In 5 Schritten Schufa-Eintrag löschen lassen & Kreditfähigkeit erreichen

In 5 Schritten Schufa-Eintrag löschen lassen & Kreditfähigkeit erreichen

Julia Pillokat

Juristische Redaktion

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Julia Pillokat (jur. Redaktion)  |   Stand:

In 5 Schritten Schufa-Eintrag löschen lassen & Kreditfähigkeit erreichen

Inhaltsverzeichnis [ausblenden]

  1. Welche Schufa-Einträge kann ich löschen lassen?
  2. In 5 Schritten Schufa-Eintrag löschen lassen
  3. Schufa-Löschung verweigert – was kann ich tun?
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Schufa löschen

Zusammenfassung

Wer negative Schufa-Einträge hat, bekommt keinen Kredit-, Miet- oder Handyvertrag. Aber: Nicht jeder Eintrag bei der Auskunftei ist berechtigt. Falsche Daten oder veraltete Einträge zu bezahlten Forderungen muss die Schufa löschen. Wird die Löschung abgelehnt, können Betroffene vom Anwalt den Schufa-Eintrag löschen lassen.

 

Auf einen Blick

  • Wer negative Schufa-Einträge hat, ist nicht kreditwürdig. Kredite, Ratenzahlung, Leasing oder andere Verträge abzuschließen, ist nicht möglich.
  • Aber: Nicht alle Negativeinträge sind korrekt und gerechtfertigt.
  • Bei falschen Informationen wie bereits bezahlten oder zu hohen Forderungen können Sie einen Schufa-Eintrag löschen lassen.
  • Zur Prüfung der gespeicherten Daten ist eine Schufa-Selbstauskunft notwendig. Mit der kostenfreien advocado-App für iOS und Android erstellen und versenden Sie mit wenigen Klicks ein anwaltlich vorgeprüftes Musterschreiben zur Anforderung der Selbstauskunft – sicher, bequem und vollständig digital.
  • Geben Unternehmen falsche Daten an die Schufa weiter, können Betroffene je nach Einzelfall Schadensersatz einfordern.
  • Weigert das Unternehmen sich, den Schufa-Eintrag zu löschen, ist juristische Unterstützung sinnvoll. Ein Anwalt weist nach, dass der Schufa-Eintrag ungerechtfertigt ist und setzt die Löschung schnell durch.

 

1. Welche Schufa-Einträge kann ich löschen lassen?

Ein negativer Schufa-Eintrag hat wirtschaftliche Folgen: Der Betroffene bekommt keinen Kredit, keinen Handyvertrag, keine Versandhausware und keinen Mietvertrag mehr. Schlimmstenfalls behält die Bank sogar EC- und Kreditkarten ein.

Aber: Nicht jeder Negativeintrag ist berechtigt. In folgenden Fällen besteht ein Anspruch, den Schufa-Eintrag löschen zu lassen:

  • Personenverwechslung
  • Falscheinträge
  • Veraltete Einträge
  • Geringfügige Schulden
  • Titulierte Forderungen, beglichene Forderungen

 

Personenverwechslung

Verwechselt die Schufa Namen und Anschriften der Verbraucher, kommt es automatisch zur falschen Zuordnung der Schufa-Einträge.

In diesem Fall wenden Verbraucher sich direkt an die Auskunftei, um die persönlichen Daten korrigieren zu lassen.

 

Falscheinträge

Jeder Schufa-Eintrag muss durch nachweisbare Tatsachen begründet sein. Gibt es keinen Grund für eine negative Information oder liefern Banken und Handelsunternehmen falsche Daten, muss der Schufa-Eintrag gelöscht werden.

So kann es sein, dass ein negativer Schufa-Eintrag besteht, obwohl die offene Forderung bereits bezahlt ist. Einen bezahlten Schufa-Eintrag können Sie löschen lassen.

Der Anspruch auf Löschung ist in diesem Fall nicht bei der Schufa durchzusetzen, sondern bei dem Unternehmen, das den unberechtigten Eintrag bei der Schufa veranlasst hat.

 

Geben Unternehmen falsche Daten an die Schufa weiter, müssen sie diese korrigieren. Entstehen Verbrauchern durch Falscheinträge finanzielle Nachteile – etwa weil ein Kredit wegen negativer Schufa nicht möglich ist –, dann müssen die Unternehmen ihnen Schadensersatz zahlen.

 

Veraltete Einträge

Wie lange es dauert, einen Schufa-Eintrag zu löschen, hängt von der sogenannten Löschfrist ab. Innerhalb dieser Fristen muss die Schufa unberechtigte, falsche Einträge automatisch löschen.

Bleibt ein Eintrag trotz bereits abgelaufener Löschfrist bestehen, lässt er sich löschen. Eine vorzeitige Löschung berechtigter Schufa-Einträge ist nicht möglich.

  • Sofortige Löschung: Nachweislich falsche oder veraltete Schufa-Einträge; Informationen zu Bankkonten, sobald die Bank die Löschung des Kontos meldet
  • Löschung nach 12 Monaten: Anfragen zu Krediten und Kreditkonditionen; Informationsabfragen von anderen Unternehmen über Verbraucher
  • Löschung nach 3 Jahren: Informationen über abbezahlte Kredite, abgeschlossene Mahn- oder Inkassoverfahren; vom Gericht veranlasste Negativeinträge (z. B. eidesstattliche Versicherung, verweigerte Vermögensauskunft, Haftbefehl)
  • Löschung nach 10 Jahren: Informationen zur Insolvenz und Restschuldbefreiung

 

Geringfügige Schulden

Besteht nur eine geringe Forderung bis zu 2.000 Euro, können Sie den negativen Schufa-Eintrag sofort löschen lassen, wenn folgende Voraussetzungen erfüllt sind:

  • Die ausstehende Zahlung erfolgt innerhalb von 6 Wochen nach der Meldung bei der Schufa.
  • Der negative Eintrag besteht höchstens seit dem 2. Juli 2012.
  • Es handelt sich nicht um eine titulierte Forderung – es gibt keinen Vollstreckungstitel.
  • Der Gläubiger hat die Bezahlung der offenen Forderung bestätigt.

 

Bezahlte Forderungen

Sie können einen negativen Schufa-Eintrag löschen, sobald Sie die Schulden abbezahlt haben.

Nur, wenn offene Forderungen bezahlt sind, löscht die Schufa zugehörige Einträge. Dazu muss der Gläubiger bestätigen, dass er sein Geld erhalten hat und der Schufa-Eintrag gegenstandslos ist.

Ohne die Zustimmung des Gläubigers lässt sich der negative Schufa-Eintrag nicht löschen. Ein Anwalt kann zwischen Ihnen und dem uneinsichtigen Gläubiger vermitteln und eine Einigung erreichen.

 

2. In 5 Schritten Schufa-Eintrag löschen lassen

Ihre Schufa-Daten sind falsch? In 5 Schritten können Sie unberechtigte Schufa-Einträge löschen lassen:

Infografik: Wie Sie in 5 Schritten einen Schufa-Eintrag löschen lassen.

 

I. Schufa-Auskunft anfordern

Verbraucher haben gemäß Art. 15 DSGVO das Recht zu erfahren, welche Daten die Schufa über sie speichert. Wer eine Schufa-Selbstauskunft anfordert, erhält kostenfrei eine Kopie seines Datensatzes.

So erfahren Verbraucher, welche positiven und negativen Einträge es über ihr Zahlungsverhalten gibt.

 

Mit der kostenfreien advocado-App für iOS und Android fordern Sie mit wenigen Klicks Ihre Schufa-Selbstauskunft an. Sie erhalten ein anwaltlich vorgeprüftes Musterschreiben und versenden es digital.

 

II. Negative Einträge prüfen

Prüfen Sie, ob Ihre Schufa-Daten korrekt sind – vor allem die negativen Einträge. Nachweislich falsche oder veraltete Schufa-Einträge können Sie löschen lassen.

Überlassen Sie im Zweifelsfall die Auswertung Ihrer Schufa-Daten einem Anwalt mit Schwerpunkt Schufa. Er kennt die Bestimmungen für Schufa-Einträge und beurteilt in einem kostenfreien Erstgespräch rechtssicher, ob Sie Ihre negative Schufa löschen können. Fall schildern & Schufa-Einträge prüfen lassen.

 

III. Forderungen begleichen

Um den Anspruch auf Löschung eines negativen Schufa-Eintrags durchzusetzen, müssen Sie alle offenen Rechnungen bezahlt haben. Die Schufa löscht nur Einträge zu gegenstandslosen, bereits beglichenen Forderungen.

Heben Sie die Zahlungsbelege als Beweise für den gegenstandslosen Schufa-Eintrag auf.

 

IV. Löschung bei Schufa oder Unternehmen einfordern

Möchten Sie einen fehlerhaften negativen Schufa-Eintrag löschen lassen, ist das Unternehmen Ihr Ansprechpartner, das die falschen Informationen an die Schufa weitergegeben hat. Der Unternehmensname ist in der Selbstauskunft zu finden.

Sind Ihre persönlichen Daten wie Name oder Anschrift falsch, wenden Sie sich zur Korrektur direkt an die Schufa.

Für das Schreiben können Sie sich an unserem Musterbrief orientieren: Schufa-Eintrag löschen lassen – Musterbrief. Setzen Sie eine angemessene Frist zur Korrektur – üblich sind 3 Wochen.

Es ist entscheidend, dem Unternehmen konkret zu beweisen, warum der veranlasste Schufa-Eintrag falsch ist. Möchten Sie Ihr Anschreiben und die Beweise absichern, kann ein Anwalt Sie unterstützen.

 

V. Bonität überprüfen

In den meisten Fällen sollte Ihre Bonität wiederhergestellt sein, wenn Sie den Schritten I bis IV gefolgt sind. Denn: Unternehmen und auch die Schufa selbst sind dazu verpflichtet, falsche Informationen zu korrigieren bzw. zu löschen. Voraussetzung ist, dass Betroffene auf den Fehler hinweisen.

Wird Ihnen trotz des berechtigten Anspruchs die Löschung eines ungerechtfertigten Schufa-Eintrags verwehrt, empfiehlt es sich, anwaltliche Unterstützung zu nehmen.

 

3. Schufa-Löschung verweigert – was kann ich tun?

Widerspricht das für den unberechtigten negativen Schufa-Eintrag verantwortliche Unternehmen Ihrer Forderung nach Korrektur, sind Verhandlungen mit dem Gläubiger notwendig.

Ein Anwalt verhandelt mit dem Unternehmen auf Augenhöhe. Mit den notwendigen Beweisen entkräftet er den Widerspruch des Unternehmens und erreicht eine einvernehmliche Einigung zwischen den Parteien.

 

Schadensersatz vom Unternehmen fordern

Für finanzielle Einbußen durch Falscheinträge haftet die Schufa nicht selbst. Verantwortlich für die falschen Schufa-Einträge und damit schadensersatzpflichtig ist das Unternehmen, das die Daten gemeldet hat.

Nach erfolgreicher Durchsetzung fordert der Anwalt die Kosten seiner Beauftragung als Schadensposition beim verantwortlichen Unternehmen mit ein. Sie erhalten Anwalts- und Gerichtskosten im Erfolgsfall von der Gegenseite zurück.

 

Diese Schritte unternimmt ein Anwalt für Sie:

  • Mit einem anwaltlichen Schreiben und dem nötigen Nachdruck fordert der Anwalt das Unternehmen bzw. die Schufa zur Löschung auf.
  • Er legt eindeutige Beweise für Ihren Anspruch auf Löschung vor.
  • Mit der richtigen juristischen Strategie setzt er sich für eine schnelle, einvernehmliche Klärung ein.
  • Weigert sich das Unternehmen beharrlich, kann ein Anwalt für Sie Klage einreichen, um einen unberechtigten negativen Schufa-Eintrag zu löschen.

Sind Ihnen durch den unberechtigten Schufa-Eintrag finanzielle Nachteile entstanden, prüft ein Anwalt Ihren Anspruch auf Schadensersatz und setzt ihn durch.

Sie möchten einen negativen Schufa-Eintrag
löschen lassen?

Ein erfahrener Anwalt erläutert Ihnen im kostenfreien Erstgespräch Ihre Handlungsoptionen und Erfolgsaussichten.

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Julia Pillokat

Komplexe Rechtsthemen für Rechtsuchende verständlich aufzubereiten, braucht sprachliches Feingefühl. Dank Germanistikstudium und ihrer Arbeit als Lektorin gelingt es Julia Pillokat, für jedes Anliegen klare Lösungen zu formulieren, die dem Leser weiterhelfen.

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