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Anzeige wegen Betrug - was jetzt zu tun ist

 

Anzeige wegen Betrug - was jetzt zu tun ist

 

 

Sie haben eine Anzeige wegen Betrug erhalten? Eine solche Verdächtigung, eine Vorladung oder ein Ermittlungsverfahren wegen Betrugs kann für Sie weitreichende Folgen haben. Was droht ihnen bei einer Anzeige wegen Betrug an Strafe? Wann liegt überhaupt ein Betrug vor? Und wie sollten Sie sich nach einer Anzeige wegen Betrug über die Verfahrensdauer angemessen verhalten?

Anzeige wegen Betrug - was jetzt zu tun ist
Anzeige wegen Betrug: Was Sie nun tun sollten

Lesezeit: ca. 2 Min.

 

In diesem Artikel erfahren Sie unter anderem, wann ein Betrug vorliegt, welche Strafe droht und wie man sich am besten bei einem Ermittlungsverfahren zu verhalten hat.

Dazu bieten wir Ihnen eine Erstberatung im Strafrecht an: Ein spezialisierter Rechtsanwalt bespricht mit Ihnen die Stellungnahme gegenüber der Behörde. Zusätzlich bespricht er mit Ihnen Möglichkeiten zur Strafmilderung.

 

 

Wann liegt ein Betrug im strafrechtlichen Sinn vor?

Gemäß § 263 StGB macht sich derjenige eines Betrugs schuldig, der

  • mittels einer Täuschungshandlung
  • einen Irrtum erregt oder unterhält,
  • dadurch sich oder einem Dritteneinen Vermögensvorteilverschafft und
  • dadurch einen fremden Vermögensschadendurch eine Vermögensverfügungverursacht

 

Was ist eine Täuschungshandlung?

Eine Täuschung ist das ausdrückliche oder schlüssige Behaupten einer unwahren Tatsache gegenüber einem anderen. Klassische Beispiele für eine Anzeige wegen Betrug sind zum einen der Ebay-Betrug bei dem ein Artikel angeboten und letztlich verkauft wird, den der Verkäufer gar nicht besitzt. Und zum anderen eine Anzeige wegen Betrug, weil bei einem sogenannten BAföG-Betrug falsche Angaben über das private Vermögen bei einem BAföG-Antrag gemacht wurden.

Eine Täuschung kann ebenfalls durch die Nichtbeseitigung eines Irrtums über Tatsachen erfüllt sein, indem zum Beispiel wichtige Informationen verschwiegen werden. Hierfür muss jedoch zwischen Ihnen und dem Getäuschten eine Garantenstellung bestehen.

Eine Tatsache ist alles, was in der Vergangenheit geschehen ist oder in der Gegenwart besteht und beweisbar ist.

 

Anzeige wegen Betrug - welche Strafe droht mir?

Der Betrug wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder einer Geldstrafe bedroht. In besonders schweren Fällen ist die Freiheitsstrafe sechs Monate bis zu zehn Jahren. In Ausnahmefällen wird sogar eine Freiheitstrafe von einem Jahr bis zu zehn Jahren angedroht.

Eine Anzeige wegen Betrug ist in keinem Fall zu ignorieren, da Sie sich stets auch eines nur versuchten Betrugs strafbar machen können!

 

 

Wann liegt ein Betrug in besonders schwerem Fall vor?

Sie haben eine Anzeige wegen Betrug erhalten und wollen wissen, wann ein Betrug in besonders schwerem Fall vorliegt? Ein besonders schwerer Fall liegt nach § 263 Absatz 3 in der Regel vor, wenn

  • gewerbsmäßig oder als Mitglied einer Bande, die sich zur fortgesetzten Begehung von Urkundenfälschung oder Betrug verbunden hat, gehandelt wurde,
  • ein Vermögensverlust großen Ausmaßes herbeiführt oder in der Absicht gehandelt wurde, durch die fortgesetzte Begehung von Betrug eine große Anzahl von Menschen in die Gefahr des Verlustes von Vermögenswerten zu bringen,
  • eine andere Person in wirtschaftliche Not gebracht wurde,
  • eigene Befugnisse oder die Stellung als Amtsträger oder Europäischer Amtsträger missbraucht wurde oder
  • ein Versicherungsfall vorgetäuscht wurde, nachdem man oder ein anderer zu diesem Zweck eine Sache von bedeutendem Wertin Brand gesetzt oder durch eine Brandlegung ganz oder teilweise zerstört, §§ 306 f StGB oder ein Schiff zum Sinken oder Stranden gebracht wurde.

 

Was passiert, wenn ein Ermittlungsverfahren eingeleitet wurde?

Ein Ermittlungsverfahren heißt, dass die staatliche Strafverfolgungsbehörde, also die Polizei, z.B. durch eine Anzeige wegen Betrug vom Verdacht des Vorliegens einer Straftat Kenntnis hat und gegen Sie als Beschuldigten ermitteln wird. In den meisten Fällen wird der Geschädigte eine Anzeige wegen Betrug gestellt haben, allerdings kann die Polizei auch ohne eine Anzeige wegen Betrug also auf andere Weise von dem Betrug erfahren haben. Wie immer gilt, dass dann Ruhe bewahrt werden sollte und Sie ohne vorher einen Anwalt den Fall geschildert zu haben besser nicht zur polizeilichen Vorladung gehen sollten.

 

Anzeige wegen Betrug - was jetzt zu tun ist

Sie haben eine Anzeige wegen Betrugs erhalten? Bewahren Sie Ruhe und äußern Sie sich nicht ohne juristischen Rat gegenüber der Behörde. Im Rahmen einer Erstberatung im Strafrecht bespricht ein spezialisierter Anwalt die Stellungnahme gegenüber der Behörde mit Ihnen. Zusätzlich bespricht er mit Ihnen Möglichkeiten zur Strafmilderung.

 

Anzeige wegen Betrug durch die Deutsche Bahn, weil Sie eine gefälschte Fahrkarte vorgezeigt haben?

Der Getäuschte muss immer zu einem Verhalten veranlasst werden, wodurch er selbst oder ein für ihn handelnder Dritter eine Vermögensminderung vornimmt. Demnach ist ein Betrug nur dann gegeben, wenn der Fahrkartenkontrolleur durch das Vorzeigen der gefälschten Fahrkarte, des fremden Studentenausweises oder des abgelaufenen Semestertickets auf die Erhebung eines Fahrpreises verzichtet und Sie dadurch kostenlos "schwarzfahren".

Das gleiche gilt auch für den Fall, dass Sie eine Anzeige wegen Betrug erhalten, weil Sie eine gefälschte Eintrittskarte vorgezeigt und sich dadurch kostenlos Zutritt verschafft haben.

Allerdings ist eine Anzeige wegen Betrug in keinem Fall zu ignorieren, da Sie sich stets auch eines nur versuchten Betrugs strafbar machen können. Zum Beispiel machen Sie sich auch schuldig, wenn der Kontrolleur erkennt, dass ihre Fahrkarte/Eintrittskarte gefälscht ist.

Des Weiteren machen Sie sich auch strafbar, wenn Sie dem Fahrkartenkontrolleur auf die Frage "Noch jemand zugestiegen?" nicht antworten und hierdurch "schwarzfahren".

 

Sie haben eine Vorladung von der Polizei erhalten? 

In der Regel werden Sie nach einer Anzeige wegen Betrug erst über ein Ermittlungsverfahren informiert, wenn Sie zur polizeilichen Beschuldigtenvernehmung eingeladen werden. Zu diesem Termin sollten Sie nicht ohne einen Anwalt erscheinen! Grundsätzlich sind Sie trotz einer Anzeige wegen Betrug nicht verpflichtet zu dieser Vorladung zu gehen! Sie müssen sich als Beschuldigter durch eine Anzeige wegen Betrug nie selbst belasten und dürfen demnach die Aussage verweigern, um sich selbst zu schützen.

Sie sollten sich bei einer Anzeige wegen Betrug in jedem Fall an einen rechtskundigen Anwalt wenden. Dieser kann Akteneinsicht beantragen und ihnen danach empfehlen, ob Sie sich zu den Anschuldigungen in der Anzeige wegen Betrug besser äußern sollten oder nicht.

 

Beim Verkauf falsche Angaben gemacht: Betrug?

Hierbei muss man zwischen zwei Hauptfällen unterscheiden.

Zum einen können Sie eine Anzeige wegen Betrug erhalten, weil Sie wahrheitswidrig angegeben haben, dass es sich bei der Ware um ein Sonderangebot handelt und der eigentliche Preis der Sache normalerweise höher ist. Entscheidend ist dann, ob der Käufer eine Sache erhält, die dem von ihm gezahlten Preis entspricht. Hat der Käufer also trotz Ihrer Täuschungshandlung z.B. den regulären Preis gezahlt, liegt kein Vermögensschaden bei ihm vor und ein Betrug wäre zu verneinen.

Zum anderen können Sie eine Anzeige wegen Betrug erhalten, weil Sie wahrheitswidrig angegeben haben, dass die Ware aus einem wertvolleren Material besteht. Auch hierbei ist zunächst entscheidend, ob der Käufer eine Sache erhält, die dem gezahlten Preis entspricht. Ein Betrug ist allerdings trotzdem gegeben, wenn der Käufer die Sache nicht für den geplanten Zweck oder in einer anderen zumutbaren Weise verwenden kann.

Allerdings ist eine Anzeige wegen Betrug in keinem Fall zu ignorieren, da Sie sich stets auch eines nur versuchten Betrugs strafbar machen können, selbst wenn der Käufer eine Ware im Wert seines bezahlten Kaufpreises erhält.

Bei Online-Verkäufen zum Beispiel auf Ebay oder Ebay-Kleinanzeigen ist es übrigens anders. Hier liegt ein Betrug nämlich auch dann vor, wenn der Käufer eine Sache erhält, die dem gezahlten Preis entspricht.   

Wichtig: Diese ersten allgemeinen Informationen können eine konkrete rechtliche Prüfung der Straftat durch einen Rechtsanwalt mit kompetentem Fachwissen keinesfalls ersetzen! Wenn Sie des Betrugs verdächtigt werden, können Sie Ihre konkreten Fragen gerne einem unserer Rechtsanwalt stellen.

 

Hilfe vom Rechtsanwalt

► Sie haben eine Anzeige wegen Betrugs erhalten? Bewahren Sie Ruhe und äußern Sie sich nicht ohne juristischen Rat gegenüber der Behörde. Im Rahmen einer Erstberatung im Strafrecht bespricht ein spezialisierter Anwalt die Stellungnahme gegenüber der Behörde mit Ihnen. Zusätzlich bespricht er mit Ihnen Möglichkeiten zur Strafmilderung. Ihre Daten werden dabei vertraulich behandelt und ausschließlich Ihrem Rechtsanwalt übermittelt. Es erfolgt keine Weiterleitung von Daten an die Polizeibehörden!

 

Die Beratung umfasst dabei folgende Punkte:

  • 30-minütiges Beratungsgespräch mit einem Anwalt
  • Besprechung der Möglichkeiten zur Strafmilderung
  • Besprechung der Stellungnahme gegenüber der Behörde
  • Versuch die Anzeige straffrei abzuwehren
  • Möglichkeit der Mandatsübernahme bei Strafbefehl oder Hauptverhandlung

Weitere Informationen zur Erstberatung im Strafrecht finden Sie hier.

 

 

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Bildquellen (c): garloon, bacho12345 - 123rf.com





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