnt sich ein Einspruch gegen den Rotlichtverstoß. Gerade bei einem qualifizierten Rotlichtverstoß oder der Gefährdung anderer Personen und Sachen empfiehlt es sich für Beschuldigte, einen erfahrenen Anwalt hinzuziehen.

Ein auf Verkehrsrecht spezialisierter Anwalt sammelt entlastende Beweise, um ein drohendes Fahrverbot, Punkte in Flensburg und das Bußgeld abzuwehren bzw. die Strafe für das Überqueren der roten Ampel deutlich zu reduzieren. Hier Anliegen schildern & Erstgespräch vereinbaren.

 

5. Bei Rot über die Ampel gefahren? So lässt sich der Vorwurf anfechten

Sind Sie mit dem Vorwurf eines Rotlichtverstoßes konfrontiert, gibt es in vielen Fällen erfolgreiche Möglichkeiten der Verteidigung.

Stoppt die Polizei Sie, nachdem Sie die rote Ampel überfahren haben, gilt Folgendes:

  • Äußern Sie sich nicht zum Tatvorwurf.
  • Machen Sie von Ihrem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch.
  • Entschuldigen Sie sich nicht mit Aussagen wie “Ich dachte, ich schaffe es noch”.

 

Sind Sie bei Rot über die Ampel und in einen Blitzer gefahren, erhalten Sie den Bußgeldbescheid per Post mit einem schriftlichen Anhörungsbogen.

In diesem Fall ist es ratsam, sich wie folgt zu verhalten:

  • Machen Sie auch hier keine Angaben zum Tatvorwurf.
  • Überprüfen Sie, was Ihnen vorgeworfen wird. Dafür können Sie entweder selbst oder mithilfe eines Anwalts Einsicht in die Bußgeldakte beantragen.
  • Um einzuschätzen, welche Konsequenzen zusätzliche Punkte in Flensburg oder ein vorübergehendes Fahrverbot für Sie hätten, können Sie den aktuellen Punktestand beim Kraftfahrtbundesamt in Flensburg anfragen.

Legen Sie Einspruch gegen den Vorwurf ein. Alternativ können Sie durch einen Anwalt den Bußgeldbescheid prüfen lassen.

 

So hilft Ihnen ein Anwalt für Verkehrsrecht

Drohen Ihnen schwere verkehrsrechtliche Konsequenzen, weil Sie einen qualifizierten Rotlichtverstoß begangen oder andere Verkehrsteilnehmer gefährdet haben, empfiehlt sich die Beratung durch einen spezialisierten Anwalt.

Der Anwalt informiert Sie darüber, wie erfolgreich ein Einspruch gegen die Strafe und den Bußgeldbescheid sein könnte.

Ein auf Verkehrsrecht spezialisierter Anwalt

  • legt vor Gericht plausible Gründe vor, um den Vorwurf des Rotlichtverstoßes erfolgreich anzufechten.
  • versucht nachzuweisen, dass ein Augenblicksversagen vorlag oder Sie aufgrund blendender Sonne die Ampelfarbe nicht erkennen konnten.
  • erzielt der Anwalt eine Reduzierung der Strafe, wenn sich kein Freispruch erreichen lässt.

Ihnen wird vorgeworfen, bei Rot über
die Ampel gefahren zu sein?

Unser Anwalt erläutert Ihnen im kostenfreien Erstgespräch Handlungsoptionen und Kosten.

Ratgeber Mockup

Aktuelle Urteile

Die folgenden Fälle verdeutlichen, dass die Unterstützung eines erfahrenen Anwalts für Verkehrsrecht den Vorwurf des Rotlichtverstoßes ausräumen bzw. die Strafe für erheblich mindern kann, wenn Sie eine rote Ampel überfahren haben.

 

Rotlichtverstoß, um Unfall zu vermeiden

OLG Düsseldorf, Az. 5 Ss (OWi) 319/91

  • Ein Rotlichtverstoß kann gerechtfertigt sein, wenn der Fahrer dadurch versucht, einen Unfall zu vermeiden.
  • In dem Fall entschloss sich ein Pkw-Fahrer, eine rote Ampel zu überfahren, weil ein von hinten heran rasender Wagen drohte, dem wartenden Vordermann aufzufahren.
  • Das Oberlandesgericht Düsseldorf entschied, dass sich der Mann nicht wegen eines Rotlichtverstoßes strafbar machte, da er nur einen drohenden Auffahrunfall vermeiden wollte.

 

Kein Fahrverbot bei Dauerrot in Busspur

BayOLG, Az. 1 ObOWi 362/95

  • Verirrt sich ein Autofahrer aus Versehen in eine Busspur und begeht einen Rotlichtverstoß, kommt ein Fahrverbot nicht in Betracht.
  • In dem Fall überquerte der Fahrer bei Rot eine Ampel, die nur der Busfahrer umschalten konnte.
  • Das Bayrische Oberlandesgericht sah von einem Fahrverbot ab, obwohl die Ampel wesentlich länger als eine 1 Sekunde auf Rot geschaltet war.

 

Kein qualifizierter Rotlichtverstoß bei eisglatter Fahrbahn

OLG Dresden, Az. 2 Ss (OWi) 84/98

  • Ist ein Fahrer gezwungen, wegen eisglatter Fahrbahn eine rote Ampel zu überfahren, liegt kein qualifizierter Rotlichtverstoß vor.
  • In dem Fall schlitterte ein Autofahrer bei Rot über die Ampel, weil er aufgrund von Eisglätte nicht vor dem durch die Lichtanlage geschützten Bereich stoppen konnte.
  • Das Oberlandesgericht Dresden sah trotz des qualifizierten Rotlichtverstoßes von einem Fahrverbot ab, weil sich der Fahrer zuvor versichert hatte, durch das Überqueren der roten Ampel keine anderen Verkehrsteilnehmer zu gefährden.

 

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Als Redakteurin bei advocado strebt Sophie Suske jeden Tag danach, komplexe Rechtsprobleme des Marken- und Versicherungsrechts für jeden Leser verständlich aufzubereiten. Grundlage ihrer lösungsorientierten Arbeit ist ihr Masterstudium der Sprach- und Kommunikationswissenschaft.

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