AGB im Onlineshop: gesetzliche Vorgaben, Klauseln & Einbindung
 ![AGB im Onlineshop: gesetzliche Vorgaben, Klauseln & Einbindung](assets/images/1/agb-fuer-onlineshop-individuelle-vertragsbedingungen-festlegen-abmahnungen-vermeiden-7yevwdscdjv8bk0.jpg) Beitrag von [Martin Jedwillat](/rechtsanwalt/profil/martin-jedwillat-anwalt.html)
  **Rechtsanwalt für Unternehmensrecht und Betriebsnachfolge**
 Aktualisiert am 05.05.2026
---
 [...](ratgeber/unternehmensrecht-und-betriebsnachfolge.html "Ratgeber Unternehmensrecht und Betriebsnachfolge") [AGB](ratgeber/unternehmensrecht-und-betriebsnachfolge/agb.html "Ratgeber AGB") AGB Onlineshop
Rechtssichere und individuell gestaltete AGB im Onlineshop sind keine gesetzliche Pflicht – für Unternehmen aber ein wichtiges Instrument, um den Vertragsschluss im Internet zu vereinfachen. An die Stelle von individuellen Vertragsverhandlungen treten dann die AGB, die für eine Vielzahl von Verträgen vorformulierte Vertragsbedingungen enthalten.
**Sollten Sie bei der Erstellung oder Prüfung von AGB Unterstützung benötigen**, stehen Ihnen die Partner-Anwälte der deutschlandweit renommierten Anwaltsplattform advocado zur Seite – inklusive einer **kostenlosen Ersteinschätzung** durch einen spezialisierten Rechtsanwalt. So funktioniert’s:
- **Fall schildern** – Über unser Online-Formular können Sie Ihr Anliegen schnell und unkompliziert schildern und bei Bedarf relevante Unterlagen hochladen.
- **Kostenlose Ersteinschätzung** – Ein erfahrener Anwalt prüft Ihren Fall, erläutert Ihnen telefonisch Ihre rechtlichen Möglichkeiten und unterbreitet Ihnen ein transparentes Festpreisangebot.
- **Entscheidung mit Kostensicherheit** – Erst nach der kostenlosen Ersteinschätzung und dem Kostenangebot entscheiden Sie in Ruhe, ob Sie den Anwalt verbindlich beauftragen möchten.
Inhalt
1. Schnell-Check: Was jetzt wichtig ist
2. 1. Sind AGB im Onlineshop Pflicht?
3. 2. Welche Vorgaben gelten für AGB im Onlineshop?
4. 3. Warum können Shopbetreiber wegen AGB abgemahnt werden?
5. 4. Wie bekomme ich rechtssichere AGB?
6. 5. Häufige Missverständnisse aufgeklärt
 [AGB rechtssicher gestalten](https://formulare.advocado.de/?formular=agb-advocado "AGB rechtssicher gestalten")

# AGB im Onlineshop: gesetzliche Vorgaben, Klauseln & Einbindung
 Beitrag von [Martin Jedwillat](/rechtsanwalt/profil/martin-jedwillat-anwalt.html)
  **Rechtsanwalt für Unternehmensrecht und Betriebsnachfolge**
 Aktualisiert am 05.05.2026
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Rechtssichere und individuell gestaltete AGB im Onlineshop sind keine gesetzliche Pflicht – für Unternehmen aber ein wichtiges Instrument, um den Vertragsschluss im Internet zu vereinfachen. An die Stelle von individuellen Vertragsverhandlungen treten dann die AGB, die für eine Vielzahl von Verträgen vorformulierte Vertragsbedingungen enthalten.
**Sollten Sie bei der Erstellung oder Prüfung von AGB Unterstützung benötigen**, stehen Ihnen die Partner-Anwälte der deutschlandweit renommierten Anwaltsplattform advocado zur Seite – inklusive einer **kostenlosen Ersteinschätzung** durch einen spezialisierten Rechtsanwalt. So funktioniert’s:
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 [ Fall schildern & kostenlosen Rückruf vom Anwalt erhalten](https://formulare.advocado.de/?formular=agb-advocado)

## Schnell-Check: Was jetzt wichtig ist

### So ordnen Sie Ihren Fall schnell ein
Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) sind vorformulierte Vertragsbedingungen, die ein Shopbetreiber für eine Vielzahl von Bestellungen stellt.
**AGB für Ihren Onlineshop sind wichtig, wenn …**
- Sie **wiederkehrende Vertragsbedingungen** (z. B. zu Zahlung, Lieferung, Gewährleistung) für viele Bestellungen verwenden,
- diese Bedingungen **nicht im Einzelfall ausgehandelt**, sondern „standardmäßig“ gestellt werden,
- Sie möchten, dass diese Bedingungen **Vertragsbestandteil** werden (also im Streitfall tatsächlich gelten).
**Sonderfall (wann allgemeine Infos nicht mehr reichen):** Ein Muster oder „Standard-AGB“ sind besonders riskant, wenn Sie:
- digitaler Content/Downloads/Software-Keys oder **Waren mit digitalen Elementen** verkaufen
- Abos/Laufzeitverträge anbieten
- in andere Länder liefern oder fremdsprachige Zielmärkte bedienen
- zugleich B2C und B2B verkaufen oder
- über Marktplätze mit eigenen Regeln (z. B. Amazon/eBay) arbeiten.
Dann sollte der Text **konkret auf Ihr Geschäftsmodell** abgestimmt und geprüft werden.
**Wichtigste Frist:** Wenn Sie eine **Abmahnung** oder eine Aufforderung zur Abgabe einer Unterlassungserklärung erhalten, laufen Fristen häufig **sehr kurz** – entscheidend ist der **Zugangstag** (Datum notieren, Schreiben nicht liegen lassen).
**Hinweis zur Streitbeilegung:** Der frühere Hinweis/Link auf die EU-Online-Streitbeilegungsplattform (OS/ODR) ist seit **20.07.2025** nicht mehr erforderlich und sollte aus AGB/Impressum entfernt werden; Informationspflichten nach dem VSBG können aber weiter bestehen.
**Benötigte Informationen / Unterlagen (für AGB-Entwurf oder Prüfung):**
- Was verkaufen Sie genau (Ware, digitale Inhalte, Dienstleistungen, Abos)?
- Zielgruppe: **nur Verbraucher (B2C)**, **nur Unternehmen (B2B)** oder gemischt?
- Checkout-Prozess: Wie kommt der Vertrag zustande (Button/Bestellübersicht/Bestellbestätigung)?
- Zahlungsarten, Versandarten, Liefergebiete, Lieferzeiten, Retourenprozess
- Besonderheiten: Vorbestellungen, Teillieferungen, Gutscheine, Garantieversprechen, personalisierte Ware
- Verlinkung/Platzierung: Wo sollen AGB angezeigt werden (Footer, Checkout, Bestellbestätigung)?
**Häufigster Fehler:** AGB werden als „Muster“ übernommen oder sogar kopiert, ohne dass sie zum eigenen Shop, den Produkten und dem Checkout passen.

### Fakt vs. Einzelfall: Was ist sicher – und wo kommt es wirklich darauf an?
**Was sicher ist**
- AGB sind im Onlineshop **nicht generell gesetzlich vorgeschrieben** – Sie dürfen entscheiden, ob Sie AGB verwenden.
- Wenn Sie AGB verwenden, müssen sie **wirksam einbezogen** werden (Hinweis + Zugriffsmöglichkeit + Zustimmung je nach Konstellation).
- Unfaire oder unklare Klauseln können **unwirksam** sein; dann gelten oft die gesetzlichen Regeln statt Ihrer Klausel.
**Wo es auf den Einzelfall ankommt**
- Welche Klauseln sinnvoll/zulässig sind, hängt stark von **B2C/B2B**, Produktart (digital/physisch), Liefermodell, Garantiewerbung, Marktplatzregeln und Auslandsverkauf ab.
- Ob und wie Sie Haftung, Lieferzeiten, Retourenprozesse oder Nutzungsrechte regeln sollten, ist **Geschäftsmodell-abhängig**.

## 1. Sind AGB im Onlineshop Pflicht?
Nein, es gibt **keine gesetzliche Pflicht** für [Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)](ratgeber/unternehmensrecht-und-betriebsnachfolge/agb/agb.html "AGB einfach erklärt: Was sind AGB & worauf ist zu achten?") im Onlineshop. Betreiber können laut [§ 305 BGB (Bürgerliches Gesetzbuch)](https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__305.html "Zu § 305 BGB") **frei entscheiden**, ob sie AGB für ihren Webshop bereitstellen oder nicht.
Allerdings haben [AGB Vorteile](ratgeber/unternehmensrecht-und-betriebsnachfolge/agb/agb-vorteile.html "AGB verwenden? 8 Vorteile der allgemeinen Geschäfts­bedingungen"): Shopbetreiber können mit AGB ihren **umfassenden Belehrungs- und Informationspflichten nachkommen** und alle relevanten Informationen für den Verbraucher übersichtlich bereithalten. Sie können Kunden so über wichtige Vertragsbedingungen wie Zahlung, Lieferung, Gewährleistung oder Widerruf transparent informieren.

### Was ist, wenn ich keine AGB im Webshop habe?
Ohne AGB für den Webshop greifen die **gesetzlichen Vorgaben** aus u. a. dem Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) und Handelsgesetzbuch (HGB). Diese Gesetze regeln die Bedingungen für Vertragsschluss, Lieferung, Widerruf, Gewährleistung und Zahlungsverpflichtungen genauer.
Außerdem sind ohne AGB im Onlineshop die [Belehrungs- und Informationspflichten](https://www.gesetze-im-internet.de/bgbeg/art_246a__1.html "Zu § 1 EGBGB") gegenüber Verbrauchern an anderer Stelle im Shop zu erfüllen.
Rechtsanwalt Martin Jedwillat
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## 2. Welche Vorgaben gelten für AGB im Onlineshop?
Das BGB legt für AGB **formale und inhaltliche Anforderungen** fest, um eine Benachteiligung von Verbrauchern auszuschließen. Diese gelten auch für Onlineshops und auf Plattformen wie [Amazon](ratgeber/unternehmensrecht-und-betriebsnachfolge/agb/amazon-agb.html "Amazon-AGB – korrekt erstellen & Abmahnungen verhindern") oder [eBay](ratgeber/unternehmensrecht-und-betriebsnachfolge/agb/ebay-agb.html "eBay-AGB: So gestalten Verkäufer ihren Shop rechts- & abmahnsicher") – egal ob in diesem Waren oder [Dienstleistungen](ratgeber/unternehmensrecht-und-betriebsnachfolge/agb/agb-fuer-dienstleistungen.html "AGB für Dienstleistungen: So erhalten Sie rechtssichere Vertragsbedingungen") angeboten werden.
AGB müssen demnach **folgende Vorgaben** erfüllen:
- klar & verständlich
- sichtbar & zugänglich
- explizit erwähnt
- speicherbar
- individuell – also passend zum Geschäftsmodell

### Was muss in den Onlineshop-AGB stehen?
Das BGB macht **keine Vorgaben** zu Pflichtangaben und Inhalten in den Onlineshop-AGB. Um die Belehrungs- und Informationspflichten zu erfüllen und Verbraucher transparent über alle Vertragsbedingungen zu informieren, bieten sich u. a. folgende Klauseln an:
- Geltungsbereich, Dauer, Kündigung
- Preise & Zahlungsbedingungen
- Lieferung & Lieferzeiten
- Haftung & Haftungsbeschränkung
- Garantien & Gewährleistung
- Bereitschaft zur Streitschlichtung
- Zuständiges Gericht im Falle eines Rechtsstreits
**Achtung:** Der Hinweis auf die Streitbeilegungsplattform der EU-Kommission in AGB ist seit März 2025 nicht mehr notwendig. Die Plattform wurde eingestellt.

### Wie sind AGB im Onlineshop einzubinden?
Laut BGB müssen AGB im Onlineshop wirksam in einen Vertrag einbezogen werden, damit sie dessen Bestandteil werden können. So müssen Betreiber von Webshops bei Vertragsschluss **ausdrücklich auf die AGB hinweisen**.
Für diesen Hinweis haben Betreiber **3 Optionen**:
- **Häkchen**: Vor Kauf bestätigt der Kunde mit einem Häkchen, dass er die Onlineshop-AGB gelesen und akzeptiert hat.
- **Button**: Mit einem Button bestätigt der Kunde vor Kauf die Webshop-AGB.
- **Text**: Mit Text wie „Mit dem Kauf bestätigen Sie, dass Sie die AGB gelesen haben und akzeptieren.“ hinweisen.
Zudem ist dem Kunden ein einfacher Zugang zu den AGB im Onlineshop zu gewähren. So müssen die **AGB anklickbar verlinkt** sein – erst dann sind sie wirksam in den Vertrag einbezogen. Sie müssen dem Kunden außerdem **spätestens mit Lieferung** zur Verfügung stehen.
Unterschied zwischen B2C- & B2B-AGB:
Verbraucher sind ausdrücklich auf B2C-AGB hinzuweisen und müssen diese leicht zur Kenntnis nehmen können. Anders sieht es aus bei [B2B-AGB](ratgeber/unternehmensrecht-und-betriebsnachfolge/agb/b2b-agb-zwischen-unternehmen.html "AGB B2B: Besonderheiten von AGB zwischen Unternehmen")**:** Diese dürfen auch **stillschweigend einbezogen** werden – z. B. durch einen Hinweis auf die AGB in einem Angebot oder wenn diese dem Angebot beigelegt werden.

### In welcher Sprache müssen die Onlineshop-AGB verfasst sein?
Bieten Unternehmen ihre Waren im Ausland an, müssen sie die Onlineshop-AGB **in der jeweiligen Landessprache** zur Verfügung stellen und an die jeweilige Rechtsordnung anpassen – hier gelten möglicherweise andere Vertragsbedingungen.
Wer also an deutsche Kunden verkauft, muss die AGB für seinen Webshop auf Deutsch zur Verfügung stellen. Gilt das Angebot auch für Kunden aus anderen Ländern wie z. B. Italien oder Spanien, müssen die Onlineshop-AGB auf Italienisch oder Spanisch vorliegen.

### Welche Vorgaben müssen Onlineshops noch beachten?
Seit 2022 gelten für den Onlinehandel neue Vorschriften, die ggf. auch in den AGB für den Onlineshop zu berücksichtigen sind:
- **Erweiterte Informationspflichten**: Online-Marktplätze müssen Kunden über die Gewichtung von Rankings oder Bewertungen, Provisionen und Entgelte sowie die Vorkehrungen des Unternehmens zur Überprüfung der Echtheit von Bewertungen informieren. Bei Verstößen sind Bußgelder bis zu 50.000 Euro oder bis zu 4 % des Jahresumsatzes möglich.
- **Beweislastumkehr**: Bei einem Mangel der Ware innerhalb von 1 Jahr ist davon auszugehen, dass diese bereits mangelhaft übergeben wurde.
- **Garantie**: Garantien sind dem Kunden auf einem dauerhaften Datenträger zur Verfügung zu stellen. Zudem müssen sie einfach und verständlich formuliert sein, einen Hinweis auf die gesetzlichen Rechte des Verbrauchers bei Mängeln sowie Name und Anschrift des Garantiegebers enthalten.
- **Kündigungsbutton**: Laufzeitgebundene Online-Verträge müssen auf der Homepage mit einem Kündigungsbutton durch einen einfachen Klick kündbar sein.
- **Nacherfüllung**: Bei verweigerter Lieferung oder Reparatur dürfen Kunden ohne Fristsetzung vom Kaufvertrag zurücktreten und [Schadensersatz geltend machen](ratgeber/vertragsrecht/schadensersatz/schadensersatz-geltend-machen.html "Schadensersatz geltend machen: So geht’s").
- **Sachmangelbegriff**: Neben der konkreten Vereinbarung im Kaufvertrag sind auch die objektive Erwartung des Kunden und die Art der Montierung ausschlaggebend für das Vorliegen eines Sachmangels.
- **Updates für digitale Inhalte**: Wer Waren mit digitalen Inhalten kauft, hat einen Anspruch auf Aktualisierungen, die für die Nutzung erforderlich sind. Hier sind Sicherheitsupdates ausdrücklich inbegriffen.
- **Verjährung**: Die Frist für die Ansprüche bei Sachmängeln verjähren nach 2 Jahren – eine Verkürzung ist nur durch eine vertragliche Vereinbarung vorab möglich.
Rechtsanwalt Martin Jedwillat
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Weiterre Rechtstexte wichtig:
Neben den Onlineshop-AGB sind Kunden **weitere Rechtstexte** zur Verfügung zu stellen:
- DSGVO-konforme Datenschutzerklärung
- Hinweise zur Batterieentsorgung
- Impressum
- [Widerrufsbelehrung](ratgeber/unternehmensrecht-und-betriebsnachfolge/widerrufsbelehrung/widerrufsbelehrung.html "Widerrufsbelehrung: Das sollten Sie wissen") mit Muster-Widerrufsformular
- Zahlungs- und Versandhinweise

## 3. Warum können Shopbetreiber wegen AGB abgemahnt werden?
Betreiber müssen bei ihren Onlineshop-AGB eine Vielzahl gesetzlicher Bestimmungen beachten und die Rechtstexte passend zum Shop erstellen – andernfalls können Abmahnungen drohen. Dies kann mit hohen Kosten und einer [Unterlassungserklärung](ratgeber/zivilprozessrecht/unterlassungsanspruch/strafbewehrte-unterlassungserklaerung.html "Strafbewehrte Unterlassungserklärung: So können Sie richtig reagieren") verbunden sein.
Mit rechtssicheren AGB für Onlineshops lassen sich diese Risiken vermeiden:

### 1. Unzulässige AGB-Klauseln
AGB, die **gegen geltendes Recht** verstoßen, sind unzulässig – und verschaffen dem Verwender unter Umständen einen rechtswidrigen Wettbewerbsvorteil.
Dies wurde gerichtlich u. a. mit folgenden Urteilen bestätigt:
- **Unverbindliche Lieferzeiten**: „Lieferzeiten auf Nachfrage“ (OLG Hamm, [4 U 167/08](https://openjur.de/u/30892.html "Zum Urteil des OLG Hamm")) sowie ungenaue Angaben wie „in der Regel“ (Kammergericht Berlin, [5 W 73/07](https://openjur.de/u/186994.html "Zum Urteil des KG Berlin")) erfüllen die Informationspflicht nicht ausreichend.
- **Gutschrift statt Geld zurück**: Onlinehändler dürfen bei einer Rücksendung oder einem Widerruf Kunden nicht automatisch eine Gutschrift ausstellen, sondern müssen grundsätzlich immer den Geldwert zurückzahlen (Bundesgerichtshof, [ZR 382/04](https://openjur.de/u/82511.html "Zum BGH-Urteil")).
- **Teillieferungen**: Die Formulierung „Der Händler ist zur Teillieferung berechtigt“ wurde vom Landgericht Regensburg ([1 HK O 2360/13](https://www.webshoprecht.de/IRUrteile/Rspr2290.php "Zum Urteil des LG Regensburg")) als unzulässig bewertet. Die Klausel würde implizieren, dass der Verkäufer sich aussuchen kann, welchen Teil der Bestellung er tatsächlich versendet.
- **Ausschluss der Gewährleistung**: Onlinehändler sind nach [§ 437 BGB](https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__437.html "Zu § 437 BGB") gesetzlich zur Gewährleistung verpflichtet – die Haftung kann auch nicht per AGB ausgeschlossen werden.
- **Rücknahme nur in Originalverpackung**: Die Originalverpackung und die Verwendung des originalen Retourenaufklebers dürfen für Kunden keine zwingende Voraussetzung für die Rücksendung sein (OLG Hamm, [11 U 102/04](https://openjur.de/u/104460.html "Zum Urteil des OLG Hamm")).
- **Gutscheinverfall**: Für Gutscheine gilt eine gesetzliche Verjährungsfrist von 3 Jahren. Beschränken AGB-Klauseln die Gültigkeit auf z. B. nur 1 Jahr, verstößt das gegen geltendes Recht (OLG München, [29 U 3193/07](https://openjur.de/u/198929.html "Zum Urteil des OLG München")).
Da sich die Rechtsprechung zum Verbraucherrecht im Onlinehandel sehr schnell ändert, können ursprünglich rechtskonforme AGB-Klauseln schnell unzulässig sein. Ein Anwalt kennt die aktuelle Rechtslage und kann Sie bei der Gestaltung abmahnsicherer AGB für Ihren Onlineshop unterstützen.
Unterschied zwischen B2C- & B2B-AGB:
Ob eine Klausel zulässig ist oder nicht, regeln bei B2C-AGB für Onlineshops sogenannte Klauselverbote – bei B2B-AGB entscheiden das hingegen regelmäßig Gerichte.
Rechtsanwalt Martin Jedwillat
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2. Kostenlose Ersteinschätzung & Festpreisangebot vom Anwalt erhalten
3. In Ruhe entscheiden, ob Sie den Anwalt beauftragen möchten
 [ Kostenlose Ersteinschätzung ](https://formulare.advocado.de/?formular=abmahnung-advocado "Kostenlose Ersteinschätzung")

### 2. Unpassende Muster für AGB im Onlineshop
Zwar können kostenlose Muster-AGB möglicherweise für Ihren Webshop geeignet sein – dennoch kann die ungeprüfte Verwendung riskant sein. Da Vorlagen für Onlineshop-AGB ein möglichst breites Spektrum abdecken sollen, sind sie nicht auf den einzelnen Shop abgestimmt. Zudem können AGB-Muster veraltet sein und nicht den aktuellen rechtlichen Regelungen entsprechen.
> ![Anführungszeichen](/files/cdn/svgs/icons/icon-quote-up-light-blue.svg?width=78)
>
> Häufig sind Musterverträge für ein spezifisches Rechtsverhältnis zu allgemein und nicht abschließend. Auch können solche im Internet kursierenden Verträge veraltete oder falsche Klauseln enthalten.
>
>   Martin Jedwillat
>  Anwalt für IT-Recht

### 3. Fremde AGB kopiert
Wer als Händler AGB aus anderen Shops kopiert, begibt sich auf dünnes Eis: Dies kann unter Umständen eine Verletzung des Urheberrechts darstellen – der Verfasser oder Lizenzinhaber kann wegen der [Urheberrechtsverletzung](ratgeber/medien-und-urheberrecht/urheberrechtsverletzung/urheberrechtsverletzung.html "Die Urheberrechts­verletzung") gegen Sie vorgehen und Unterlassung und Schadensersatz verlangen (AG Köln, [137 C 568/12](https://openjur.de/u/963944.html "Zum Urteil des AG Köln")).

### 4. AGB im Onlineshop schwer zu finden
Sind AGB im Onlineshop für Kunden **schwer auffindbar**, vor Vertragsabschluss nicht ausdrücklich genug erwähnt oder nicht verlinkt, können Kunden die AGB nicht eindeutig zur Kenntnis nehmen – auch hier kann dann eine Abmahnung drohen.
Andere Regelungen für B2B-AGB:
Schließen Onlineshops ausschließlich mit Unternehmen Geschäfte (B2B), gelten andere Bestimmungen für die AGB: Es genügt ein Hinweis, dass es AGB gibt und wo sie zu finden sind.

## 4. Wie bekomme ich rechtssichere AGB?
Das BGB schreibt nicht vor, wie AGB für Onlineshops zu erstellen sind. Sie können Ihre AGB selbst schreiben, Muster oder Generatoren verwenden – oder einen Anwalt beauftragen, um rechtssichere Webshop-AGB zu erhalten.

### Kann ich AGB selbst schreiben?
Shopbetreiber dürfen die AGB für ihren Onlineshop selbst schreiben. Eine händische Erstellung von AGB kann für Kleinunternehmern oder kleinere Shops hilfreich sein – vorausgesetzt es sind z**eitliche Kapazitäten** und **erste Erfahrungen mit Rechtstexten** vorhanden.
Allerdings kann es riskant sein, AGB selbst zu schreiben: Erfüllen Shopbetreiber nicht alle rechtlichen Anforderungen an AGB, drohen teure Abmahnungen. Zudem kann bei selbstverfassten AGB nur schwer sichergestellt werden, dass diese auf dem aktuellen rechtlichen Stand sind und den Kunden nicht benachteiligen.

### Kann ich Muster & Generatoren für die Onlineshop-AGB nutzen?
Im Internet werden zahlreiche Generatoren, Vorlagen oder Muster für AGB im Onlinehandel angeboten. Diese können zwar eine erste Orientierung zu den notwendigen Klauseln bieten – allerdings sind sie mit **verschiedenen Risiken** verbunden:
- Muster und Generatoren enthalten **allgemeine Regelungen und Formulierungen** – diese passen oftmals nicht zu den individuellen Geschäftsvorgängen.
- Sie können **veraltet** oder aufgrund neuer Rechtsprechung **falsch** – und damit ungültig sein.
- Sie können sittenwidrige oder den Kunden benachteiligende Klauseln enthalten.
Damit AGB Kaufprozesse und Vertragsschlüsse vereinfachen und nicht teuer abgemahnt werden können, kann es hilfreich sein, auf Muster und Generatoren zu verzichten und AGB für Onlineshops von einem Anwalt erstellen oder prüfen zu lassen.

### Wie kann mir ein Anwalt helfen?
Ein [Anwalt für Internetrecht](rechtsanwalt/anwalt-internetrecht.html "Anwalt für Internetrecht") kann dabei helfen, alle rechtlichen Anforderungen bei der Gestaltung und Einbindung von AGB im Onlineshop zu erfüllen.
Der Anwalt kann dafür sorgen, dass Ihre Onlineshop-AGB der aktuellen Rechtsprechung entsprechen und die gesetzlichen Vorgaben erfüllen. Sie sind dadurch rechtssicher vor teuren Abmahnungen geschützt.
Ein Anwalt kann Ihre [AGB erstellen](ratgeber/unternehmensrecht-und-betriebsnachfolge/agb/agb-erstellen-lassen.html "AGB erstellen lassen – schnell, rechtssicher & vom Anwalt") oder die [AGB-Prüfung](ratgeber/unternehmensrecht-und-betriebsnachfolge/agb/agb-pruefen-lassen.html "AGB prüfen lassen: So schützen Sie sich vor Abmahnungen") übernehmen:
- Ausgestaltung der AGB nach Ihren individuellen Vorstellungen und Anforderungen
- Erfüllung aller wichtigen Informationspflichten in den AGB
- Einbindung der AGB an allen relevanten Stellen
- Korrekte Darstellung der AGB im Shop
- Vermeidung wettbewerbswidriger Klauseln
- Sicherheit vor Abmahnungen
- Haftung für Ihre AGB
Rechtssichere AGB erstellen oder prüfen lassen?
 Kostenlose Ersteinschätzung vom Anwalt erhalten!
Mit der bundesweiten Anwaltsplattform advocado finden Sie schnell und unkompliziert den passenden Anwalt – inklusive kostenloser Ersteinschätzung.
**So funktioniert’s:**
- ![Fall online schildern](/nui/icon/nucleo_core/fill/school-education/text-highlight.svg?color=primary) **Fall online schildern**
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- ![Kostenlose Ersteinschätzung erhalten](/nui/icon/nucleo_core/fill/business-finance/scale.svg?color=primary) **Kostenlose Ersteinschätzung erhalten**
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- ![In Ruhe entscheiden](/nui/icon/nucleo_core/fill/business-finance/handshake.svg?color=primary) **In Ruhe entscheiden**
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### Beispiel-Fälle zur Orientierung
**Fall 1: Kleiner B2C-Shop für physische Waren (DE-Versand)**
**Ausgangslage:** Standardprodukte, klassische Lieferung, kein Abo, kein Ausland.
**Vorgehen:** Schlanke AGB mit klaren Lieferzeiten, Zahlungsarten, Eigentumsvorbehalt; saubere Einbindung per Checkbox im Checkout; Pflichttexte (Widerruf/Impressum/Datenschutz) aktuell halten.
**Ergebnis:** Oft genügt eine überschaubare, sauber eingebundene AGB-Fassung – entscheidend ist die Passung zum Checkout und die Aktualität.
**Fall 2: Shop mit digitalen Inhalten (Downloads/Keys)**
**Ausgangslage:** Digitale Ware, sofortige Bereitstellung, Lizenz-/Nutzungsrechte, besondere Widerrufsfragen.
**Vorgehen:** AGB ergänzen um klare Regeln zu Nutzungsrechten, Bereitstellung, Support/Updates; Checkouts so gestalten, dass rechtlich relevante Hinweise dort erscheinen, wo der Kunde sie bestätigt.
**Ergebnis:** Standard-Muster passen häufig nicht, weil digitale Details fehlen oder falsch geregelt sind.
**Learning:** Bei Digital-Produkten sind AGB ein zentraler Ordnungsrahmen.
**Fall 3: B2B-Shop mit gemischten Anfragen (Unternehmen bestellen, aber auch Verbraucher landen im Shop)**
**Ausgangslage:** Ziel ist B2B, aber Shop ist öffentlich erreichbar; Verbraucher können technisch bestellen.
**Vorgehen:** Entweder konsequent B2B-Zugang (Prüfmechanismen) oder klare Doppelstruktur (B2C/B2B) mit eindeutiger Abgrenzung; Einbeziehung und Hinweisführung dokumentierbar machen.
**Ergebnis:** Viele Probleme entstehen aus der „Grauzone“ – rechtlich zählt, was faktisch möglich ist, nicht was intern beabsichtigt war.

### Was kosten AGB für einen Onlineshop?
Wie teuer Onlineshop-AGB sind, hängt immer vom Einzelfall ab. Die AGB müssen immer individuell auf das Unternehmen zugeschnitten sein.
**Die Kosten für Onlineshop AGB hängen z. B. ab von:**
- Geschäftsmodell
- B2C oder B2B AGB
- Ort der unternehmerischen Tätigkeit
- Umfang der anwaltlichen Tätigkeit
Wer AGB braucht, bekommt sie bei advocado Partner-Anwalt Martin Jedwillat zum **Festpreis von 300 €** netto (zzgl. MwSt.). Unser Partner-Anwalt für AGB-Recht hat jahrelange Erfahrung in der Erstellung von AGB speziell für Onlineshops.
 

## 5. Häufige Missverständnisse aufgeklärt

### Irrtum 1: „Eine Checkbox reicht – dann gelten die AGB immer.“
**Richtig ist:** Einbeziehung ist nötig, aber Klauseln müssen außerdem **zulässig und verständlich** sein.
**Was ist zu prüfen:** Ist der AGB-Link im Checkout gut sichtbar? Können AGB gespeichert werden? Sind kritische Klauseln (Lieferzeit, Haftung, Rückzahlung) klar und rechtlich sauber?

### Irrtum 2: „Im B2B kann ich in AGB schreiben, was ich will.“
**Richtig ist:** Im B2B ist mehr möglich, aber auch dort können unangemessene oder intransparente Klauseln unwirksam sein.
**Was ist zu prüfen:** Ob Ihr Shop wirklich ausschließlich B2B ist (Zugang/Bestellmöglichkeit) – und ob die Klauseln verständlich und ausgewogen sind.

### Irrtum 3: „Gewährleistung schließe ich einfach per AGB aus.“
**Richtig ist:** Im B2C sind umfassende Ausschlüsse regelmäßig unzulässig; im B2B sind Begrenzungen nur im Rahmen des Zulässigen und passend zur Leistung möglich.
**Was ist zu prüfen:** Kundengruppe, Produktart, Formulierungstiefe – und ob Garantie-Werbung oder Beschaffenheitsangaben zusätzliche Pflichten auslösen.

### Irrtum 4: „Ich kann AGB bei einem anderen Shop kopieren.“
**Richtig ist:** Kopieren ist rechtlich und praktisch riskant (Passung, Aktualität, mögliche Rechte Dritter).
**Was ist zu prüfen:** Ob der Text wirklich zu Ihrem Checkout, Ihren Liefergebieten und Ihren Produkten passt – und ob er aktuell ist.
**Transparenz-Hinweis**
Dieser Beitrag informiert über die Rechtslage in Deutschland (Stand: 05.05.2026). Er ersetzt keine individuelle Rechtsberatung.
**Primärquellen**
- Bürgerliches Gesetzbuch (BGB), § 305 (Begriff/Einbeziehung von AGB).
- Verbraucherstreitbeilegungsgesetz (VSBG), § 36 (Informationspflicht zur Verbraucherschlichtung).

### Letzte Aktualisierung
**05.05.2026**
- Der Text startet jetzt mit einem kurzen „Was zählt wirklich?“-Überblick, damit man schneller einschätzen kann, ob man überhaupt AGB braucht.
- Es gibt jetzt konkrete Beispiele aus typischen Shop-Situationen, statt nur Theorie.
- Am Ende stehen typische Irrtümer mit einer klaren Korrektur, damit man Fehler im eigenen Shop schneller erkennt.
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Rechtsanwalt Vertragsrecht
 ![Johannes Dannecker-Lauren](https://d58fsbawdma44.cloudfront.net/d6d9f504-bfc2-48ca-b03b-c9d0ee62ffb0/200x200/71x71/johannes-dannecker-lauren-rechtsanwalt-1-785a99.jpg "Johannes Dannecker-Lauren")
Johannes Dannecker-Lauren
Rechtsanwalt Vertragsrecht
 ![Thomas Mack](https://d58fsbawdma44.cloudfront.net/3f30411e-66ce-467e-920c-e0547934eb7e/200x200/71x71/thomas-mack-rechtsanwalt-1-b9f608.jpg "Thomas Mack")
Thomas Mack
Rechtsanwalt Vertragsrecht
 ![Benjamin Bernhard](https://d58fsbawdma44.cloudfront.net/423/200x200/71x71/benjamin-bernhard-rechtsanwalt-1-933c3a.jpg "Benjamin Bernhard")
Benjamin Bernhard
Rechtsanwalt Vertragsrecht
 ![Waldemar Gert](https://d58fsbawdma44.cloudfront.net/d4a15dc3-2b44-4e1b-9e4a-a28c27a1db90/200x200/71x71/waldemar-gert-rechtsanwalt-1-35f520.jpg "Waldemar Gert")
Waldemar Gert
Rechtsanwalt Vertragsrecht
 ![Andreas Neuber](https://d58fsbawdma44.cloudfront.net/d1b12915-c64e-4040-84fe-3bf57aa489f5/200x200/71x71/andreas-neuber-rechtsanwalt-1-7d3ba0.jpg "Andreas Neuber")
Andreas Neuber
Rechtsanwalt Vertragsrecht
 ![Christopher Fenzl](https://d58fsbawdma44.cloudfront.net/3e331702-e038-478d-a337-a7bd953e0468/200x200/71x71/christopher-fenzl-rechtsanwalt-1-368dc6.jpg "Christopher Fenzl")
Christopher Fenzl
Rechtsanwalt Vertragsrecht
 ![Alicja Wilczek](https://d58fsbawdma44.cloudfront.net/51b1643c-102d-46cd-8562-96b4642382bc/200x200/71x71/alicja-wilczek-rechtsanwalt-1-cea884.jpg "Alicja Wilczek")
Alicja Wilczek
Rechtsanwältin Vertragsrecht
 ![Dennis Kallabis](https://d58fsbawdma44.cloudfront.net/c12c0c47-601b-4101-a343-727e1e6b3273/200x200/71x71/dennis-kallabis-rechtsanwalt-1-4ae175.jpg "Dennis Kallabis")
Dennis Kallabis
Rechtsanwalt Vertragsrecht
 ![Linda Wittwer](https://d58fsbawdma44.cloudfront.net/495/200x200/71x71/linda-wittwer-rechtsanwalt-1-4aee96.jpg "Linda Wittwer")
Linda Wittwer
Rechtsanwältin Vertragsrecht
 ![Karlheinz Roth](https://d58fsbawdma44.cloudfront.net/12/200x200/71x71/karlheinz-roth-rechtsanwalt-7-3687a8.jpg "Karlheinz Roth")
Karlheinz Roth
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