AGB-Vorlage: Wie erhalte ich rechtssichere Vertragstexte?
 ![AGB-Vorlage: Wie erhalte ich rechtssichere Vertragstexte?](assets/images/5/agb-onlineshop-individuelle-vertragsbindungen-festlegen-abmahnungen-vermeiden-32er7sx3c75x1n8.jpg) Beitrag von [Martin Jedwillat](/rechtsanwalt/profil/martin-jedwillat-anwalt.html)
  **Rechtsanwalt für Unternehmensrecht und Betriebsnachfolge**
 Aktualisiert am 07.05.2026
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 [...](ratgeber/unternehmensrecht-und-betriebsnachfolge.html "Ratgeber Unternehmensrecht und Betriebsnachfolge") [AGB](ratgeber/unternehmensrecht-und-betriebsnachfolge/agb.html "Ratgeber AGB") AGB-Vorlage
AGB-Vorlagen sind ein schneller und kostengünstiger Weg, vorgefertigte Vertragsbedingungen zu erstellen. Mit wenigen Klicks entstehen allgemeingültige Vertragstexte, die insbesondere in der Anfangsphase von Unternehmen zum Einsatz kommen.
Aber: Wirklich rechts- und damit abmahnsicher sind Vorlagen für allgemeine Geschäftsbedingungen nicht – dies können nur rechtlich geprüfte und auf das Unternehmen zugeschnittene Vertragstexte leisten.
Inhalt
1. Schnell-Check: Was jetzt wichtig ist
2. 1. AGB-Vorlage: Wann brauche ich allgemeine Geschäftsbedingungen?
3. 2. AGB-Vorlage: Wie erhalte ich allgemeine Geschäftsbedingungen?
4. 3. Vorlage für allgemeine Geschäftsbedingungen: Was gehört rein?
5. 4. AGB-Vorlage: Was darf nicht drinstehen?
6. 5. Was passiert bei Fehlern in der AGB-Vorlage?
7. 6. Wie erhalte ich rechtssichere AGB?
8. 7. Häufige Missverständnisse aufgeklärt
 [Ersteinschätzung erhalten](https://www.advocado.de/ratgeber/unternehmensrecht-und-betriebsnachfolge/agb/agb-generator-information.html "Jetzt Ersteinschätzung erhalten")

# AGB-Vorlage: Wie erhalte ich rechtssichere Vertragstexte?
 Beitrag von [Martin Jedwillat](/rechtsanwalt/profil/martin-jedwillat-anwalt.html)
  **Rechtsanwalt für Unternehmensrecht und Betriebsnachfolge**
 Aktualisiert am 07.05.2026
---
AGB-Vorlagen sind ein schneller und kostengünstiger Weg, vorgefertigte Vertragsbedingungen zu erstellen. Mit wenigen Klicks entstehen allgemeingültige Vertragstexte, die insbesondere in der Anfangsphase von Unternehmen zum Einsatz kommen.
Aber: Wirklich rechts- und damit abmahnsicher sind Vorlagen für allgemeine Geschäftsbedingungen nicht – dies können nur rechtlich geprüfte und auf das Unternehmen zugeschnittene Vertragstexte leisten.

## Schnell-Check: Was jetzt wichtig ist

### So ordnen Sie Ihren Fall schnell ein
Eine **AGB-Vorlage** ist ein vorformulierter Textbaustein für **Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)**, den Sie für viele gleichartige Verträge verwenden können.
**AGB sind relevant, wenn …**
- Sie **wiederholt ähnliche Verträge** schließen (z. B. Onlineshop-Bestellungen, standardisierte Dienstleistungen, Abos/SaaS).
- Ihre Kunden **ohne Einzelverhandlung** zu denselben Bedingungen bestellen oder beauftragen sollen.
- Sie **Prozesssicherheit** wollen (Zahlung, Lieferung/Leistung, Haftung, Gewährleistung, Kündigung) – ohne jeden Vertrag neu zu verhandeln.
**Sonderfall (hier reicht eine Vorlage aus dem Internet meist nicht):**
- Sie betreiben eine **Plattform/Marktplatz**, **SaaS** oder ein **Abo-Modell** mit Nutzerkonto, digitalen Inhalten oder automatisierten Leistungen.
- Sie verkaufen **ins Ausland**, in mehreren Sprachen oder mit länderspezifischen Verbraucherregeln.
- Ihr Angebot ist **stark individuell** (Einzelverhandlungen, Projektverträge, komplexe Leistungsbeschreibungen) – dann sind Bedingungen oft keine „AGB“ im Sinne des Gesetzes oder brauchen zumindest eine sehr genaue Einordnung.
**Wichtigste Frist:** Es gibt keine starre gesetzliche Abgabefrist – entscheidend ist: **Spätestens bevor Ihre Kunden den Vertrag schließen**, müssen die passenden AGB **bereitstehen** und **wirksam einbezogen** werden (online wie offline).
**Diese Informationen brauchen Sie, um AGB sinnvoll zu erstellen oder prüfen zu lassen**
- Was verkaufen/leisten Sie genau? (Produkt, Dienstleistung, digitaler Inhalt, Abo/SaaS)
- B2C oder B2B – oder beides? (Zielgruppe, Vertriebskanäle)
- Bestell- und Leistungsprozess (Shop-Checkout, Angebot/Annahme, Laufzeiten)
- Preise, Zahlungsarten, Versand/Lieferung oder Leistungstermine
- Widerruf/Retouren (bei Verbrauchern), Gewährleistung, Haftung, Reklamationsablauf
- Länder/Sprachen, in die Sie liefern/verkaufen
- Besonderheiten (Nutzerkonto, Nutzungsrechte, Sperrungen, Kündigungslogik, Updates)
**Häufigster Fehler**
- Eine Vorlage wird **ungeprüft übernommen** (oder sogar kopiert) und danach **nicht an Geschäftsmodell und Rechtsprechung angepasst** – das führt häufig zu unwirksamen Klauseln und vermeidbaren Konflikten.

### Fakt vs. Einzelfall: Was ist sicher – und wo kommt es wirklich darauf an?
**Sicher ist:**
- AGB sind **nicht verpflichtend**, können Abläufe aber vereinfachen.
- AGB unterliegen Regeln der **Einbeziehung** und **Inhaltskontrolle** (insbesondere §§ 305 ff. BGB).
- **Überraschende**, **unklare** oder **unangemessen benachteiligende** Klauseln sind häufig unwirksam.
- Bei unwirksamen Klauseln gilt oft: **Der Vertrag bleibt**, aber **das Gesetz ersetzt die Klausel**.
**Kommt auf den Einzelfall an:**
- Welche Klauseln Sie konkret brauchen (und wie sie formuliert sein müssen), hängt stark von **Produkt/Dienstleistung**, **Zielgruppe (B2C/B2B)**, **Vertriebskanal** und **Ländern** ab.
- Ob eine Klausel „überraschend“ oder „unangemessen“ ist, wird im Streitfall oft durch **Auslegung** und ggf. **Gerichte** entschieden.
**Wenn Sie klären möchten, ob eine Vorlage für Ihren konkreten Shop/Service reicht:** Über advocado können Sie eine **kostenlose Ersteinschätzung** bei einer Partner-Anwältin oder einem Partner-Anwalt anfragen.

## 1. AGB-Vorlage: Wann brauche ich allgemeine Geschäftsbedingungen?
[AGB (Allgemeine Geschäftsbedingungen)](ratgeber/unternehmensrecht-und-betriebsnachfolge/agb/agb.html "AGB einfach erklärt: Was sind AGB & worauf ist zu achten?") sind **keine gesetzliche Pflicht**. Unternehmen dürfen frei entscheiden, ob sie vorformulierte Vertragsbedingungen einsetzen oder nicht.
Allerdings sind mit [AGB Vorteile](ratgeber/unternehmensrecht-und-betriebsnachfolge/agb/agb-vorteile.html) verbunden: Durch sie lassen sich aber die gesetzlichen **Belehrungs- und Informationspflichten** erfüllen, die Unternehmen bei außerhalb der Geschäftsräume geschlossenen Verträgen laut [§ 312d BGB](https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__312d.html "Zu § 312d BGB") gegenüber Verbrauchern haben.
Was, wenn es keine vorgefertigten Vertragsbedingungen gibt?
Wer seinen Kunden keine vorgefertigten Vertragsbedingungen zu Verfügung stellt, muss jeden Kaufvertrag individuell aushandeln. Die Vorgaben zu allen wichtigen Vertragsinhalten regeln u. a. das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) und das Handelsgesetzbuch (HGB).

## 2. AGB-Vorlage: Wie erhalte ich allgemeine Geschäftsbedingungen?
Entscheiden Sie sich für vorgefertigte Vertragsbedingungen, können Sie mit unserem [AGB-Generator](ratgeber/unternehmensrecht-und-betriebsnachfolge/agb/agb-generator-und-muster.html "AGB-Generator 2024: Muster erstellen & AGB absichern lassen") in wenigen Klicks eine AGB-Vorlage erstellen.
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 [Zum AGB-Generator](https://www.advocado.de/ratgeber/unternehmensrecht-und-betriebsnachfolge/agb/agb-generator-information.html "Zum AGB-Generator")
Um sicherzugehen, dass die Formulierungen auch wirklich zu Ihrem Unternehmen passen, können Sie die Vorlage für Ihre allgemeinen Geschäftsbedingungen von einem Anwalt prüfen lassen. Er kann die standardisierten Texte an Ihren Bedarf anpassen und für rechtssichere Klauseln sorgen.

## 3. Vorlage für allgemeine Geschäftsbedingungen: Was gehört rein?
Um Kunden transparent über alle Vertragsbedingungen aufzuklären und die gesetzlichen Belehrungs- und Informationspflichten zu erfüllen, sollte eine Vorlage für allgemeine Geschäftsbedingungen u. a. **folgende Klauseln enthalten:**
- Geltungsbereich
- Art des Vertragsabschlusses
- Vertragssprache
- Preise & Versandkosten
- Zahlungsarten
- Lieferung
- Eigentumsvorbehalt
Diese Beispiele sind nur Anregungen – **übernehmen Sie auf keinen Fall ungeprüft AGB-Vorlagen** aus dem Internet. Diese enthalten allgemeingültige Klauseln, die nicht auf Ihr individuelles Geschäftsmodell zugeschnitten sind und veraltet oder ungültig sein können. Sie können von einem Anwalt Ihre [AGB prüfen lassen](ratgeber/unternehmensrecht-und-betriebsnachfolge/agb/agb-pruefen-lassen.html "AGB prüfen lassen: So schützen Sie sich vor Abmahnungen"), um solche Fehler zu vermeiden.
Was ist, wenn ich fremde AGB kopiere?
Die Kopie fremder AGB stellt eine [Urheberrechtsverletzung](ratgeber/medien-und-urheberrecht/urheberrechtsverletzung/urheberrechtsverletzung.html "Die Urheberrechts­verletzung") dar. Deswegen darf deren Urheber abmahnen und Schadensersatz fordern. Dies bestätigte u. a. das Oberlandesgericht München am 03.03.2023 mit einem Urteil zur Werkqualität von Rechtstexten (OLG München, [6 W 1491/22](https://www.gesetze-bayern.de/Content/Document/Y-300-Z-GRURRS-B-2023-N-24700 "Zum Urteil des OLG München")).

### Geltungsbereich
Der Geltungsbereich bestimmt, **für wen** die vorgefertigten Vertragsbedingungen überhaupt **gelten**. In dieser Klausel einer AGB-Vorlage ist also anzugeben, wem Ihr Unternehmen Produkte oder Dienstleistungen anbietet: Unternehmen, juristische Personen oder natürliche Personen bzw. private Verbraucher.
**Beispiel-Formulierung für die AGB:**
„Für alle Lieferungen von (Name Ihres Unternehmens) an Verbraucherinnen und Verbraucher gelten die folgenden Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB). Die Bedingungen gelten ausschließlich für natürliche Personen. Alle von unseren Verkaufsbedingungen abweichende Bedingungen werden anerkannt, sofern wir diesen vorher schriftlich zugestimmt haben.“

### Art des Vertragsabschlusses
In dieser Klausel der Vorlage für die allgemeinen Geschäftsbedingungen ist festzulegen, **wann** genau der Vertrag zwischen Ihnen und Ihren Kunden **zustande kommt.** Hier können Sie im Grunde frei wählen: Soll der Vertrag beispielsweise durch einen Bestätigungsklick auf der Webseite geschlossen werden? Eventuell ist der Vertrag auch erst dann gültig, wenn Sie die Bestellung per E-Mail bestätigen.
**Beispiel-Formulierung für die AGB:**
„Durch einen Klick auf den Bestätigungs-Button (Button-Text) kommt der Vertrag zustande. Mit Anklicken des Buttons geben Sie eine verbindliche Bestellung auf.“

### Vertragssprache
Legen Sie in den AGB fest, in welcher Sprache Kaufverträge abgeschlossen werden können. Wenn Sie in Deutschland tätig sind, müssen Sie die AGB in deutscher Sprache zur Verfügung stellen (Urteil des Kammergerichts Berlin (AZ 5 U 156/14). Wenn Sie Deutsch als Vertragssprache festlegen, sind Sie bei ausländischen Vertragspartnern nicht verpflichtet, eine Übersetzung bereitzustellen.
**Beispiel-Formulierung für die AGB:**
„Die Vertragssprache ist Deutsch. Alle sonstigen Informationen werden in deutscher Sprache angeboten.“

### Preise & Versandkosten
An dieser Stelle der AGB-Vorlage werden Kunden darüber informiert, ob die angegebenen Preise bereits die **Mehrwertsteuer enthalten** und **welche Versandkosten** entstehen.
**Beispiel-Formulierung für die AGB:**
„Die auf der Seite angegebenen Preise enthalten die gesetzliche Mehrwertsteuer, sämtliche Preisbestandteile sind in dem angegebenen Preis inbegriffen. Die Versandkosten werden im Warenkorb gesondert angegeben und dem Kunden dort mitgeteilt. Weitere Steuern oder Versandkosten fallen nicht an.“

### Zahlungsart
Hier sollten Sie festlegen, **welche Zahlungsarten** Sie akzeptieren: Soll die Zahlung per Vorkasse oder per Nachname erfolgen? Erlauben Sie Zahlungen per PayPal oder anderen Zahlungsanbietern?
**Beispiel-Formulierung für die AGB:**
„Wir akzeptieren folgende Zahlungsarten:
- Zahlungsart A
- Zahlungsart B
- Zahlungsart C“

### Lieferung
In dieser Klausel der AGB-Vorlage wird Kunden mitgeteilt, mit welchem **Anbieter** Sie liefern lassen und mit welchen **Lieferzeiten** zu rechnen ist. Falls Lieferzeiten von der Norm abweichen sollten, dann können Sie an dieser Stelle auch darauf hinweisen.
**Beispiel-Formulierung für die AGB:**
„Alle Lieferungen erfolgen mit (Anbieter). Die Lieferzeit beträgt zwischen xx und xx Tagen.“

### Eigentumsvorbehalt
In dieser Klausel der Vorlage für allgemeine Geschäftsbedingungen sollten Sie deutlich kommunizieren, dass die Ware Ihr Eigentum bleibt, **bis die Zahlung vollständig abgeschlossen** ist.
**Beispiel-Formulierung für die AGB:**
„Bis die Zahlung vollständig abgeschlossen ist, bleibt die Ware unser Eigentum.“

## 4. AGB-Vorlage: Was darf nicht drinstehen?
Eine AGB-Vorlage darf laut [§§ 307 ff. BGB](https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__307.html "Zu § 307 BGB") keine Klauseln enthalten, die **gegen geltendes Recht verstoßen** oder **eine Vertragspartei benachteiligen**.
**Beispiele** für solche unzulässigen Klauseln in Vorlagen von allgemeinen Geschäftsbedingungen sind:
- Einschränkung des Widerrufsrechts
- Gewährleistungsausschluss bei Mängeln oder Schäden
- Haftungsausschluss für Mängel, Schäden & Pflichtverletzungen
- Ausschluss mündlicher Nebenabsprachen
- Unverbindliche Lieferfristen
- Pauschale Mahngebühren

### Welche weiteren Vorgaben müssen AGB-Vorlagen erfüllen?
Laut §§ 305–310 BGB müssen AGB-Vorlagen **weitere Vorgaben** erfüllen:
- Sie sind auf das Geschäftsmodell zugeschnitten.
- Sie enthalten keine ungewöhnlichen oder überraschenden Klauseln.
- Sie sind eindeutig, verständlich & übersichtlich.
- Sie liegen in der Landessprache des Vertragspartners vor.
- Sie müssen wirksam in den Vertrag einbezogen werden.

### Wie wird eine AGB-Vorlage in Verträge einbezogen?
Um eine AGB-Vorlage wirksam in Verträge einzubeziehen, ist ausdrücklich auf die vorgefertigten Vertragsbedingungen hinzuweisen. Außerdem müssen Kunden diese leicht **zur Kenntnis nehmen** können.
Bei [AGB für Onlineshops](ratgeber/unternehmensrecht-und-betriebsnachfolge/agb/agb-onlineshop.html "AGB im Onlineshop: gesetzliche Vorgaben, Klauseln & Einbindung") bieten sich z. B. ein Kontrollkästchen („Ich bestätige, dass ich die AGB gelesen habe und akzeptiere.“) und die nachträgliche Zusendung per E-Mail an.
Kommt der **Vertrag nicht online** zustande, können Sie die Vorlage für die allgemeinen Geschäftsbedingungen so wirksam in Verträge einbeziehen:
- Am Ort des Vertragsschlusses aushängen.
- Im Anschreiben erwähnen & gedruckte Fassung beilegen.
- Zustimmung des Kunden durch seine Unterschrift bestätigen lassen.
Andere Vorgaben bei B2B-AGB:
Die Vorgaben für [B2B-AGB](ratgeber/unternehmensrecht-und-betriebsnachfolge/agb/b2b-agb-zwischen-unternehmen.html "AGB B2B: Besonderheiten von AGB zwischen Unternehmen") unterscheiden sich in 2 wesentlichen Punkten von B2C-AGB:
- Sie dürfen stillschweigend einbezogen werden – hierfür ist z. B. ein Hinweis auf diese in einem Angebot ausreichend.
- Die sogenannten Klauselverbote bei B2C gelten für sie nicht – Gerichte entscheiden, was eine zulässige Klausel ist und was nicht.

## 5. Was passiert bei Fehlern in der AGB-Vorlage?
Fehler in AGB-Vorlagen wie unzulässige und unverständliche Klauseln können dazu führen, dass die vorgefertigten Vertragsbedingungen oder einige Klauseln **unwirksam** sind. Dies ist auch der Fall, wenn sich Klauseln widersprechen. Für unwirksame Klauseln greifen die gesetzlichen Bestimmungen aus u. a. BGB und HGB.
Daneben drohen **Abmahnungen von Verbraucherschützern oder Wettbewerbern**. Erstere dürfen wegen eines Rechtsverstoßes, Letztere wegen eines Wettbewerbsnachteils in Ihrer Vorlage für allgemeine Geschäftsbedingungen kostenpflichtig abmahnen. Meist fordern diese dann auch gleich die Unterzeichnung einer **Unterlassungserklärung**, mit der eine Strafzahlung für die Wiederholung des Verstoßes verbunden ist.
> ![Anführungszeichen](/files/cdn/svgs/icons/icon-quote-up-light-blue.svg?width=78)
>
> Oftmals wissen viele Unternehmer gar nicht, welche Regelungen sie wirklich brauchen und wie diese in einer AGB-Vorlage umzusetzen sind. Hier eignet sich eine Rechtsberatung. Ein Anwalt weiß, was der Mandant tatsächlich braucht, welche Regelungen sich anbieten und wie die Klauseln rechtssicher zu gestalten sind.
>
>   Martin Jedwillat
>  Anwalt für IT-Recht

## 6. Wie erhalte ich rechtssichere AGB?
Wenn Sie [AGB erstellen lassen](ratgeber/unternehmensrecht-und-betriebsnachfolge/agb/agb-erstellen-lassen.html "AGB erstellen lassen – schnell, rechtssicher & vom Anwalt") möchten, können Sie sich anstelle von AGB-Vorlagen auch von einem [Anwalt für AGB-Recht](rechtsanwalt/anwalt-agb-recht.html "Anwalt für AGB-Recht") unterstützen lassen. Er kann auf Grundlage Ihrer bestehenden Verträge überprüfen, welche Regelungen die vorgefertigten Vertragsbedingungen enthalten sollten.
Ein Anwalt sorgt zudem dafür, dass alle **gesetzlichen Vorgaben erfüllt**, **keine unzulässigen Klauseln** enthalten und die AGB **wirksam in Verträge einbezogen** sind. So können Sie Ihre Kunden transparent informieren, alle gesetzlichen Belehrungs- und Informationspflichten erfüllen und Abmahnungen für Fehler verhindern.
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### Beispiel-Fälle zur Orientierung
**Fall 1: Kleiner B2C-Onlineshop für physische Produkte**
Ausgangslage: Standardprodukte, Versand nur innerhalb Deutschlands, klarer Checkout.
Vorgehen: Generator-Entwurf erstellt, anschließend Abgleich mit Shop-Abläufen (Zahlung, Versand, Retouren) und Einbindung im Checkout.
Ergebnis: Entwurf nutzbar als Grundlage; individuelle Prüfung sinnvoll, wenn weitere Länder, neue Zahlungsarten oder Sonderaktionen geplant sind.
**Fall 2: B2B-Agentur mit Projektleistungen**
Ausgangslage: Angebote werden häufig angepasst, Leistungen werden teils verhandelt.
Vorgehen: Trennung zwischen wirklich „standardisierten“ Bedingungen (z. B. Zahlungsmodalitäten) und individuell auszuhandelnden Projektpunkten; AGB nur dort, wo Wiederholung besteht.
Ergebnis: AGB-Umfang bewusst schlank gehalten; Fokus auf klare Angebots-/Leistungsbeschreibung pro Projekt.
**Fall 3: SaaS-Tool mit Abo, Nutzerkonto und Kündigungslogik**
Ausgangslage: Digitale Leistung, Laufzeit/Verlängerung, Nutzungsregeln, Sperrungen, Updates.
Vorgehen: AGB/TOS als Kerntext, ergänzt um klare Regelungen zu Laufzeiten, Kündigung, Nutzungsrechten und Account-Themen; besondere Prüfung der Transparenz.
Ergebnis: Vorlage allein in der Regel nicht ausreichend; individuelle Anpassung an Produktfunktionen und Nutzerflüsse entscheidend.

### AGB zum advocado Preis
Unser Partner-Anwalt für AGB-Recht Martin Jedwillat hat jahrelange Erfahrung in der Erstellung und Prüfung von AGB für die verschiedenen Unternehmensformen.
**Das kosten AGB beim advocado Partner-Anwalt:**
- Shop-AGB für Produkte: 300 €
- AGB für Startups & Kleinunternehmer: 600–800 €
- AGB für Plattformen: 1200–1600 €
- AGB prüfen lassen: 150 €
- Spezielle AGB für die Solar-Branche: 1000–1200 €
Alle Preise sind Orientierungswerte und gelten für die Erstellung deutscher AGB. Im Einzelfall können die Preise abweichen. Die Preise sind Nettopreise und verstehen sich zuzüglich Mehrwertsteuer. Kein Abo-Modell.
 

## 7. Häufige Missverständnisse aufgeklärt

### Irrtum 1: „Wenn ich einen Generator nutze, bin ich automatisch rechtlich auf der sicheren Seite.“
**Richtig ist:** Sicherheit entsteht erst durch **Passgenauigkeit**, **zulässige Formulierungen** und **korrekte Einbeziehung** – und durch Updates bei Änderungen.
**Was ist zu prüfen:** Ob der Entwurf Ihr Modell wirklich abbildet (B2C/B2B, Abo, digital, Plattform, Länder) und ob kritische Klauseln (Haftung, Gewährleistung, Laufzeit/Kündigung) sauber sind.

### Irrtum 2: „Ich kann AGB von einem Wettbewerber übernehmen – das spart Zeit.“
**Richtig ist:** Neben fehlender Passgenauigkeit kann auch Urheberrecht berührt sein; zudem sind fremde Texte oft veraltet oder enthalten unzulässige Klauseln.
**Was ist zu prüfen:** Statt Kopieren: eigener Entwurf, der zu Ihren Abläufen passt, und ggf. juristische Prüfung.

### Irrtum 3: „Mit AGB kann ich Abmahnungen ausschließen.“
**Richtig ist:** Unzulässige oder unklare Klauseln können gerade Abmahnanlässe sein; auch sonstige Informationspflichten spielen eine Rolle.
**Was ist zu prüfen:** Ob AGB, Widerrufs-/Informationspflichten, Preisangaben und Checkout-Einbindung zusammenpassen – und ob die Texte aktuell sind.
**Transparenz-Hinweis**
Dieser Beitrag informiert über die Rechtslage in Deutschland (Stand: 07.05.2026). Er ersetzt keine individuelle Rechtsberatung.
**Quellen**
- Bürgerliches Gesetzbuch (BGB), insbesondere §§ 305–307, § 305c, § 306
- Unterlassungsklagengesetz (UKlaG), insbesondere § 1
- Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG), insbesondere § 8, § 13
- Urheberrechtsgesetz (UrhG), insbesondere § 2

### Letzte Aktualisierung
**07.05.2025**
- Am Anfang steht jetzt ein kurzer „Schnell-Check“, damit man sofort erkennt, ob eine Vorlage für den eigenen Fall reicht.
- Es ist klar getrennt, was allgemein gilt – und wo es wirklich auf Details des Geschäftsmodells ankommt.
- Es gibt jetzt konkrete Beispiele aus typischen Unternehmensfällen (Shop, Agentur, SaaS).
- Die häufigsten Irrtümer sind als kurze Klarstellungen formuliert, statt als FAQ.
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 Beitrag von [Martin Jedwillat](/rechtsanwalt/profil/martin-jedwillat-anwalt.html)
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Rechtsanwältin Vertragsrecht
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